Als der berühmte Hollywood-Schauspieler Cameron Drake seinen
ehemaligen Englischlehrer Howard Brackett bei der Oscar-Verleihung
vor einem Millionenpublikum als homosexuell outet, bringt er das
Leben des Pädagogen gehörig durcheinander. Künftig wird der von
seinen Schülern gemieden, sein Chef will ihm den Job kündigen und
seine Verlobte Emily mißtraut ihm. Als schließlich auch noch der
publicitysüchtige Reporter Peter Malloy auftaucht und Bracketts
Story vermarkten will, kann ihm nur noch Cameron selbst aus der
Patsche helfen... Mit seiner beschwingten screwball-comedy treibt
Regisseur Frank Oz ("Housesitter") die krassen Gegensätze
von typischen Homosexuellen-Klischees und kleinbürgerlicher
Spießigkeit auf die Spitze. Neben Kevin Kline in der Rolle des
ewigen Verlierers und Matt Dillon als dessen sadistischem
Gegenspieler überzeugt besonders Tom "Magnum" Selleck
("Magnum") als rücksichtsloser, homosexueller
TV-Reporter. Von Kameramann Rob Hahn ("Marvins Töchter")
beeindruckend in sanften Pastelltönen fotografiert, wird diese
intelligent-amüsante Gesellschafts-Farce zweifellos auf den
vorderen Chartplätzen landen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Howard Brackett lebt ungestört als Lehrer in der Provinz - bis er
bei der Oscar-Verleihung als schwul geoutet wird und die Nachricht
bei allen Kleinstädtern via Fernseher einschlägt und ihn völlig
unwissend erwischt. Als besonders hartnäckig tut sich der schwule
Sensationsreporter Peter Malloy aus der einfallenden Medien-Meute
hervor. Ausgerechnet er leitet Bracketts Selbsterkenntnis ein.
Bonusmaterial
Kapiteleinteilung, Textinfos, Making Of, Behind the Scenes, Interviews, Trailer, Fotogalerie (75 Min.)
Die Verzögerungstaktik Paramounts hat sich gelohnt. Statt die gutmütige Homosexuellen-Farce mit Kevin Kline als unbedarftem Kleinstadtlehrer, der bei der Oscar-Verleihung vor weltweitem Publikum als schwul entlarvt wird, im Juni gegen extremes Konkurrenzgetümmel antreten zu lassen, konnte nun beim verspäteten Start mit 15.3 Mio. Dollar der zweitbeste September-Start aller Zeiten erzielt werden.
Drehbuchautor Paul Rudnick verfaßte diese turbulente Screwball-Komödie im traditionellen Stil Frank Capras um das einst undenkbare Tabu- und nun verstärkt in den Mainstream Eingang findende Thema der Homosexualität im sozialen Alltag. Rudnicks Skripte für "Addams Family in verrückter Tradition", die preisgekrönte Homosexuellen-Komödie "Jeffrey" und seine immens beliebte Kolumne im amerikanischen "Premiere"-Magazin unter dem Pseudonym Libby Gelman-Waxner deuten auf sein Gespür für schmunzelnd-selbstironischen Humor mit eigenwilliger Offbeat-Komponente hin. Das klassische Set-Up der kompetenten Frank-Oz-Inszenierung - eine verschlafene Kleinstadt findet sich aufgrund eines gänzlich unerwarteten Skandals in den nationalen Schlagzeilen wieder - wurde durch saftig-hemmungslose Situationskomik, quirlige Figuren und treffende Oneliner (Schwulenikone Barbra Streisand erweist sich als ergiebige Quelle) mit einem koketten Nineties-Twist versehen. Howard Brackett (Kevin Kline) ist Englischlehrer an der Highschool von Greenleaf, Indiana. Er ist gepflegt, hat gute Manieren, liebt Poesie und wird demnächst nach dreijähriger Verlobung die einstmals übergewichtige Emily (Joan Cusack fügt ihrem Repertoire von liebenswerten Schreckschrauben ein weiteres Glanzlicht hinzu) heiraten. Doch dann wird sein Leben gründlich von einem ehemaligen Schüler, mittlerweile ein gefeierter Hollywoodstar (Matt Dillon herrlich komisch, besonders in einem Clip als homosexueller "Forrest Gump"-Verschnitt) durcheinandergebracht, als er bei dessen Oscar-Rede als schwul geoutet wird. Das gesamte Städtchen ist geschockt - inklusive des zunächst nichts von seiner sexuellen Ausrichtung ahnenden Howard. Beim anschließenden Medienzirkus tritt besonders der schwule Sensations-TV-Journalist Peter Malloy (fabelhaft: Tom Selleck, der sich pikanterweise in der Vergangenheit häufig Vorwürfe der Homosexualität verbat) hervor. Er spielt schließlich einen entscheidenden Part bei Howards Selbstfindung. Kline bringt hier gekonnt ebenso seine sympathische Jeder-"Dave"-Qualität wie sein in "Ein Fisch namens Wanda" unter Beweis gestelltes Talent für Slapstick (ein Highlight ist sein ekstatisches Gehopse zu dem YMCA-Hit "Macho Man") zum Einsatz. In prägnant-amüsanten Nebenrollen sind Debbie Reynolds als Howards Hochzeiten-vernarrte Mama, Bob Newhart als verklemmt-spießiger Schuldirektor und Supermodel Shalom Harlow selbstparodistisch als Dillons Freundin zu sehen. Die respektlose Verulkung der tuntig-affektierten Manierismen des Protagonisten könnte manchen politisch korrekten Kinogängern säuerlich aufstoßen. Doch tatsächlich wird die heuchlerische Bigotterie der Gesellschaft bloßgestellt und ohne lauttönende Polemik die Wichtigkeit von aufrichtiger (Selbst-)Akzeptanz unterstrichen. ara.
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Videoclip zu "In & Out"
Trailer lädt den Film
Kundenbewertungen zu "In & Out" von "In & Out"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
ausgezeichnet)
Wer eine wirklich tolle Komödie erleben will, kommt an diesem Film nicht vorbei.
Tom Selleck, Kevin Kline und Bob Newhart spielen einfach fantastisch. Ich habe diesen Film schon zigmal gesehen und werde dies auch weiterhin tun. Meine Empfehlung: Wenn Sie mal so richtig lachen wollen, dann kaufen. Es lohnt sich.