Als Lyriker war Hesse um die Jahrhundertwende angetreten, und
Gedichte sind es auch, mit denen sein Lebenswerk im Sommer 1962
ausklingt. Ungefähr 1400 Gedichte hat er in diesen sechs
Jahrzehnten geschrieben und 800 davon in seine fünfzehn
verschiedenen Gedichtsammlungen aufgenommen. In vielen Fällen
konnten die Gedichte auf den Tag genau datiert werden, in anderen
nur der Entstehungsmonat bzw. das -jahr. Bei den frühesten
Gedichten klaffen noch die größten Lücken, doch konnte wenigstens
der Zeitraum der ersten Niederschrift annähernd bestimmt werden.
Hermann Hesse, geb. am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
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