Die Tage des Gärtners - Augstein, Jakob

Die Tage des Gärtners

Vom Glück, im Freien zu sein

Jakob Augstein 

Illustration: Nils Hoff
Gebundenes Buch
 
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Die Tage des Gärtners

Wo finde ich die schönsten Tulpen? Darf ich in meinen Garten eine Statue stellen? Und neigen Gärtner zu Gewaltverbrechen? Jakob Augstein hat ein ungewöhnliches, sehr subjektives Buch über die Gartenarbeit verfasst. Man findet darin nicht nur hilfreiche Informationen zum Büschepflanzen, Zwiebelnsetzen und Blumengießen, sondern auch sehr amüsante Abschweifungen zu allerlei Fragen, die einem beim Unkrautjäten durch den Kopf gehen. Nils Hoff hat die Texte mit liebevollen Illustrationen versehen. Dieses Buch ist ein großes Vergnügen und ein Geschenk für alle, die einen Garten haben oder von ihm träumen.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 272 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 272
  • Best.Nr. des Verlages: 505
  • Deutsch
  • Abmessung: 21, 5 cm
  • Gewicht: 522g
  • ISBN-13: 9783446238756
  • ISBN-10: 3446238751
  • Best.Nr.: 34518924

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Elke von Radziewsky weiß nicht so recht, was sie mit Jakob Augsteins "Die Tage des Gärtners" anfangen soll. Er fängt bei einem entlaufenen Kaninchen an und arbeite sich dann von Jesus zur Grünen Woche, Wodka, Würstchen und der Dicke der Erdkruste vor, ächzt sie. Der Garten werde erst eine Metapher für die ganze Welt und dann ginge es plötzlich doch wieder um Rittersporn und den Hang der DDR zum Anbau von Nutzpflanzen. Mit den Illustrationen von Nils Hoff, dem wissenschaftlichen Zeichner vom Berliner Naturkundemuseum, sei jedenfalls sein "Bramarbasieren" sehr liebevoll gestaltet.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2012

Blattläuse und Schnecken lesen keine Gartenbücher

Wegerich zupfen, Löwenzahn vertreiben, Rhododendron setzen: Gärtnern ist harte Arbeit. Und das Ergebnis ist nicht immer so, wie es im Buche steht. Jenseits von Kräuterspirale und Komposthaufen gibt es noch ganz andere Gartenwelten zu entdecken.

Von Jörg Albrecht

Nun säen sie wieder. Anfang März juckt es eben in den Fingern. "Den Frühling auf der Fensterbank hervorlocken" empfehlen die einschlägigen Ratgeber. Warum nicht das Basilikum am Küchenfenster vorziehen? Weil das schon mal nichts werden kann. Außer bleichen Stengeln und anämischen Blättchen wird bei aufgedrehter Zentralheizung wenig Erfreuliches herauskommen. Das mit dem Frühbeet funktioniert auch nicht. Und Hand aufs Herz: Möchte man ein Kraut in die Suppe rühren, das auf frischem Pferdemist herangereift ist?

Mit den Gartentipps ist das meistens so: Einer schreibt sie vom andern ab, im Zweifelsfall von Gärtner Pötschke, der sich auch schon beim seligen Franz Böhmig bedient hat, der übrigens mit seinem "Rat für jeden Gartentag" einer der auflagenstärksten DDR-Autoren überhaupt war. Rückwärts lässt sich die …

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»Wer dieses Buch ausgelesen hat und noch keinen Garten besitzt, der wird sich einen wünschen.« Jan Chaberny, Augsburger Allgemeine 28.04.2012

"So ist sein Buch zur ungewöhnlichen Liebeserklärung an das Gärtnern geworden, ein brillant geschriebener, lehrreicher, augenzwinkernder Essay mit bisweilen verblüffenden Ratschlägen."
Johannes Kaiser, Deuschlanddradio 13.06.2012

Die politischen Tugenden eines Gärtners

Wenn wir unser Land so haben wollen, dass es uns gefällt, können wir uns Trägheit und Sparsamkeit nicht leisten: Jakob Augsteins Hymne auf den Garten ist ein engagiertes Buch gegen das Zaudern.

Nur neunzehn Sekunden braucht man, um den in diesem Buch so innig beschriebenen Garten der Länge nach zu durchschreiten, für die Breite sogar nur zwölf. In diesem überschaubaren Ausschnitt der Welt in einem Berliner Vorort steht ein Mann und sieht darin die ganze Welt, sieht die Schönheit, die den Menschen in den Geschichten vom ersten Garten, dem Garten Eden, versprochen ist, er sieht die Gefahr, er schwitzt und hofft und lässt sein Blut in diesem Garten. Er sieht auch den Tod. Als der Teich im tiefen Winter unter Eis lag, nahm er ein Werkzeug, um durch das Eis nach seinen Fischen zu schauen, sah aber nichts, außer der Schwärze des Wassers, spürte die Kälte und dachte, so müsse das Ende sein.

Der Berliner Journalist Jakob Augstein hat mit "Die Tage des Gärtners" (Hanser Verlag) ein ganz unerwartetes Buch geschrieben, wie es noch keines zuvor gab. Es ist eine Anleitung für den Gartenbau, die auch von solchen verschlungen werden wird, die keinen Garten haben und nie einen wollen. Es ist eine literarische und philosophische Reflexion, die mit Referenzen an Asterix und Brecht einigermaßen postmodern wirken mag, sich dann aber überraschend liebevoll dem deutschen Kanon nähert. Und es ist ein politisches Buch. Alles zusammen ergibt einen Band, der mehr als alle zeitgenössischen Romane Zeugnis davon ablegt, wie wir heute leben, was wir hoffen und woran wir scheitern. Und da es ein Mann in den besten Jahren geschrieben hat, ist es mehr ein Buch über Männer, über Väter als über Rhododendren, obwohl der Autor denen die zärtlichsten Stellen widmet.

In der Rolle als Gärtner realisiert der Autor all das, womit sich viele seiner Geschlechts- und Altersgenossen schwertun: Er übernimmt Verantwortung, plant, überwindet den Geiz und geht Risiken ein. Der Gärtner kann sich hinter niemandem verstecken, seine Leistungen und Fehler bringt das Frühjahr ans Licht. Es ist ein Buch gegen das Zaudern, aber es verspricht keine Erlösung. Viele verbinden mit dem Garten den Einklang mit der Natur und erwarten von so einem Buch eine Wegbeschreibung dorthin. Dem widerspricht der Autor und nimmt eine in Deutschland sehr seltene, ja radikale Position ein: Die Natur, schreibt er, gelte es zu beherrschen. Den Naturzustand gebe es so nicht, ein natürliches Leben sei lebensbedrohlich.

Der Garten, wie er in diesem Buch nicht nur botanisch und geographisch, sondern eben auch philosophisch und poetisch angelegt wird, ist ein reines Kunstprodukt. Und das erst, schreibt Augstein, mache seine Schönheit aus. Ohne das Auge des wissenden Menschen wird das Tal nicht zur Landschaft, der Berg bleibt ein toter Fels. Radikaler Anthropozentrismus ist die Haltung dieses Gartenbuchs, denn ohne Gärtner gibt es keinen Garten. Der Kernbegriff des ganzen Buches ist die Arbeit. Hier bekommt es seine politische Dimension. Denn auch im Garten gilt, was Willy Brandt in seiner letzten Rede für die soziale und demokratische Entwicklung ganzer Gesellschaften schrieb: Nichts kommt von alleine, und nur wenig ist von Dauer.

Nichts ist gegeben: Der Boden muss untersucht und verbessert, die Pflanzen müssen gedüngt, gewässert und beschnitten werden, Unkraut und Schädlinge gilt es stets im Blick zu behalten, bis zum langen, traurigen Winter ist es eine reine Mühsal. Zwischendrin ist es allerdings auch hochkomisch. In einer Szene versucht die Gärtnersfamilie, an Frösche zu kommen, und verfällt auf den Plan, in einem Gartenmarkt aus den dortigen Schauteichen einige Kaulquappen zu entführen. Da der Vater in seiner öffentlichen Rolle als Staatsbürger vor diesem Akt zurückschreckt, wird die strafunmündige Tochter vorgeschickt, die sich mit einem im Geschäft unerlaubt entliehenen Kescher am Rande des Teiches auf den Bauch legt und wartet. Der Vater wahrt Distanz - skandalöserweise bereit, im Notfall jede Bekannt- und Mitwisserschaft mit seiner quappenklauenden Tochter zu leugnen.

Es geht nicht ohne Risiko - das ist die inspirierende Botschaft des Buches. Und nicht ohne Blutvergießen: In kaum einer Tätigkeit darf der Mann noch so unangefochten zu seiner Männlichkeit stehen wie beim Holzhacken, stellt Augstein fest. Ungehemmtes Trinken, das Rasen sowie der wahllose Geschlechtsverkehr seien "ins Gerede" gekommen, das Spalten großer Holzstücke zum Zwecke ihrer Verfeuerung im heimischen Kamin hingegen sei unbestrittene Männerdomäne. Der Gärtner bestellt sich ein tolles Handbeil bei Manufactum, freut sich daran und begibt sich mit Hingabe auf den Holzweg.

Eines Tages dann haut er sich das Ding in einen Muskel oberhalb des Knies, lässt die erhebliche Wunde dann auch nicht fachgerecht versorgen, scheut also, männertypisch, den Arztbesuch, kippt stattdessen lieber ein Glas Kirschschnaps drüber. Später muss der Arzt die Wunde ausschneiden, und der Patient ergeht sich in Reflexionen über Feldchirurgen und Triage.

Bei allem Fachwissen über die einzelnen Unterarten seiner Gartenpflanzen ist das Buch auch ein Zeugnis der Ratlosigkeit, des Zwangs zum permanenten Neubeginn, zur Selbsterfindung, was auch eine Aussage über die Vätergeneration zuvor ist. Das Buch ist ein botanischer Bildungsroman, die Entwicklung des inneren Gärtners, des Mann- und Vaterseins mit den Mitteln der Literatur und der Arbeit am Beet wie an der Staude.

Jahrhundertelang war der Umgang mit Pflanzen und Tieren eine Ressource des Überlebens, die in den Familien tradiert wurde. Oder man kannte jemanden, der sich auskennt. Montaigne wunderte sich schon im sechzehnten Jahrhundert darüber, dass er zwar vom Ertrag seiner Landwirtschaft lebe, selbst aber die elementarsten Kenntnisse vermissen lasse und einen Salat nicht von einem Kohlkopf unterscheiden könne. Heute ist solches Wissen an Experten und Firmen delegiert. Man kann es sich aber auch wieder aneignen. Augstein hat sich dafür entschieden, doch das steht nicht im Zentrum des Buches.

Wie Montaigne ist ihm der Garten ein Anlass zur Selbstreflexion, ein Ort der persönlichen Neuerfindung: "Der größte Teil der Gartenarbeit findet in Ihrem Inneren statt." Insofern ist das Buch ein Versuch, die sozialen Rollen als Mann mittleren Alters, als Vater und Bürger in der Rolle des Gärtners zusammenzuführen und natürlich diese auch zu transzendieren. Augstein bekennt sich zu vielen Eigenschaften, die die Elterngeneration insbesondere des linksliberalen Spektrums noch zu hinterfragen liebte, und sie liebte auch dieses Wort: hinterfragen. Er ist gerne Vorortbewohner, plädiert für den Zaun, selbst den Jägerzaun, als Bedingung aller Kultur, schätzt das Gespräch über Bäume und Stauden und versucht, indem er zu seinem objektiven Status als Bourgeois steht, den Grund und den Standpunkt zu finden, von dem aus er als Citoyen agiert.

Er ist kein Ort des Rückzugs, dieser Garten. Er wird heimgesucht von all denen, die ihn vorher genutzt haben, denn, so schreibt Augstein: "Alles, was hier war, ist immer noch da und behält seinen Platz, auch wenn es ihn gegenwärtig nicht einnimmt." Das ist nicht immer nur erfreulich: In einer östlichen Ecke des Gartens gräbt er, deutsches Schicksal, eine "schmale Zone schwarzer Schlacke" aus und verzichtet lieber darauf, genauer hinzusehen. So steht die Spurensuche am Beginn der Gartenarbeit, die bei der Planung für zukünftige Generationen noch lange nicht aufhört. Die Arbeit am Garten ist eine künstlerische und philosophische Tätigkeit, die keinen unmittelbaren Nutzen bringt, außer eben der Schönheit und der Erkenntnis. Das eigene Gemüse, die eigenen Kräuter und Gewürze mögen andere preisen, Augstein hält nichts vom Selbstversorgergarten. Der Garten soll auch nicht, wie man es in den späten Gedichten Brechts herauslesen mag, zum Ort des Trostes und des Rückzugs werden, er ist im Gegenteil bei Jakob Augstein ein Sinnbild für die Vita activa.

Eine Pflanze braucht nur wenige Meter zum Wurzeln. So gesehen, ist der Boden "nur eine dünne Schicht Leben, ein Meter tief, ein pelziger, schimmeliger Belag auf dem kalten Stein des Planeten - alles, was wir haben". Die Gedanken zum Garten führen zu den letzten Fragen, manchmal auch ins Absonderliche. Augstein hegt eine Abneigung gegen Rittersporn und verachtet motorisierte Laubbläser. Er warnt: "Der Garten kann einen wahnsinnig machen." Aber er scheut den Kitschverdacht nicht, wenn es darum geht, das frühmorgendliche Licht über Norddeutschland zu beschreiben oder die Anmut einer von ihm bewunderten Blüte.

So wird dem Garten in ganzer Hemmungslosigkeit etwas gewidmet, das man früher gerne an untauglicheren Schauplätzen einforderte: das Engagement. Einer in historisch einmaligem Wohlstand hineingeborenen Generation, die sich oft noch bis ins Erwachsenenalter kindlicher Regression hingibt, auf augenblicklicher Wunscherfüllung besteht und den Geiz ehrt, empfiehlt er wahnsinnige Arbeit an oft undankbaren Böden, unberechenbaren Tieren und divenhaften Pflanzen. Und es geht auch oft schief: Die Bauten am Teich enden im Fiasko und vor Gericht, die Fische erfrieren, stellenweise wird man an Flauberts Bouvard und Pécuchet erinnert, deren Gartenpläne in Fäulnis und Verderbnis enden. Am Ende steht noch mehr Arbeit oder das Schlimmste überhaupt: die Zeit ohne Arbeit, der lange Winter, in dem man vom Garten nur träumen kann.

Es ist eine Empfehlung auch für andere Bereiche, schließlich, schreibt Augstein, kommt man "beim Graben auf die besten Ideen", worin die Neurowissenschaft ihm recht gibt. Wenn wir unser Land, wenn wir Europa so haben wollen, dass es uns hier gefällt, können wir uns Trägheit und Sparsamkeit mit unserem Einsatz nicht leisten. Es gilt für den Staatsbürger das, was Augstein dem Gärtner mitgibt, der zweitausend Blumenzwiebeln zu pflanzen hat: "Am Ende wird es so sein, dass Sie es selbst tun müssen. Stellen Sie sich nicht so an."

NILS MINKMAR

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Jakob Augstein, 1967 geboren, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Politikwissenschaft in Berlin und Paris. Nach Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und DIE ZEIT ist er seit 2008 Verleger der Wochenzeitung Der Freitag. Die Tage des Gärtners. Vom Glück, im Freien zu sein ist sein erstes Hörbuch.

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 25.10.2014   sehr gut
Eine Hommage an alle Gärtner. Wir kämpfen mit Verlust, mit Liebe und mit der Hoffnung, denn es geht alles um den lieben Garten. Einmal rund um die Jahreszeiten und rund um alle vernichtenden Ergebnisse mit neuen Züchtungen, alten Rassesorten und den liebgewonnenen Feinden, sei es Schnecke oder Laus…

Eine gute Art, die schlimmste Jahreszeit des Gärtners, den Winter, zu überbrücken!

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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 16.05.2013   ausgezeichnet
Der Buchtitel „Die Tage des Gärtners“ weckt natürlich Assoziationen zu „Das Jahr des Gärtners“ von Karel Capek. Das humorvolle „Gartenbuch“ des tschechischen Autors erschien bereits 1929 und erfreut sich seitdem einer ungebrochenen Beliebtheit.

Ganz so heiter und ironisch sind die vorliegenden 266 Seiten nicht, aber sie sind auch nicht bierernst. Jakob Augstein (Jg. 1967) betrachtet die Tage des Gärtners aus einer persönlichen Sicht: „Dieses Buch handelt von meinem Garten und allem, was darin ist. Nicht mehr und nicht weniger“.

Also spielen Rasenpflege, Maschendrahtzaun, Kräutergarten, Pflanztiefe oder Rosenschnitt eine wichtige Rolle. Doch der Autor gibt vordergründig keine Tipps und will sein Buch auch nicht als Ratgeber verstanden wissen - obwohl der Leser gern aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpft.

Und so beginnt Augstein seine Betrachtungen mit dem Herbst, wo sich eigentlich das Gartenjahr zur Neige senkt und die Parzelle aufgeräumt und winterfest gemacht werden muss. Doch der Herbst bringt die Gedanken und dieser ungewöhnliche Anfang gibt dem Autor die Möglichkeit, sein Buch mit der Blumenpracht des Spätsommers enden zu lassen.

Augstein schildert seine Beobachtungen auf seinem winzigen Stück Erde. In seine Natur-betrachtungen lässt er dabei immer wieder literarische und historische Momente, gespickt mit vielen Zitaten, einfließen. Da beschreibt er auf der einen Seite ausführlich seinen verzweifelten Kampf gegen den bösen Unkrautfeind „Giersch“ und ein paar Seiten später philosophiert er über den Klimawandel oder die Dialektik des Lebens.

So ist eine äußerst lesenswerte Mischung aus Naturphilosophie und lehrreichen Gartentipps entstanden, die zugleich amüsant und mit einem gewissen Augenzwinkern die Grenze zwischen Natur und Kultur auslotet. Der brillant geschriebene Text wird durch einige Illustrationen von Nils Hoff aufgelockert, die auch immer wieder zum gedanklichen Innehalten anregen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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