Alle meine Schwestern - Lennox, Judith

Alle meine Schwestern

Roman

Judith Lennox 

Aus d. Engl. v. Mechtild Sandberg
 
5 Kundenbewertungen
  sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
11 ebmiles sammeln
EUR 10,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Alle meine Schwestern

Vier junge Frauen, vom Schicksal in alle Winde verweht: Marianne, die ihre Liebe in der Kolonie Ceylon wiederzufinden hofft; die attraktive, stolze Iris, deren Wandlung zur Krankenschwester alle überrascht; Eva, die sich in London als Künstlerin und frühe Frauenrechtlerin engagiert; und Clemency, die Jüngste ... Bestsellerautorin Judith Lennox verbindet vier Lebensträume zu einem spannenden Familienroman, in dem sich das Schicksal immer neue dramatische Wendungen auszudenken scheint.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2008
  • 10. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 585 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Piper Taschenbuch Bd.5190
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 40mm
  • Gewicht: 414g
  • ISBN-13: 9783492251907
  • ISBN-10: 3492251900
  • Best.Nr.: 23314410
"Perfekt für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa. Sehr gute, überaus spannende Unterhaltung."
Judith Lennox, geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Nach ihrem Englischstudium in Lancester arbeitete sie unter anderem als Pianistin in einer Ballettschule, bevor sie sich ganz aufs Schreiben verlegte und zur Bestsellerautorin avancierte. Sie lebt mit ihrem Mann und dem jüngsten ihrer drei Söhne auf dem Land bei Cambridge. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Dicht an die Wand gedrückt, zog Marianne ihre einsame Bahn rund um den Ballsaal, als sie zufällig die Bemerkung einer der Anstandsdamen Mrs. Catherwood gegenüber hörte, die ihre eigene Tochter Charlotte und die Maclise-Mädchen hierher mitgenommen hatte. Die Anstandsdamen saßen alle in einem Raum neben dem Ballsaal, bei offener Tür, damit sie ihre Schützlinge im Auge behalten konnten. Die tricoteuses nannte Iris sie auf ihre freundlich sarkastische Art. Mrs. Palmer sagte: "Die zweite Maclise ist eine schreckliche Bohnenstange", worauf die liebenswürdige Mrs. Catherwood entgegnete: "Marianne wird sich in spätestens ein, zwei Jahren zu einer bezaubernden jungen Frau mausern." Marianne jedoch blieb nur der erste Satz im Kopf, als sie sich in den Schatten einer schweren dunkelroten Samtportiere zurückzog. Eine schreckliche Bohnenstange... eine schreckliche Bohnenstange... Die alten Zweifel über?elen sie. Es war schwer, nicht mit gekrümmten Schultern herumzulaufen, wie manche hochgewachsene Frauen das taten, um kleiner zu wirken. Es war schwer, das Bändchen ihrer Tanzkarte nicht um das leere Blatt zu wickeln.

Sie wünschte, sie wäre daheim bei Eva und Clemency. Was für ein Glück die beiden hatten, daß sie diesem fürchterlichen Ball fernbleiben durften, die eine erkältet, die andere noch nicht in die Gesellschaft eingeführt. Wie herrlich wäre es, jetzt gemütlich auf der Fensterbank in dem Zimmer zu sitzen, das sie sich mit Iris teilte, und zu lesen, Three Weeks von Elinor Glyn, das sie in ihrer Kommode unter den Strümpfen versteckt hatte. Wie im Fieber p?egte sie beim Lesen die Seiten umzuschlagen. Manchmal war Paul Verdayne, der seine geheimnisvolle Schöne in ein Schweizer Hotel verfolgte, realer und lebendiger als ihr Zuhause und ihre Familie.

Sie wünschte sich Geheimnis und Romantik, neue Anblicke und neue Gesichter, irgend etwas - irgend jemanden -, bei dem ihr Herz schneller schlagen würde. Aber was, dachte sie, während sie den Blick geringschätzig durch den Saal schweifen ließ, gab es in Shef?eld schon Geheimnisvolles? Da tanzte Ellen Hutchinson in einem absolut häßlichen rosaroten Satinkleid mit James. Erbärmliche Aussichten, wenn der eigene Bruder der bestaussehende Mann im Saal war. Und dort wurde Iris reichlich tolpatschig von Ronnie Catherwood herumgeschwenkt. Marianne seufzte. Sie kannte jedes Gesicht. Nie im Leben könnte sie einen dieser pickeligen Jungen mit den ?aumigen Schnurrbärtchen heiraten, die ihr seit ihrer Kindheit vertraut waren. Sie wirkten irgendwie unfertig, irgendwie ein bißchen lächerlich. Die Vorstellung, ihre Familie zu verlassen, um den Rest ihres Lebens mit einem dieser täppischen, durchschnittlichen jungen Männer zu verbringen, stieß sie ab.

Doch heiraten mußte sie. Wenn nicht, was dann? Ihr Leben würde wahrscheinlich weitergehen wie bisher. Da ihre Mutter es anscheinend nicht fertigbrachte, ein Hausmädchen länger als ein Jahr zu halten, klappte die Hausarbeit nicht so reibungslos, wie sie sollte. Und da ihre Mutter eine zarte Gesundheit hatte und Iris ein Talent dafür, sich vor allem Unangenehmen zu drücken, blieb die Verantwortung für den Haushalt größtenteils an Marianne hängen. Vielleicht würde sie einmal enden wie Großtante Hannah - als alte Jungfer. Sie würde ein unförmiges Korsett tragen und vielleicht eine Perücke. Bei der Vorstellung von sich selbst in schwarzem Bombassin mit Barthaaren am Kinn mußte sie lachen.

Und merkte plötzlich, daß jemand sie beobachtete. Sie konnte später nicht sagen, woher sie es wußte. Man konnte doch nicht spüren, aus welcher Richtung ein Blick kam?

Er stand auf der anderen Seite des Saals. Als ihre Blicke sich trafen, lächelte er und neigte leicht den Kopf. Es war wie ein Wiedererkennen. Sie mußte ihm schon einmal begegnet sein, wahrscheinlich auf irgendeinem öden Empfang oder bei einem langweiligen Konzert. Aber wenn das stimmte, dann würde sie sich doch an ihn erinnern!

Sein Blick war so intensiv, daß sie den plötzlichen Wunsch zu ?iehen verspürte. Zwischen stattlichen Frauen mit Straußenfedern im Haar und älteren Herren mit Schnurrbärten und lüsternen Blicken hindurch lief sie aus dem Saal bis in einen schlechtbeleuchteten Korridor mit Türen zu beiden Seiten. Sie hörte das Klappern und Zischen aus den Küchenräumen. Dienstmädchen mit Tabletts voller Gläser eilten geschäftig durch den Gang; weiter hinten steckte sich ein Diener in Schürze und Hemdsärmeln eine Zigarette an.

Wahllos öffnete sie eine Tür. In dem kleinen Raum dahinter standen zwei durchgesessene Sessel mit abgewetzten Bezügen, ein Notenständer und ein recht zerschrammtes Klavier. Marianne knöpfte ihre Handschuhe auf und strich mit den Fingern über die Tasten. Dann sah sie die Noten durch. Schließlich setzte sie sich und begann zu spielen, leise zuerst, um nicht entdeckt zu werden. Dann aber ergriff die Musik von ihr Besitz, und sie gab sich ihr ganz hin.

Die Tür ging auf, sie erkannte den Mann aus dem Saal. Sie hob die Hände vom Instrument. Zitternd hingen sie über den Tasten.

"Verzeihen Sie", sagte er. "Ich wollte Sie nicht erschrecken."

Schnell klappte sie die Noten zu. "Ich sollte wieder hinübergehen."

"Warum sind Sie weggelaufen? Macht Ihnen Klavierspielen mehr Spaß als Tanzen?"

"Aber ich habe ja nicht getanzt."

"Hätten Sie denn gern getanzt?"

Sie schüttelte den Kopf. "Ich wäre am liebsten zu Hause bei meinen Schwestern."

Sein volles hellbraunes Haar war leicht gewellt und kurz, das Blau seiner Augen einige Nuancen heller als das ihrer eigenen. Die ebenmäßig geschnittenen Züge und das kräftig ausgebildete Kinn vermittelten einen Eindruck von Zuverlässigkeit und Stärke. Er war wahrscheinlich einige Jahre älter als sie, und er war größer. Neben ihm würde sie nicht die Schultern krümmen oder den Kopf einziehen müssen.

"Wie viele Schwestern haben Sie?" fragte er.

"Drei."

"Brüder auch?"

"Drei."

"Sie sind sieben Geschwister! Ich bin allein. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, in einer so großen Familie aufzuwachsen."

"Einzelkinder sind da anscheinend oft neidisch."

"Ja? Also, ich war immer ganz froh, der einzige zu sein. Bei so vielen muß man doch ständig Angst haben, übersehen zu werden!" Er sah sie offen an. "Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß man Sie übersieht."

"Ich hätte überhaupt nichts dagegen, übersehen zu werden. Ich kann es nicht ertragen, wenn die Leute mich anstarren - mich bewerten." Sie brach ab, erschrocken über ihre Freimütigkeit.

"Vielleicht bewerten sie Sie gar nicht. Vielleicht bewundern sie Sie."

Die zweite Maclise ist eine schreckliche Bohnenstange. Marianne stand vom Klavierschemel auf. "Ich muß wieder in den Saal."

"Warum? Sie tanzen doch nicht. Sie ?nden die Leute langweilig. Warum wollen Sie zurück? Oder ?nden Sie mich vielleicht noch langweiliger?"

Sie mußte zurück, weil seine Nähe hier, in diesem kleinen Raum, sie um ihre Ruhe brachte. Aber das konnte sie ihm natürlich nicht sagen, und so setzte sie sich nur wortlos wieder hin.

"Das ist doch wunderbar, Miss -?"

"Maclise", murmelte sie. "Marianne Maclise."

"Arthur Leighton." Er gab ihr die Hand. "Erzählen Sie mir von Ihrer Familie. Von Ihren drei Brüdern und Ihren drei Schwestern. Wo stehen Sie in der Reihe?"

"James ist der älteste. Dann kommt Iris. Sie ist heute abend auch hier. Sie haben sie sicher gesehen. Sie hat blonde Haare, goldblond, blaue Augen und ist sehr schön."

"Trägt sie ein weißes Kleid? Diamanten in den Ohren und eine weiße Gardenie im Haar?"

"Aha, sie ist Ihnen also aufgefallen." Sie spürte Neid. Immer war Iris die Bewunderte.

Aber er sagte: "Ich beobachte gern. Es ist oft interessanter, die Leute zu beobachten, als mit ihnen zu sprechen."

"Oh, ?nden Sie das auch? Gespräche sind oft so - gezwungen. So verlogen", rief sie, beglückt über die Übereinstimmung.

"Aber nicht immer", widersprach er freundlich. "Unser Gespräch hat doch nichts Verlogenes, oder?" Er kam auf das ursprüngliche Thema zurück. "Also, James und Iris sind die beiden ältesten. Und dann?"

"Dann komme ich und nach mir Eva. Sie ist dunkel wie ich. Aber sonst ist sie ganz anders. Sie ist längst nicht so groß, und sie ist - sicherer, entschiedener." Mariane strich über ihren seidenen Rock. "Ich sehe irgendwie immer alles von zwei Seiten."

"So mancher würde sagen, das ist gut - ein Zeichen von Reife."

"Aber es macht die Entscheidung so schwer. Woher weiß man, welche die richtige ist?"

"Manchmal muß man eben etwas riskieren. Die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht."

"Die Entscheidungen, die Sie treffen müssen, sind vermutlich etwas schwerwiegender als meine", sagte sie bitter. "Bei mir geht es eigentlich immer nur darum, ob ich lieber das rosa Kleid oder das weiße anziehen oder ob ich bei der Köchin lieber Pudding oder Biskuitrolle mit Marmelade bestellen soll."

"Oh, Biskuitrolle", erwiderte er ernsthaft. "Viel leckerer als Pudding. Und Sie sollten lieber Weiß als Rosa tragen. Lassen Sie das Rosa den hübschen Blondinen wie Ihrer Schwester Iris. Aber kräftigere Farben ständen Ihnen sicher auch gut. Veilchenblau vielleicht, wie die Blumen, die Sie tragen - sie haben die gleiche Farbe wie Ihre Augen."

Marianne war sprachlos. Kein Mann, weder ihr Vater noch ihre Brüder oder die Brüder ihrer Freundinnen, hatte sich je in dieser Art über ihr Aussehen und ihre Kleidung geäußert. Es kam ihr irgendwie ungehörig vor.

"Und wer kommt dann?" fuhr er fort. "Ein Bruder oder eine Schwester?"

"Clemency. Meine Schwester Clemency ist die nächste. Danach folgen Aidan und Philip. Aidan ist dreizehn, Phil ist gerade elf geworden. Ich weiß nicht, ob ich sie wirklich kenne. Es sind eben Jungs, die zwei jüngsten in der Familie, sie laufen so mit. Außer Clemency hat niemand viel Zeit für sie."

"In Ihrer Familie ist sicher immer eine Menge los. Einsam sind Sie bestimmt nie."

Sie sollte in den Saal zurückkehren. Ein junges Mädchen und ein Mann ganz allein, das schickte sich nicht. Aber sie blieb. Ihre verborgene rebellische Seite, der sie so selten eine Stimme erlaubte, drängte sie, auf Vorsicht und Konvention zu pfeifen. Gerade jetzt fühlte sie sich ungeheuer lebendig, spürte beinahe, wie das Blut durch ihre Adern pulste. Ausnahmsweise einmal hatte sie nicht den Wunsch, woanders oder bei jemand anderem zu sein.

Sie schüttelte sich ein wenig, als müßte sie solche aufmüp?gen Ideen vertreiben, und sagte: "Jetzt müssen Sie mir aber auch etwas von Ihrer Familie erzählen, Mr. Leighton."

"Mit Familie ist es bei mir leider nicht weit her. Meine Mutter ist bald nach meiner Geburt von uns gegangen, und ich war Mitte Zwanzig, als mein Vater starb. Ich habe einen Onkel und ein paar Cousins und Cousinen, das ist alles. Aber bedauern Sie mich jetzt nicht, ich habe einen großen Freundeskreis."

"Hier, in Shef?eld, haben Sie auch Freunde?"

"O ja, ich wohne seit einer Woche bei den Palmers. Mir gefällt die Stadt. Sie hat einige wirklich bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten." Er lächelte.

Wäre sie Iris gewesen, so hätte sie jetzt mit kokettem Augenaufschlag eine Bemerkung gemacht, die wie eine Zurechtweisung geklungen hätte, in Wirklichkeit jedoch eine Aufforderung zu weiteren Komplimenten gewesen wäre. Zum erstenmal kam ihr der Gedanke, daß er ihr vielleicht nur schmeichelte, und sie war enttäuscht, tiefer enttäuscht, als sie nach so kurzer Bekanntschaft für möglich gehalten hätte.

"Ich habe Sie vorhin im Saal lachen sehen", sagte er unvermittelt. "Erst waren Sie so ernst, und dann haben Sie plötzlich gelacht. Ich hätte liebend gern gewußt, worüber."

"Ach, ich habe mir vorgestellt, ich wäre eine dicke alte Jungfer."

Seine Mundwinkel zuckten. "Ich glaube kaum, daß Ihnen so ein Schicksal blüht."

"Wieso? Das kann leicht passieren."

"Das glauben Sie doch nicht im Ernst!"

"Ich weiß, daß ich andere schockiere. Sie sagen natürlich nichts, aber ich merke es. Ich sage oft das Falsche." Sie schaute ihn an. "Unser ganzes Gespräch war falsch, Mr. Leighton. Wir haben über lauter Dinge geredet, über die man eigentlich nicht spricht."

"Und worüber spricht man?"

"Na ja - über das Wetter zum Beispiel - oder über das Fest, wie gelungen es ist."

"Aha."

"Wie gut die Kapelle spielt."

"Der Geiger war daneben. Darf ich das sagen?"

"Völlig daneben, ja." Sie lachte. "Es klang furchtbar."

Nach einer Pause sagte er: "Darf ich dann vielleicht auch sagen, daß Sie sich vorhin geirrt haben?"

"Geirrt?"

"Als Sie sagten, Ihre Schwester Iris sei schön."

"Aber alle ?nden Iris schön", entgegnete sie verblüfft.

"Iris ist sehr hübsch, ja. Aber sie ist nicht schön. Sie sind schön, Miss Maclise."

Sie errötete nie, wenn sie verlegen war, sie wurde immer blaß. Auch jetzt verlor ihr Gesicht die Farbe, und sie spürte, wie ihre Haut kalt wurde.

Er lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und beobachtete sie. "Tja" sagte er dann, "ich ?nde, Sie sollten die Wahrheit wissen."


Kundenbewertungen zu "Alle meine Schwestern" von "Judith Lennox"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen   sehr gut)
  ausgezeichnet
 
(3)
  sehr gut
 
(1)
  gut
  weniger gut
 
(1)
  schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Alle meine Schwestern" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 17.08.2011   weniger gut
Ein Frauenroman, klein wenig besser als eine Daily Soap, von dem ich mir jedoch etwas mehr erhoffte.

Kurz zum Inhalt: beschrieben wird das jeweilige Leben der Schwestern Maclise. Die schöne Iris wird Krankenschwester, Eva studiert Kunst, Marianne wird Ehefrau und die jüngste Clemency pflegt ihre hypochondrische Mutter. Zunächst alles eher gewöhnlich, Bewegung entsteht erst als der Krieg ausbricht.

Das Ende bleibt weitgehend offen und ich finde das nicht einmal so verkehrt, nach 600 Seiten in denen dem Leser alles vorgekaut wird, bleibt mindestens zum Schluss die Chance zur Überlegungen erhalten.

Gut 2/3 des Buchs sind langatmig und kitschig, eine viel zu lange Intro. Wer diese übersteht, wird mit dem letzten drittel belohnt. Ob man dieses Buch lesen muss, soll jeder für sich entscheiden, nochmal tue ich es nicht!

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Sabine aus München am 12.06.2010   sehr gut
Das Buch liest sich sehr flüssig. Man fühlt sich sofort in das England des beginnenden 20. Jahrhunderts versetzt. Die unterschiedlichen Charaktere der vier Schwestern sind schön herausgearbeitet und schlüssig miteinander verwoben. Das Buch erinnert an Jane Austen und ist jedem zu empfehlen, der diese Art von Büchern mag!

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von E. Breidenbach aus Gründau am 28.10.2008   ausgezeichnet
Ein toller Schmöker! Ein Buch, das ich gar nicht mehr weglegen wollte. Spannend, fesselnd und sehr einfühlsam geschrieben. Interessante Informationen zum damaligen Stand der Frauen in der Gesellschaft. Das Seelenleben der Personen spiegelt auch heutige Verhaltensweisen - zeitlose Emotionen... Ein Buch, dessen Inhalte durch die bildhaften Schilderungen der Autorin einen farbenprächtigen Film ablaufen lassen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Monja aus Grafenberg am 03.08.2008   ausgezeichnet
Ein super Buch! Wahnsinnig interessant geschrieben und unheimlich fesselnd. Ganz nebenbei erfährt man auch noch unheimlich viel über die Geschichte und den Stand der damaligen Frauen. Wirklich nur zu empfehlen!

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Melanie Vogelsang aus Niedersachsen am 26.06.2007   ausgezeichnet
„Alle meine Schwestern“ ist der neueste Roman der Erfolgsautorin Judith Lennox und auch mein erster. Aber nach diesem wundervollen Roman werden sehr bald weitere Folgen.

Judith Lennox schreibt sehr fesselnd und anschaulich. Sowohl Landschaften und Figuren, als auch Ereignisse standen mir glasklar vor Augen. Bildlich, farbenfroh und intensiv ist ihre Sprache, die mich absolut verzaubert hat. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten in das Buch einzutauchen und nach nur ein paar Seiten war ich so versunken, dass ich alles um mich herum vergaß. Als ich das Buch beendet hatte war ich unglaublich traurig, dass es schon zu Ende war. „Alle meine Schwestern“ ist eindeutig ein Roman, der mindestens doppelt so lang hätte sein dürfen.

Die Figuren sind einfach wundervoll. Sie sind glaubwürdig, äußerst facettenreich und sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen, obwohl sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Gerade die vier Schwestern sind so unterschiedlich, dass man kaum glauben mag, dass sie so eng miteinander verwandt sind: Charlotte, die Schöne, die auf die beste Partie der Gegend wartet, Marianne, die Romantische, die still auf die große Liebe hofft, Eva, die Begabte, die gegen den Strom der Konventionen schwimmt und Clememcy, die gute Seele, die ihre eigenen Bedürfnisse für ihre Familie hinten an stellt.
Der Leser begleitet diese Frauen auf ihrem Weg der Selbstfindung, auf ihrer Suche nach Liebe, Anerkennung und Erfolg. Aber es wird nicht nur die Geschichte dieser Frauen erzählt, sondern auch die ihrer Brüder und Eltern. Diese nehmen zwar keinen großen Stellenwert ein, haben aber alle eine interessante Geschichte zu erzählen und sind für so manche Überraschung gut.

„Alle meine Schwestern“ ist ein Frauen- und Gesellschaftsroman. Der Leser erfährt einiges über die damaligen Konventionen und Lebensverhältnisse von Arm und Reich, den Kampf der Frauenrechtlerinnen, ein wenig über Kunst, die ersten Berufe der Frauen, Ceylon und Tee und auch der Erste Weltkrieg findet seinen Platz in diesem Buch.

Zu Beginn gibt es hier und da Stellen, die mir ein wenig zu vorhersehbar waren, diese werden aber im Laufe des Romans eindeutig weniger. Und da es so manche Überraschung gab, habe ich mich daran nicht weiter gestört.

Besonders fasziniert hat mich die Unterschiedlichkeit der Schwestern und auf welche Art und Weise sie ihren Weg machen. Ihre Charakterzüge bestimmen eindeutig ihr Schicksal und selten kann man dies so deutlich aus einem Buch heraus lesen.
Aber auch die Art wie sie mit der Liebe umgehen hat mich unheimlich gefesselt und der dazugehörige historische Hintergrund von 1909 – 1917 hat den Roman großartig abgerundet. Am Liebsten würde ich sofort den nächsten Lennox in die Hand nehmen. Die Autorin schreibt einfach süchtig machend!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Alle meine Schwestern" von Judith Lennox ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop


99 Marktplatz-Angebote für "Alle meine Schwestern" ab EUR 0,30

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 0,30 1,90 Banküberweisung Grashalm1 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,49 2,90 Banküberweisung Buchfreund5 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,50 2,00 Banküberweisung Südsee 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,50 3,00 Banküberweisung yahoo-fan 98,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,60 1,20 PayPal, Banküberweisung mellitom 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,75 10,80 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung, sofortueberweisung.de buchweb 99,1% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 0,80 1,80 PayPal, Banküberweisung teddybaerbueche rwurm-Onlinehandel 99,8% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 0,80 2,35 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Barhe68 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 0,85 1,80 Banküberweisung Yakumo 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,85 1,85 Banküberweisung Elsa46 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,90 1,10 Banküberweisung angy65 94,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,90 1,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Leseratte132 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,90 1,95 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung hejhej 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,99 1,20 Banküberweisung Bibdesk 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,99 1,20 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung diedonatz 100,0% ansehen
wie neu 0,99 1,50 Banküberweisung suessfix66 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 0,99 1,70 sofortueberweisung.de, PayPal, Banküberweisung 1001 Bücher - Modernes Antiquariat 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,20 Banküberweisung traumzeit 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,20 Banküberweisung, PayPal Heleneruth 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,20 Banküberweisung supergrobi.de 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,40 Banküberweisung Webster313 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,50 Banküberweisung Siegthaler 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,80 Banküberweisung anira_08 99,4% ansehen
wie neu 1,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung roger888_8 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 2,00 Banküberweisung Ikar2012 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,10 1,20 Banküberweisung schnapp123 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung acitellas 97,3% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 2,10 Banküberweisung tintenfass 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 2,10 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung mpimo 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,25 1,80 Banküberweisung leonid4 100,0% ansehen
wie neu 1,25 3,00 Banküberweisung yahoo-fan 98,0% ansehen


Alle Marktplatz-Angebote ansehen

Mehr von
Andere Kunden kauften auch