Sunset Park - Auster, Paul

Paul Auster 

Sunset Park

Roman

Aus d. Engl. v. Werner Schmitz
Gebundenes Buch
 
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Sunset Park

"Sunset Park" beschreibt die Hoffnungen und Sorgen einer unvergesslichen Schar von Menschen, die in den dunkelsten Zeiten der jüngsten ameri kanischen Wirtschaftskrise zusammenkommen: ein rätselhafter junger Mann, der wie besessen Trümmer fotografiert; eine kühle Cineastin mit Hang zum Androgynen; ein politischer Aktivist, der in seiner Klinik für kaputte Dinge Artefakte einer verschwundenen Welt repariert; eine Malerin erotischer Themen; eine einst gefeierte Schauspielerin, die sich auf ihr Comeback am Broadway vorbereitet; ein Kleinverleger, der versucht, seinen Verlag und seine Ehe zu retten.
Die dramatischen Ereignisse, die das Schicksal von Austers Helden verbinden, kulminieren in einem besetzten Haus im heruntergekommenen Stadtteil Sunset Park, Brooklyn, und sie zeichnen ein bewegendes Bild des heutigen Amerika und seiner inneren Dämonen. Dieser Roman ist eine emotionale und politische Tour de Force am Puls der Zeit und dunkel glänzend.


Produktinformation

  • Verlag: (Rowohlt, Reinbek)
  • 2012
  • 1. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 313 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 140mm x 29mm
  • Gewicht: 418g
  • ISBN-13: 9783498000820
  • ISBN-10: 3498000829
  • Best.Nr.: 34004573

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Paul Austers "Sunset Park" ist nicht nur eine Vater-Sohn-Geschichte, sondern erzählt auch davon, wie die Vergangenheit Teil der Gegenwart bleibt und trotzdem "Neuanfänge möglich" sind, erklärt ein angetan wirkender Daniel Amman. Er lässt sich gern auf den Reigen von Austers Haupt- und Nebenfiguren ein, die in parallelen Geschichten auftreten, sich aber immer wieder miteinander verknüpfen, und sieht sich durch diese Erzähltechnik an Austers Film "Smoke" von 1995 erinnert. Wenn sich der Rezensent auch nicht zu Lobeshymnen verleiten lässt, so hat er an diesem zur Zeit der Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2009 spielenden Roman auch nichts Negatives zu bemerken und macht deutlich, dass er insbesondere von der komplexen Konstruktion von "Sunset Park" eingenommen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.07.2012

Unsere Hypotheken verdanken wir dem Staat

Paul Austers jüngster Roman "Sunset Park" zeigt ein Amerika, in dem alle Generationen und Regionen unter den Auswirkungen der Krise leiden.

Es ist das Jahr 2008, in dem begann, was seither als Wirtschaftskrise wütet. Miles Heller ist achtundzwanzig Jahre alt, er hat vor siebeneinhalb Jahren das College verlassen und arbeitet in Florida für eine Entrümpelungsfirma. Sie handelt im Auftrag jener Banken, denen nach dem amerikanischen Immobiliendesaster die Häuser gehören, die von ihren bisherigen Eigentümern verlassen werden mussten. Diese Häuser sind voll von "aufgegebenen Dingen", die Miles fotografiert. Inzwischen hat er Tausende solcher Fotos, von "Büchern, Schuhen und Ölgemälden, Klavieren und Toastern, Puppen, Teegeschirr und schmutzigen Socken, Fernsehern und Brettspielen, Partykleidern und Tennisschlägern, Sofas, Seidendessous, Fugenspritzen, Reißzwecken, Plastikmonstern, Lippenstiften, Gewehren, ausgebleichten Matratzen, Messern und Gabeln, Pokerchips, einer Briefmarkensammlung und einem toten Kanarienvogel am Boden seines Käfigs".

Seine Kollegen, die "drei Musketiere des Verderbens", …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.07.2012

Unselige Zeiten, brüchige Welt
Paul Auster erzählt in seinem neuen Roman „Sunset Park“ von einem krisengeschüttelten Amerika.
Doch für die große Parabel auf unsere Zeit ist sein Buch zu gut gemeint und harmlos – ein literarischer „patriot act“?
VON CHRISTOPHER SCHMIDT
Miles Heller ist 28 Jahre alt und ein alter Mann. Keinerlei Ehrgeiz treibt ihn noch an. Er war mal ein hochbegabter Junge mit besten Aussichten, doch vor bald acht Jahren hat er das College abgebrochen und den Kontakt zu seiner Familie ebenso. Seither übt er sich darin, im Hier und Jetzt zu leben, keine Pläne zu haben und keine Ziele, „soll heißen, nichts ersehnen und nichts erhoffen“. Und nichts begehren. Von den Zigaretten lässt er die Finger, vom Alkohol und von den Frauen. Und auch, was er an wechselnden Orten und in wechselnden Jobs verdient, als Aushilfskoch oder Möbelpacker, rührt er nicht an.
  Der Leser begegnet diesem bedürfnislosen Dulder im Jahr 2008 in Florida, wo er sich als Entrümpler durchschlägt. Das Geschäft läuft gut. Seit die Immobilienblase geplatzt ist, werden immer mehr Häuser aufgegeben, weil deren Bewohner ihre Kredite nicht …

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Paul Auster , geb. 1947 in Newark, New Jersey, als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. 1971-74 lebte er in Frankreich, hauptsächlich in Paris. Nach seiner Rückkehr in die USA nahm er einen Lehrauftrag an der Columbia University an und arbeitete zusätzlich als Übersetzer französischer Autoren (Blanchot, Bouchet, Dupin, Joubert, Mallarmé, Sartre) sowie als Herausgeber französischer Literatur in amerikanischen Verlagen. 2006 erhält er den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur.

Kundenbewertungen zu "Sunset Park" von "Paul Auster"

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 19.12.2012 ***** ausgezeichnet
«Sunset Park» beschreibt die Hoffnungen und Sorgen einer unvergesslichen Schar von Menschen, die in den dunkelsten Zeiten der jüngsten ameri­kanischen Wirtschaftskrise zusammenkommen: ein rätselhafter junger Mann, der wie besessen Trümmer fotografiert; eine kühle Cineastin mit Hang zum Androgynen; ein politischer Aktivist, der in seiner Klinik für kaputte Dinge Artefakte einer verschwundenen Welt repariert; eine Malerin erotischer Themen; eine einst gefeierte Schauspielerin, die sich auf ihr Comeback am Broadway vorbereitet; ein Kleinverleger, der versucht, seinen Verlag und seine Ehe zu retten.
Die dramatischen Ereignisse, die das Schicksal von Austers Helden verbinden, kulminieren in einem besetzten Haus im heruntergekommenen Stadtteil Sunset Park, Brooklyn, und sie zeichnen ein bewegendes Bild des heutigen Amerika und seiner inneren Dämonen. Dieser Roman ist eine emotionale und politische Tour de Force - am Puls der Zeit und dunkel glänzend.

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