Lexikon des Unwissens - Passig, Kathrin; Scholz, Aleks

Kathrin Passig Aleks Scholz 

Lexikon des Unwissens

Worauf es bisher keine Antwort gibt

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Lexikon des Unwissens

Das geballte Unwissen der Menschheit auf engstem Raum!

Die Fortpflanzung der Aale oder die Wirkungsweise halluzinogener Drogen, weibliche Ejakulation oder die Entstehung von Hawaii. Dunkle Materie oder der Stern von Bethlehem all das ist ebenso rätselhaft wie die Frage, womit Katzen schnurren und warum wir schlafen. Eine faszinierende Reise durch die Welt der unbeantworteten Fragen.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 254 S.
  • Seitenzahl: 256
  • rororo Taschenbücher Nr.62230
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 126mm x 20mm
  • Gewicht: 247g
  • ISBN-13: 9783499622304
  • ISBN-10: 3499622300
  • Best.Nr.: 23864591
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
In der ProSieben-Comedyshow "Switch" gab es diese grandiosen Parodien von "Explosiv"-Moderatorin Barbara Eligmann - erinnert sich jemand? Mittlerweile arbeitet die Eligmann für einen anderen Sender; trotzdem ist es lustig, dass die hypertoughe Blondine die Hörbuchversion vom "Lexikon des Unwissens" ausgerechnet gemeinsam mit "Switch"-Darsteller Peter Nottmeier eingesprochen hat. Abgesehen davon war es keine gute Idee, Kathrin Passigs und Aleks Scholz' Sachbuch über die unlösbaren Rätsel dieser Welt mit den Stimmen der Moderatorin und des Comedians zu vertonen. Die beiden lesen betont locker-flockig-fröhlich, Barbara Eligmann streut obendrein immer wieder das ein oder andere Kleinmädchenkichern ein. Da klingt ein Kapitel über das Mysterium des weiblichen Orgasmus plötzlich wie eine "Benjamin Blümchen"-Kinderkassette. Lange erträgt man das nicht - schon gar nicht die sechs Stunden, die das Fünf-CD-Hörbuch dauert. (jul)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.07.2007

Wir wissen etwas - aber was eigentlich?
Kathrin Passig und Aleks Scholz interessieren sich für alles, worauf es bisher keine Antwort gibt

Mein erstes Guinness habe ich 1971 in Dublin widerwillig nur deshalb getrunken, weil es billiger war. Erst nach einer längeren Phase der Zwangsernährung wurde ich süchtig. Ähnlich erging es mir mit dem "Lexikon des Unwissens" von Kathrin Passig und Aleks Scholz.

Das ist freilich kein richtiges Lexikon und es handelt auch nicht vom Unwissen. Aber wenn der Verlag mit diesem Titel ein paar Exemplare mehr verkauft, soll es recht sein. Das Buch ist eine Sammlung von ungelösten wissenschaftlichen Problemen, die in alphabetischer Reihenfolge geordnet sind. Irgendwie muss man sie ja aneinanderreihen. Was mir von Anfang an nicht gefallen hat, war der despektierliche Ton der Texte. Nicht dass ich solchen Sarkasmus generell verachten würde, aber doch bitte schön nur bei genuin komischen Themen wie - sagen wir mal - Fußball. Meine geliebte hehre Wissenschaft ist nicht komisch, und deshalb haftet einem solchen postseriösen Zugang etwas Gekünsteltes an. Inzwischen habe ich aber meine Meinung geändert.

In …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Ob er jetzt schlauer ist als vor dieser Lektüre, weiß Ernst Horst auch nicht so genau. Dass Kathrin Passig und Aleks Scholz "kein richtiges Lexikon" verfasst haben, da ist er sich allerdings sicher. Und dass der Band nicht vom Unwissen handelt. Verlagsstrategie, meint Horst und regt sich anfänglich auch sehr über den "despektierlichen Ton" auf, mit dem hier über die heilige Kuh der Wissenschaft geschrieben wird. Am Ende hat er das geschluckt und findet das Buch sogar noch besser als die herkömmliche Populärwissenschaft. Der schieren Themenvielfalt wegen, die hier alphabetisch abgehakt wird. So liest Horst durchaus Wissenswertes über Flussaale und Kugelblitze. Bloß keine Erklärungen. Ihn aber stört das weniger als das Kalauern der Autoren und ein Mangel an Grundlagenforschung zum übergeordneten Thema Unwissen.

© Perlentaucher Medien GmbH"
Kathrin Passig, geboren 1970, ist Journalistin, Übersetzerin, Programmiererin und im Internet aufgewachsen. Sie betreibt gemeinsam mit Kollegen das Weblog »riesenmaschine.de« und die virtuelle Firma Zentrale Intelligenz Agentur. 2006 erhielt sie den Bachmannpreis und den Publikumspreis bei den dreißigsten Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Kundenbewertungen zu "Lexikon des Unwissens" von "Kathrin Passig; Aleks Scholz"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 09.03.2008 ***** gut
Fundierte, prägnante Erläuterungen des Unerklärlichen

Es gibt Dinge im Leben, die braucht man nicht zu wissen, manches will man nicht wissen, wieder Anderes soll man nicht wissen und Einiges kann man nicht wissen – das weiß aber nun wirklich jeder – „sokratischer Weisheit“ sozusagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, obgleich er eher gemeint haben soll „Ich weiß auch als Un-Wissender.“ Sei’s d’rum – das Buch versammelt eine Reihe von Fragestellungen, welche trotz allen Weltwissens und aller Erkenntnis der Wissenschaften bislang unbeantwortet blieben.

Sicher dient alles, was man oder jemand nicht weiß, an, sich um eine Antwort zu bemühen. Die Unwissenheit als Motor der Erforschung und Impulsgeber für die Erkenntnis. Das ist schon ganz gut. Das hat etwas Aktives. So auch das Buch. Geradezu akribisch und zudem ausgesprochen seriös befassen sich die Autorin und der Autor mit so bedeutenden Fragestellungen nach der Ursache zur Bildung eines so genannten „Rattenkönig“, weshalb man gähnt, Klebeband klebt oder in Trinkgeld gegeben wird.

Die gebotenen Antworten – sofern in den einzelnen Kapiteln welche gegeben werden – wirken wohl recherchiert und fundiert und lassen einen plötzlich Kenntnisse erworben haben, welche man sich vorher nie als Wissensmangel vorstellen konnte. Insofern gehört das Buch zu den interessanten Phänomenen und es stellt sich schon wieder eine ganz neue Frage, weshalb man bislang die von den Autoren gestellten Fragen noch nie selbst gestellt und einer Antwort hinterhergelaufen ist.

Das Buch bietet bei aller Leichtigkeit der Themenstellung und der in aller Regel auch nachvollziehbaren Erklärungen ausreichend, bisweilen gar heiteres, Lesevergnügen. Allerdings verhindert manche doch sehr komplexen Antwort, dass man das Buch sozusagen „in einem Rutsch“ liest. Das ist allerdings auch bei einem Lexikon ohnehin selten, handelt es ich bei diesem Buchtypus doch um ein Nachschlagewerk. Man sieht hinein, wenn sich eine Frage stellt. Fragt sich allerdings, ob sich die Fragen stellen, deren Antwort in dem Buch befindlich sind. Auf jeden Fall unbeantwortet – auch nach der Lektüre des Buches - bleibt vermutlich auf ewig die Frage: Muss ich das wirklich wissen?

© 3/2008, ‚Redaktionsbüro Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Bewertung von Elena Brandt aus Herne am 26.07.2007 ***** ausgezeichnet
Von einer Bachmann-Preisträgerin erwartet man sich eigentlich kein Sachbuch dieser Art; dieses Genre erwartet man ja eher von Ben Schott oder Christian Ankowitsch. Aber Kathrin Passig macht etwas besonderes daraus. Die Artikel sind ausgesprochen witzig-ironisch gehalten und auch länger als bei den geannten Autoren. Man erfährt wirklich etwas Grundlegendes in ihnen - von Aal (geheimnisvolle Wanderungen aus der Karibik in die europäischen Flüsse) bis Wasser (heißes Waser gefriert schneller als kaltes).

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