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Lexikon des Unwissens
Worauf es bisher keine Antwort gibt
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Rowohlt Tb.
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 254 S.
- Seitenzahl: 256
- rororo Taschenbücher Nr.62230
- Deutsch
- Abmessung: 194mm x 126mm x 20mm
- Gewicht: 247g
- ISBN-13: 9783499622304
- ISBN-10: 3499622300
- Best.Nr.: 23864591
Leseprobe zu "Lexikon des Unwissens"
Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Lexikon des Unwissens" von "Passig, Kathrin; Scholz, Aleks" zu blättern!
Produktbeschreibung zu "Lexikon des Unwissens"
Kurzbeschreibung
Das geballte Unwissen der Menschheit auf engstem Raum!
Beschreibung
27.07.2007
Wir wissen etwas - aber was eigentlich?
Kathrin Passig und Aleks Scholz interessieren sich für alles,
worauf es bisher keine Antwort gibt
Mein erstes Guinness habe ich 1971 in Dublin widerwillig nur
deshalb getrunken, weil es billiger war. Erst nach einer längeren
Phase der Zwangsernährung wurde ich süchtig. Ähnlich erging es mir
mit dem "Lexikon des Unwissens" von Kathrin Passig und
Aleks Scholz.
Das ist freilich kein richtiges Lexikon und es handelt auch nicht
vom Unwissen. Aber wenn der Verlag mit diesem Titel ein paar
Exemplare mehr verkauft, soll es recht sein. Das Buch ist eine
Sammlung von ungelösten wissenschaftlichen Problemen, die in
alphabetischer Reihenfolge geordnet sind. Irgendwie muss man sie ja
aneinanderreihen. Was mir von Anfang an nicht gefallen hat, war der
despektierliche Ton der Texte. Nicht dass ich solchen Sarkasmus
generell verachten würde, aber doch bitte schön nur bei genuin
komischen Themen wie - sagen wir mal - Fußball. Meine geliebte
hehre Wissenschaft ist nicht komisch, und deshalb haftet einem
solchen postseriösen Zugang etwas Gekünsteltes an. Inzwischen habe
ich aber meine Meinung geändert.
In …
Kundenbewertungen zu "Lexikon des Unwissens" von "Kathrin Passig; Aleks Scholz"
Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 09.03.2008
Es gibt Dinge im Leben, die braucht man nicht zu wissen, manches will man nicht wissen, wieder Anderes soll man nicht wissen und Einiges kann man nicht wissen – das weiß aber nun wirklich jeder – „sokratischer Weisheit“ sozusagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, obgleich er eher gemeint haben soll „Ich weiß auch als Un-Wissender.“ Sei’s d’rum – das Buch versammelt eine Reihe von Fragestellungen, welche trotz allen Weltwissens und aller Erkenntnis der Wissenschaften bislang unbeantwortet blieben.
Sicher dient alles, was man oder jemand nicht weiß, an, sich um eine Antwort zu bemühen. Die Unwissenheit als Motor der Erforschung und Impulsgeber für die Erkenntnis. Das ist schon ganz gut. Das hat etwas Aktives. So auch das Buch. Geradezu akribisch und zudem ausgesprochen seriös befassen sich die Autorin und der Autor mit so bedeutenden Fragestellungen nach der Ursache zur Bildung eines so genannten „Rattenkönig“, weshalb man gähnt, Klebeband klebt oder in Trinkgeld gegeben wird.
Die gebotenen Antworten – sofern in den einzelnen Kapiteln welche gegeben werden – wirken wohl recherchiert und fundiert und lassen einen plötzlich Kenntnisse erworben haben, welche man sich vorher nie als Wissensmangel vorstellen konnte. Insofern gehört das Buch zu den interessanten Phänomenen und es stellt sich schon wieder eine ganz neue Frage, weshalb man bislang die von den Autoren gestellten Fragen noch nie selbst gestellt und einer Antwort hinterhergelaufen ist.
Das Buch bietet bei aller Leichtigkeit der Themenstellung und der in aller Regel auch nachvollziehbaren Erklärungen ausreichend, bisweilen gar heiteres, Lesevergnügen. Allerdings verhindert manche doch sehr komplexen Antwort, dass man das Buch sozusagen „in einem Rutsch“ liest. Das ist allerdings auch bei einem Lexikon ohnehin selten, handelt es ich bei diesem Buchtypus doch um ein Nachschlagewerk. Man sieht hinein, wenn sich eine Frage stellt. Fragt sich allerdings, ob sich die Fragen stellen, deren Antwort in dem Buch befindlich sind. Auf jeden Fall unbeantwortet – auch nach der Lektüre des Buches - bleibt vermutlich auf ewig die Frage: Muss ich das wirklich wissen?
© 3/2008, ‚Redaktionsbüro Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Bewertung von Elena Brandt aus Herne am 26.07.2007
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27.07.2007
"Ob er jetzt schlauer ist als vor dieser Lektüre, weiß Ernst
Horst auch nicht so genau. Dass Kathrin Passig und Aleks Scholz
"kein richtiges Lexikon" verfasst haben, da ist er sich
allerdings sicher. Und dass der Band nicht vom Unwissen handelt.
Verlagsstrategie, meint Horst und regt sich anfänglich auch sehr
über den "despektierlichen Ton" auf, mit dem hier über
die heilige Kuh der Wissenschaft geschrieben wird. Am Ende hat er
das geschluckt und findet das Buch sogar noch besser als die
herkömmliche Populärwissenschaft. Der schieren Themenvielfalt
wegen, die hier alphabetisch abgehakt wird. So liest Horst durchaus
Wissenswertes über Flussaale und Kugelblitze. Bloß keine
Erklärungen. Ihn aber stört das weniger als das Kalauern der
Autoren und ein Mangel an Grundlagenforschung zum übergeordneten
Thema Unwissen.
© Perlentaucher Medien GmbH"

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
In der ProSieben-Comedyshow "Switch" gab es diese grandiosen Parodien von "Explosiv"-Moderatorin Barbara Eligmann - erinnert sich jemand? Mittlerweile arbeitet die Eligmann für einen anderen Sender; trotzdem ist es lustig, dass die hypertoughe Blondine die Hörbuchversion vom "Lexikon des Unwissens" ausgerechnet gemeinsam mit "Switch"-Darsteller Peter Nottmeier eingesprochen hat. Abgesehen davon war es keine gute Idee, Kathrin Passigs und Aleks Scholz' Sachbuch über die unlösbaren Rätsel dieser Welt mit den Stimmen der Moderatorin und des Comedians zu vertonen. Die beiden lesen betont locker-flockig-fröhlich, Barbara Eligmann streut obendrein immer wieder das ein oder andere Kleinmädchenkichern ein. Da klingt ein Kapitel über das Mysterium des weiblichen Orgasmus plötzlich wie eine "Benjamin Blümchen"-Kinderkassette. Lange erträgt man das nicht - schon gar nicht die sechs Stunden, die das Fünf-CD-Hörbuch dauert. (jul)
Autorenporträt zu "Kathrin Passig; Aleks Scholz"
Kathrin Passig, Studium der Germanistik und Anglistik, freie Mitarbeit bei "Kowalski", "Titanic", "taz" und "c't", ist als Autorin und Technikerin an diversen www-Projekten für Sadomasochisten, Schlafmausforscher und andere schlecht gekleidete Randgruppen beteiligt. Sie arbeitet als Journalistin, Übersetzerin und Mitbegründerin der Zentralen Intelligenz Agentur in Berlin.
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