Die richtige Immobilie - suchen, finden, bewerten - Krafczyk, Claudia

Die richtige Immobilie - suchen, finden, bewerten

Claudia Krafczyk 

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Die richtige Immobilie - suchen, finden, bewerten

Wohnung, Reihenhaus oder Stadtvilla?
Ob man von einem Häuschen im Grünen oder einer Penthousewohnung im Stadtzentrum träumt gut vorbereitet auf die Immobiliensuche zu gehen spart Zeit und Geld.

Die Immobilienexperten Claudia Krafczyk und Holger Zimmer helfen bei der schwierigen Entscheidungsfindung (Haus oder Wohnung, Kaufen oder Bauen, neu oder gebraucht, Eigennutz oder Vermieten?), der Immobiliensuche (Anzeigen aufgeben, Umgang mit Maklern), bei der richtigen Bewertung der Objekte, beim Kassensturz und der Finanzierung und geben zahlreiche Tipps zum Umgang mit Architekten, Bauträgern und privaten Bauherren. So bekommt jeder die Immobilie, die er sich wünscht!


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2011
  • 3., überarb. Aufl. 2011.
  • Ausstattung/Bilder: 309 S. m. 10 Abb. u. 10 Tab.
  • ZDF WISO
  • Deutsch
  • Abmessung: 23 cm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783593394480
  • ISBN-10: 3593394480
  • Best.Nr.: 32674189
17.03.2011, BILD Online Die fiesesten Fallen bei der Traumhaus-Suche! -- "Die WISO-Expertin Claudia Krafczyk verrät, wo man aufpassen muss und worauf man bei der Suche unbedingt achten sollte."
Claudia Krafczyk ist WISO-Redakteurin und (Ko-) Autorin der WISO-Bücher »Aktien, Anleihen und Fonds«, »Die richtige Immobilie« und »Organizer: Die eigenen vier Wände«.

Leseprobe zu "Die richtige Immobilie - suchen, finden, bewerten"

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Betongold - wertbeständig auch in der Krise

Immer in Krisenzeiten wächst das Interesse an Immobilien. Dieses Mal sind Euro-Schwäche, Angst vor Inflation und fallende Zinsen die Auslöser für den Sturm auf Immobilien. Die Sehnsucht nach Sicherheit treibt Privatpersonen und Investoren gleichermaßen auf den Markt. Die Preise klettern in die Höhe. Gesucht wird eine solide und werthaltige Geldanlage. Betongold steht genau dafür.

Im Gegensatz zu Gold, das man einfach in den Tresor legen kann, braucht eine Immobilie aber viel Aufmerksamkeit. Der Werterhalt ist nicht umsonst. Doch der Staat hilft dabei. Wohnungen fehlen und Neubaugebiete sind rar. Immobilienbesitzer werden belohnt, wenn sie etwas tun. Wer zur CO2-Verringerung beiträgt und in Wärmedämmung investiert, kann Zuschüsse kassieren. Zum Teil winken zinsgünstige Darlehen zur Förderung.

Vor allem für gebrauchte Häuser und Wohnungen ist das Thema Energie bedeutend. In der Praxis heißt das oft: neue Heizung, neue Fenster, neue elektrische Anlagen, Dämmung von Keller, Dach und Wänden. Diese Investition kann sich für Ihr Traumhaus lohnen.

Wie werthaltig und damit wie wiederverkäuflich Ihr Betongold auf Dauer ist, wird immer stärker am Energieverbrauch gemessen. Gas, Öl, Strom - die Preistreiber Nummer eins in den vergangenen Jahren werden es auch bleiben. Deshalb sollte man gerade beim Neubau auf die neueste Bautechnik setzen.

Fast immer ist ein Darlehen zur Erfüllung des Wunschtraums nötig, auch in Niedrigzinsphasen. Worauf Sie dabei achten müssen, ist ein Teil dieses Buches.

Ob Geldanlage, Traumerfüllung oder die Schaffung eines eigenen Heims - die eigene Immobilie steht auf der Wunschliste der Bundesbürger ganz oben. Die meisten wollen sich die eigenen vier Wänden nach ihren individuellen Vorstellungen gestalten, dort wohnen und alt werden. Für knapp die Hälfte von ihnen erfüllt sich dieser Traum. Die Anschaffung ist meist die teuerste Investition im Leben. Für die Suche, Auswahl und Planung wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Claudia Krafczyk Eine Immobilie für alle Fälle??12 Bestimmen Sie Ihren Typ??14 Die selbst genutzte Immobilie muss passgenau sein??17 Haus oder Eigentumswohnung???20 Entscheidung treffen??21 Wohnen nach Maß Etwa jeder zweite Deutsche wohnt bereits in seinem Eigentum und die andere Hälfte spart dafür. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist groß. Es gilt, Hürden zu nehmen, aber sie sind nicht unüberwindbar. Für jeden Geldbeutel gibt es etwas Passendes. Der Schneider macht den Anzug nach Maß, der Architekt die passgenaue Immobilie. Außerdem müssen Ausführung und Material stimmen, damit am Ende alles perfekt sitzt. Bestimmen Sie Ihren Typ und nehmen Sie Maß, dann steht das Ziel schon fest.

Eine Immobilie für alle Fälle Wollen Sie Ihre Immobilie selbst bewohnen oder vermieten? Am besten ist, sie kann beides leisten. In einem Mehrfamilienhaus ist das problemlos möglich. Eine Wohneinheit kann der Geldanlage dienen, die andere bietet dem Eigentümer selbst ein Zuhause. Der größte Wunsch der Deutschen gilt dem eigenen Häuschen. Laut Statistik befinden sich 60 Prozent des Wohnbestands in vermietetem Eigentum, nur 40 Prozent der Eigentümer wohnen selbst darin. Ein Grund ist in unserer Gesetzgebung zu finden. Wer Wohnraum auch für andere schafft, wird belohnt, wer nur für sich selbst baut, nicht.

Vermietete Immobilien haben den Vorteil, dass der Mieter über den Mietzins einen Teil der Kreditkosten trägt. Ist ein großer Teil getilgt, kann man später zum Beispiel kostengünstig selbst darin wohnen. Oder Sie kaufen eine Immobilie als reine Kapitalanlage, zum Beispiel um über die Mieteinnahmen ein Zubrot zur Rente zu haben. Selbst mit Gewinn verkaufen ist nicht ausgeschlossen.

Bislang ließ sich mit der Werthaltigkeit der eigenen Immobilie fast immer die Inflationsrate schlagen, so die Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das Zinsniveau für Baudarlehen garantierte meist die Schuldenfreiheit innerhalb von 25 bis 30 Jahren.

Die Entwicklung der Immobilienpreise ist ein weiterer Punkt, den Sie nicht aus dem Auge verlieren sollten. In den vergangenen Jahren stiegen sie in der Stadt weiter an, während sie auf dem Land fielen. Um für sich Klarheit zu schaffen, stellen Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen:
Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?

Wie soll die Immobilie genutzt werden?

Dient die Immobilie der Familie?

Sollen Wohnen und Arbeiten verbunden werden?

Benötigen Sie ein Mehrgenerationenhaus?

Wie viel Wohnfläche benötigen Sie?

Soll das Haus An- und Umbaumöglichkeiten bieten?

Wollen Sie die Immobilie alleine bewohnen oder auch vermieten?

Soll die Investition beides möglich machen: zuerst vermieten, später selbst einziehen?

Soll die Immobilie nur der Kapitalanlage dienen?

Soll die Immobilie auch den Wiederverkauf berücksichtigen?

Reicht Ihnen der Werterhalt der Immobilie aus oder soll eine Wertsteigerung möglich sein?

Auch für die Finanzierung ist die Frage Eigennutzung oder Vermietung ein Knackpunkt. Können Sie zum Beispiel bei selbst genutztem Wohneigentum die Schuldzinsen nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen, haben Sie dagegen bei der vermieteten Immobilie viele Möglichkeiten, das Finanzamt an Ihren Ausgaben zu beteiligen. Mehr dazu finden Sie im Kapitel "Immobilienbesitz und Steuern".

Als ein Steuersparmodell gilt nach wie vor das selbst genutzte Einfamilienhaus mit vermieteter Wohneinheit. Da lassen sich viele Kosten umlegen. Übersteigen die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung die Ausgaben, müssen diese jedoch versteuert werden. Kapitalanleger sollten sich deshalb nicht nur mit ihrem Finanzberater, sondern auch mit ihrem Steuerberater zusammensetzen.

Ob eine Geldanlage in Immobilien optimal ist, hängt vor allem von der erzielbaren Jahresmiete ab. Dabei müssen Sie aber auch immer Leerstände mit einkalkulieren. Vorsichtige Berater rechnen mit bis zu drei Monaten im Jahr. Schließlich sollen Sie nicht nach dem ersten Mieterwechsel in Finanznöte geraten.

Behalten Sie als Kapitalanleger den Immobilienmarkt im Auge. Dabei spielt die Lage eine große Rolle. Alles können Sie verändern, aber nicht die Lage! Wie wird sich das Gebiet, in dem Sie in eine Immobilie investieren wollen, voraussichtlich entwickeln? Welche Planung steht an? Gehen Sie ruhig einmal auf Bürgerversammlungen oder öffentliche Sitzungen des Gemeinderats, wenn es um das ausgewählte Gebiet geht. Dort werden Sie erfahren oder erfragen können, wo der Schuh bei den jetzigen Anwohnern drückt. Das können Verkehrsprobleme sein, fehlende Kindergartenplätze oder Ärger mit dem neu ausgewiesenen Baugebiet. Erkundigen Sie sich im Rathaus, wann interessante Themen auf der Tagesordnung stehen. Ein Besuch wird sich lohnen.

Auf den folgenden Seiten geht es überwiegend um das Haus oder die Wohnung, die Sie selbst bewohnen wollen. Der größte Fehler steckt in einer schlechten Planung. Fehlentscheidungen, die in diesem Stadium gemacht werden, können später nicht mehr oder nur mit viel Geld korrigiert werden. Deshalb müssen Sie zunächst Ihre Wünsche zur Seite schieben und rechnen.

Im letzten Kapitel, "Immobilienbesitz und Steuern", erhalten aber auch Vermieter noch wichtige Anregungen und Hinweise. Für Selbstnutzer kommt es in der Regel weniger darauf an, wie viel Ihr Eigenheim an Wert in den folgenden Jahren zulegt, oder im schlimmsten Fall verliert, sondern wie schnell Sie mietfrei wohnen können. Bis zum Rentenalter sollten Sie schuldenfrei sein. Damit können Sie am besten die geringeren Einkünfte im Alter kompensieren. Somit ist die Immobilie nach wie vor ein Klassiker bei der Altersvorsorge.

Wollen Sie sowohl "Hotel Mama" als auch "Seniorenwohnen" unter ein Dach bringen? Dann muss Ihr Haus mitwachsen können und flexibel im Grundriss sein. Zunächst getrennte Wohneinheiten, die auch Rückzugsmöglichkeiten bieten, sollten später wieder zusammengelegt werden können. Das alles müssen Sie bei der Planung berücksichtigen. Oder brauchen Sie gar kein Haus, sondern ein schickes Loft mit Aussicht, nahe an der Stadt, sozusagen als Einstieg in den Immobilienbesitz, aber keine Bleibe für immer?

Bestimmen Sie Ihren Typ Welche Ansprüche haben Sie? Ihr Geschmack und Ihre Wünsche müssen zum Geldbeutel passen. Doch groß denken und klein handeln ist erlaubt und sogar eine kreative Möglichkeit, um sich seinem Ziel zu nähern. Analysieren Sie zunächst Ihre Lebenssituation jetzt und wie sie in ein paar Jahren aussehen könnte: Familiengründung, Nachwuchs, Arbeitsplatzwechsel oder auch Arbeitslosigkeit, Scheidung und Tod - man kann nicht alles bis ins Kleinste planen. Doch wer einmal ein kleines Haus - und sei es noch so schön - ohne Anbaumöglichkeit gekauft hat, wird spätestens wenn der Nachwuchs kommt, umziehen müssen.

Die junge Familie?Junge Familien sind vor allem in gemischten Neubaugebieten mit Eigentumswohnungen, Mehrfamilien- und Reihenhäusern zu finden. Diese gibt es sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Häufig sind die Grundstücke klein, dafür aber die Wohnfläche optimal ausgenutzt. Zusätzliche Nutzflächen im Keller und unterm Dach sind in der Planung von vornherein vorgesehen. Neu konzipierte Reihenhäuser orientieren sich an dem Bedarf einer vierköpfigen Familie: großer, offener Wohn-Ess-Bereich im Erdgeschoss, Schlaf- und Kinderzimmer in den oberen Stockwerken.

Vorteil: In der Regel wird von Bauträgern das Haus oder die Wohnung von der Stange zu noch bezahlbaren Preisen angeboten.

Nachteil: Meist können auf den dicht bebauten Grundstücken keine Änderungen vorgenommen werden. Der Grundriss sollte also von Anfang an passen.

Der Single?Sie suchen das Individuelle und können sich als Alleinverdiener eine kleine Eigentumswohnung finanzieren. Sie wollen in der Stadt oder stadtnah wohnen. Lokale, Kino, Theater und Einkaufsmöglichkeiten sollten möglichst in Laufnähe sein. Für Sie eignet sich vielleicht auch eine Altbauwohnung in zentraler Lage. Viele Häuser aus der Gründerzeit sind mittlerweile saniert und renoviert. Häufig werden Mehrfamilienhäuser von Bauträgern aufgekauft und in Eigentumswohnungen aufgeteilt. Aber auch Wohnungsbaugesellschaften verkaufen Wohnungen aus ihrem Bestand. Dabei kann es sich um ganze Wohnblöcke handeln, für die zum Beispiel die Sozialbindung ausgelaufen ist und die nun frei veräußert werden dürfen.

Vorteil: Wohnungen in größeren Wohnanlagen sind häufig preisgünstiger als die sanierte Altbauwohnung.

Nachteil: Viele Wohnungen werden an die ehemaligen Mieter verkauft, wenn nicht, kann sich die Bewohnerstruktur stark verändern. Das kann ein Risiko sein.

Das junge Paar?Irgendwann ist Schluss mit Studentenbude oder Wohngemeinschaft. Spätestens wenn der richtige Partner gefunden ist, ändern sich die Ansprüche und die Suche nach einer gemeinsamen Bleibe beginnt. Ohne Kinder werden in der Regel auch stadtnahe Wohnungen bevorzugt, wie vom Single. Doch wer an Familie denkt, könnte auch einen Vorort oder eine ländlichere Gegend ins Auge fassen. Die Nähe zum Nachtleben spielt meistens keine so große Rolle mehr. Sport als Ausgleich zum Berufsalltag und eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung rücken immer mehr in den Vordergrund.

Vorteil: In Stadtrandgebieten und in den umliegenden Ortschaften sind die Preise häufig noch moderat. Wer nicht gleich das passende Haus zum Mitwachsen gefunden hat, kann jedoch seine neuen Kontakte nutzen, um auf eine größere Immobilie in der gleichen Gegend umzusteigen.

Nachteil: Sie brauchen vermutlich einen Zweitwagen, der Anfahrtsweg zur Arbeitsstätte ist länger. Das kostet Lebensqualität. Öffentliche Verkehrsmittel fahren seltener. Auch müssen Sie auf dem Land bei den Konsumangeboten und bei den kulturellen Veranstaltungen Abstriche machen.

Ältere Menschen und Senioren?Die Kinder sind aus dem Haus und Ihnen ist das Haus zu groß geworden: zu viel Arbeit, ein zu großer Garten und viele Treppen. Nutzen Sie die Freiheit, um sich für den ruhigeren Teil des Lebens eine Immobilie zu suchen, die zu Ihren neuen Bedürfnissen passt. Denken Sie dabei auch daran, dass die Bevölkerung immer älter wird. Ein Alter von 80 Jahren ist keine Seltenheit mehr. Nicht immer bleibt man aber fit und beweglich. Deshalb sollten Sie etwa eine Hanglage und schwer zugängliche Gebäude meiden. Bevorzugen Sie Erdgeschosswohnungen mit breiten Eingangstüren und Gängen. Sind Klingeln und Briefkästen gut erreichbar? Sind ein Aufzug und Rampen für Rollstuhlfahrer vorhanden? Sind die Mülltonnen gut zugänglich? Achten Sie bei der Innenausstattung auf größere Bäder und nicht zu kleine Schlafzimmer. Setzen Sie das Waschbecken und die Toilette für das Alter besser tiefer als zu hoch. Im Sanitärbereich können zudem der Einbau von Sitzplatz- und Haltevorrichtungen den Tagesablauf enorm erleichtern. Der Einstieg in die Duschkabine sollte am besten ebenerdig sein. Auch Absätze bei den Übergängen in andere Wohnbereiche sind vermeidbare Hindernisse.

Sind Sie an einem Neubau interessiert, wird das barrierefreie Bauen auch schon von manchen Bauträgern berücksichtigt. Das ist weitsichtig gedacht, denn der Bedarf an alten- und behindertengerechten Wohnungen wird in Deutschland durch den sogenannten demografischen Faktor in Zukunft weiter steigen.

Auch Anlagen, die unter dem Begriff "betreutes Wohnen" fungieren, sollten Sie sich einmal näher anschauen. Dort finden Sie mitunter genau das, was Sie suchen: Kontakt, medizinische Betreuung und vor allem den richtigen Grundriss.

Vorteil: Bei Neubauten können Sie noch Einfluss nehmen und die Ausstattung mitbestimmen. Altbauten lassen sich umbauen, auch Ihre eigene kleine Wohnung. Beim betreuten Wohnen können Sie sich schon frühzeitig finanziell engagieren, also jetzt kaufen und später einziehen - eine sinnvolle Vorsorge fürs Alter.

Nachteil: Nicht zu unterschätzen ist für viele, dass durch einen Umzug in eine andere Wohngegend der Kontakt zu alten Nachbarn und Freunden abzubrechen droht. Das "Umpflanzen" fällt deshalb vielen älteren Menschen schwer.

Übersicht: Barrierefrei - selbstständig wohnen und leben Vor allem ältere und behinderte Menschen haben den Wunsch, in ihrer vertrauten Umgebung weiterhin leben zu können. Oft sind die Wohnungen aber nicht auf diese Bedürfnisse zugeschnitten und müssen umgebaut werden. Manchmal genügen schon Kleinigkeiten, um eine Verbesserung zu erzielen. Eine Begehung der Wohnung gehört üblicherweise zur Beratung. Sie erhalten danach planerischen und bautechnischen Rat. Auch über die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten wird gesprochen. Die Beratung wird von Architekten kostenlos und firmenunabhängig durchgeführt.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.barrierefrei.de, einem Internetportal für behindertengerechtes Bauen und Wohnen. Günstige Darlehen bietet die KfW-Bank, Infos unter www.kfw.de. Allgemeine Informationen auch bei den Verbraucherzentralen. Rheinland-Pfalz hat zum Beispiel eine Landesberatungsstelle barrierefrei Bauen und Wohnen.

Die selbst genutzte Immobilie muss passgenau sein Eine gute Planung ist der beste Garant für die richtige Entscheidung. Machen Sie zunächst eine Ist-Analyse: Wie wohnen wir jetzt? Was stört und was gefällt uns? Welche Veränderungen wollen wir vornehmen? Was ist wirklich wichtig und notwendig und worauf können wir verzichten? Man muss nicht alles im ersten Schritt erledigen. Selbst wenn ein halbes Jahr nach dem Einzug noch immer Glühbirnen an der Decke hängen - na und? Hauptsache, Sie haben die Räume so, wie Sie sie haben wollen. Alles lässt sich ändern und neu anordnen, aber der Grundriss sollte am Anfang stimmen.

Mit der folgenden Checkliste kommen Sie Anspruch und Wirklichkeit am nächsten. So werden Sie schneller herausfinden, ob zum Beispiel die Ihnen angebotene gebrauchte Immobilie auch maßgeschneidert ist - oder noch werden kann.

Checkliste Wohnbedarf Anforderung / Anzahl / Größe in Quadratmetern jetzt /später / Angebot Wie viele Etagen sollen es sein?

Wie viele Räume sind nötig?

Aufteilung Wohnzimmer Esszimmer Wohn-Ess-Bereich Küche Speisekammer Abstellraum Wohnküche Flur Garderobe Treppen Schlafzimmer Kinderzimmer Bäder Toiletten Gästetoilette Gästezimmer Arbeitszimmer Fitnessraum Atelier Wintergarten Terrasse Balkon Kellerräume Sauna Heizungskeller Waschküche Werkzeugkeller Fahrradkeller Dach Dachform Speicher Hobbyfläche Ausbaufläche Wohnraum Nebengebäude Garage Carport Gartenhäuschen Pavillon Schuppen Garten Grünfläche Teich/Wasserlauf Pavillon Feuerstelle Kompost Zierfläche (Blumen) Nutzfläche (eigener Anbau) Spielfläche Sandkasten Neben dem Grundriss und den Kosten sollten Sie die Lage checken. Nutzen Sie dazu gleich unsere Checkliste "Wohnlage" im nächsten Kapitel. Je höher hier die Punktzahl ausfällt, desto besser passt die Lage der angebotenen Immobilie zu Ihren Bedürfnissen. Bewerten Sie unter anderem die Erreichbarkeit von wichtigen Einrichtungen des Lebens. Einkaufen, Schule und Kindergarten sollten möglichst zu Fuß innerhalb von zehn Minuten erreicht werden können. Optimal ist es, wenn auch der Weg zu Ihrem Arbeitsplatz nicht länger als 30 Minuten dauert. Testen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel und fahren Sie mal die wichtigsten Strecken mit dem Fahrrad ab. Wo sind Arzt und Apotheke, wo das Rathaus und die Kirchengemeinde? Außerdem sollten Sie einfach in der gewählten Wohngegend herumlaufen, am besten zu unterschiedlichen Tageszeiten. Zu den Hauptverkehrszeiten können Sie den besten Eindruck gewinnen. Wenn die ruhige Anliegerstraße als Schleichweg benutzt wird, haben Sie mitunter mehrere Stunden am Tag Verkehrslärm.

Wer sich für ländliche Regionen entscheidet, hat dagegen lange Anfahrtswege zum Einkaufen und zu den Ämtern zu überwinden, lebt dafür aber idyllisch im Grünen. All diese Entscheidungen sind wesentlich für Ihre langfristige Zufriedenheit.

Haus oder Eigentumswohnung?

Lage, Größe, Schnitt, Preis - das sind die Bestandteile einer maßgeschneiderten Immobilie. Das gilt auch bei einer Eigentumswohnung: vom Einzimmerappartement, Etagenwohnung, Maisonette bis hin zum Penthouse - es gibt viele Möglichkeiten. Oder soll es doch gleich ein Haus sein? Machen Sie den Check: Welche Immobilie passt zu mir?

Nach der Wohnungsmarktprognose 2025 des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung wird sich die Eigentumsquote bis 2015 erhöhen: im Westen auf 47 und im Osten auf 36 Prozent. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland damit immer noch Schlusslicht, denn auch im Ausland nimmt die Eigentumsquote weiter zu.

Bei der prozentualen Verteilung auf die jeweiligen Typen von Wohneigentum entfallen derzeit 20 Prozent auf Doppel- und Reihenhäuser, 34 Prozent auf Einfamilienhäuser, 18 Prozent auf Zweifamilienhäuser und 25 Prozent auf die Eigentumswohnung. Nach der Prognose wird sich der Wohnungsbau in den nächsten Jahren auf einem niedrigeren, aber konstanten Niveau stabilisieren. Dafür sorgt nicht zuletzt die anhaltende Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern.

Wie die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt langfristig verläuft, ist nicht genau vorhersehbar. Das hängt von der Abnahme der Bevölkerung, aber auch von den Zuwanderungszahlen und der Belebung der Wirtschaft ab.

Bedenken Sie: Die Qualität Ihrer Immobilie zählt. Bauweise und Bautechnik sind letztendlich entscheidend für den Wiederverkaufswert. Die Erfahrung zeigt, dass Eigentum in guten oder sehr guten Lagen mit ansprechender Architektur ihren Wert hält und in der Regel auch steigern kann.
Inhalt
Betongold?9
Wohnen nach Maß11
Eine Immobilie für alle Fälle12
Bestimmen Sie Ihren Typ14
Die selbst genutzte Immobilie muss passgenau sein17
Haus oder Eigentumswohnung? 20
Entscheidung treffen21
Lage, Lage, Lage25
Einschätzung der Lage26
Der Bodenrichtwert27
Das Luftbild29
Stadtplanung29
Flächennutzungsplan31
Bebauungsplan32
Zuerst ans Grundstück denken33
Das eigene Haus41
Welches Haus passt zu meinem Typ?42
Häuser von A bis Z44
Der Neubau54
Baumaterial wählen56
Kauf eines Fertighauses59
Wie viel kostet mein Haus?67
Mit wem baut es sich am besten?73
Bauen mit dem Architekten74
Bauen mit dem Bauträger87
Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)95
Bauen mit dem Generalunternehmer104
Bauen mit dem Generalübernehmer106
Bauen mit dem Baubetreuer107
Der Bauvertrag108
Die Bau- und Leistungsbeschreibung: der Schlüssel zum Erfolg116Die Eigentumswohnung121
Neu oder gebraucht? 122
Ihr Wille zählt nicht allein125
Das Herzstück - die Teilungserklärung126
Das Wohnungseigentumsgesetz127
Der Hausverwalter - oft ein Zankapfel129
Berechnung der Wohnfläche133
Kauf einer vermieteten Wohnung134
So finden Sie die richtige Immobilie!139
In der Zeitung suchen140
Angebote im Internet142
Auf eigene Faust suchen144
Makler suchen lassen147
Über Zwangsversteigerung fündig werden157
Zum Ersten, zum Zweiten und zum 159
Zwangsversteigerung von A bis Z164
Immobilien aus zweiter Hand171
Der Charme von Secondhand172
Die Besichtigung173
Baumängel erkennen und bewerten175
Jedes Baujahr hat seine Macken177
Das Baugutachten179
Welcher Preis ist angemessen? 180
Richtig bewerten: Zwölf Schritte zum Erfolg181
Vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags?195
Der Notar196
Der notarielle Kaufvertrag197
Die richtige Energie 205
Die Energieeinsparverordnung setzt Maßstäbe206
Energiesparen durch Sanierung 209
Der Energieausweis213
Zuschüsse und günstige Kredite 219
Finanzieren - richtig rechnen vor dem Kauf225
Machen Sie den Kassensturz!226
Die richtige Finanzierung wählen230
Tilgung: Mehr ist meist besser233
Zinsschnäppchen unter die Lupe nehmen 235
Anschlussfinanzierung237
Vorratsdarlehen - heute schon an morgen denken239
Vorfälligkeitsentschädigung - wer früher kündigt, zahlt viel241
Immobilienbesitz und Steuern247
Grunderwerbsteuer und Grundsteuer248
Spekulationsfrist248
Vermietete Eigentumswohnungen können lohnen249
So können Immobilienbesitzer Steuern sparen253
Denkmalschutz bietet mehr256
Vererben und verschenken258
Register 261


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Bewertung von Häuslebauer aus Wiesbaden am 13.04.2009   ausgezeichnet
Eine wertvolle Hilfestellung

Als Häuslebauer habe ich diese Lektüre regelrecht verschlungen. Das Buch ist trotz des recht trockenen Themas so flüssig und leicht geschrieben, dass das Lesen Spaß gemacht hat. Es hat mich sogar vor teuren Fehlern bewahrt: die Bau-Leistungsbeschreibung ist das Herzstücks des Baus. Hätte ich nicht gewusst wie wichtig sie ist und prüfen lassen, wären einige tausend Euro Mehrkosten entstanden. Allein dafür hat sich der Kauf des Buches schon gelohnt.

Ausgehend von der gut strukturierten Gliederung werden gesuchte Begriffe in ausreichender Tiefe erklärt und sind sehr gut auffindbar. Das Register unterstützt, das Finden und Wiederfinden von Themen gut, sodass man das Buch nicht von vorne bis hinten gelesen haben muss, um umfangreich informiert zu sein.

In diesem Ratgeber wurden mir viele nützliche Informationen gegeben, an ich als Baulaie sicher nicht gedacht hätte. Alles in gut lesbarer und verständlicher Art.
Weitergebracht haben mich auch die aktuellen und hilfreiche Internetadressen, die mich bei Neuerungen auf dem Laufenden halten.

Ich bin ganz glücklich mit diesem umfangreichen Ratgeber und beglückwünsche die WISO-Redakteurin Frau Krafczyk zu diesem gelungenen Werk.

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