Das Geheimnis des Kalligraphen - Schami, Rafik

Rafik Schami 

Das Geheimnis des Kalligraphen

Roman

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Produktbeschreibung zu Das Geheimnis des Kalligraphen

In Damaskus macht ein Gerücht die Runde: Nura, die schöne Frau des berühmten Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet. Warum hat sie ein Leben, um das viele sie beneiden, hinter sich gelassen? Oder war sie Opfer einer Entführung der Gegner ihres Mannes? Schon als junger Mann wird Farsi als Wunderkind der Kalligraphie gefeiert. Nun arbeitet er verbissen an Plänen für eine radikale Reform der arabischen Sprache, nicht ahnend, dass zwischen Nura und seinem Lehrling Salman eine leidenschaftliche Liebe ihren Anfang nimmt - die Liebe zwischen einer Muslimin und einem Christen. Der neue Roman des deutsch-syrischen Autors ist ein großer Bilderbogen der syrischen Gesellschaft, der alle Sinne der Leser anspricht.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 458 S.
  • Seitenzahl: 464
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23051
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 125mm x 5mm
  • Gewicht: 773g
  • ISBN-13: 9783446230514
  • ISBN-10: 3446230513
  • Best.Nr.: 23798179
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2008

Gerüchte sind wie flinke Ratten
Rafik Schami erzählt ornamental von Kunst und Eheleben in Damaskus: „Das Geheimnis des Kalligraphen” Von Jörg Magenau
Die Wahrheit ist keine Aprikose. Denn die Aprikose hat nur einen Kern, die Wahrheit aber mindestens zwei. Rafik Schami beginnt seinen neuen Roman deshalb mit einem Gerücht, das sich im Frühling des Jahres 1957 in erstaunlichem Tempo durch die Altstadt von Damaskus fortpflanzt: Nura, die Frau des berühmten Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet. Das Gerücht schwillt so stark an, dass es schließlich, als es das Osttor erreicht, „auf den steinernen Bogen prallte, und in tausendundeinen Fetzen zerplatzte, die lichtscheu wie Ratten durch die Gassen huschten und die Häuser aufsuchten.” Damit sind die Bedingungen geschaffen, die dieser metaphernreiche Erzähler braucht. Wie in den Märchen von Tausendundeiner Nacht zerfällt die Geschichte in viele Elemente, die er aufnimmt und zu einem ornamentalen Geflecht verknüpft. Und weil die Wahrheit in diesem Fall zwei Kerne besitzt, gibt es zwei große Erzählungen: eine verborgene Liebesgeschichte, die so geheim geblieben ist, dass sie noch nicht einmal Gerüchtform …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Jedermanns Sache, das räumt die Rezensentin Sabine Berking ein, sind die Texte des aus Syrien stammenden deutschen Erzählers Rafik Schami, ist insbesondere sein "naiv-unschuldiger Plauderton" vielleicht nicht. Berking aber hat dieses Buch, daran lässt sie gar keinen Zweifel, außerordentlich genossen. Daraus, dass Schami sich in der Tradition mündlichen Erzählens sieht, mache er ja kein Geheimnis. Dafür aber bringe er die Tugenden des verschlungenen orientalischen Erzählens auf beeindruckende Weise ins Deutsche. In diesem Roman geht es unter anderem um einen wohlhabenden Kalligrafen im Syrien der fünfziger Jahre. Der wird gehörnt, aber nicht von dem Mann, den er verdächtigt. Aus anderer Perspektive freilich erweist sich der gehörnte Kalligraf dann als "mutiger Reformer". Wie Schami damit doch noch den Blick auf die zuvor weitgehend ausgeblendeten politischen Verhältnisse wendet, findet die Rezensentin nicht weniger überzeugend als den Rest es Buches.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Rafik Schami ist ein Märchenerzähler. Nicht in Bezug auf die Inhalte seiner Romane, die sind in der Realität angesiedelt - "Das Geheimnis des Kalligraphen" etwa spielt im Damaskus der 1950er-Jahre. Nein, Schami ist ein Märchenerzähler, weil er seine Texte strukturell aufbaut wie Märchen. Bis es soweit ist, dass Nura ihren Mann Hamid Farsi verlässt - und das ist schließlich die Kerngeschichte des Romans -, erfahren wir jede Einzelheit aus der Kindheit der Protagonisten. Der unsichtbare Erzähler dieses opulenten 460-Seiten-Werks berichtet von Eisverkäufern, Schulerlebnissen, Ehekrisen, amourösen Abenteuern. Er entwirft ein Tableau von Personen, dem nur folgen kann, wer konsequent dranbleibt. Schwer ist das eigentlich nicht, denn Rafik Schami beherrscht einen Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Einige Leser werden dennoch aussteigen, bevor Nura flieht, werden das Buch zuklappen, bevor erste politische Informationen die Handlung historisch verortbar machen. Das sind diejenigen, die dem barocken Scheibstil Schamis und seinen "1001 Nacht"-Abweichungen vom Hauptgeschehen nicht folgen mögen. Dabei lohnt sich das Durchalten. Wirklich! (jw)

"Schami benutzt Motive des Liebes- und des Gesellschaftsromans und entwirft eine grobgemusterte, bunte Erzählarabeske, die ähnlich exotisch wirkt wie die Kalligraphie, um die es hintergründig geht." Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, 26.10.08

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.12.2008

Ein Genie aus dem Morgenland

Von einer deutschen Fußgängerzone in einen orientalischen Souq ist es erzähltechnisch nur ein kleiner Schritt: Rafik Schami erzählt in "Das Geheimnis des Kalligraphen" vom Kampf um die Schrift.

Von Sabine Berking

Allah ist nicht nur allmächtig, er ist auch schön. Leider erschließt sich diese Schönheit nicht jedem, denn sie versteckt sich in den geschriebenen und gesprochenen Worten der arabischen Sprache, genauer in denen des Korans. Bilder darf es im Islam nicht geben, schon gar nicht solche von Gott oder dem Propheten. Deshalb heißen die Michelangelos und Raffaels der islamischen Welt Kalligraphen, doch wer kennt sie hierzulande? Rafik Schami, der aus Syrien stammende unermüdliche Brückenbauer zwischen Orient und Okzident, führt uns in seinem neuen Roman in die Welt der arabischen Worte, die nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein machtpolitisches Gravitationszentrum bildet. Jeder Verfechter von Rechtschreibreformen hierzulande dürfte dabei das Fürchten lernen.

Bevor sich das Buch jedoch auf seinen für Schami geradezu bescheidenen 450 Seiten als ganz und gar nicht unpolitische …

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"Was für ein Thema, das hinter alldem steht: das Aufbegehren - gegen die Unmöglichkeit der Liebe, gegen religiösen Hass und gegen die Intoleranz." Brigitte
Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus, kam 1971 nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in München. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe 'Südwind' und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt Rafik Schami den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund und 2011 wurde er mit dem Menschenrechtspreis "Gegen Vergessen - Für Demokratie" ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Das Geheimnis des Kalligraphen" von Rafik Schami

Josef S. Fadeli(1803 – 1830) Syrischer Alchimist (S. 352-253)

1.

Erst im Gefängnis kam Hamid Farsi dazu, über sein Leben nachzudenken, das ihm nun fremd und fern schien. Er fühlte Erleichterung, dass er in dieser Zelle gelandet war. Aber genau dieses Gefühl befremdete ihn. »Lebenslänglich in einer Gefängniszelle«, wiederholte er, um sich seine Katastrophe so dramatisch wie möglich darzustellen, aber er konnte nichts Dramatisches daran finden. Auf seiner Pritsche liegend staunte er, wie schnell alles, was er mühselig aufgebaut hatte, verfallen war.

Sein Ruf als Mann, sein Ruhm als Kalligraph, seine Sicherheiten und seine Lebenslust waren dahin, als wären sie nicht bis vor kurzem uneinnehmbare Burgen gewesen.Am Nachmittag, beim Tee mit Direktor al Azm, sagte er beiläufig, als spräche er zu sich selbst: »Das Leben ist ein einziger Kampf gegen Verfall und Verwahrlosung. Und wir sind am Ende immer die Verlierer. «

Nuras Flucht hatte seinen Verfall eingeleitet. Warum sie nicht mit Nassri geflüchtet war, sondern ihm den Hurenbock zurückgelassen hatte, war ihm nicht klar. Als wollte sie, dass er Nassri umbrachte, als sollte Nassri für etwas büßen. Vielleicht hatte Nassri ihr ja verschwiegen, dass er vierfach verheiratet war, und sie damit böse überrascht, nachdem er mit ihr geschlafen hatte.Wollte sie Nassri vielleicht eine Lektion erteilen? Hatte sie ihn, Hamid, unterschätzt?

Dachte sie vielleicht, er, Hamid, würde Nassri ein paar Ohrfeigen geben und ihn damit der Lächerlichkeit preisgeben. Oder hatte sie sich gewünscht, dass Nassri ihn tötet? Hamid hatte Frauen noch nie verstanden. Sein Großvater hatte einmal den klaren Sternenhimmel über Damaskus angeschaut und ihm gesagt, erst wenn er alle Sterne gezählt hätte, würde er Frauen verstehen können.

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  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 458 S.
  • Seitenzahl: 464
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23051
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 125mm x 5mm
  • Gewicht: 773g
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In Damaskus macht ein Gerücht die Runde: Nura, die schöne Frau des berühmten Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet. Warum hat sie ein Leben, um das viele sie beneiden, hinter sich gelassen? Oder war sie Opfer einer Entführung der Gegner ihres Mannes? Schon als junger Mann wird Farsi als Wunderkind der Kalligraphie gefeiert. Nun arbeitet er verbissen an Plänen für eine radikale Reform der arabischen Sprache, nicht ahnend, dass zwischen Nura und seinem Lehrling Salman eine leidenschaftliche Liebe ihren Anfang nimmt - die Liebe zwischen einer Muslimin und einem Christen. Der neue Roman des deutsch-syrischen Autors ist ein großer Bilderbogen der syrischen Gesellschaft, der alle Sinne der Leser anspricht.

Leseprobe zu "Das Geheimnis des Kalligraphen" von Rafik Schami

Josef S. Fadeli(1803 – 1830) Syrischer Alchimist (S. 352-253)

1.

Erst im Gefängnis kam Hamid Farsi dazu, über sein Leben nachzudenken, das ihm nun fremd und fern schien. Er fühlte Erleichterung, dass er in dieser Zelle gelandet war. Aber genau dieses Gefühl befremdete ihn. »Lebenslänglich in einer Gefängniszelle«, wiederholte er, um sich seine Katastrophe so dramatisch wie möglich darzustellen, aber er konnte nichts Dramatisches daran finden. Auf seiner Pritsche liegend staunte er, wie schnell alles, was er mühselig aufgebaut hatte, verfallen war.

Sein Ruf als Mann, sein Ruhm als Kalligraph, seine Sicherheiten und seine Lebenslust waren dahin, als wären sie nicht bis vor kurzem uneinnehmbare Burgen gewesen.Am Nachmittag, beim Tee mit Direktor al Azm, sagte er beiläufig, als spräche er zu sich selbst: »Das Leben ist ein einziger Kampf gegen Verfall und Verwahrlosung. Und wir sind am Ende immer die Verlierer. «

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27.12.2008

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Von einer deutschen Fußgängerzone in einen orientalischen Souq ist es erzähltechnisch nur ein kleiner Schritt: Rafik Schami erzählt in "Das Geheimnis des Kalligraphen" vom Kampf um die Schrift.

Von Sabine Berking

Allah ist nicht nur allmächtig, er ist auch schön. Leider erschließt sich diese Schönheit nicht jedem, denn sie versteckt sich in den geschriebenen und gesprochenen Worten der arabischen Sprache, genauer in denen des Korans. Bilder darf es im Islam nicht geben, schon gar nicht solche von Gott oder dem Propheten. Deshalb heißen die Michelangelos und Raffaels der islamischen Welt Kalligraphen, doch wer kennt sie hierzulande? Rafik Schami, der aus Syrien stammende unermüdliche Brückenbauer zwischen Orient und Okzident, führt uns in seinem neuen Roman in die Welt der arabischen Worte, die nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein machtpolitisches Gravitationszentrum bildet. Jeder Verfechter von Rechtschreibreformen hierzulande dürfte dabei das Fürchten lernen.

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14.10.2008

Gerüchte sind wie flinke Ratten
Rafik Schami erzählt ornamental von Kunst und Eheleben in Damaskus: „Das Geheimnis des Kalligraphen” Von Jörg Magenau
Die Wahrheit ist keine Aprikose. Denn die Aprikose hat nur einen Kern, die Wahrheit aber mindestens zwei. Rafik Schami beginnt seinen neuen Roman deshalb mit einem Gerücht, das sich im Frühling des Jahres 1957 in erstaunlichem Tempo durch die Altstadt von Damaskus fortpflanzt: Nura, die Frau des berühmten Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet. Das Gerücht schwillt so stark an, dass es schließlich, als es das Osttor erreicht, „auf den steinernen Bogen prallte, und in tausendundeinen Fetzen zerplatzte, die lichtscheu wie Ratten durch die Gassen huschten und die Häuser aufsuchten.” Damit sind die Bedingungen geschaffen, die dieser metaphernreiche Erzähler braucht. Wie in den Märchen von Tausendundeiner Nacht zerfällt die Geschichte in viele Elemente, die er aufnimmt und zu einem ornamentalen Geflecht verknüpft. Und weil die Wahrheit in diesem Fall zwei Kerne besitzt, gibt es zwei große Erzählungen: eine verborgene Liebesgeschichte, die so geheim geblieben ist, dass sie noch nicht einmal …

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27.12.2008

Jedermanns Sache, das räumt die Rezensentin Sabine Berking ein, sind die Texte des aus Syrien stammenden deutschen Erzählers Rafik Schami, ist insbesondere sein "naiv-unschuldiger Plauderton" vielleicht nicht. Berking aber hat dieses Buch, daran lässt sie gar keinen Zweifel, außerordentlich genossen. Daraus, dass Schami sich in der Tradition mündlichen Erzählens sieht, mache er ja kein Geheimnis. Dafür aber bringe er die Tugenden des verschlungenen orientalischen Erzählens auf beeindruckende Weise ins Deutsche. In diesem Roman geht es unter anderem um einen wohlhabenden Kalligrafen im Syrien der fünfziger Jahre. Der wird gehörnt, aber nicht von dem Mann, den er verdächtigt. Aus anderer Perspektive freilich erweist sich der gehörnte Kalligraf dann als "mutiger Reformer". Wie Schami damit doch noch den Blick auf die zuvor weitgehend ausgeblendeten politischen Verhältnisse wendet, findet die Rezensentin nicht weniger überzeugend als den Rest es Buches.

© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
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Rafik Schami ist ein Märchenerzähler. Nicht in Bezug auf die Inhalte seiner Romane, die sind in der Realität angesiedelt - "Das Geheimnis des Kalligraphen" etwa spielt im Damaskus der 1950er-Jahre. Nein, Schami ist ein Märchenerzähler, weil er seine Texte strukturell aufbaut wie Märchen. Bis es soweit ist, dass Nura ihren Mann Hamid Farsi verlässt - und das ist schließlich die Kerngeschichte des Romans -, erfahren wir jede Einzelheit aus der Kindheit der Protagonisten. Der unsichtbare Erzähler dieses opulenten 460-Seiten-Werks berichtet von Eisverkäufern, Schulerlebnissen, Ehekrisen, amourösen Abenteuern. Er entwirft ein Tableau von Personen, dem nur folgen kann, wer konsequent dranbleibt. Schwer ist das eigentlich nicht, denn Rafik Schami beherrscht einen Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Einige Leser werden dennoch aussteigen, bevor Nura flieht, werden das Buch zuklappen, bevor erste politische Informationen die Handlung historisch verortbar machen. Das sind diejenigen, die dem barocken Scheibstil Schamis und seinen "1001 Nacht"-Abweichungen vom Hauptgeschehen nicht folgen mögen. Dabei lohnt sich das Durchalten. Wirklich! (jw)

Rezension

"Schami benutzt Motive des Liebes- und des Gesellschaftsromans und entwirft eine grobgemusterte, bunte Erzählarabeske, die ähnlich exotisch wirkt wie die Kalligraphie, um die es hintergründig geht." Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, 26.10.08

Rezensionen und Kritik

"Was für ein Thema, das hinter alldem steht: das Aufbegehren - gegen die Unmöglichkeit der Liebe, gegen religiösen Hass und gegen die Intoleranz." Brigitte

Autorenporträt zu "Rafik Schami"

Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus, kam 1971 nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in München. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe 'Südwind' und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt Rafik Schami den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund und 2011 wurde er mit dem Menschenrechtspreis "Gegen Vergessen - Für Demokratie" ausgezeichnet.

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