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Seelenficker
Tagebuchroman vom Drogenstrich. Erstausgabe
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Ubooks
- 2007
- Ausstattung/Bilder: 2007. 111 S.
- Seitenzahl: 111
- Altersempfehlung: 16
- Deutsch
- Abmessung: 181mm x 120mm x 10mm
- Gewicht: 120g
- ISBN-13: 9783866080683
- ISBN-10: 3866080689
- Best.Nr.: 21982090
Leseprobe zu "Seelenficker"
Produktbeschreibung zu "Seelenficker"
Kurzbeschreibung
"Ich habe mir immer gedacht, wenn ich Drogen nehme, dann können sie ruhig meinen Körper ficken, dann sollen sie mit mir machen, was sie wollen. Denn ich hasse meinen Körper, der ist so fett und hässlich und unförmig und sowieso habe ich es nicht besser verdient. Doch in den Momenten, wenn die Drogen aufhören zu wirken, merke ich, dass die Leute auch meine Seele ficken. Das tut weh, nein, mehr noch, das zerstört, ohne zu zerstören, man bleibt übrig und weiß, dass man kaputt ist, unheilbar, und dass man damit leben muss ..." Gerade volljährig geworden, erzählt die Autorin von ihrer Kindheit im Heim, von den ersten Drogen mit zwölf und dem Drogenstrich, dem harten Leben zwischen Freiern, Zuhältern, Dealern und der Schule. Ungeschönt, unerbittlich ehrlich zeigt sie uns, wie das Leben in Deutschland auch aussehen kann, fernab von Behaglichkeit und Familie.
Leseprobe zu "Seelenficker" von Natascha
Kapitel 1 – Das Zippo (S. 7)
Es wäre schön, wenn die Welt nicht so wäre, wie sie nun einmal ist.
Es wäre schön, wenn man die Augen zumachen und sich etwas ganz
stark wünschen könnte, sodass es in Erfüllung geht. Doch die
Wahrheit ist: Das Leben ist einfach nicht so. Das Leben ist
anders.
Ich habe vor einigen Jahren aufgehört mich zu fragen, warum
ausgerechnet ich? Nicht weil ich diese Frage nicht mehr stellen
wollte, ich war erst abgelenkt, dann habe ich vergessen, danach zu
fragen. Da war ich dreizehn, glaube ich.
Genau vor einem Jahr habe ich einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich
habe mich bemüht, den Brief in schöner Schrift zu schreiben, denn
meine Mutter kann meine Schrift normalerweise nicht lesen.
Ich habe den Brief in der Küche auf den Tisch gelegt, dort hat sie
ihn dann auch gefunden, aber sie dachte lediglich, eine Freundin
hätte ihn mir gegeben. Es war ja nicht meine Schrift. So eine
schöne Schrift hätte ich nicht. Dabei war es mir fast ernst an
diesem Tag. Mittlerweile ist es mir immer häufiger ernst. Was für
ein blödes Wort: .
Kundenbewertungen zu "Seelenficker" von "Natascha"
Bewertung von TheSilencer aus Berlin-Tempelhof am 25.04.2011
"Seelenficker" ist da anders. Glaubt man dem Verlagstext, so handelt es sich bei dem eingesandten Manuskript um eine Art Tagebuch, geschrieben zwischen Hoffnung, Selbstverachtung und Drogenwahn.
Natscha ist 17, geht aber meist für 12 oder 13 durch. Ein absoluter Vorteil - auf dem Babystrich ihrer Heimatstadt. Die Dates organisiert ihr "Ticker", der einen Großteil des "Warenpreises" einbehält und sie gleichzeitig mit hippen Modedrogen versorgt. (Interessanter Weise ist auch in diesem zweifelhaften Millieu die politische Korrektheit angekommen. Zuhälter heißen nicht mehr Zuhälter.)
Da Natascha so jedem angeforderten "Dienstleistungwunsch" nachkommt, ist sie gut im Geschäft. Jedoch: mehr Freier, desto mehr Drogen. Je mehr Drogen, desto mehr Freier.
Von der Mutter mißachtet, hegt sie nur den Wunsch nach Geborgenheit. Dazu muß sie jedoch den selbstgewählten Teufelskreis durchbrechen.
Das Buch - oder Heft mit gut 100 Seiten - ist wie ein "Christiane F. Reloaded". Es reißt unangenehm hart und ehrlich das Deckmäntelchen von jenem Randmilieu, das wir so erfolgreich ignorieren.
Besonders bezeichnend ist der Textanhang der Herausgeber (ab 4. Auflage). Begeisterte Leser bedankten sich bei "Ubooks" für dieses "erregende Buch" und selbst ein großer Online-Handel listete das Buch lange als "erotische Literatur".
Um diesem ungewollten Strom zu entgehen, hat man wenigstens das Coverfoto mittlerweile geändert.
Summa summarum bleibt ein Sittenbild am äußersten Rand der Jugend, das einem lange nicht aus dem Kopf geht.
Bewertung von äään aus Gerolstein am 25.09.2010
Das Buch Seelenficker ist ziemlich genau geschrieben, da es ein Tagebuch ist und laut des Verlags nur wenig daran geändert wurde. Es ist ziemlich ersschreckend was in einem jungen Mädchen, was so viel durchgemacht hat, vorgeht. Allerdings ist das Buch durch seine direkte Art nur für 14 jährige aufwärts zu empfehlen.
Bewertung von Michamaus aus Bergkamen am 13.09.2010
asdf am 14.10.2010
(Inhalt anstößig?)Mona aus Aachen am 28.12.2010
(Inhalt anstößig?)asdf am 28.12.2010
(Inhalt anstößig?)
Bewertung von pantaniws am 12.09.2010
Mich hat dieses Buch sehr gerührt, tolle Schreibperspektive.
Macht einem doch mal wieder bewusst, in was für einer Welt wir leben, was wir alles nicht sehen, oder nicht sehen wollen.
Bewertung von BlackBonk© am 28.07.2010
Einem wird erzählt, wie das LEben auf der anderen Seite ist, aus der Seite wo nicht nur der sonnige Tag herscht, sondern die Tage wo meistens Wolken am Himmel stehen.
Es verändert, erzählt situationan, mit denen man nicht rechnet.
Erzählt eine warheit, wo man niemals gedacht hätte, das es wo etwas gibt.
Ein richtiges Buch zum Nachdenken, es hat mich überzeugt.
Es ist schokierend aber auch sehr spannend, da man immer wissen möchte, was jetzt passiert.
Auf jeden Fall etwas, für jeden
Bewertung von Lolle aus Querfurt am 16.06.2010
Bewertung von Brijufi aus Herdecke am 02.06.2010
Ich kann Natascha nur viel Kraft und Glück wünschen und wünsche mir selbst,dass viele Menschen nun mehr nachdenken und unsere Gesellschaft etwas kritischer betrachten.
Bewertung von JX am 31.05.2010
Bewertung von unbekanntem Benutzer am 14.05.2010
Bewertung von Leseratte aus Frankfurt am 11.05.2010
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Autorenporträt zu "Natascha"
Der Roman basiert in weiten Teilen auf autobiographischen Erlebnissen der Autorin. Geboren 1988, wuchs sie irgendwo zwischen Heim, Mutter, Stiefvater und der Straße auf. Am zwölften Geburtstag begann ihre Drogenkarriere und damit kurze Zeit später auch die Beschaffungskriminalität. Der Babystrich wurde zu ihrer Heimat. Verzweifelt suchte sie nach einem Ausweg. Zwei fehlgeschlagene Schwangerschaften, einen Selbstmordversuch und zahllose Freier später hat sie das schier Unmögliche geschafft. Derzeit macht die Autorin ihr Abitur und hat sogar Aussicht auf eine Lehrstelle. Das Buch schrieb sie, um das "wohl längste Kapitel" ihres Lebens abzuschließen.

























































Riesen Geldverschwendung.