Ulysses - Joyce, James

Ulysses

Roman

James Joyce 

Übers. v. Hans Wollschläger
 
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Ulysses

Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: Ulysses, der Roman des Jahrhunderts.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2013
  • 13. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 987 S.
  • Seitenzahl: 1008
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.2551
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 605g
  • ISBN-13: 9783518390511
  • ISBN-10: 3518390511
  • Best.Nr.: 06294128
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.07.1995

1922
James Joyce "Ulysses"

An Gott kommt keiner vorbei, außer Libuda: das war ein Witz jener Jahre, in denen es unter den jungen Intellektuellen keinen Libuda gab, der an Joyce vorbeigekommen wäre, Joyce war der Gott. Das geht niemals gut, Literatur ist Vielgötterei; und so hat auch sein "Ulysses" keine ganzen Epochen der Erzählens zur Vergangenheit verdammt, sondern einfach vorgemacht, wie herrlich (und als ginge doch eine neue Welt auf) die Freiheit des Romanciers ist, wenn er sich und uns wieder einmal an die Schrankenlosigkeit erinnert, die das Genre gerade für die Gottlosen so groß macht. Manchmal ist Joyce ein bißchen langweilig und enervierend; das war aber Flaubert auch. Nur, wenn er einmal loskommt, dann ist Joyce, wie damals Flaubert in der "Education", der grandioseste dieser Alleinunterhalter, deren immer wieder fast unüberwindliches Problem doch ist, daß im Saal nur ein einziger Mensch sitzt, der Leser, den nichts ganz leicht amüsiert, wenn er die Schwere der Zeiten bedenkt und sein Alleinsein und was er alles schon weiß. Aber dann bringt Joyce Bloom mit in den Saal, Ulysses, hinüber-, herabgerettet zu uns, den Freund der Nierchen …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.06.2004

Aha, der Schnapshändler
Ein monumentaler Kommentar zu James Joyce’ „Ulysses”
Von James Joyce ist eine Äußerung überliefert, die alle Vorbehalte gegenüber der ästhetischen Moderne zu bestätigen scheint. In den „Ulysses”, soll der Dichter gesagt haben, seien so viele „Rätsel und Puzzles” hineingearbeitet, dass Professoren sich noch Jahrhunderte darüber streiten werden, was dies alles bedeute. In diesem Verfahren, so James Joyce weiter, liege die einzige Möglichkeit, sich die Unsterblichkeit zu sichern. Da lacht der Leser. Ist dieser Satz nicht ein Geschenk an alle Banausen? Plaudert hier nicht einer der bekanntesten Vertreter der Avantgarde in einem offenbar unbewachten Augenblick aus, was es mit seinem ganzen unverständlichen Zeug auf sich hat? Es dient ja doch nur der Eitelkeit, der Feier und der Versorgung des modernen Künstlers. Worauf dann der Biedersinn in Gestalt der populären Literaturkritik hingehen und öffentlich bekennen kann, das dicke Buch gar nicht gelesen zu haben - sie darf es tun, es kostet sie nichts, der Dichter hat sich selbst verraten.
Während dies geschieht, erscheint im Suhrkamp Verlag die berühmte, von Hans …

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James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuß fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.

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