Interview mit dem Tod - Domian, Jürgen

Jürgen Domian 

Interview mit dem Tod

Gebundenes Buch
 
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Interview mit dem Tod

Für den, der wirklich lebt, spielt Zeit keine Rolle

Jürgen Domian ist Moderator der Telefon-Talkshow »Domian«. In seiner Sendung hat er mit rund zwanzigtausend Interviewpartnern gesprochen - vom Mörder bis zum Lottomillionär, vom Show-Star bis zum Obdachlosen, vom Priester bis zum Satanisten. Einer fehlt in der langen Reihe seiner Talk-Gäste, denn er ist scheu und meidet die Öffentlichkeit. Er zählt zu den Top-Prominenten dieser Welt, hat tausend Gesichter, aber nur eine Aufgabe. Er ist alt und doch für immer jung, er ist äußerst fleißig und schläft nie. Einige nennen ihn »Gevatter« oder »Schnitter«, für andere ist er schlicht: der Tod.

Nun hat Domian mit ihm gesprochen, in diesem Buch ...

Ein Buch von großer Ernsthaftigkeit und Tiefe
Eine Einladung, heiter und ernsthaft zu leben



Produktinformation

  • Abmessung: 206mm x 130mm x 21mm
  • Gewicht: 291g
  • ISBN-13: 9783579065748
  • ISBN-10: 3579065742
  • Best.Nr.: 34504631
Jürgen Domian wurde 1957 in Gummersbach geboren. Nachdem er bei verschiedenen Sendern der ARD als Autor und Reporter arbeitete, moderiert er seit 1995 die bimediale Telefon-Talkshow "Domian" (WDR-Fernsehen/WDR-Hörfunk 1LIVE). 2003 wurde er für die Sendung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Kundenbewertungen zu "Interview mit dem Tod" von "Jürgen Domian"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von lesefee.blogspot.com aus Kreis GT am 04.12.2012 ***** ausgezeichnet
Was passiert, wenn man dem Tod begegnet? Welche Arten der Begegnung gibt es? Wie ist es für die Hinterbliebenen? Und wie geht jedem der einzelnen Individuen auf der Welt mit dem Thema Sterben und Tod um? Dies und viele Fragen mehr, stellt sich Jürgen Domian und setzt sich mit dem Tod zusammen um ihn dazu zu befragen...

Rezension/Meinung:
Jürgen Domian der, bekannt aus Funk und Fernsehen, oftmals in seiner Sendung mit den Thema Tod konfrontiert wird und sich das Leiden der Anrufer gemeinsam mit Zuschauern und –hörern anhört und versucht den Menschen einen Ausweg zu bieten, beschreibt in „Interview mit dem Tod“ seinen eigenen Weg durch die Trauer.
Im Jahre 2006 hat er seinen Vater verloren und sich dran gemacht dies in Buchform zu verarbeiten. Ganz nach dem Motto: „Jetzt hört ihr mir mal zu“.
Das Thema Tod ist ein sehr bedrückendes. Nicht nur für den Kranken oder Sterbenden selbst, der nicht weiß was auf ihn zukommt, angst hat die geliebten Menschen alleine zu lassen, aber vielleicht auch froh über die Erlösung ist, sondern auch für die, die am Ende übrig bleiben. Lebenspartner, Familien und Freunde stehen vor der scheinbar unüberbrückbaren Frage, wie sie es meistern sollen, ohne diesen Menschen klar zu kommen, weiter zu machen, obwohl doch plötzlich so etwas Besonderes fehlt.
Domian berichtet von seinen eigenen Erlebnissen mit dem Tod. Erwähnt Leute die ihm ihr Leid über das Telefon dargelegt haben, oder die Konfrontation im Bekanntenkreis. Er berichtet über seinen Weg des Glaubens, der erst übermächtig und dann minimal scheint.

Auch wenn er selbst dabei verletzlich wirkt und mit diesem Buch einen Teil seiner Trauer verarbeitet, packt er in dieses Buch noch viele nützliche Tipps. Das Thema Sterbehilfe und Hospiz wird angeschnitten und da ich dieses Jahr selbst erlebt habe, wie ein lieber Mensch im Hospiz bis zur letzten Stunde gepflegt wurde, habe ich diesen Worten mit Interesse gelauscht.
Neben den vielen Fragen und Feststellungen hat Domian ab und an „Gesprächsprotokolle“ eingefügt und dabei sein Gespräch mit dem Tod aufgeschrieben. Dabei gibt er sich selbst Antworten, über das irdische und auch in Teilen überirdische. Denn was ist der Tod sonst?
Ich folgte den Worten und konnte das Hörbuch nicht zur Seite legen, denn sind es nicht gerade die Fragen um den Tod, die uns am Leben halten? Niemand weiß was kommen wird, egal welche Religion das Abschiednehmen wie ausübt. Erst wenn wir nicht mehr da sind können wir selbst wissen, was nach dem Tod kommt; doch ohne eine Möglichkeit dies weiter zu tragen.
Wer sich mit dem Thema auseinander setzt, weil er selbst jemanden Kranken Tag und Nacht aufopferungsvoll pflegt oder einmal einen tieferen und intensiveren Blick auf den Tod werfen mag, der sollte dieses Buch oder Hörbuch zur Hand nehmen.

Ein Buch das den einen zum weinen bringen wird, weil die Gefühle nur zu klar über die Seiten schwappen und das Herz berühren und ein Buch, das den ein oder anderen nach Beendigung stärker gemacht haben wird, denn auch wenn noch immer Ängste da sein sollten, macht man sich Gedanken über das was wirklich bedeutent ist und fragt sich ganz klar, wie man seinen eigenen letzten Weg gehen und gestalten mag.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 18.05.2012 ***** ausgezeichnet
Jürgen Domian, bekannt für seine nächtliche Sendung "Domian" auf 1LIVE und dem WDR, hat in seiner Sendung mit tausenden Menschen gesprochen. Dabei gibt es keine Tabuthemen, vielmehr versucht Domian, jedem Thema gerecht zu werden, indem er offen seine Meinung nennt und dem Anrufer eine Stütze ist oder ihn sogar für dessen Meinung kritisiert. Jetzt, nach 20.000 Anrufern, fehlt Jürgen Domian nur noch ein Anrufer, mit dem er noch nicht gesprochen hat: der Tod.
In "Interview mit dem Tod" setzt sich der sympathische Moderator ausführlich mit dem Tod auseinander und spricht über seinen Glauben, bzw. Nichtglauben, seine Meinung zum Tod und berichtet über ehemalige Anrufer, die ebenfalls etwas zum Thema Sterben beigetragen haben.

Auch wenn das Interview mit dem Tod fiktiv ist, liest es sich unglaublich authentisch, vor allem, weil der Tod bei den meisten Fragen keine klaren Antworten gibt. Hätte der Autor bei den Antworten zu sehr seine eigene Meinung einfließen lassen, hätte es sich holpriger gelesen. So wurde aber ein wunderbares Interview geschaffen, dass immer wieder von persönlichen Eindrücken von Jürgen Domian unterbrochen wird.
Diese wirken aber alles andere als deplatziert, vielmehr passen sie immer zur jeweiligen Interviewsituation und lesen sich alles andere als langweilig. Interessant ist dabei, wie der Autor früher und auch heute noch mit dem Tod umgeht. Bereits in jungen Jahren hat er sich mit dem Tod beschäftigt und die unbeantworteten Fragen haben ihn so sehr belastet, dass er sich in die Religion geflüchtet hat, bis sein Glaube mit Anfang zwanzig wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

Neben dem Tod selbst und Religion ist aktive Sterbehilfe ein großes Thema, bei der Jürgen Domian klare Position bezieht. So ist er für die aktive Sterbehilfe, da er für sich selbst entscheiden möchte, wann sein Leben im Falle einer Krankheit oder ähnlichen Dingen, beendet wird. Ich finde es sehr mutig, dass er sich so klar dazu äußert, da es auch genug Menschen gibt, die diese Meinung nicht nachvollziehen können. Schon allein für die Offenheit und der Art, seine Meinung anderen nie aufdrängen zu wollen, muss man Domian einfach mögen und respektieren.

Auch wenn es in diesem Buch kaum neue Erkenntnisse für mich gab, muss ich sagen, dass ich es unglaublich faszinierend und interessant fand, dass ein eher trockenes Thema so lebendig dargestellt wird. Viele Menschen verdrängen den Tod und leben im Hier und Jetzt. Domian erinnert daran, dass er allgegenwärtig ist und zum Leben dazu gehört, aber man sich dennoch davon nicht unterkriegen lassen soll. Eine gute Meinung, die ich nur unterschreiben kann.

Insgesamt ist "Interview mit dem Tod" ein grandioses Buch, das zum Nachdenken anregt und so manche Meinung zum Kippen bringt. Jürgen Domian ist nicht nur wahnsinnig sympathisch, sondern hat auch einiges drauf, was er u.a. bereits bei "Der Gedankenleser" bewiesen hat. Ein Buch für alle, die sich für das Thema Sterben und Religion interessieren.

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Bewertung von Heide aus Bremen am 27.04.2012 ***** ausgezeichnet
Gerade weil das Buch sehr persönlich ist und nicht beansprucht allgemeingültig oder philosophisch stringent zu sein, ist es so anregend. Zwar setzt sich der Autor auf seine Art mit verschiedenen philosophischen und religiösen Ideen auseinander, bleibt aber letztlich bei oder kehrt immer wieder zurück zu seinen eigenen Erfahrungen. Es ist keine Abrechnung mit dem Christentum und keine Hinwendung zum Buddhismus, wenn auch sehr viel Kritisches zur christlichen Kirche gesagt wird und viele Ideen aus dem Buddhismus übernommen werden. Letztlich bleibt die Mischung aber Domian-Persönlich, eine Auseinandersetzung mit einem Thema, zu dem es keine endgültigen Aussagen geben kann. Man mag es mögen oder nicht - zum Denken - auch über die Behandlung des Themas in unserer Gesellschaft - regt es allemal an.

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Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 17.04.2012 ***** schlecht
In der Leseprobe läßt der Autor den Tod unwidersprochen sagen:

"Ist der Mensch tot, so ist der Mensch tot. Der Körper zerfällt. Und das Ich auch. Warum ist das so? Weil sich alles ständig verändert. Weil alles im Fluss ist. Das Ich ist irdisch, geformt durch die Zufälligkeiten des Lebens. Das Individuelle ist Produkt seiner Zeit, weiter nichts."

Schlimmer gehts nicht. Der anscheindend unbedingte Wille des Autors nur keinen einzigen vermeintlich schlimm-christlichen Gedanknen zu formulieren, führt zu einem billig unausgegorener Gedankenbrei aus vorsokratischer Philosophie, Gnosis und Materialismus. Welch dünne Suppe soll man da bitte trinken? So weit kommt es, wenn 2000 Jahre kultureller Arbeit weggestrichen wird und Radiomoderatorengerede sich mal an große Themen 'heranwagt'.
Im Grunde wäre das nur peinlich, lachhaft und unfreiwillig komisch, aber das Schlimme ist, dass die Leute das Buch lesen und ihm folgen, weil es so "human" daherkommt. Die letztlich hier transportierte Weltanschauung ist das was die katholische Kirche als 'Kultur des Todes' bezeichnet. Im Deckmäntelchen der Humanität wird dem Menschen 'der Tod geschenkt'. Esoterik meets 'Kultur des Todes'. Furchtbar!

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Bewertung von Elisabeth aus Berlin am 15.04.2012 ***** ausgezeichnet
Der Autor verwendet in diesem sehr persönlich bezogenen Buch die Form des Interviews, um seine philsophisch - religiöse und ethische Weltsicht zum Thema Tod bzw. Sterben dem Leser klar und deutlich zu zeigen. Diesmal allerdings ist der Tod, als eigentlich unpersonifizierte und nicht ohne Weiteres greifbare Instanz, der Interviewpartner. Schon allein die Idee sich in dieser sehr ungewöhnlichen Art und Weise mit dem Thema zu beschäftigen, hat mein Interesse und meine Neugier auf dieses Buch geweckt.

Das Jürgen Domian sich längst vom Christentum bzw. dessen oft zweifelhaft erscheinenden Auslegung christlicher und urchristlicher Bibelaussagen und Lehren durch die Kirchen abgewendet hat, erscheint mir plausibel und richtig. Seine Abwendung vom Kirchenchristentum begründet er sachlich und nachvollziehbar. Stattdessen beschäftigt er sich im Bezug zum Tod mit buddhistischen Themen, Nahtoderlebnissen und dem Jenseits, was den Eindruck entstehen lässt das er an ein Leben nach dem Tod bzw. an Wiedergeburt glaubt. Wiedergeburt - ein Glaube der auch im Urchristentum existierte - jedoch aus dem späteren Christentum durch die Katholische Kirche verbannt wurde.
In diesem Zusammenhang ist auch das Buch "Gralsstein - Der Stein der Weisen" sehr zu empfehlen.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Peter aus Schaffhausen am 16.04.2012
    An dieser Stelle empfehle ich "Der Ackermann und der Tod"
    (Reclam) und "Jedermann" (Fischer) bzw. das
    "Tibetanische Totenbuch" oder das "Altägyptisches
    Totenbuch". Da lässt sich mehr Lebensweisheit …mehr

    (Inhalt anstößig?)

110 von 209 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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