Haben Tiere eine Würde? - Hoerster, Norbert

Norbert Hoerster 

Haben Tiere eine Würde?

Grundfragen der Tierethik

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Haben Tiere eine Würde?

Wie soll der Mensch mit dem Tier umgehen? Soll er überhaupt auf Tiere Rücksicht nehmen oder Tiere schützen? Der Autor behandelt diese Fragen im Rückgriff auf die philosophischen Grundlagen jeder Tierethik. Er zeigt, daß sich weder auf eine religiöse noch auf eine metaphysische Normenordnung Forderungen nach einem Tierschutz stützen lassen. Als einzige rationale Basis des Tierschutzes kommt eine altruistische Einstellung des Menschen zum Wohl des Tieres in Betracht. Auf dieser Basis läßt sich, wie der Autor im Detail argumentiert, zwar kein generelles Tötungsverbot von Tieren begründen, wohl aber die Verpflichtung zu einer weitgehenden Rücksichtnahme auf die Leidensfähigkeit von Tieren.

Kurztext:
Wie soll der Mensch mit dem Tier umgehen? Soll er überhaupt auf Tiere Rücksicht nehmen oder Tiere schützen? Der Autor behandelt diese Fragen im Rückgriff auf die philosophischen Grundlagen jeder Tierethik. Er zeigt, daß sich weder auf eine religiöse noch auf eine metaphysische Normenordnung Forderungen nach einem Tierschutz stützen lassen. Als einzige rationale Basis des Tierschutzes kommt eine altruistische Einstellung des Menschen zum Wohl des Tieres in Betracht. Auf dieser Basis läßt sich, wie der Autor im Detail argumentiert, zwar kein generelles Tötungsverbot von Tieren begründen, wohl aber die Verpflichtung zu einer weitgehenden Rücksichtnahme auf die Leidensfähigkeit von Tieren.

Rezensionen:
'Er lehnt die grundsätzlich 'egalitäre' Gleichbehandlung aller Spezies, wie sie Singer fordert, aus methodischen Gründen ab, weil sie auf unbegründbaren Normen beruhe. Eine objektive Werte- und Normenordnung aber gebe es nicht. Ein Wert, wie Würde, ist für Hoerster eine bloß subjektive Einschätzung, die im besten Falle intersubjektiv werden kann. Insofern ist die Antwort auf die Titelfrage, ob Tiere eine Würde haben, schlicht 'Nein' - und 'Würde' hier nur eine 'schöne Phrase'. Was aber tun, wenn man Tiere in der Ethik nicht außen vor lassen will?'
Oliver Müller, Berliner Zeitung, 10. Mai 2004

'Die Argumentation Hoersters ist voraussetzungsreicher, als sie sich gibt. Das wird deutlich, sobald man im letztgenannten Beispiel `Tier` durch `Fötus` ersetzt. Auch im Hinblick auf die Ungeborenen vertritt Hoerster ja die Ansicht, daß ihre Tötung kein Unrecht sei, solange sie kein Überlebensinteresse aufwiesen. Die Begründungsstruktur hier wie dort die gleiche. Moralisch oder rechtlich schutzwürdig sind danach nur Interessen, und diese werden als reale psychische Phänomene verstanden.'
Michael Pawlik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. April 2004

'Hoersters Leistung besteht in der Enthüllung des Skandals, dass die Philosophie die Grundfragen der Tierethik bisher nicht annähernd befriedigend beantwortet.
Steffen Kraft, Der Tagesspiegel, 24. März 2004

Inhalt:
Einleitung
Das Tier als "Mitgeschöpf"
Die "Ehrfurcht vor dem Leben"
Die "Würde" von Mensch und Tier
Das Prinzip der "Gleichbehandlung" des Tieres
"Altruismus" gegenüber dem Tier
Das Töten von Tieren
Das Quälen von Tieren
Schluß: Rechte für Tiere?
Anmerkungen
Literaturhinweise


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 107 S.
  • Seitenzahl: 107
  • Beck'sche Reihe Bd.1583
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 124mm x 9mm
  • Gewicht: 118g
  • ISBN-13: 9783406510885
  • ISBN-10: 3406510884
  • Best.Nr.: 12512386
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.04.2004

Bessere Erkenntnis und bleibender Seelenschaden
Norbert Hoerster fragt nach der Würde der Tiere und erweitert zu deren Schutz erst einmal den Begriff des Interesses

Für Descartes war das Tier kein ernstzunehmender philosophischer Gegenstand. "Ich gebe zu, es kennt sich aus in der Natur, das Tier. Und bleibt doch eine taube Nuß", so läßt Durs Grünbein den Vater des neuzeitlichen Rationalismus das Thema erledigen. Der auf der Höhe der heutigen Zeit befindliche Akademiker zieht die Augenbrauen hoch. Tierethik hat seit Jahren Konjunktur. Die Schweizer haben das Bekenntnis zur "Würde des Tieres" sogar in ihre Bundesverfassung aufgenommen. Was ist von derlei Höhenflügen zu halten? Nichts, antwortet der Rechts- und Sozialphilosoph Norbert Hoerster.

Die Wohlfühlformeln vom Tier als "Mitgeschöpf", von der "Ehrfurcht vor dem Leben" und von der "Würde des Tieres", sie schmelzen unter Hoersters Blick wie Butter in der Sonne. Wie Hoerster zeigt, verfangen sie sich in den Netzen des rhetorischen Überschwangs. Nimmt man sie ernst, so laufen sie auf einen sektiererischen Rigorismus hinaus. Die von Hoerster angeführten Zitate sprechen für sich. …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die Lektüre von Norbert Hoersters Büchlein, in dem dieser nach der Würde der Tiere fragt, lässt den mit "upj" zeichnenden Rezensenten über Sinn und Unsinn der rationalen Ethik nachdenken. Denn Hoersters Versuch, "normative Forderungen für den Umgang mit Tieren rational zu begründen", laufe naturgemäß auf ein "Nein" hinaus, da die Würde des Tieres rational eben nicht begründbar sei, was für den Rezensenten jedoch keineswegs als zufriedenstellende Antwort gelten kann. Hoerster, kritisiert der Rezensent, geht es offensichtlich "nicht um das Sachproblem, also um den Tierschutz, sondern um die scholastische Reinheit der analytischen Ethik". Davon zeugen auch die "inhaltsleer" daherkommenden Begriffe "Würde" und "Mitgefühl". So bekomme man als Leser das noch einmal "vorgekaut", was man eh schon aus der öffentlichen Debatte kenne. In den Augen des Rezensenten kann Hoersters Publikation höchstens als Dokument der "gefühlskalt" geführten Diskussion gelten, nicht aber als ein fruchtbarer Beitrag zur ethischen Frage.

© Perlentaucher Medien GmbH
Norbert Hoerster, geb. 1937, lehrte von 1974 bis 1998 Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität Mainz. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Ethik und Rechtsphilosophie.

Ein Marktplatz-Angebot für "Haben Tiere eine Würde?" für EUR 27,95

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 27,95 0,00 PayPal Quickwork Consultants 100,0% ansehen
Mehr von