Ferien für immer - Kracht, Christian; Nickel, Eckhart
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Die Welt ist entdeckt. Auf den Molukken sieht es inzwischen genauso aus wie in jeder beliebigen Einkaufspassage. Die Grand-Hotels, die eleganten Bars und kleinen Pensionen, die exotischen Winkel, sie alle liegen heute am großen Gemeinplatz. Aber das Fernweh bleibt. Denn Reisen kann trotz allem ei wunderbarer Schwebezustand sein. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Einmal sehen, was übrig bleibt…mehr

Produktbeschreibung

Die Welt ist entdeckt. Auf den Molukken sieht es inzwischen genauso aus wie in jeder beliebigen Einkaufspassage. Die Grand-Hotels, die eleganten Bars und kleinen Pensionen, die exotischen Winkel, sie alle liegen heute am großen Gemeinplatz. Aber das Fernweh bleibt. Denn Reisen kann trotz allem ein wunderbarer Schwebezustand sein. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Einmal sehen, was übrig bleibt.
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.12881
  • Verlag: DTV
  • Seitenzahl: 202
  • 2001
  • Ausstattung/Bilder: 2001. 202 S. 1 Übers.-Kte.
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 120mm x 11mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783423128810
  • ISBN-10: 342312881X
  • Best.Nr.: 09419122

Autorenporträt

Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis
Christian Kracht

Rezensionen

"Manche Leute werden nie verstehen, nach welchen Maßstäben das wetterfeste Reiseduo Christian Kracht und Eckhart Nickel die Welt sortieren - aber das ist ja Teil des lustigen Spiels." Georg Diez im 'Spiegel Kultur Extra'

"Was Christian Kracht und Eckhart Nickel versuchen, ist nichts weniger als die Errettung der Welt aus den Fängen des Pauschal-, Individual- und sonstigen Tourismus. Sie geben der Welt ihre Geheimnisse zurück und bewahren sie vor Baedekers Fluch." Michael Althen in der 'Süddeutschen Zeitung'

"Kracht und Nickel zeigen eher das Angenehme im Unangenehmen und widerlegen so den Philosophen Adorno, denn der sagte, es gebe kein richtiges Leben im falschen." Uwe Kopf im 'Prinz'
»Manche Leute werden nie verstehen, nach welchen Maßstäben das wetterfeste Reiseduo Christian Kracht und Eckhart Nickel die Welt sortieren - aber das ist ja Teil des lustigen Spiels.« (Georg Diez im Spiegel Kultur Extra)

»Was Christian Kracht und Eckhart Nickel versuchen, ist nichts weniger als die Errettung der Welt aus den Fängen des Pauschal-, Individual- und sonstigen Tourismus. Sie geben der Welt ihre Geheimnisse zurück und bewahren sie vor Baedekers Fluch.« (Michael Althen in der Süddeutschen Zeitung)

»Kracht und Nickel zeigen eher das Angenehme im Unangenehmen und widerlegen so den Philosophen Adorno, denn der sagte, es gebe kein richtiges Leben im falschen.« (Uwe Kopf im Prinz)

Besprechung von 03.09.1998
Allgemein

"Ferien für immer - Die angenehmsten Orte der Welt" von Christian Kracht und Eckhardt Nickel, Illustration von Dominik Monheim. Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998. 160 Seiten. Gebunden, 34 Mark. ISBN 3-462-02708-5.

Christian Kracht und Eckhardt Nickel sind Schnösel. Und das ist gut. Sie scheren sich nicht um Political Correctness. Das macht ihr Buch herzerfrischend. Gar nicht mögen sie Traveller, und so stehen ganz oben in ihrer Haßliste: "Menschen, die den Lonley-Planet-Reiseführer mit sich führen, ihn in einem Café in Nepal, Malaysia oder sonstwo lesen". Wes bösartigen Geistes Kind die beiden Jungschreiber sind, zeigt sich in einem weiteren Punkt der Rubrik: "unbedingt vermeiden": "Die Trattoria Romano in Bergen-Enkheim, wo der Kellner auf die Frage nach Parmesan antwortet: ,Kostet extra, muß ich mir schließlich auch kaufen.'" Und wo sind sie nun, die angenehmsten Orte der Welt? Meist an der Theke. Kracht und Nickel schreiben von Bars und Hotels, genauer gesagt: meistens Kaschemmen und Absteigen. Aber wie! Versteckt unter bissigen Tiraden schleichen sich in den schrulligen, kurzen Texten poetische Momente ein, und da wird es offenbar: Sie sind keine Misanthropen, sondern hoffnungslose Romantiker. Ihre Sprachkunst zeigt sich bisweilen in absatzlangen Schachtelsätzen, denen zu folgen zum Genuß werden kann, wenn auch manches erstunken und erlogen sein dürfte. Oder sollte Ernst Jünger 1986 in Tuk Tuk, Indonesien, wirklich gesagt haben "Au weia. Kein Frühstück ohne Papaya"? Das Buch ist trash. Die einen werden bei der Lektüre kaum über die Hymne auf Bangkoks Khao San Road hinauskommen, die anderen aber werden Doppelseite für Doppelseite schlürfen wie die vom Autorenteam oft gelobten Sonnenterrassen-Cocktails. Und nicht aufhören, bevor auch das Register zu Ende ist: Zappa, Frank. (bär)

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