Die erste Liebe - Olmi, Véronique

Die erste Liebe

Roman

Véronique Olmi 

Übersetzung: Steinitz, Claudia
 
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Die erste Liebe

"Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach Genua. Dario." Als Emilie diese Suchanzeige auf einem Stück Zeitungspapier entdeckt, in das der Wein eingewickelt war, bereitet sie gerade das Abendessen zu ihrem 25. Hochzeitstag vor. Sie schaltet den Herd aus, nimmt die Autoschlüssel und macht sich auf den Weg nach Genua. Allein am Steuer, ist ihr, als ob ein Korsett aus Liebe, Gewohnheit und Langeweile von ihr abfällt. Wie war das damals, als das Leben noch offen schien? Wünsche, Träume werden wach, Erinnerungen steigen auf. An die Flucht aus dem engen, rigiden Elternhaus, die symbiotische Nähe zu ihrer Schwester, die "ein Chromosom zuviel hat" und doch mit ihr mehr als nur ein Körnchen Verrücktheit und rebellische Fantasie teilt. An die Liebe zu Dario, die plötzlich ein Fenster aufstieß. Wen hofft sie wiederzufinden, nach all den Jahren? Warum rührt die Erinnerung an die erste Jugendliebe so tief, dass man dafür sein bisheriges Leben hinter sich lässt? Véronique Olmi,
"Meisterin der Erkundung von Gefühlen und von Frauenporträts in der Nachfolge einer Jane Austen oder eines Henry James" (Le Figaro littéraire), nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit ein "Road-Movie der Gefühle" (Paris Match).


Produktinformation

  • Abmessung: 198mm x 134mm x 30mm
  • Gewicht: 382g
  • ISBN-13: 9783888977022
  • ISBN-10: 3888977029
  • Best.Nr.: 32298355
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.03.2011

Blaues, blaues
Mittelmeer
In ihrem Roman „Die erste Liebe“
stellt Véronique Olmi den Herd ab
Für theatralische Effekte ist die 1962 in Nizza geborene Véronique Olmi, früher Schauspielerin, dann Regisseurin und Autorin von Theaterstücken sowie einer mittlerweile recht stattlichen Anzahl meist kurzer Romane, immer zu haben. Mit einem solchen Effekt eröffnet sie auch ihren neuen Roman. Der Lockruf des Begehrens kommt dieses Mal aus der fernen Vergangenheit und erreicht Emilie, die noch nicht ganz fünfzigjährige Heldin, ausgerechnet am Abend ihres fünfundzwanzigsten Hochzeitstags. Das Essen ist vorbereitet, der Tisch festlich gedeckt, das Ehebett mit neuer Seidenwäsche bezogen, die Dessous sind angelegt. Alles wäre perfekt, wenn sie sich nicht mit dem Weinhändler gestritten hätte und nun ohne passenden Wein dastünde. Aber da gibt es ja noch die Flasche Pommard, die ihr Mann kürzlich aus Burgund mitgebracht hat. Sie ist eingewickelt in die Anzeigenseiten der Libération. Ihr Blick fällt auf eine Annonce. Und sie weiß sofort, dass sie gemeint ist: „Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach Genua. Dario.“
Gerade noch …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Einerseits, andererseits. Einerseits attestiert Rezensentin Meike Fessmann der Autorin zwar durchaus Nähe zu ihren großen Vorbildern in Sachen Literarisierung weiblichen Begehrens als Urgewalt: Colette und Duras lassen schön grüßen. Allerdings verfügt Veronique Olmi nicht ganz über die Größe der beiden, wie Fessmann feststellten muss. So kommt es, dass die Geschichte einer die reife, familiär gebundenen Heldin einholenden Jugendliebe zu einem Drittel purer Kitsch ist. Als Roadnovel mit eingestreuten Bildern aus der französischen Provinz der 60er und 70er Jahre überzeugt der Text die Rezensentin hingegen durchaus. Bis zum Schluss, der erscheint Fessmann wiederum wenig geheimnisvoll.

© Perlentaucher Medien GmbH
Véronique Olmi wurde 1962 in Nizza geboren und lebt heute mit ihren zwei Kindern in Paris. In Frankreich wurde sie, als eine der bekanntesten Dramatikerinnen des Landes, für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 1990 hat die ausgebildete Schauspielerin zwölf Theaterstücke verfasst, am Anfang stand sie bei deren Aufführung auch selbst auf der Bühne und/oder führte Regie. Ihre Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt, einige Stücke liegen auch in deutscher Übersetzung vor (bei Suhrkamp) und wurden und werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführt.


Kundenbewertungen zu "Die erste Liebe" von "Véronique Olmi"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Aenna (www.buecherspleen.blogspot.com) aus Niedersachsen am 19.04.2011   gut
Emilie ist seit 25 Jahren verheiratet und Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Töchtern.
Am Tag ihrer Silberhochzeit bricht sie aus ihrem geordneten Leben aus, lässt alles stehen und liegen. Sie setzt sich in ihr Auto, verlässt Paris und ihren Mann und macht sich auf nach Italien.
Der Grund dafür ist eine Zeitungsanzeige, die sie zufällig liest: "Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach Genua. Dario".
Dario, ihre erste große Liebe, als sie 16 Jahre alt war und den sie nie vergessen hat...

Was für eine romantische Vorstellung!
Automatisch denkt man an seine eigene erste Liebe zurück und wie es wohl wäre, sie nach 30 Jahren wiederzusehen...
Wir setzen uns erwartungsvoll mit Emilie in ihr Auto und begleiten sie auf ihrer Reise, die nicht nur nach Italien führt, sondern auch in die Vergangenheit.
Denn Emilie reflektiert auf der Fahrt ihr Leben. Wir werden Zeugen ihrer Gedanken, unterbrochen von kurzen Reiseerlebnissen.
Emilie erzählt uns von einer nicht ganz unbeschwerten Kindheit mit ihrer Schwester Christine, die das Down-Syndrom hat.
Sie berichtet von ihrer Ehe, ihren Töchtern, die sie nicht mehr brauchen, wir erleben ihre eher nüchterne Auseinandersetzung mit den Verletzungen, die sie ihrer Familie zufügt.
Und natürlich nimmt sie uns mit zu ihrer ersten Begegnung mit Dario, erzählt von dem Wachsen einer großen Liebe...
Dabei macht sie viele Gedanken- und Zeitsprünge, die mich zuweilen sehr verwirrten.
Auch trifft Emilie zu Anfang ihrer Reise auf unterschiedliche Personen. Die Schilderung dieser Episoden irritierten mich doch sehr, da sie für mein Empfinden von der eigentlichen Geschichte ablenken und mich daher eher gelangweilt haben.

Hat man sich einmal an den Stil gewöhnt, fällt das Lesen leichter, auch, wenn die Geschichte ohne großartig aufgebaute Höhepunkte bleibt.
Das Ende überrascht...

Dem entgegen steht eine wundervolle Sprache, für die allein es sich allemal lohnt, "Die erste Liebe" zu lesen.
Véronique Olmi verwendet großartige Formulierungen, die man gleich mehrmals liest, weil sie so schön sind.
"Unsere Freunde [.......] sagen uns, was für ein Glück wir haben, dass wir beide "auf einer Wellenlänge" liegen. Sie wissen nicht, dass sich diese Welle nicht bewegt, sie tanzt nicht durch die Luft und vibriert tatsächlich nicht genug, um uns über Bord zu werfen."
Immer wieder erstaunte mich die Autorin mit ihrer Fähigkeit, die Dinge zu beschreiben, überraschte mich mit einer Prosa, wie ich sie selten, nein, eigentlich nie zuvor gelesen habe.

"Die erste Liebe" ist ein sprachliches Meisterwerk. Die Geschichte an sich hat mich leider nicht ganz überzeugt!

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 13.03.2011   ausgezeichnet
Emilie hat alles genau durchorganisiert. Gleich würde ihr Mann von der Arbeit nach Hause kommen und sie will mit ihm diesen heutigen Tag der Silberhochzeit feiern. Vom Wein, über die Kerzen, bis hin zur neuen Bettwäsche hat Emilie alles für Marc und den heutigen Abend geplant.

Aber kurz bevor Marc nach Hause kommt sitzt Emilie in ihrem Auto. Sie will nach Italien und steuert auf die Hügel von Genua zu. In einer Annonce hat sie gelesen, dass ihre erste große Liebe, Dario Contadino sie sucht. Die Mutter von drei großen Töchtern verläßt ihr seit drei Jahrzehnten gelebtes Leben und Veronique Olmi läßt Emilie über ihre Ehe Resümee ziehen. Je dichter sie Genua kommt, um so mehr erfährt der Leser aus dem Leben der Romanheldin. Da ist nie etwas weltbewegendes geschehen. Wie Millionen anderer Menschen hat sie eine Familie gegründet, Kinder bekommen und fragt sich nun plötzlich war das alles richtig so? War Marc der Richtige?

Im Auto sitzend rauscht Emilie an der Lanschaft vorbei und denkt an Darion Contadino. Alle Mädchen waren verrückt nach ihm. Sie hat mit ihm in einer Kabine des alten Plattenladens in aller Zweisamkeit Chopin gelauscht. Wie gut, dass Dario sie nie nach Chopin befragt hat.

Als Emilie die Hügel von Genua erblickt, beschleichen sie plötzlich Ängste. Ist das, was sie hier tut überhaupt richtig? Sie denkt an Marc und an ihre Töchter. Sie grübelt: Hat sie sich zu viel an Freiheit genommen?

Für Menschen mit Lebenserfahrung wird dieses Buch ein Gewinn sein. Ganz langsam aber stetig steigt die Spannung in Olmis melancholisch - nachdenklichem Roman. Ganz zwangsläufig wird der Leser sich beim Lesen mit seinem eigenen Leben beschäftigen, kann ein Schriftsteller mehr erwarten?

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

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