Deadline - Kernick, Simon

Simon Kernick 

Deadline

Die Zeit läuft ab - Der Albtraum beginnt. Thriller. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Engl. v. Gunter Blank
Broschiertes Buch
 
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Deadline

'Wir haben deine Tochter.' Du kommst spät von der Arbeit - im Haus ist es dunkel. Als du eintrittst, klingelt das Telefon. Du nimmst den Hörer ab und deine Welt stürzt ein. Deine vierzehnjährige Tochter wurde entführt, die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Du hast 48 Stunden, sonst stirbt sie. Während der Albtraum beginnt, weißt du zwei Dinge ganz sicher: Dass du alles tun wirst, um deine Tochter zu retten. Und dass dir die Zeit davonläuft ...

Non-Stop-Action vom neuen Star der britischen Thrillerszene.

"Simon Kernick schreibt mit voll durchgetretenem Gaspedal. Halten Sie sich gut fest!" Harlan Coben

"Ein großartiger Thriller. Unbedingt lesen... Sie werden die ganze Nacht kein Auge zu tun." Peter Robinson

"Britische Kriminalliteratur in bester Tradition eines David Peace oder Derek Raymond." Time Out


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 414 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Heyne Bücher Nr.43383
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 119mm x 33mm
  • Gewicht: 331g
  • ISBN-13: 9783453433830
  • ISBN-10: 3453433831
  • Best.Nr.: 25551009
»Simon Kernick schreibt mit voll durchgetretenem Gaspedal. Halten Sie sich gut fest!« Harlan Coben

"Britische Kriminalliteratur in bester Tradition eines David Peace oder Derek Raymond."
Simon Kernick is one of Britain's most exciting thriller writers. He arrived on the scene with his highly acclaimed debut novel The Business of Dying, and his big breakthrough came with his novel Relentless which became the bestselling thriller of 2007. Simon's research is what makes his thrillers so authentic. He talks both on and off the record to members of Special Branch, the Anti-Terrorist Branch and the Serious and Organised Crime Agency, and hears first hand what actually happens in the dark and murky underbelly of UK crime. To find out more about his thrillers, visit: www.simonkernick.com

Leseprobe zu "Deadline" von Simon Kernick

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Leseprobe zu "Deadline" von Simon Kernick

Als seine Freundin ihm nur mit T-Shirt und Tanga-Slip bekleidet die Tür öffnete, ihm ohne ein Wort zu verlieren gierig die Zunge in den Hals steckte und dabei ins Schlafzimmer ihrer Erdgeschosswohnung zerrte, war sie so erregt, dass sie nicht einmal bemerkte, dass er Handschuhe trug. Fünf Minuten zuvor hatten sie miteinander telefoniert, und dabei hatte er ihr bis ins kleinste Detail ausgemalt, was er mit ihr vorhatte, wenn er bei ihr eintraf. Deshalb verspürte er eine Spur des Bedauerns, als ihre Hände sich an seiner Hose zu schaffen machten und er die Schlafzimmertür hinter sich zutrat, das Messer aus dem verborgenen Futteral unter dem billigen Jackett herausgleiten ließ und es ihr schweigend zwischen den Rippen hindurch direkt ins Herz stieß. Während der kurzen Zeit, die er sie kannte, hatte das Mädchen sich als lernwilliger und leidenschaftlicher Betthase erwiesen, und es wäre gewiss eine angenehme Ablenkung gewesen, ein letztes Mal mit ihr zu vögeln. Aber das hätte bedeutet, belastende Indizien zurückzulassen, und er war ein Profi, der jederzeit in der Lage war, seinen Wunsch nach billiger Befriedigung seinen Geschäftsinteressen unterzuordnen.

Er hielt sie fest umklammert, während sie starb. Wie geplant, hatte ein einzelner Stoß ausgereicht; er hatte diese Tötungsart in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich angewendet. Das Mädchen gab kaum einen Laut von sich. Nur ein verblüfftes Stöhnen, als die Klinge eindrang, begleitet von einem einzelnen, flatternden Zucken, als ihre Muskeln sich ein letztes Mal verkrampften und sie ihre Fingernägel in den Stoff seines Anzugs grub. Nach wenigen Augenblicken entwich ihr Atem in einem letzten, langsamen Keuchen und sie erschlaffte in seinen Armen.

Er zählte lautlos bis zehn, dann griff er, während er sie mit einem Arm weiter umfangen hielt, nach einem Taschentuch in seinem Jackett. Die Klinge zischte merkwürdig, als er sie langsam herauszog und mit einer oft praktizierten Bewegung sofort abwischte, um sie anschließend wieder in ihrem Futteral verschwinden zu lassen. Als er dies bewerkstelligt hatte, ließ er den Körper vorsichtig auf den Teppich vor dem ungemachten Bett gleiten und gönnte sich einen Moment, um sein Werk zu bewundern. Da sie so schnell gestorben war, war kaum Blut zu sehen, und mit geschlossenen Augen wirkte sie außergewöhnlich friedlich. Tatsächlich hatte er sie noch nie so friedlich und still erlebt. Lebendig war sie eine ziemliche Plaudertasche gewesen.

Er bückte sich und versuchte sie unter das Bett zu schieben, doch zwischen Bettrahmen und Fußboden war nicht genug Platz, deshalb zwängte er sie einfach so gut es ging in die Lücke und bedeckte den Rest ihres Leichnams mit der Bettdecke. Die Leiche zu verbergen würde nicht verhindern, dass sie bald zu riechen anfinge, doch machte er sich darüber keine großen Gedanken. Er bezweifelte, dass man sie bald entdecken würde. Sie wohnte allein in ihrer kleinen Erdgeschosswohnung und hatte kaum Freunde in der City, worüber sie sich ständig beklagt hatte. Er wusste, dass sie einmal pro Woche mit ihrer Mutter telefonierte, aber für gewöhnlich geschah das sonntags und so würden sechs Tage vergehen, ehe die Mutter, die irgendwo außerhalb wohnte, Grund hätte, sich Sorgen um ihre Tochter zu machen. Und noch ein paar Tage mehr, ehe irgendjemand etwas unternahm.

Niemand hatte sie je zusammen gesehen. Ihre wenigen heimlichen Treffen hatten stets in ihrer Wohnung stattgefunden. Und soweit er wusste, hatte sie auch niemandem von ihm erzählt, und selbst wenn, würde es keine Rolle spielen. Er hatte ihr einen falschen Namen und eine gefälschte Vita aufgetischt, eine von vier Identitäten, die er sporadisch benutzte, um den Strafverfolgungsbehörden einen Schritt voraus zu bleiben. Seine DNS würde sich in der Wohnung finden, doch das traf auch für die DNS ihrer wenigen Freunde zu. Und da es sich bei diesen überwiegend um Illegale handelte, würde es schwer sein, sie zurückzuverfolgen.

Auf dem Nachttisch bemerkte er das rosafarbene Handy des Mädchens. Er steckte es ein, um es später wegzuwerfen, und ließ seinen Blick noch einmal durchs Zimmer schweifen. Da er nichts Inkriminierendes entdecken konnte, verließ er das Schlafzimmer, schloss die Tür hinter sich und ließ das Mädchen in ihrer provisorischen Gruft zurück.

Als er aus dem Haus ins grelle Sonnenlicht trat, schaute er auf die Uhr.

Es war an der Zeit.

Als Andrea Devern aus ihrem Mercedes-C-Klasse-Cabriolet stieg, fiel ihr als Erstes auf, dass im Haus keine Lichter brannten. Es war 20.45 Uhr an einem windigen Dienstag Mitte September und ihr blieb exakt noch eine Minute ihres gewohnten, normalen Lebens.

Sie drückte die Zentralverriegelung des Mercedes und ging die fünf Meter zu ihrer Gartentür, wobei sie sich achtsam nach beiden Seiten der ruhigen Wohnstraße umblickte. Als gebürtige Londonerin war Andrea sich der Gefahren der Straßenkriminalität, die selbst in einem wohlhabenden Viertel wie Hampstead lauern konnten, wohl bewusst. Die Kriminellen von heute waren mobil. Sie beschränkten sich nicht mehr auf ihre angestammten Jagdgründe, sondern ließen sich vom Geld anziehen. Und in Andreas kastaniengesäumter Allee, in der sich die großzügig geschnittenen zweistöckigen Townhäuser nur einen Katzensprung von Heath entfernt aneinanderreihten, gab es davon mehr als genug.

Doch heute Abend war nichts Ungewöhnliches zu bemerken, sah man von der Tatsache ab, dass das Haus dunkel war. Andrea versuchte sich zu erinnern, ob Pat ihr von irgendwelchen Plänen oder Verabredungen erzählt hatte oder ob er mit Emma etwas unternehmen wollte. Sie hatte einen anstrengenden Tag gehabt, zähe Gespräche mit den Angestellten eines der fünf Wellnessstudios, die sie mit ihrer Geschäftspartnerin besaß. Sie hatten es vor über einem Jahr übernommen, und es hatte zu keinem Zeitpunkt ihre Erwartungen erfüllt. Nun mussten sie Mitarbeiter entlassen, was Andrea stets unangenehm war, und es war an ihr zu entscheiden, wer den blauen Brief erhalten sollte.

Kundenbewertungen zu "Deadline" von "Simon Kernick"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 18.09.2011 ***** sehr gut
Beschreibung
Mit der Entführung ihrer Tochter Emma beginnt für Andrea Devern ein Alptraum. Die Kidnapper drohen Emma umzubringen, wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden eine halbe Million Pfund Lösegeld organisiert! Es gelingt ihr, das Geld aufzutreiben. Doch die Übergabe scheitert und der Horror geht erst richtig los. Die Entführer fordern weitere 500.000 Pfund und die Zeit rennt ...

Für mich war es der erste Krimi von Simon Kernick und wie so oft, wusste ich auch hier nicht, dass es sich um eine Serie handelt (s. u.).
Es ist aber eine in sich geschlossene Geschichte, bei der -so weit ich das beurteilen kann- nicht auf vorherige Ereignisse Bezug genommen wird.
Ich fand es spannend bis zum Schluss. Es gibt immer wieder neue Verdächtige und erst am Ende wird der/die Täter überführt. Auch das Privatleben mancher Personen ist sehr interressant. Ich bin schon gespannt, wie es mit Mike Bolt weitergeht und werde mir sicherlich auch den nächsten Band zulegen.

Reihenfolge der Krimis mit Mike Bolt:

1. Gnadenlos
2. Todesangst
3. Deadline
4. Verdächtig
5. Instinkt

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Bewertung von TheSilencer aus Berlin am 03.11.2009 ***** gut
Als die Geschäftsfrau Andrea Devern nach ihrer Arbeit nach Hause kommt, ist ihre Tochter entführt worden und ihr Lebenspartner verschwunden.
Die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Die üblichen Forderungen: "Kommen Sie allein, keine Polizei!"
Devern läßt sich auf den Deal ein, weiht aber einen Ex ein. Dieser etwas zwielichtige Zeitgenosse hat seine eigene Auffassung von Recht und Unrecht. Die Geldübergab endet in einer Katastrophe.

Hier kommt dann Detective Mike Bolt ins Spiel.

Nach "Gnadenlos" liefert "Heyne" einen zweiten Mike-Bolt-Roman aus der Feder Kernicks ab.
Ähnlich wie Gnadenlos ist der Beginn mitreißend und sauspannend. Im Gegensatz zum Vorgänger plätschert die Story nach dem ersten Drittel aber nur noch vor sich hin.
Zudem wird man das Gefühl nicht los, daß Kernick diese Entführungsgeschichte irgendwo abgeschrieben hat.

Das alles ist gut gemeint, kann aber nicht mit der Spannung des Vorgängers mithalten.

Im Januar 2010 erscheint ein neuer Kernick: "Todesangst". Ob es sich hierbei um eine weitere Mike-Bolt-Story handelt, konnte ich nicht ergründen.

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