Das Geheimnis des weißen Bandes - Horowitz, Anthony
Videoclip

Anthony Horowitz 

Das Geheimnis des weißen Bandes

Der neue Sherlock Holmes-Roman

Übersetzung: Lutz-Werner Wolff
Buch mit Leinen-Einband
 
11 Kundenbewertungen
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Das Geheimnis des weißen Bandes

Erstmals seit dem Tod von Arthur Conan Doyle erscheint ein neuer Roman um den genialsten Detektiv aller Zeiten, aus der Feder des internationalen Bestsellerautors Anthony Horowitz. Es ist Sherlock Holmes‘ spektakulärster Fall.
Der erste Sherlock Holmes Roman seit dem Tod von Arthur Conan Doyle, der vom Sir Arthur Conan Doyle Literary Estate bestätigt wurde.

Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221 b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen ...


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 350 S.
  • Seitenzahl: 350
  • Sherlock Holmes (andere Autoren)
  • Best.Nr. des Verlages: 17543
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 144mm x 33mm
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783458175438
  • ISBN-10: 3458175431
  • Best.Nr.: 34198226

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die Nachlassverwalter Arthur Conan Doyles haben Anthony Horowitz mit einem neuen Sherlock-Holmes-Roman beauftragt, der jetzt auf Deutsch und Englisch erschienen ist, berichtet Jürgen Kaube. Und passt es? Es passt. Spannung und Stil sind der Doylschen Holmes-Geschichten würdig, so Kaube, der gleich die ganze verwickelte Geschichte nacherzählt. Trotzdem kommt ihm der Roman etwas überladen vor, denn Horowitz habe so viele Holmes-Merkmale - die Violine, das Kokain, die "Baker Street Irregulars", der Nebel und natürlich Dr. Watson - in diesen Roman gepackt, dass es für 60 Geschichten gereicht hätte. Der Rezensent, so scheint es, hätte eine magerere Kost bevorzugt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.01.2012

Literatur Endlich ist er mal wieder da, erst im Sommer in einer ziemlich spektakulären englischen Fernsehserie, die ihn zum Forensiker modernisierte, sozusagen "CSI: Baker Street", und jetzt sogar in einem ganz neuen Roman: Dass Sherlock Holmes und sein Freund Doktor Watson beide Adaptionen sehr gut überstanden haben, liegt unter anderem daran, dass Sir Arthur Conan Doyle eben kein besonders großer Schriftsteller gewesen ist, aber dafür zwei geniale Figuren und eine Konstellation unter Spannung erfunden hat (ein genialer Geist und ein halber gegen den Rest der Welt), die man auf immer neue Fälle ansetzen kann. "Das Geheimnis des weißen Bandes" (Insel-Verlag) von Anthony Horowitz hat alle Elemente, die man für einen durchschnittlichen Holmes braucht, also pro Problem drei Pfeifen (zwei davon zum Rauchen, eine, wie gewohnt, ist Doktor Watson), London von unten und von oben und im dicksten Nebel, Opium, Damen mit Hintergedanken und ein Rätsel, dem man, so schnell es geht, auf die Spur kommen möchte, wenn das nicht umgekehrt bedeuten würde, dass dann kein Buch mehr über ist. Der kalte Detektiv zeigt in dieser neuen Version etwas mehr Herz als sonst, der Kopf ist dafür klar wie immer.

tob

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

»In Das Geheimnis des weißen Bandes belebt Anthony Horowitz eine Legende und tritt damit erfolgreich in die Fußspuren seines großen Vorbilds Sir Arthur Conan Doyle.«

" Das Geheimnis des weißen Bandes ist eine Klasse für sich: Horowitz Roman ist der erste Sherlock Holmes, der vom Conan Doyle Estate bestätigt wurde. Er ist kein Flickwerk. Er ist keine Fortschreibung. Es ist wie das Buchcover stolz verspricht der neue Sherlock Holmes-Roman . Horowitz ist der rechtmäßige Erbe Das ist ein wahrer Sherlock."<br />Ian Sansom The Guardian

»Das Geheimnis des wei ßen Bandes ist eine Klasse für sich: Horowitz' Roman ist der erste Sherlock Holmes, der vom ›Conan Doyle Estate‹ bestätigt wurde. Er ist kein Flickwerk. Er ist keine Fortschreibung. Es ist – wie das Buchcover stolz verspricht – ›der neue Sherlock Holmes-Roman‹. Horowitz ist der rechtmä ßige Erbe…Das ist ein wahrer Sherlock.«
Anthony Horowitz, geb. 1956 in Stanmore/Middlesex in England, arbeitete bereits für Theater, Film und Fernsehen, als er in England seinen Durchbruch als Romanautor erlebt.

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Kundenbewertungen zu "Das Geheimnis des weißen Bandes" von "Anthony Horowitz"

11 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 22.04.2012 ***** ausgezeichnet
Dr. Watson erzählt einen der schockierendsten Fälle seines Freundes Sherlock Holmes. Bisher wurde dieser nie erwähnt, denn zu erschreckend waren die Geschehnisse. Zunächst fing alles mit einem "harmlosen" Kunstraub in den USA an, doch dann entpuppte sich das ganze als weitreichende Verschwörung, in die einige der mächtigsten Familien Londons verwickelt waren. Zahlreiche Morde, in den verschiedensten Schichten der Gesellschaft erfordern Holmes schnelles Handeln, jedoch besteht sein einziger Hinweis aus einem weißen Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen.

"Das Geheimnis des weißen Bandes" war für mich die erste Sherlock Holmes Geschichte, die ich gelesen bzw. gehört habe. Ich habe mir zwar vor mehreren Monaten die englische Gesamtausgabe gekauft, jedoch hatte ich noch keine Zeit zum Reinlesen. Trotzdem habe ich beim Namen "Sherlock Holmes" gleich eine gewisse Vorstellung, was die Geschichte angeht, und dieses Hörbuch könnte meine Erwartungen erfüllen. Der Hörer erlebt London Ende des 19. Jahrhunderts. Das Setting spiegelt das damalige Leben zwischen Armut und Reichtum authentisch wieder und man erhält ein tolles Gesamtbild über die faszinierende Stadt, die jedoch auch etliche Schattenseiten besitzt.

Die zugrunde liegende Handlung hat mir sehr gut gefallen. Der Plot ist interessant und spannend und die einzelnen Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben, so dass das ganze Geschehen erst nach und nach offensichtlich wird. Sherlock Holmes, der für seine schnelle Auffassungsgabe bekannt ist, kann immer wieder überzeugen, in dem er Spuren und Hinweise entdeckt, die keinem anderen aufgefallen sind. Obwohl ich die Geschichte schon toll fand, konnte mich der Sprecher am meisten fesseln. Johannes Steck, der das Hörbuch spricht, hat es geschafft Watson und allen anderen Charakteren Leben einzuhauchen und durch seine Stimme, die perfekt zu der Zeit, dem Setting und den Figuren passt, das Hörbuch wirklich zu einem Hörgenuss zu machen. Ich glaube nicht, dass es irgendjemand besser hätte präsentieren können. Der neue Sherlock Holmes Fall und Johannes Steck passen einfach wie die Faust aufs Auge.

Fazit: Perfekte Hörbuchunterhaltung, Dank der tollen Kombination aus einem genialen Sprecher und einer spannenden Geschichte!

Audio: 4 CDs
Verlag: Jumbo Neue Medien (7. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 383372868X
ISBN-13: 978-3833728686

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von mamasein2009 aus Stollberg am 11.02.2012 ***** ausgezeichnet
nhalt:

Dr. Watson besucht Sherlock Holmes und schon hier zeigt sich zu Beginn der analytische Geist von Holmes, durch winzige Gegebenheiten schließt er darauf, dass die Ehefrau von Dr. Watson verreist sei. Es ist höchst interessant seinen Schlussfolgerungen zu folgen und man ertappt sich dabei, wie man nickt, weil es also so logisch erscheint. Dann spricht Mr. Capstairs, eine renommierter Kunsthändler, vor und teilt die Ereignisse eines Bilderkaufs mit. Ein Amerikaner hatte sehr angesehene und teuere Bilder gekauft, doch auf dem Transportweg in den USA wird der Zug überfallen und die Bilder in die Luft gesprengt. Daran ist eine berüchtigte irische Kriminellenbande Schuld. Diese Sache scheint erledigt zu sein, doch nach gut einem Jahr sieht Mr. Capstairs mitten in London wieder einen dieser Bande, sie hatten als Zeichen immer Flachmützen auf. Doch dies ist nicht der einzige verworrene Punkt der Geschichte, im Verlauf der Ermittlung denken Holmes und Dr. Watson ungeheuerliche Dinge auf und es kommt zur Verhaftung und höchsten Gefahr für Holmes.

Fazit

Sherlock Holmes und das Geheimnis des weißen Bandes hat mich in seinen Bann gezogen. Anthony Horowitz schafft es auf erstaunliche Weise, den Autor für sich zu gewinnen. Sherlock ermittelt mit einer genialen Art und Weise und erreicht das Ziel immer über Ausschlusstatbestände.

Es bisher mein erstes Buch, was ich über Sherlock Holmes und Dr. Watson gelesen haben, aber es bleib definitiv nicht das letzte. Es war ein Genuss, es zu lesen und ich empfehle es gerne weiter.

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Bewertung von blaustgrom45 aus Walzbachtal am 30.01.2012 ***** ausgezeichnet
wenn ich könnte würde ich 6 Sterne vergeben

Sicherlich hat es ein neuer Sherlock Holmes Roman im alten Stil nicht leicht. Die Verfilmungen mit Robert Downey jr. und Jud Law oder die Serie mit Bededict Cumberbatch und Martin Freemen haben neue Akzente gesetzt und der Leser von heute erwartet sicherlich mehr. Auch ich war neugierig, wie mir ein Sherlock Holmes Roman jetzt gefallen wird, las ich meinen letzten Roman aus dieser Reihe doch sicherlich vor 20 Jahren.

Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte um das house of silk gefangen nahm. Die Geschichte beginnt sehr ruhig, ein Prolog führt den Leser langsam heran. Mr. Carstairs besucht unangemeldet die Baker Street. Er fühlt sich von einem Mann verfolgt und bedroht und er glaubt, dass dieser Mann ihn ermorden will. Trägt Carstairs doch die Schuld am Tod von dessen Zwillingsbruder. Holmes und Watson gehen der Sache nach, doch sie scheint schnell gelöst, als der Verfolger ermordet in seinem Hotelzimmer gefunden wird. Doch was so einfach scheint nimmt eine bizarre Wendung und führt in tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Holmes gerät in eine Falle und wird des Mordes an einem Schankmädchen angeklagt. Die Beweise sind erdrückend, die Zeugen glaubwürdig und nicht einmal sein Bruder Mycroft kann ihm noch helfen. Doch Watson gibt nicht auf und mit Hilfe von Lestrade, der sich als wahrer Freund erweist, schafft er es, Holmes zu helfen.

Der Autor trifft genauf den Ton der alten Geschichten, sein Schreibstil ist wunderbar altmodisch gehalten und man glaubt, einen echten Arthur Conan Doyle zu lesen. Obwohl die Geschichte am Anfang sehr einfach erscheint, entwickelt sie sich sehr rasant zu einem grausamen und bedrückenden Fall, der den beiden Freunden alles abfordert. Was mir an dieser Geschichte gefällt, ist, dass auch Lestrade einmal zu vollen Ehren kommt sogar seine Karriere aufs Spiel setzt um Holmes zu helfen.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und der schwarz weiße Stoffeinband mit dem schönen Schriftzug machen den Roman zu einer Augenweide.

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Bewertung von allegra am 21.01.2012 ***** ausgezeichnet
Anthony Horowitz versucht mit diesem Roman den Faden von Arthur Conan Doyle aufzunehmen und eine neue Geschichte um den Meister-Detektiv Sherlock Holmes und seinen Freund und Assistenten Dr. Watson zu schreiben. Da ich das sehr mutig fand und es mich sehr interessierte, ob es gelingt, den Geist dieses Klassikers aufzugreifen oder ob es lediglich ein moderner Abklatsch ist, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Da ich vor wenigen Wochen den neuen Kinofilm, Sherlock Holmes 2 / „Spiel im Schatten“ gesehen habe und ziemlich enttäuscht darüber war, habe ich nicht allzu viel von diesem Buch erwartet. Der Autor war mir ausschließlich bekannt von verschiedenen Kinderbüchern.

Das Buch ist wie die Originale aus der Sicht von Dr. Watson in der Ich-Form geschrieben. Watson spricht im Vorwort den Leser direkt an und erklärt, wie diese Geschichte in die bestehende Chronik von Sherlock Holmes einzuordnen ist und verrät schon mal, dass es sich um schockierende Enthüllungen handeln wird.

Die sehr gewählte und anfangs etwas ungewohnte Sprache der ersten Kapitel, die zumindest in der deutschen Übersetzung sehr nah an den Originalen ist, lässt gleich „Sherlock Holmes“-Gefühle erwachen. Leider lässt dieser ausdrucksstarke Schreibstil im Laufe der Geschichte etwas nach und passt sich dem heute gängigen Stil an, was sich zwar vorteilhaft auf den Lesefluss auswirkt, aber leider doch etwas an Atmosphäre einbüßen lässt.

Selbstverständlich begegnet man auch alten Bekannten. So fehlt die treue Mr. Hudson, die Holmes den Haushalt führt ebenso wenig wie sein Bruder Mycroft und Inspektor Lestrade von Scotland Yard. Anders als in den Büchern von Conan Doyle werden zwei Fälle geschildert, die zwar miteinander verknüpft sind, dennoch könnten sie genau so gut für sich stehen.
Ich empfand die Charaktere als glaubhaft. Allerdings ist es einige Zeit her, dass ich die Originale gelesen habe, so dass nicht wirklich beurteilen kann, ob Horowitz die Persönlichkeiten von Watson und Holmes genau so trifft, wie sie Conan Doyle zum Leben erweckt hat. Die Beschreibungen des schmuddeligen, düsteren und feuchtkalten Londoner Winter haben mich auf jeden Fall überzeugt. Und auch die Szenen in Bakerstreet 221b haben mich lebhaft an den Besuch des Sherlock Holmes Museums erinnert, das ich vorletzten Sommer mit meinen Kindern besuchte.

Über den Inhalt möchte ich jetzt gar nicht mehr schreiben, sonst verrate ich noch zuviel. Wer gerne ins London um 1890 herum eintauchen und an der Seite des berühmtesten Detektivs über spannende Fälle rätseln möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Im Nachwort schreibt Anthony Horowitz: “Dieses Buch zu schreiben war eine große Freude, und meine einzige Hoffnung ist die, dass ich dem Original wenigstens halbwegs gerecht geworden bin. Ich kann nur sagen: „Auf jeden Fall!“

Einen kleinen Abstrich gibt es, weil für mich die Auflösung des einen Kriminalfalles zwar sehr spannend aber letztlich doch nahe liegend war.

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Bewertung von Ardillas aus Taunus am 18.01.2012 ***** ausgezeichnet
Wow, was für ein Buch. Es stimmt einfach alles. Der Schreibstil, die Figuren, der Fall. Ich bin begeistert.

Sherlock Holmes und Dr. Watson arbeiten gemeinsam an einem Fall, der recht schnell zu einem weiteren Fall führt, der grausam und an Ekel kaum zu übertreffen ist. Diesmal sieht es auch so aus als würde Holmes in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, die ihn das Leben kosten könnten. Der Fall ist so brisant, dass Watson ihn erst Jahre später zu Papier bringt. Und auch da nur mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen.

Zu den Charaktären:

Sherlock Holmes: eine brilliante Darstellung des wohl berühmtesten Dedektives; Sir Arthur Conan Doyle hätte sich keinen besseren Nachfolger als Horowitz wünschen können. Die Schlußfolgerungen von Holmes sind wie sie schon immer waren: in ihrer Einfachheit und Schlichtheit unübertroffen. Er ist nachdenklich, in sich gekehrt und rückt erst zur genau rechten Zeit mit seinen Ergebnissen raus.

Dr. Watson: ein sehr höflicher, manchmal eher ungeduldiger Charakter. Er scheint ein Beobachter zu sein, gerät aber irgendwie immer zwischen die Fronten. Holmes würde mit ziemlicher Sicherheit auch ohne ihn seine Fälle lösen, aber nicht so elegant.

Charles Fitzsimmons: ein am Anfang eher symphatisch wirkender Charakter, dem man gerne glaubt. Er ist besorgt um das Wohl der Straßenjungen und tut alles, um die Aufklärung des Falles voranzutreiben. Leider ist ein wichtiger Charakterzug auch seine Ignoranz.

Edmund Carstairs: dieser Charakter hat mich am meisten überrascht. Ein eher ruhiger, zurückhaltender Mann, dem man in den Arm nehmen möchte, auf den Rücken klopfen und versichern, dass alles gut wird. Aber eben auch so ein Charakter kann dunkle Seiten haben.

Fazit: selten hat mich ein Buch so gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig, es wird nichts unwichtiges erwähnt, die Beschreibungen der Schauplätze sind so kurz gehalten, dass der Leser das, was er wissen muss, erfährt. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Verzettelung der beiden Fälle ist einleuchtend und wird im Finale auf glaubhafte Weise aufgelöst.

Ich bin begeistert und hoffe auf eine Fortsetzung dieses sehr kurzweiligen Buches.

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Bewertung von Turu aus Iserlohn am 04.01.2012 ***** ausgezeichnet
Der neue Sherlock Holmes Roman von Antony Horowitz entstand 81 Jahre nach dem Tod von Sir Arthur Conan Doyle, dem berühmten Verfasser der Sherlock Holmes Kriminalgeschichten.
In der Ich-Form berichtet darin Dr. Watson, der gute Freund und Chronist von Sherlock Holmes, ein Jahr nach dessen Tod von einem Fall, dessen monströse Ausmaße ihn bisher davon abgehalten hatten, ihn der Öffentlichkeit zu präsentieren.
„Das Geheimnis des weißen Bandes“ beginnt damit, dass Dr. Watson, inzwischen ein berühmter Arzt in London, seinem Freund Holmes einen Besuch in der Baker Street 221b abstattet, der von einem Fremden gestört wird. Der Mann, ein gewisser Mr. Carstairs, erbittet die Hilfe von Sherlock Holmes. Er fühlt sich verfolgt von einem Mann mit einer flachen Kappe auf dem Kopf und einer frischen Narbe auf der Wange, der ihm aufzulauern scheint. Er fürchtet einen Racheakt.
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vom Inhalt verraten. Nur so viel kann ich sagen, dass von nun an die authentisch wirkenden Protagonisten Dr. Watson und Sherlock Holmes in einem zweiten Handlungsstrang umgeben sein werden von skrupellosen, düsteren Figuren, die vor nichts zurückschrecken und unsere beiden Helden gar in Lebensgefahr bringen. Beide Handlungsstränge sind gekonnt ineinander verwoben, so dass sie den Leser immer wieder erschaudern lassen.
Schauplatz ist das detailliert beschriebene Milieu der Londoner Straßenkinder und der Unterwelt, wie auch die Welt der sogenannten vornehmen und sozial engagierten Bürger der Stadt. Ein weißes Seidenband weist dem Detektiv den schwierigen Weg zur Lösung des Falles.
Der Roman ist gekonnt im Stil Conan Doyles verfasst, übertrifft jedoch durch einen zusätzlichen Handlungsstrang deutlich die klassischen Kriminalgeschichten an Länge. Er überzeugt durch Sprache, Stil und Spannung. Ein bisschen reicht er sprachlich in unsere Zeit, wenn beispielsweise wiederholt von der Alternativlosigkeit einer gewissen Situation die Rede ist. Da ich jedoch nicht das englische Original vor mir liegen habe, könnte der Begriff "Alternativlosigkeit" allerdings auch auf einen Übersetzungsfehler zurück zu führen sein.
Ebenso gelungen wie die Geschichte selbst, die bis zum Ende hin immer wieder neue Spannungselemente zu bieten hat, ist das geheimnisvoll wirkende Cover mit weißer, verschnörkelter Schrift auf schwarzem Leineneinband.
Ich bin begeistert von diesem Werk und glaube, es wird auch bei vielen anderen Sherlock Holmes Fans Begeisterung hervorrufen.

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Bewertung von Kaci aus München am 01.01.2012 ***** ausgezeichnet
Ein mysteriöses weißes Band eine mysteriöse Uhr und das House of Silk von dem keiner zu wissen vermag…

Holmes is back. Watson kommt zurück nach London und gerät somit gleich wieder in einen von Sherlock Holmes kniffligen Fällen.

Inhalt in meinen Worten:
Mr. Carstairs, ein Kunsthändler bittet Holmes um Hilfe. Er wird von einem Mann verfolgt dessen Identität er schon zu wissen glaubt. Er erzählt Holmes & Watson seine Geschichte… Als der mysteriöse Mann tot aufgefunden wird scheint der Fall gelöst. Doch als einer seiner Jungs von den Baker-Street-Irregulären die er mit dem Fall vertraut gemacht hat grausam ermordet wird setzt Sherlock Holmes alles daran die ganzen Zusammenhänge heraus zu finden und den Fall besonders dem Jungen Ross zu liebe zu lösen. Als Holmes zu dem Leichnam von Ross gerufen wird fällt ihm ein weißes Band am Handgelenk des toten Jungen auf. Das versetzt ihm buchstäblich einen Schlag! Hat er nicht vor kurzen einen Umschlag mit seinem Namen darauf bekommen dessen Inhalt genau so ein gleiches weißes Band war? Ist er Schuld an dem Tod des Jungen? Will ihn jemand herausfordern? Er erkundigt sich bei seinem Bruder Mycroft Holmes, der eine zentrale Figur in Kabinettskreisen ist und somit über Geheimnisse des Ministeriums verfügt, über das House of Silk. Er warnt ihn dieses Thema ruhen zu lassen, sich nicht mehr einzumischen und den Fall zu vergessen. Denn seines Erachtens stecken Holmes und Watson schon jetzt genug in Schwierigkeiten… Doch Sherlock kann den Fall nicht ruhen lassen und begibt sich in große Gefahren, die ihn sogar ins Gefängnis bringen. Doch Sherlock heckt einen großartigen Plan aus und kann aus dem Gefängnis fliehen! Was sie dann bei ihren weiteren Ermittlungen entdecken ist einfach nur unglaublich grausam!...

Mein Fazit:

Dies war mein erster Sherlock Holmes Roman aber gewiss nicht mein letzter denn ich bin hellauf begeistert!

Diese Schreibweise dieser Stil einfach großartig. Diese Geschichte die einen bis zu der letzten Seite fesselt, die bis zu den letzten Seiten nicht zu viel verrät und somit das Ende so überraschend macht.

Hier noch meine zwei Lieblingszitate aus dem Buch:

Hüte dich davor, dein Gehirn mit Informationen zu überfrachten, die für deine Arbeit keinen praktischen Wert hat.

Es gibt Zeiten, glaube ich, in denen man weiß, dass man das Ziel einer langen Reise erreicht hat. Selbst wenn es noch unsichtbar ist, weiß man doch, dass es gleich hinter der nächsten Wegbiegung liegt.

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Bewertung von sabatayn76 am 22.12.2011 ***** ausgezeichnet
'Das Wild ist auf.'

Inhalt:
Dr. Watson erzählt von Ereignissen, die so schockierend waren, dass sie nach der Aufzeichnung 100 Jahre in einem Safe lagen, bevor eine Veröffentlichung gewagt werden konnte. Diese ungeheuerliche Geschichte beginnt im Jahre 1890. Edmund Carstairs, ein Kunsthändler, stellt sich bei Sherlock Holmes vor und bittet um dessen Hilfe, da er sich von einem Mann verfolgt fühlt. Er vermutet, dass es sich um Keelan O'Donaghue handelt, welcher in einen Überfall auf einen Zug in den USA verwickelt war und der vermutlich Rache für den Tod seines Zwillingsbruders sucht und aus diesem Grunde Carstairs nachstellt. Bald wird Keelan O'Donaghue erstochen in einem Hotel gefunden - doch damit fängt der Fall erst an, und Sherlock Holmes und Dr. Watson kommen einer Verschwörung auf die Spur und geraten bei ihrer Recherche selbst in gefährliche Situationen.

Mein Eindruck:
Ich habe erst ein Buch von Sir Arthur Conan Doyle gelesen und habe nicht viele Vergleichsmöglichkeiten, doch meiner Meinung nach ist Anthony Horowitz ein Roman gelungen, der tatsächlich wie ein neuer Fall von Sir Arthur Conan Doyle wirkt. Die Rahmengeschichte, dass die Ereignisse so bestürzend waren, dass sie geheimgehalten werden mussten, hat mir gefallen und wirkte sehr authentisch auf mich. Auch Horowitz' Schilderung des Viktorianischen London ist dem Autor hervorragend geglückt. Horowitz' London ist düster, atmosphärisch, nebelverhangen, von Gaslaternen erhellt, unheimlich und geheimnisvoll - genauso, wie ich mir die Stadt an der Themse im Jahre 1890 vorstelle. Der Fall selbst ist spannend und komplex, die Personen und Handlungsorte sind überzeugend und wirken lebendig. Kleinere Ungereimtheiten (z.B. die Verwendung des Begriffs 'Roboter') sind mir zwar aufgefallen, trüben das Lesevergnügen jedoch nicht.

Mein Resümee:
Macht Lust auf die Sherlock Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle und auf eine Reise nach London. Sehr zu empfehlen.

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Bewertung von bibi78 aus Gladbeck am 19.12.2011 ***** ausgezeichnet
Das Cover bringt ein sogar in die richtige Stimmung. Es passt mit seiner Schlichtheit vollkommen.

Watson schreibt nach vielen Jahren einen der aufsehenerregenden Fälle von Holmes nieder mit der Auflage, diesen erst in 100 jahre nzu veröffentlichen, da zu viel politisches Aufsehen sonst erreht werden würde. Hier ist ein guten Übergang, warum das Buch erst jetzt erscheint, zeigt aber gleichzeitig, dass der Auto keine weiteren Sherlock Holmes Romane zu schreiben vorhat.

In dem Buch geht es zuerst nur um einen heimlichen Beobachter, der ermordet wird. Diese Spur führt aber weiter eine Gheimgesellschaft, die er kurzfristig schafft Holmes ins Gefängnis zu bringen, von wo er spektakulär entkommt und die Gesellschaft enttarnt.

Meinung:

Ich finde, der Roman passt sehr gut zu den "alten" Büchern und erläutert verschiedene Besonderheiten der Arthur Conan Doyle Bücher. Es ist sehr schade, dass der Autor eigentlich bereits am Anfang zu erkennen gibt, dass keine weiteren Bücher zu erwarten sind. Hier würde ich mich mit Freude auf alle weiteren stürzen. Der Roman gibt auf jeden Fall die gleiche Stimmung wie die anderen wieder und ist definitiv der beste Nachfolger, den ich bisher gelesen habe.

Fazit: Ein unbedingtes Muss für alles Fans von Sherlock Holmes und gehört definitiv zu jeder vollständigen Sammlung. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen und meiner Buchsammlung ehrenvoll einverleiben.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 14.12.2011 ***** ausgezeichnet
„Das Geheimnis des weißen Bandes” vom Bestsellerautor Antony Horowitz, der u.a. die Drehbücher für „Inspector Barnaby“ geschrieben hat und von der Sir Arthur Conan Doyle Literary Estate zum offiziellen Nachfolger des legendären Sherlock Holmes-Erfinders gekürt wurde, ist ein kniffliger Fall, der uns einmal quer durch alle gesellschaftlichen Schichten des viktorianischen Londons im ausgehenden 19. Jahrhundert führt. Mit viel trockenem Humor und auf angenehm altmodische Art entführt uns Horowitz in die Fälle des Sherlock Holmes, dessen messerscharfe Analysen den guten Dr. Watson immer wieder aus Neue verblüffen. Dabei spielt Holmes gewichtiger Gegenspieler Dr. Moriatti ebenso eine Rolle, wie die „Irregulären”, eine Gang von Straßen- und Waisenjungs, die Holmes manchmal für ein paar Pence für sich arbeiten lässt. Horowitz' Detektivroman hält sich eng an die Vorlagen seines literarischen Vaters Sir Arthur Conan Doyle, den Erfinder der Holmes-Abenteuer, und ist dennoch ein gut konstruierter, schlau-verschlungener Fall. Der Schauspieler Johannes Steck gibt Dr. Watson, aus dessen Sicht die Story in bewährter Manier erzählt wird, eine wunderbar charismatische Stimme und macht so „Das Geheimnis des weißen Bandes” zu einem exzellenten Hörvergnügen, das dem Original in nichts nachsteht.

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