Das geheime Vermächtnis - Webb, Katherine

Katherine Webb 

Das geheime Vermächtnis

Roman. Deutsche Erstausgabe

Übersetzung: Volk, Katharina
Broschiertes Buch
 
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Das geheime Vermächtnis

"Love and crime de luxe!" -- Frauenmagazin JOY

Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit...
Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird ...


Produktinformation

  • Verlag: Diana
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 542 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 542
  • Diana-Taschenbücher Nr.35546
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 120mm x 43mm
  • Gewicht: 438g
  • ISBN-13: 9783453355460
  • ISBN-10: 3453355466
  • Best.Nr.: 32538507
"Love and crime de luxe!" -- Frauenmagazin JOY<br/><br/>"Spannung und wohliger Grusel garantiert!" -- Frauenmagain FREUNDIN<br/><br/>"'Das geheime Vermächtnis' von Katherine Webb macht süchtig." -- Frauenzeitschrift Tina Woman

"'Das geheime Vermächtnis' von Katherine Webb macht süchtig."

"Love and crime de luxe!" Frauenmagazin JOY

"'Das geheime Vermächtnis' von Katherine Webb macht süchtig."
Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und belegte an der Durham University Kurse in Geschichte. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt die Autorin jetzt in Newbury, Berkshire. Nach ihrem großen internationalen Erfolgsdebüt Das geheime Vermächtnis, ist Das Haus der vergessenen Träume ihr zweiter Roman.

Leseprobe zu "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb

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Leseprobe zu "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb

"6 (S. 276-277)

Ein Lachen von Meredith war etwas sehr Seltenes. Sogar auf dem Sommerball oder bei den Dinnerpartys, die sie manchmal gab – an denen Kinder nicht teilnehmen durften, weshalb wir uns aus den Betten schlichen, um heimlich zu lauschen –, hörte ich sie so gut wie nie lachen. Sie lächelte nur oder stieß gelegentlich einen einzelnen, befriedigten Laut tief aus ihrer Kehle hervor, wenn ihr etwas gefiel. Wie für die meisten kleinen Mädchen war lachen für mich so selbstverständlich wie atmen.

Ich weiß noch, dass ich damals dachte, Lachen sei etwas, das man irgendwie aufbrauchte, während man älter wurde – wie ein Knäuel bunter Bänder, das man in sich trug, und wenn alles abgewickelt war, dann war es damit vorbei. Doch einmal hörte ich sie lachen, und ich war wie vor den Kopf geschlagen. Nicht nur von dem Ton an sich – schrill und laut mit einem rostigen Beiklang wie von einer alten Türangel –, sondern davon, was ihn hervorgerufen hatte.

Es war ein trüber Tag, nicht lange vor Henrys Verschwinden. Eine sanfte Brise wehte. Wir saßen im Wohnmobil von Mickey und Mo, hörten Radio und spielten Rommé mit Dinny, der leichtes Fieber hatte und zu seinem großen Ärger drinnen bleiben musste. Ich versuchte, ihn nach draußen zu locken, damit wir stattdessen oben im Baumhaus spielen konnten, aber er tat, was Mo gesagt hatte. Er war gehorsamer als Beth und ich. Auf dem Platz war es still, die meisten Erwachsenen arbeiteten irgendwo.

Bettwäsche trocknete an einer Leine, die zwischen den Wagen aufgespannt war. Die Laken wogten gleichmäßig hin und her, mal durch das Wagenfenster sichtbar, dann wieder nicht. Ich konnte sie aus dem Augenwinkel sehen, während ich auf der kunstledernen Sitzbank herumrutschte und Beth im Stillen drängte, eine Vier oder einen Buben abzulegen. Deshalb bemerkte ich sie zuerst – die veränderte Aussicht vor dem Fenster.

Die Bettlaken sahen plötzlich seltsam aus, die Farbe stimmte nicht mehr, der Himmel darüber war dicht verhangen. Die Bettwäsche brannte. Ich starrte mit offenem Mund nach draußen, wie gelähmt von diesem unerwarteten Anblick. Hellgelbe und blaue Flammen rasten in seltsamen Mustern über den Stoff, kritzelten krumme Striche in verkohltem Schwarz darauf, ließen dicke Rauchwolken aufsteigen und versengten den Stoff zu dunklen Fetzen, die wie Spinnweben davongeweht wurden. Draußen schrie jemand, und Dinny stand auf und beugte sich an mir vorbei, um aus dem Fenster zu sehen.

»Schau nur!«, rief ich überflüssigerweise. »Erica! Warum hast du nichts gesagt?«, fragte Beth tadelnd, als Dinny hinauslief und wir ihm folgten. Draußen rissen zwei Frauen, die mit demselben Fieber wie Dinny im Bett gelegen hatten, die Laken von der Wäscheleine und trampelten hektisch darauf herum. Die mit Plastik ummantelte Leine war geschmolzen und heruntergefallen, wobei sie die brennenden Überreste der Bettwäsche auf dem Boden verteilt hatte, was vermutlich ein Glück war. An der Seite des Wohnmobils zeigte ein hässlicher, bräunlicher Fleck, wie nah die Flammen uns gekommen waren."

Kundenbewertungen zu "Das geheime Vermächtnis" von "Katherine Webb"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen **** sehr gut)
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(2)
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Bewertung von Bücherwurm aus Thüringen am 27.03.2012 ***** sehr gut
Hilfe, am Ende konnte ich nicht mehr aufhören
zu lesen. Die Geschichte verzwickt und unvorhersehbar.
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mich in das Buch zu finden. Später ahnte ich, dass
es kein gutes Ende finden würde und dann wollte ich endlich Wissen wie es den
einzelnen Personen und im besonderen Caroline ergehen wird.

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Bewertung von Haserl aus Bayern am 17.01.2012 ***** gut
Also am Anfang fand ich es nicht gerade gut. Es handelt sich um 2 Geschichten in zwei Zweitebenen. In der Gegenwart und Vergangenheit.Das war noch nicht wirklich schlimm

Ich legte es weg, es fehlte mir die nötige tiefe bei den Erzählungen in der Gegenwart. Ich für mich war der Ansicht, das Gefühle zum Ausdruck zu bringen oder das momentane erlebte zu umschreiben , ganz und gar gefehlt hat.

Für mich waren es nur abgehackte Sätze, mit denen ich nur schwer zurecht kam. Man könnte auch sagen sehr holprig geschrieben und nicht leicht zu lesen.

Wer den Schreibstil von Charlotte Link gewohnt ist,die sehr ausführlich und mit sehr viel Herzblut schreibt, wird sich mit diesem Buch sehr schwer tun.

Die Geschichte an und für sich gut.

Schade.... 3 Sterne von mir.

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Bewertung von Nordseekrabbe aus Hamburg am 04.01.2012 ***** ausgezeichnet
Ein Buch was gut zu lesen ist, tolle Entspannung, ich mochte das Buch nicht aus der Hand legen, sehr zu empfehlen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

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Bewertung von Cleo [ichlesehaltgern.wordpress.com/] aus Bayern am 07.12.2011 ***** ausgezeichnet
Eins vorweg: Normalerweise bin ich absolut keine Freundin von Empfehlungen à la Für alle Leser von XYZ, da ich einfach der Meinung bin, dass sich ein Thema ja gerne gleichen kann, dies aber noch lange nichts über den Schreibstil des Autors/der Autorin aussagt und der ist nun mal nicht unerheblich, ob mir ein Buch nun gefällt oder nicht.

Doch als ich gefragt wurde, ob ich Das geheime Vermächtnis lesen möchte, welches Für alle (also nicht nur ein paar! ;-) ) Leserinnen von Kate Morton sei [ich finde den Satz genial formuliert, da er alles sagt , aber nichts verspricht] musste ich, nachdem mir auch noch die Kurzbeschreibung durchgelesen hatte, einfach ja sagen.

Ich kann nur eins verraten: Ich habe es nicht bereut!

Der Aufbau und die Erzählweise ist der Kate Mortons nicht unähnlich (keine Sorge, das wird die einzige Parallele sein, die ich zwischen den beiden Büchern ziehen werde), die ich sehr mag. Erzählt wird aus zwei Perspektiven zu zwei verschiedenen Zeiten: zum Einen die Geschichte von Ericas Ur-Großmutter zur Zeit der Jahrhundertwende (19./20. Jht.) in den Staaten und England. Zum Anderen haben wir in der heutigen Zeit Erica, die die Geschehnisse in der Gegenwart schildert: sie reist zusammen mit ihrer Schwester Beth nach Storton Manor um das Erbe ihrer Großmutter anzutreten und kommt nach und nach einem Geheimnis auf die Spur, das fast 100 Jahre zurückliegt, jedoch immer noch Einfluss auf die Geschehnisse der Gegenwart hat.

Jede dieser Sequenzen umfasst ca. 20-30 Seiten und erzeugt eine Dauerspannung, die der Tatsache geschuldet ist, dass fast jede Sequenz mit einem kleinen Cliffhanger endet und die Autorin gleich den Prolog zu einem Wahnsinns-Teaser macht und dem Leser gar keine Möglichkeit gibt, als weiterlesen zu wollen. Dadurch ist frau eigentlich sofort in der Handlung gefangen und ich musste mich oft zusammenreißen, nicht ein paar Seiten zu überfliegen um zu sehen, wie es in der anderen Zeit" weiter geht... Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sehr authentisch. Katherine Webb schafft es, während des ganzen Buches für fast jeden einzelnen ein kleines Psychogramm zu erstellen, mit dem es möglich ist, die Personen nicht nur als lebendig zu empfinden, sondern sie streckenweise auch zu verstehen, so böse sie auch gewesen sein mögen und so sehr man sie verabscheut hat.

Die Grundstimmung ist bis auf wenige Ausnahmen düster und deprimierend. Man stelle sich nur ein verlassenes unbewohntes und viel zu großes Gut mitten im Winter in der englischen Pampa vor, das sowohl eine ziemlich traurige Geschichte als auch ein schreckliches Geheimnis beherbergt. Seltsamerweise hat mich das gar nicht gestört, geschweige denn bedrückt. Es hat einfach gepasst und fröhliche Stellen oder gar lustige Charaktere wäre absolut deplatziert gewesen.

Die Geschichte war toll konstruiert und am Ende fehlte es nicht an dem ein oder anderen Ach so war das!-Moment. Die Auflösung der einzelnen Stränge hat mich absolut zufrieden gestellt und das Ende hätte gar nicht anders sein können. Mit dem Titel lag der Verlag auch ganz gut (das ist man bekanntlich ja auch anders gewohnt...), da glücklicherweise vom Original-Titel The Legacy nicht allzusehr abgewichen wurde.

Ihr seht, für mich gab es nichts zu meckern und daher gibt es für mich auch nichts anderes zu tun, als zu sagen: wenn Ihr auf Familiengeheimnisse steht, nichts gegen alte Gemäuer in England habt und gerne Bücher lest, die auch mehr als 300 Seiten umfassen, dann seid Ihr hier genau richtig! Wenn Ihr dazu auch noch Fans von Kate Morton seid, dann muss ich Euch regelrecht dazu auffordern, Das geheime Vermächtnis zu lesen!

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Bewertung von Kleeblatt aus Berlin am 29.09.2011 ***** sehr gut
Die Schwestern Beth und Erica erben, nachdem ihre Mutter und Onkel enterbt wurden, das Herrschaftshaus "Storton Manor". Die einzige Bedingung ist, dass sie dort zusammen wohnen sollen. Beth, geschieden und allein erziehende Mutter sträubt sich dagegen, nur ihrer Schwester Erica zuliebe lässt sie sich darauf ein, wenigstens Weihnachten dort zu verbringen, um die Sachen zu sichten.
Zuviel ist dort in Storton Manor in der Vergangenheit geschehen, auch Geschehnisse, die Beth und Erica unmittelbar betreffen, denn während eines Urlaubes dort verschwand ihr Cousin Henry. Zu dieser Zeit waren die Geschwister 8 und 12 Jahre alt, Beth hat die Ereignisse nie verwinden können, Erica hingegen kann sich an nichts erinnern und will dem Geheimnis um das Verschwinden von Henry endlich auf die Spur kommen.
Beim Sichten der Papiere stösst Erica auf alte Briefe und Fotos, die noch aus der Zeit sind, als ihre Urgroßmutter dort im Haus wohnte. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Foto, auf dem Caroline mit einem Baby abgelichtet ist? Das Foto ist vor der Hochzeit mit ihrem Urgroßvater gemacht worden und wer ist das Baby?

Der Roman gliedert sich auf in 3 Zeitstränge. Im Jahr 1902 erlebt der Leser wie Caroline sich für die Liebe mit Corin entscheidet und ihre herrschsüchtige Tante Bathilda sich von ihr abwendet, weil dieser nur ein einfacher Farmer im Westen Amerikas ist. Ihr Leben auf der Farm und die weiteren Ereignisse dort sind der Grundstein, warum Caroline der Mensch wird, den die Geschwister Erica und Beth noch kennenlernten. Sie wurde eine böse, alte, verbitterte Frau, die über 100 Jahre wurde und die von ihrem begangenen Unrecht ihr Leben lang geplagt wurde.
Das nächste einschneidende Ereignis findet sich in den 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts, um die Zeit sind Erica und Beth 8 und 12 Jahre alt. Sie verbringen ihre Urlaube mit ihren Eltern auf Storton Manor, wo noch die ebenfalls verbitterte Maribeth lebt. Sie ist die Tochter von Caroline und die Großmutter der beiden Mädchen. Dort verschwindet während eines Aufenthaltes ihr ebenfalls 12-jähriger Cousin spurlos. Auch nach Jahren wurde nie eine Spur gefunden oder ein Hinweis darauf, was mit ihm passiert sein könnte.
Die 3. Zeitschiene führt die Geschwister in der Gegenwart nach Storton Manor, das sie beide geerbt haben, unter der Bedingung, dass sie dort zusammen wohnen.
Aufgrund der gefundenen Briefe, Fotos und der Begegnung mit ihrem alten Jugendfreund Dinny fügen sich die 3 Zeitschienen zusammen und ergeben für alles einen Sinn.

Der Schreibstil war insgesamt flüssig, wenn auch zwischendurch stellenweise etwas zäh. Zum Ende hin wurde das Tempo noch einmal richtig angezogen, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Im ganzen ein wirklich fesselnder Roman, der bis zum Schluss mit der Auflösung des Rätsels um Henry wartet.
Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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