Quelle: Wikipedia. Seiten: 126. Kapitel: Katzenschrei-Syndrom,
Autismus, Erbkrankheit, Siamesische Zwillinge, Blindheit,
Stummheit, Körperbehinderung, Asperger-Syndrom, Down-Syndrom,
Geistige Behinderung, Fetales Alkoholsyndrom, Querschnittlähmung,
Pätau-Syndrom, Edwards-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, Infantile
Zerebralparese, Angelman-Syndrom, Lernbehinderung,
Williams-Beuren-Syndrom, Spina bifida, Einäugigkeit,
De-Grouchy-Syndrom, Tuberöse Sklerose, Smith-Lemli-Opitz-Syndrom,
Trisomie 9, Hydrocephalus, Schwerstbehinderung, Arthrogryposis
multiplex congenita, Pallister-Killian-Syndrom, Trisomie 8,
Pierre-Robin-Sequenz, Joubert-Syndrom, Holoprosencephalie, Trisomie
14, Minderwuchs, Cornelia-de-Lange-Syndrom, Mukopolysaccharidose,
Fetales Tabaksyndrom, Laurence-Moon-Biedl-Bardet-Syndrom,
Fraser-Syndrom, Verstümmelung, Thanatophore Dysplasie, Trisomie 3,
Lissenzephalie, Embryopathie, Trisomie 15, Susac-Syndrom, Trisomie
16, Tetraplegie, Cohen-Syndrom, Periventrikuläre
Leukomalazie,
Corpus-callosum-Agenesie, Triple-X-Syndrom, Trisomie 22, Trisomie
12, Pallister-W-Syndrom, Dandy-Walker-Fehlbildung, Trisomie 10,
Hallermann-Streiff-Syndrom, VACTERL-Assoziation,
Mehrfachbehinderung, Pitt-Hopkins-Syndrom, Sinnesbehinderung,
Sprachbehinderung, Multi-Dysfunktionalität. Auszug: Autismus (v.
gr. selbst ) wird von der Weltgesundheitsorganisation als eine
tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert. Sie wird von
Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine
angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und
Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich
schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und
Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden
Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in
sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype
Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit,
Gedächtnis und Intelligenz zeigt. In den aktuellen
Diagnosekriterien wird zwischen frühkindlichem Autismus
(Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, das sich
oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Viele
Ärzte vermuten jedoch mittlerweile ein Autismusspektrum
(Autismusspektrums-Störung), das verschiedene Schweregrade kennt.
Ein autistischer Junge und von ihm angeordnete GegenständeDie
Symptome und die individuellen Ausprägungen des Autismus sind
vielfältig, sie können von leichten Verhaltensproblemen an der
Grenze zur Unauffälligkeit (etwa als Schüchternheit verkannt) bis
zur schweren geistigen Behinderung reichen. Allen autistischen
Behinderungen sind Beeinträchtigungen des Sozialverhaltens
gemeinsam: Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu sprechen (etwa
wegen eintöniger Prosodie), Gesagtes richtig zu interpretieren,
Mimik und Körpersprache einzusetzen und zu verstehen.
Kernsymptomatik bei autistischen Behinderungen ist vorrangig die
Schwierigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren (1. und 2.
Diagnosekriterium). Alternativ werden stereotype oder
ritualisierende Verhaltensweisen (3. Diagnosekriterium) bei allen
autistischen Behinderungen als Kernsymptomatik erforscht.
Autistische Menschen zeigen grundlegende Unterschiede gegenüber
nicht-autistischen Menschen in der Verarbeitung von
Sinneseindrücken und in der Art ihrer Wah