Alles über den Zauberer von Oz - Baum, Lyman Frank
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Der Zauberer von Oz ist die Krönung des amerikanischen Märchens. Als Dorothy und Toto zum ersten Mal die gelbe Pflasterstraße entlanggingen, konnten sie nicht ahnen, daß ihre Geschichte ein Phänomen werden sollte, daß die Kinder und Erwachsenen bis auf den heutigen Tag in den Bann ziehen würde. Alles über den Zauberer von Oz präsentiert die Originalgeschichte, die in diesem Buch anhand der Ausgabe von 1900 reproduziert wird. Hearns unterhaltsame Randbemerkungen, die das Resultat von mehr als drei Jahrzehnten Recherche darstellen, lassen alle wichtigen zeitgenössischen Äußerungen zum Oz z…mehr

Produktbeschreibung

Der Zauberer von Oz ist die Krönung des amerikanischen Märchens. Als Dorothy und Toto zum ersten Mal die gelbe Pflasterstraße entlanggingen, konnten sie nicht ahnen, daß ihre Geschichte ein Phänomen werden sollte, daß die Kinder und Erwachsenen bis auf den heutigen Tag in den Bann ziehen würde.

Alles über den Zauberer von Oz präsentiert die Originalgeschichte, die in diesem Buch anhand der Ausgabe von 1900 reproduziert wird. Hearns unterhaltsame Randbemerkungen, die das Resultat von mehr als drei Jahrzehnten Recherche darstellen, lassen alle wichtigen zeitgenössischen Äußerungen zum Oz zu Wort kommen, würdigen sämtliche Deutungen des Textes und porträtieren die berühmten Helden in ihrer ganzen Vielschichtigkeit.

Alles über den Zauber von Oz von M.P. Hearn erzählt darüber hinaus die unendliche Geschichte von Amerikas Oz-Begeisterung vom beliebten Kinderbuch zum Filmklassiker (MGM 1939) bis zum Broadway-Hit The Wiz (1974).
  • Produktdetails
  • Verlag: Europa Verlag
  • Seitenzahl: 352
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. CII, 352 S. m. Fotos u. zahlr. z. Tl. farb. Illustr. v. W. W. Denslow, 24 Farbtaf.
  • Deutsch
  • Abmessung: 259mm x 225mm x 35mm
  • Gewicht: 1473g
  • ISBN-13: 9783203755502
  • ISBN-10: 3203755505
  • Best.Nr.: 11326851

Autorenporträt

Lyman Fr. Baum, 1856-1919, wuchs im Staat New York auf. Mit 'Der Zauberer von Oz' gelang ihm 1900 der literarische Durchbruch. Neben Fortsetzungsbänden schrieb Lyman Frank Baum weitere Bücher unter verschiedenen Pseudonymen.

Rezensionen

Besprechung von 05.06.2010
Dorothys Haar? Schwarz wie die gefiederten Affen

L. Frank Baums "Zauberer von Oz" ist ein eher mäßiges Buch, aber eine Fundgrube für Illustratoren. Auch Lisbeth Zwerger hat sich seiner angenommen.

Es muss nicht mehr verkündet werden, dass Lisbeth Zwerger zu den ganz großen Kinderbuchillustratoren gehört. Das haben schon viele gesagt und ihr die entsprechenden Auszeichnungen verliehen - allen voran die Hans-Christian-Andersen-Medaille für ihr Lebenswerk, was in der Kinderbuchwelt ungefähr dem Nobelpreis entspricht.

Schon etwas schwieriger ist es, genau zu artikulieren, worin die Größe von Zwergers traumhaft zarten Bildern besteht. Die überarbeitete Neuausgabe ihres Klassikers "Der Zauberer von Oz" führt die Zwergersche Magie besonders klar vor Augen.

Wer würde beim Gedanken an L. Frank Baums "Oz", jenes Buch, das die Reise der kleinen Dorothy durch ein phantastisches Land beschreibt, mit Hexen, Fabelwesen und einem Scharlatan, der sich als Zauberer ausgibt - wer also würde hier nicht sofort von Visionen einer bezopften Judy Garland im blau-weiß karierten Kleid aus dem Film "Das zauberhafte Land" von 1939 heimgesucht? Die Schauspielerin hat es geschafft, in unserer Vorstellung sogar die zu Ikonen erhobenen Illustrationen von William Wallace Denslow in der Erstausgabe von 1900 zu verdrängen. Nun aber kommt Zwerger mit ihrer Magie der Aussparung. Und, tatsächlich: der Film verpufft.

Schon der Einband versetzt uns in eine völli andere Welt. Er zeigt, wie die Vogelscheuche und der blecherne Holzfäller ihre schlafende Freundin Dorothy mit deren Hund Toto im Schoß durch das tödliche Mohnfeld tragen. Verschwunden ist das dümmliche Grinsen der im Gleichschritt marschierenden Denslow-Karikaturen. Zwergers dicke, mitternachtsblaue Vogelscheuche und ihr blecherner Mitstreiter scheinen von ihrer eigenen Fürsorglichkeit verblüfft, wie sie da mit der schlafenden Dorothy etwas ratlos durch mannnshohen verführerisch roten Mohn eilen, an prallreifen weißen Mohnfruchtkörpern vorbei, die einen leichten Tod versprechen. Zwergers Bild ist eine Symphonie aus Grau und Blau, die vom Mohn in tödlichem Rot und Weiß rhythmisiert wird.

Plötzlich ist der "Zauberer von Oz" ein Buch, das wir lesen wollen, weil es symbolisch dicht und geheimnisvoll scheint. Kühe wirbeln durch die Luft mit baumelndem Euter; die Mauskönigin in Weiß mit schwarzen Polkatupfen trägt einen Goldring mit Rubinen an ihrem kahlen Schwanz, und Dorothy ist nicht engelhaft blond, sondern hat einen schwarzen Bubikopf, schwarz wie das Gefieder der fliegenden Affen, auf deren Flügeln sich das Muster am Saum von Dorothys weißem Kleid wiederholt.

Zwergers Zauberpinsel und -stifte schaffen Tiefe und suggerieren Bezüge, von denen wir leider wissen, dass der Text, auch in der sehr schönen Übersetzung von Alfred Könner, sie nicht ganz einlösen kann. Halten wir uns an die Bilder.

SUSANNE KLINGENSTEIN

L. Frank Baum: "Der Zauberer von Oz". Mit Bildern von Lisbeth Zwerger. Aus dem Englischen von Alfred Könner. NordSüd-Verlag, Zürich 2009. 160 S., geb., 22,80 [Euro]. Ab 6 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Tilman Spreckelsen freut sich an diesem Prachtband, und schwelgt besonders in den Originalillustrationen W.W. Denslows. Auch begeistern ihn Skizzen und seltene Fotos rund um Autor Frank Baum und sein berühmtes Buch. Löblich findet der Rezensent auch die üppigen Informationen: auf eine Seite Text sieht er manchmal drei Seiten eng gedruckt Bemerkungen kommen, die ihm die Früchte jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Stoff präsentieren. Ärgerlich findet Spreckelsen ein paar ganz offensichtliche Nachlässigkeiten des Buches, zum Beispiel dass gleich auf der ersten Seite Baum Geburtstag mit seinem Todesjahr verwechselt wird und dass es nicht frei "von entstellenden Druckfehlern" ist.

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