Goldfrauen - Beinßen, Jan

Jan Beinßen 

Goldfrauen

Kriminalroman

Broschiertes Buch
 
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Goldfrauen

Die Nürnberger Antiquitätenhändlerin Gabriele Doberstein bekommt Besuch von einer Journalistin, die sie für den Stadtanzeiger interviewen will. Doch allem Anschein nach interessiert sich die Frau viel mehr für einen alten Biedermeiersekretär. Ebenso wie ein Geschäftsmann, der ein paar Tage später auftaucht. Als in derselben Nacht in den Laden eingebrochen wird, schwant Gabriele nichts Gutes. Zusammen mit ihrer Freundin Sina nimmt sie den Sekretär genauer unter die Lupe - und wird fündig. Unter einer Schublade entdecken die Frauen einen Umschlag mit geheimen Dokumenten, die in das Berlin der Vorwende-Zeit weisen ...


Produktinformation

  • Verlag: Gmeiner
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 272 S.
  • Seitenzahl: 272
  • Gmeiner Original
  • Best.Nr. des Verlages: 1097
  • Deutsch
  • Abmessung: 198mm x 121mm x 25mm
  • Gewicht: 301g
  • ISBN-13: 9783839210970
  • ISBN-10: 3839210976
  • Best.Nr.: 29738433
Jan Beinßen, Jg. 1965, lebt in Nürnberg. Er hat zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht.

Leseprobe zu "Goldfrauen"

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Leseprobe zu "Goldfrauen" von Jan Beinßen

26 (S. 219-220)

Der Nachmittag war bereits fortgeschritten, als Sina zu Hause eintraf. Niedergeschlagen und müde, wie sie war, entschloss sie sich dazu, ihren Rechenschaftsbericht bei Gabi auf später zu verschieben. Sie hatte keine Lust zum Telefonieren und auch nicht dazu, sich von ihrer Freundin Unzulänglichkeit als Kundschafterin vorwerfen zu lassen. Am liebsten wollte Sina jetzt nur eines – nichts tun! Einfach nur dasitzen und ihren Gedanken freien Lauf lassen. Sie brauchte eine Pause und geistigen Abstand zu den Dingen, die sie belasteten. Hatte Cornelia Probst bei ihren Recherchen auch manchmal so empfunden?

Sina fragte sich, ob die Journalistin angesichts schleppender Fortschritte bei ihrer Story ab und zu daran gedacht hatte, die Flinte ins Korn zu werfen. Dass sie Teile ihrer Aufzeichnungen in Gabrieles Sekretär verstaut hatte, sprach zumindest dafür. Vielleicht hatte Cornelia Probst vorgehabt, den Fall für eine Weile ruhen zu lassen. Um einer Bedrohung zu entgehen, sich einige Tage aus der Schusslinie zu bringen oder um sich aus der Sache auszuklinken. Womöglich.

Sina versuchte sich in die Gedankenwelt der Journalistin einzufinden. Versuchte, deren letzten Tage nachvollziehen zu können. Dabei kamen ihr die Eindrücke von ihrem vergeblichen Versuch in den Sinn, Cornelia Probst in ihrem Haus aufzusuchen. Sina stellte sich das Gebäude vor, den Garten. Dann dachte sie an die Garage, in der das Auto der Journalistin geparkt war. Mit diesem Wagen war Cornelia Probst vermutlich zu ihren Reportagen gefahren.

Er war stark verschmutzt gewesen, erinnerte sich Sina. Bei welchem Anlass das Auto wohl so dreckig geworden war? Um zur Akademie zu fahren, hatte Cornelia Probst weder Feldwege noch unbefestigte Seitenstraßen befahren müssen. Soweit Sina wusste, lag auch keine größere Baustelle auf dem Weg dorthin. Woher stammten also die Schlammspritzer? Sina spürte, dass sie diese Frage mehr beschäftigte, als es eigentlich gerechtfertigt sein sollte.

Doch sie fühlte instinktiv, dass sie auf etwas gestoßen war. Sie wusste nur noch nicht genau, was es war. Also noch einmal ganz langsam und systematisch, zwang sich Sina zur Konzentration: Cornelia Probst ist einer heißen Story auf der Spur. Sie stellt Nachforschungen im Umfeld der Akademie an. Ihr Auto ist daraufhin mit Schmutz übersät. Sina rief sich die Einzelheiten ihrer Beobachtungen in Erinnerung. Was genau waren das für Verunreinigungen gewesen? Es war ein humusartiger Dreck, Erde mit vergammeltem Laub und Kiefernnadeln – Waldboded ...

Kundenbewertungen zu "Goldfrauen" von "Jan Beinßen"

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Bewertung von ConnyM aus Mittelfranken am 10.08.2010 ***** ausgezeichnet
Nachdem mir der erste Teil der Trilogie mit Sina Rubov und Gabriele Doberstein schon sehr gut gefallen hatte, war ich auf „Goldfrauen“ schon sehr gespannt. Und ich war von Anfang an wieder voll mit bei ihren „Ermittlungen“ dabei, ob sie jetzt in Nürnberg oder kurzzeitig in Berlin waren.
Der Autor versteht es, mich zu fesseln und zu faszinieren. Wahrscheinlich liegt es auch an der heimatlichen „Nähe“ zu Nürnberg.
Sein Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. „Goldfrauen“ wurde in der auktorialen Perspektive geschrieben, sodass ich immer über alles Bescheid wusste.
Das Buch ist in längere und kürzere Kapitel unterteilt, die nochmals durch Abschnitte gegliedert sind. Ich hätte so jederzeit eine Pause einlegen können.

Zur Inhaltsangabe der Buchrückseite will ich gar nicht mehr sagen. Es entwickelt sich ein spannender Kriminalroman, der von Nürnberg nach Berlin und per Flugzeug wieder zurück nach Nürnberg führt.
Gabriele und Sina haben dabei einige Abenteuer zu überstehen, die ab und zu auch lebensgefährlich werden.

Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Teil der Trilogie, „Feuerfrauen“, gelesen zu haben, denn der Autor schildert die Protagonisten und Figuren sehr „lebendig“.
Immer mal wieder wird auf die Geschehnisse des ersten Bandes, die sich auf der Insel Usedom zugetragen haben, Bezug genommen. Ebenso bringt Herr Beinßen den Fotografen Paul Flemming, der in seiner anderen Krimireihe ermittelt, mit in die Handlung ein.

Das Werk hat mir persönlich noch besser gefallen als der erste Teil, denn der Schriftsteller beschreibt die Örtlichkeiten sowie die Charaktere sehr genau und detailreich. Ein gewisses Maß an Lokalkolorit ist vorhanden, was aber auch Ortsunkundige nicht vom Lesen abhalten sollte, denn die Geschichte spielt in den frühen 90-er Jahren, wie ich von Herrn Beinßen selbst erfahren habe.


Fazit:
Ich gebe diesem Kriminalroman fünf von fünf Sternen mit einem Extrastern.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, „Goldfrauen“ zu lesen. Voller Vorfreude erwarte ich den dritten Teil, „Todesfrauen“, der leider erst im Sommer 2011 erscheinen wird, wie ich auf der Homepage des Autors lesen konnte.


„Feuerfrauen“, erschienen 8. Februar 2010
„Goldfrauen“, erschienen 12. Juli 2010
„Todesfrauen“, erscheint ab Juli 2011

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