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Benutzername: ConnyM
Wohnort: Mittelfranken
Über mich:
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 02.10.2011
Mein wirst du bleiben
Busch, Petra

Mein wirst du bleiben


ausgezeichnet

Dies war das zweite Buch von Petra Busch und der zweite Fall Moritz Ehrlinspiels, das ich gelesen habe. Da mich ihr Krimidebüt schon fasziniert hat, war ich natürlich äußerst gespannt auf den nächsten Fall, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken erzählt schon einiges, aber um mehr zu erfahren, kann ich nur empfehlen, das Buch zu lesen.
Die Autorin verstand es vortrefflich, durch ihre wunderschöne und bildhafte Sprache, mich in ihren Bann zu ziehen. Mehrmals musste ich Passagen laut lesen, weil sie so wundervoll geschrieben waren.
In diesem zweiten Teil entwickelt sich auch das Leben des Protagonisten und die Liebe zu Hanna Brock und seinen beiden Katern weiter, was ich besonders schön fand. Diese „Nebengeschichten“ machen ein Werk für mich noch lesenswerter, weswegen ich auch empfehle, die Reihenfolge unbedingt einzuhalten.

Auch hier beschreibt Frau Busch wieder eine Geschichte, einen Krimi, der schon nahe an einen Psychothriller heranreicht.
Das Geschehen um Miriam ist erschreckend und faszinierend zugleich. Am liebsten hätte ich der armen Frau helfen wollen, denn sie hat bestimmt schon sehr viel in ihrem Leben mitgemacht.
Diese Erlebnisse hat die Schriftstellerin außerordentlich gut recherchiert, und wieder kommt die Psychiatrie in Emmendingen vor, ein weiterer roter Faden.

Ich bin jetzt schon sehr auf einen dritten Fall des Hauptkommissars und seines Teams gespannt.

Ich gebe „Mein wirst du bleiben“ fünf von fünf Sternen, ein herausragender Psychokrimi Petra Buschs.


Fazit:
Ein bemerkenswerter zweiter (Fortsetzungs-)Krimi der Autorin. Besonders lesenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2011
Kainszeichen
Fink, Sabine

Kainszeichen


ausgezeichnet

Durch die Inhaltsangabe und den Handlungsort wurde ich auf diesen Regionalkrimi aufmerksam. Da ich selbst in der Nähe von Erlangen wohne, war ich schon sehr gespannt auf das Werk von Sabine Fink.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Zur Inhaltszusammenfassung auf der Buchinnenseite möchte ich nicht mehr viel sagen. Der Krimi ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die sich durch Vergangenheitsform und Gegenwartsform unterscheiden, wobei die Haupthandlung in der Vergangenheit, 2006, spielt.
Mikes Tod geschieht gleich am Anfang. Und dann tritt Chrissy auf den Plan, forscht ihm hinterher und macht unglaubliche Entdeckungen. Manch einer mag vielleicht die ausführliche Beschreibung von Chrissys Leben etwas viel finden, aber für mich war das gerade richtig.
Die Autorin hat einen lebhaften und detaillierten Schreibstil, der sich für mich äußerst flüssig hat lesen lassen. Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen, was ich zwischendrin schade fand, denn so hatte ich den Krimi sehr schnell beendet.

Die Örtlichkeiten konnte ich als Ortskundige sehr gut nachvollziehen. Ebenso waren die verschiedenen Szenen bildhaft beschrieben. Ich befand mich praktisch mitten im Geschehen. Manchmal kamen sogar Erinnerungen in mir hoch, zum Beispiel als die Handlung in der Uniklinik spielte.

Zum Schluss kam es zum großen Finale. Die Verwirrungen, denen ich immer wieder erlag, wer wohl der Täter und Brandleger war, hat die Schriftstellerin zu meiner vollsten Zufriedenheit aufgelöst.
Auch kann ich jetzt den Titel des Buches verstehen. Diese Lösung werde ich aber hier nicht verraten.


Fazit:
Ein Franken-Krimi, den ich uneingeschränkt empfehle. Ich vergebe fünf von fünf Sternen.
Ich würde mich freuen, noch mehr von Sabine Fink lesen zu können.

Bewertung vom 09.09.2011
Todesfrauen
Beinßen, Jan

Todesfrauen


sehr gut

Das Cover zeigt einen langen Gang, in den Licht von einer Seite dringt. Das Haus scheint verfallen zu sein.
Der Inhaltsangabe des Verlags ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, ohne dass ich zu viel verraten würde. Auch dieses Mal nimmt das Schicksal seinen Lauf und Gabriele und Sina werden in gefährliche Abenteuer verwickelt. Die sogenannte „Falle“ entpuppt sich als Psychofolter zusammen mit biologischen Waffen. Aber mehr möchte ich wirklich nicht über den Inhalt preisgeben.
Wieder einmal hat der Autor mich animiert, noch ein bisschen weiter in der amerikanischen Geschichte zu stöbern.

Dieser Krimi hat mir einen großen Lesegenuss bereitet. Die Spannung war fast greifbar und es fiel mir unendlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Herr Beinßen hat einen flüssigen Schreibstil, und durch die abschnittsweisen Wechsel zwischen den verschiedenen Figuren und Protagonisten wurde die Dramatik noch verstärkt.
Die Charaktere und die Umgebung, zum Beispiel Nürnberg und Grafenwöhr, sowie die verschiedenen Szenen, die ich jetzt nicht näher erläutern möchte, sind sehr bildhaft und detailliert beschrieben.
Auch habe ich nähere Erklärungen zu den Figuren und ihren Beziehungen untereinander erhalten.
Den Band kann man als eigenständiges Werk lesen, dennoch gibt es immer wieder Rückblenden auf die vorhergehenden Fälle in „Feuerfrauen“ und „Goldfrauen“. Ich empfehle daher, die Trilogie von Anfang an zu lesen. So ist auch der Schluss erklärbar, wie und warum die Antiquitätenhändlerin immer wieder mit ihrer Freundin in dubiose Abenteuer verwickelt wurde.

Ich gebe dem letzten Teil der Feuerfrauentrilogie vier von fünf Sternen. Meiner Ansicht nach hätte das Buch ruhig ein paar Seiten mehr haben können.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Trilogie. Ich hätte gut und gerne noch weitere Abenteuer mit Gabriele Doberstein und Sina Rubov lesen können.
Jetzt freue ich mich auf kommende Werke des Autors.

Bewertung vom 03.07.2011
Zeitbombe / Lenz' achter Fall
Gibert, Matthias P.

Zeitbombe / Lenz' achter Fall


ausgezeichnet

Mehr als die Buchrückseite über den Inhalt verrät, möchte ich auch nicht sagen. Vielleicht ist noch anzumerken, dass es sich bei dem Täter von vor 20 Jahren um einen jetzt freigelassenen Häftling handelt, der nach der aktuellen Lage aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurde. Er steht nun unter 24stündiger Polizeibeobachtung.

Dies war mein fünfter Kriminalroman von Matthias P. Gibert. Dieses Buch kann man als Quereinsteiger in die Serie gut lesen. Die Protagonisten werden wieder sehr gut vorgestellt, und auch die übrigen Figuren, wie zum Beispiel Lenz‘ Freundin, werden gut eingeführt. Ich wäre prima zurechtgekommen, wenn ich die Serie erst mit diesem Teil begonnen hätte.

Der Autor hat hier Topaktuelles (Sicherungsverwahrung) mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert. Ich empfand dauerhaft eine Dramatik, die mich so gefesselt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil war ebenfalls so flüssig, dass ich immerzu weiterlesen „musste“.
Auch die Nebenhandlung mit Lenz‘ Freundin Maria hatte aufregende Momente. Da bin ich sehr auf die weitere Entwicklung gespannt.


Fazit:
Wieder ein äußerst spannendes Werk aus der Feder von Matthias P. Gibert, dem ich fünf von fünf Sternen und eine hundertprozentige Leseempfehlung gebe. Ein richtiger Pageturner!
Den Schriftsteller kann ich uneingeschränkt empfehlen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.05.2011
Mainfall
Wölm, Dieter

Mainfall


gut

Die Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches und die Tatsache, dass der Krimi in meiner weiteren Umgebung spielt, haben mich neugierig auf diesen Roman gemacht.

Der Protagonist und die übrigen Figuren, die sehr zahlreich auftreten, wurden äußerst ausführlich beschrieben. Ebenso die Umstände und Orte, sodass ich alles hautnah miterleben konnte. Manchmal war mir aber diese Genauigkeit etwas zu viel. Weniger wäre hier mehr gewesen, denn dadurch verlor sich die Spannung für mich persönlich. Die wenigen dramatischen Passagen, die vorkamen, machen keinen Krimi für mich aus.
Den tierischen Protagonisten, den Rauhaardackel „Oskar“, habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Auch er musste einige Abenteuer überstehen.

Ebenso waren die wechselnden Schauplätze, an denen der Roman handelt, etwas zu viele. Zwischendrin kam es mir so vor, als läse ich einen Reisebericht bzw. einen Stadtführer.

Und der letzte Teil stellte sich für mich wie ein Märchen oder ein Abenteuerroman dar.
Der „Fall“ wurde zwar zufriedenstellend aufgelöst, aber dadurch, dass der Autor so viele verschiedene Aspekte mit verwob, hätte man in meinen Augen gut und gerne drei verschiedene Werke daraus machen können.


Fazit:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich zwar gut unterhalten wurde, meine Erwartungen an einen Regionalkrimi sich aber nicht erfüllt haben.
Da dies das Erstlingswerk von Herrn Wölm war, werde ich ihm noch eine zweite Gelegenheit geben, mich zu überzeugen.

Ich vergebe drei Sterne von fünf.

Bewertung vom 07.04.2011
Glückskekssommer
Hohlfeld, Kerstin

Glückskekssommer


ausgezeichnet

Dieses Werk ist das Debüt von Kerstin Hohlfeld
Obwohl ich sonst ein anderes Genre bevorzuge und lese, hat es mich dennoch in seinen Bann gezogen und von dieser Art des Romans überzeugt.
Zu dem Buch bin ich durch sein fröhliches blau-gelbes Cover mit der Pusteblume auf der Vorderseite und den heiteren Titel aufmerksam geworden. Der Klappentext hat dann sein Übriges getan und ich wollte „Glückskekssommer“ unbedingt lesen.

Dieser Frauenroman hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Durch die Ichform, in der er geschrieben ist, konnte ich quasi durch die Augen der Rosa blicken und ihre Welt für ein paar Wochen und Monate erleben.
Die Protagonistin Rosa und die übrigen Figuren, wie zum Beispiel Lila, Basti, Vicky, Margret usw., sind lebendig und farbenfroh geschildert. Die einzelnen Kapitel sind mit „Glückskeks 1“ bis „Glückskeks 15“ und einem dazugehörenden Spruch der in dem jeweiligen Abschnitt eine Rolle spielt, überschrieben.

Der Klappentext erzählt nur den Anfang der Geschichte. Im Roman erfährt Rosa mit ihrer Cousine Lila viel mehr, bei Arbeitslosigkeit angefangen, Eifersucht, Liebe und Freundschaft zum Beispiel. Die beiden erleben einen Sommer mit Höhen und vor allem Tiefen, die durch die Glückskekssprüche angeblich vorhergesagt werden. Mehr möchte ich aber nicht dazu verraten.
Die zwischenmenschliche Freundschaft wird in diesem Buch besonders hervorgehoben.
Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen und werde mir die Autorin merken. Ich hoffe, sie schreibt noch weitere Romane dieser Art.


Fazit:
Ein modernes Märchen, das so auch in der Realität geschehen könnte.
Ich vergebe fünf von fünf Sternen für eine wunderbare Unterhaltung.

Bewertung vom 28.03.2011
Inselbeichte
Pelte, Reinhard

Inselbeichte


weniger gut

Dies war der dritte Fall von Kriminalrat Tomas Jung, der bei der Flensburger Polizei unaufgeklärte Fälle bearbeitet. Diesmal sollte er das Verschwinden eines Mädchens aufklären, das schon elf Jahre her ist.

Die Inhaltsangabe des Verlages versprach mir einen spannenden Krimi. So habe ich gehofft, dass dieser Band wieder dramatischer wird als sein Vorgänger „Kielwasser“, aber auch hier wurde ich enttäuscht.
Der Autor hat eine sehr ausführliche und erklärende Erzählweise, sodass bei mir keine Spannung aufkam.
Der Protagonist, der zum Oberkriminalrat befördert wird, und die Figuren sowie die Begleitumstände werden sehr detailliert dargestellt, was ich eigentlich mag, aber hier war es mir zu viel.
Das Buch hat sich zwar flüssig lesen lassen, aber die fehlende Dramatik hat mich immer wieder stocken lassen.
Auch die Aufklärung des Falles ging mir persönlich zu schnell. Es war zwar einleuchtend und nachvollziehbar, aber eben zu „einfach“. Leider kann ich nicht näher darauf eingehen, sonst würde ich in der Rezension zu viel verraten.


Fazit:
Ich gebe diesem Werk zwei von fünf Sternen und überlege mir, weitere Fälle von Tomas Jung zu lesen.

Bewertung vom 07.03.2011
Rechtsdruck / Lenz' siebter Fall
Gibert, Matthias P.

Rechtsdruck / Lenz' siebter Fall


ausgezeichnet

Auf diesen Kriminalroman von Herrn Gibert habe ich ganz sehnsüchtig gewartet. Und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht!
Der Autor verwebt aktuelle Ereignisse, wie die Migrationsproblematik, mit brisantem politischem Material. Arbeitslosigkeit wird genauso angesprochen wie Kommunalpolitik, Rechtsnationalismus, Homosexualität und der Islam.

Zur Inhaltsangabe auf der Buchrückseite möchte ich gar nicht viel mehr sagen, als dass es sich lohnt, diesen Krimi, den ich schon zu den Politthrillern zählen würde, zu lesen.
Am Anfang war ich von den verschiedenen Handlungssträngen schon fast überwältigt. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich ein Gesamtbild ergeben.
Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen, so sehr hat mich alles beschäftigt.

Sehr schön und erheiternd fand ich den kleinen Ausflug in Paul Lenz‘ und Thilo Hains Privatleben. Ich hoffe wirklich sehr, von diesem Ermittlergespann noch viel zu lesen, auch Privates.

Wieder einmal hat Herr Gibert seine Protagonisten, Figuren und die Umwelt, sei es im Krankenhaus, auf der Autobahn oder in Kassel selbst, genauestens beschrieben. Gerade die Szenen im Krankenhaus sind greifbar, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.
Irgendwann einmal werde ich mich nach Kassel auf Lenz‘ Spuren begeben.

Zum Schluss haben sich alle Verwicklungen sehr schön aufgelöst. Der Autor hat ein paar Zufälle mit einfließen lassen, aber „Kommissar Zufall“ soll ja auch in der Realität eine große Rolle spielen.


Fazit:
Ein aktueller Politthriller, den ich jedem nur empfehlen kann. Ich könnte mir die Bücher von Herrn Gibert auch sehr gut verfilmt vorstellen.
Ich gebe die volle Punktzahl: fünf Sterne