Eine brillante und provokante Großstadtsatire im Berlin der frühen
30er Jahre jetzt in der Jubiläums Edition.
Berlin zu Beginn der 30er Jahre: Jakob Fabian streift durch seine
Stadt. In möblierten Zimmern, Bars und gewissen Etablissements mit
den dazugehörigen Damen entdeckt er die Liebe und die Verlogenheit
der Menschen. Am Beispiel des arbeitslosen Germanisten Fabian
beschreibt Erich Kästner bissig und schonungslos den Untergang der
Weimarer Republik und ihrer politischen und gesellschaftlichen
Ideale. Die Welt steht kopf, moralische Normen haben ihre
Gültigkeit verloren, politische Extreme befehden einander - und
inmitten dieses Durcheinanders steht Fabian, der Moralist, als
Beobachter und studiert das Leben.
»Verrohung der Welt, Kälte der Gesellschaft, Trägheit der Menschen, dies alles spiegelt sich im meisterhaften und zeitlos aktuellen Roman des großen Moralisten und Humanisten Erich Kästner. Dass sein >Fabian< trotz alledem nicht aufgibt, ist in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft begründet.« Standpunkte März 2008
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. "Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug." (Marcel Reich-Ranicki)
2 Marktplatz-Angebote für "Fabian, Jubiläumsausgabe" ab EUR 6,50
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