Die fetten Jahre sind vorbei, 1 DVD
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Die fetten Jahre sind vorbei, 1 DVD

126 Min.

Regie: Weingartner, Hans; Darsteller: Brühl, Daniel; Berger, Knut; Zischler, Hanns; Caiolo, Claudio; Bettermann, Bernhard; Haider, Sylvia; Jakobshagen, Claudia; Jentsch, Julia; Erceg, Stipe; Klaußner, Burghart; Martiny, Peer; Zieser, Petra; Schmidt, Laura; Butz, Sebastian; Bröcker, Oliver; Musik: Wodraschke, Andreas; Buch: Weingartner, Hans; Held, Katharina; Knapp, Daniela;
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Die fetten Jahre sind vorbei, 1 DVD

Jan und Peter brechen in Villen ein, stiften ein wenig Chaos und hinterlassen dann an den Wänden Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei". Die akribisch geplanten Aktionen laufen glatt, bis Peter für ein paar Tage wegfährt, Jan sich in dessen Freundin Jule verliebt und die beiden gemeinsam einen Spontan-Einbruch durchführen. Als Jule ihr dort liegen gelassenes Handy wieder holen will, laufen die beiden dem Besitzer in die Hände. Jan brennen die Sicherungen durch und er entführt den Hausherren in eine einsame Berghütte. In Cannes mit Standing Ovations geehrt, begeistert Hans Weingartners kluges, bittersüßes Drama durch sanfte Ironie und sorgsam komponierte Bilder. Wie schon "Das weiße Rauschen" drehte der Filmemacher auch hier auf Digital-Material, sparte damit Kosten wie Aufwand und kommt dem Anarcho-Gedanken so durch ungekünstelte Optik nahe. Ebenso frisch und "echt" wirken die drei exzellenten Hauptdarsteller - kein Wunder, dass knapp 800.000 Besucher dieses innovative Werk im Kino sehen wollten. Mehr als ein Geheimtipp!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Hans Weingartners wilder Mix aus Nervenkitzel, Komödie und Liebesgeschichte trifft das Lebensgefühl der Jugend wunderbar auf den Kopf! Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ändern ist hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) haben ihren eigenen Weg gefunden: nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Die Botschaften, die sie hinterlassen, lauten: "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld" - unterzeichnet mit "Die Erziehungsberechtigten". Doch plötzlich wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt: Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) und Jan verlieben sich ineinander. Im Überschwang der Gefühle steigen die beiden zu zweit in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer überrascht. Dafür haben die selbsternannten Erziehungsberechtigten keinen Plan - und plötzlich werden sie zu Entführern wider Willen....

Bonusmaterial

Outtakes, Kinotrailer, Behind the Scenes


Produktinformation

  • Hersteller: UNIVERSUM FILM
  • EAN: 0828766849097
  • Best.Nr.: 14614436
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 8. August 2005
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 127 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.11.2004

Denkzettels Traum
Hans Weingartners Film "Die fetten Jahre sind vorbei"

Smarte Idee, sexy Schauspieler, super Musik ... Was will man mehr vom deutschen Film? Auch wenn man fairerweise sagen muß, daß der Regisseur Hans Weingartner ein Vorarlberger ist und die Österreicher auf seine Teilnahme in Cannes auch mächtig stolz waren. Einerlei. Hauptsache, man fühlt sich in dem Film zu Hause. Was ja ohnehin das Geheimnis der besseren Filme ist: daß man nach kürzester Zeit so drin ist, daß man nicht mehr darüber nachdenkt, wo der Film herkommt. Bei deutschen Filmen ist das selten genug der Fall.

"Die fetten Jahre sind vorbei" erzählt von Freundschaft, Liebe und Rebellion und davon, wie sich diese Dinge oft gegenseitig im Weg stehen. Zwei Jungs, Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg), steigen nachts in Berliner Villen ein, und wenn die Besitzer aus dem Urlaub zurückkommen, dann ist zwar nichts gestohlen, aber die Ordnung auf den Kopf gestellt. Die Möbel sind zum Turm gestapelt, die Meißner Porzellanfiguren fein säuberlich in die Kloschüssel geschichtet, und die Stereoanlage findet sich im Kühlschrank wieder. Alles ist noch da, aber …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"Arschlöcher", nennt Regisseur Hans Weingartner über die Fluglinie Iberia - sie wollte sich für den Film nicht als Sponsor gewinnen lassen. Ein angemessenes Vokabular für den Audiokommentar zu einem Film gegen Kapitalismus und Globalisierung, der zu Aktion statt Diskussion aufruft. Dass der Film technisch auf DVD nicht so hochglänzt, liegt am DV-Material, auf dem er gedreht ist, und am natürlichen Licht, das dabei verwendet wurde. Der Ton mit DD 5.1 und DD 2.0 Stereo ist trotz vieler Szenen an Originalschauplätzen klar und rein. Drehbuchautorin Katharina Held konnte für Julia Jentschs Kellnerin-Szenen im Edelrestaurant auf eigene Erfahrungen zurückgreifen: "Da habe ich die unglaublichsten Arschlöcher getroffen." Jargonmäßig der beste Audiokommetar seit langem. Wir lernen noch: Filmemachen führt zum Stressrauchen, das BGB ist der "totale Witz", weil es Eigentum vor körperliche Unversehrtheit setzt, der Zitty-Filmkritiker hat sich beschwert, dass im Film zuviel geraucht wird (Held: "O Jesus Christus!"), das Making-of ist dröge und Daniel Brühl ein begnadeter Typenparodist, was er in den "Funny Scenes" beweist. Die geschnittenen Szenen vermisst man nicht im fertigen Werk, dafür hätte der Kurzfilm über die Premiere in Cannes liebevoller sein können. Darin wird das gesamte Team namentlich vorgestellt - sehr demokratisch. (vs)

Die jugendlichen Rebellen Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) lassen ihren Zorn über soziale Ungerechtigkeiten heraus, indem sie nachts in die Häuser von Reichen einbrechen und deren geordnete Villen in Unordnung bringen.

Als Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) auf einen nächtlichen Streifzug mit Jan geht, verlieben sich die beiden nicht nur ineinander, sie werden auch noch von einem Villenbesitzer überrascht. In einer Kurzschlusshandlung nehmen sie ihn als Geisel.

Zehn Minuten Standing Ovations im Grand Théâtre Lumière für den ersten deutschen Wettbewerbsbeitrag nach elf Jahren - so die Reaktionen des Publikums bei den Filmfestspielen von Cannes 2004.

Figuren mit Witz

"Die fetten Jahre sind vorbei" ist eine liebevoll-ironische Zeichnung jugendlicher Rebellion und Freundschaft. Hans Weingartner, einst Hausbesetzer und Punk, erzählt in seinem zweiten Spielfilm nach "Das weiße Rauschen" vom Traum, die Welt zu verändern, und setzt dabei auf intelligenten Witz, interessante Figuren und amüsante Dialoge.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Daniel Brühls Erfolgsgeschichte begann als Synchron- und Hörspielsprecher beim WDR. Sein Durchbruch als Schauspieler folgte mit dem Kinofilm "Good Bye, Lenin!" (2003).

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