Moderne als Erfahrung und Interpretation - Wagner, Peter

Peter Wagner 

Moderne als Erfahrung und Interpretation

Eine neue Soziologie zur Moderne

Übersetzer: Balli, Volker
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Moderne als Erfahrung und Interpretation

Die Entwicklung der Gegenwart

Globalisierung, Individualisierung, neue soziale Ungleichheit und fundamentalistische Weltdeutungen haben unsere Gesellschaften in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Die Moderne ist aber nicht an ihrem Ende angelangt, wie viele vor nicht allzu langer Zeit noch meinten. Vielmehr gilt es, einen neuen Weg zu finden, die Gesellschaften der Gegenwart und ihre geschichtliche Entwicklung zu analysieren. Dieses Buch liefert einen neuen Ansatz zur Analyse der Moderne.

Die »moderne Gesellschaft« ist durch einen liberal-demokratischen Staat, durch eine marktlich bestimmte Wirtschaftsordnung und durch freie wissenschaftliche Institutionen geprägt. Dieses Bild von der Moderne haben die Sozialwissenschaften lange hoch gehalten und geglaubt, solche funktionale Differenzierung von Institutionen mache moderne Gesellschaften anderen überlegen. Heute wissen wir, dass Moderne in vielen Formen vorkommt, dass keine dieser Formen stabil ist und dass ein einst erfolgreiches Gesellschaftsmodell im Angesicht neuer Probleme versagen kann.

Eine Untersuchung der Moderne beginnt daher nicht mit ihren Institutionen, sondern mit den Fragen, auf die jede Gesellschaft ihre eigenen Antworten finden muss: die Fragen nach den Regeln für das Zusammenleben, der Befriedigung materieller Bedürfnisse und des Strebens nach gültigem Wissen.

Diese neue Soziologie der Moderne schlägt vor, die jeweiligen Antworten mittels zweier Beobachtungen besser zu verstehen: den Erfahrungen, die eine Gesellschaft mit »ihrer« Moderne gemacht hat, und den Interpretationen, die sie diesen Erfahrungen gegeben hat. Dies führt zu einer Neubetrachtung der so genannten westlichen Moderne mit besonderem Blick auf die Eigentümlichkeiten der europäischen Erfahrungen und ihrer Interpretationen.


Produktinformation

  • Verlag: Uvk
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 380 S.
  • Seitenzahl: 380
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 134mm x 28mm
  • Gewicht: 488g
  • ISBN-13: 9783867641630
  • ISBN-10: 3867641633
  • Best.Nr.: 25672670

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Dass es "die Moderne" eigentlich nicht gibt, ahnt der Rezensent schon. Von Peter Wagner lässt sich Robin Celikates sodann in einem "anregenden" Mix aus vergleichend-historischer Soziologie, Sozialtheorie und politischer Philosophie die Entwicklung der Moderne auseinandersetzen hin zur "Verpflichtung zur Selbstbestimmung", so bringt Wagner es auf den Punkt. Weiterhin erklärt ihm der Autor drei daraus resultierende Problemzonen: politisch, ökonomisch, epistemisch. Wagners Verständnis der Moderne als Zusammenspiel von Erfahrung und Interpretation plus gesellschaftliche Selbstverständigung und politische Umformung hält Celikates für den Clou des Buches. Mit ein, zwei offenen Fragen, etwa zu den negativen Erscheinungen des Moderne-Projekts, kann der Rezensent ganz gut leben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Als leichte Hinführung zur Moderne-Diskussion scheint das Buch zwar kaum geeignet; doch als hochaggregierter Kommentar zu den besonderen Erfahrungen, Lesarten und (Miss-) Interpretationen der Moderne ist das Buch zweifellos eine nur schwer zu übertreffende Gesamtschau. (socialnet.de, 30.11.09)

Als leichte Hinführung zur Moderne-Diskussion scheint das Buch zwar kaum geeignet; doch als hochaggregierter Kommentar zu den besonderen Erfahrungen, Lesarten und (Miss-) Interpretationen der Moderne ist das Buch zweifellos eine nur schwer zu übertreffende Gesamtschau. (socialnet.de, 30.11.09)
Peter Wagner ist Professor für Soziologie an der Universität Trient. Er war zuvor Professor für Politik- und Gesellschaftstheorie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Professor für Soziologie an der Universität Warwick, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung sowie Gastwissenschaftler u.a. an der Ecole des hautes études en sciences sociales in Paris, dem Swedish Collegium for Advanced Study in Uppsala, dem Institute for Advanced Study in Princeton und der University of California in Berkeley.

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