Keine Angst vor der Seelsorge - Wiedemann, Wolfgang

Wolfgang Wiedemann 

Keine Angst vor der Seelsorge

Praktische Hilfen für Haupt- und Ehrenamtliche

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Keine Angst vor der Seelsorge

Ein Werkzeugkoffer für den Seelsorgealltag Was passiert da eigentlich? Was steckt hinter der Geschichte eines Patienten? Hinter dem Gefühlsausbruch oder der Blockade? Wiedemann blickt hinter die Kulissen des Seelsorgealltags. Wie kann man in der seelsorglichen Begegnung dem Unbewussten auf die Spur kommen? Dieser Herausforderung stellt sich das Buch, das Wiedemann aus der Praxis für die Praxis schreibt. Dazu werden Werkzeuge, die uns die Psychoanalyse zur Verfügung stellt, vor allem Übertragung, Gegenübertragung, gleichschwebende Aufmerksamkeit, Gefühlstransplantation und Wilfred Bions Modell vom Behälter/Gehalt, in verständlicher Sprache und anhand zahlreicher Beispiele aus Seelsorge und Psychoanalyse, aus dem alltäglichen Leben und aus der Bibel vorgestellt. Darüber hinaus weitet sich der Blick auf aktuelle Anliegen wie »Warum leiden?«, »Warum ich?«, »Hilft beten?«, »Wie mit Schuld fertig werden?«, »Seelsorge mit Frauen, Seelsorge mit Männern«, »Trauer, Trost und Sexualität«, »Der Hass des Seelsorgers«, »Depression - den Schmerz verstehen«, »Angst und Lust« und »Burnout - Brennen ohne auszubrennen«. Schließlich wird gefragt: Wie passt diese Art von Seelsorge in die herkömmliche »Seelsorgelandschaft« hinein, und wie können Seelsorge und Psychoanalyse dazu beitragen, dass wir miteinander und mit Gott in unserer Seele in Kontakt kommen? Überraschend, wie sich dabei die Mystik als Verbindungsglied zwischen Psychoanalyse und Theologie, und zwischen männlicher und weiblicher Frömmigkeit erweist. Dieses Buch ist für die Praxis gedacht, aber es ist kein »Ratgeber«. Es will die Lust am Staunen wecken und dazu ermutigen, zu vergessen, was man weiß und sich auf neue Erfahrungen mit dem Unbekannten in sich und mit dem anderen einzulassen; dazu liefert es bewährte Orientierungshilfen. Das Buch ist aus der langjährigen Tätigkeit mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen SeelsorgerInnen sowie aus eigenen Erfahrungen in Seelsorge und Psychoanalyse erwachsen und wendet sich an alle, die einen neuen, unkomplizierten, erfahrungsorientierten und spirituell fundierten Zugang zum Leben der Seele und zur Praxis der Seelsorge suchen. Dr. theol. Wolfgang Wiedemann ist Psychoanalytiker und Seelsorger am Städtischen Klinikum Fürth.

Was passiert da eigentlich? Was steckt hinter der Geschichte eines Patienten? Hinter dem Gefühlsausbruch oder der Blockade? Wiedemann blickt hinter die Kulissen des Seelsorgealltags.

Wie kann man in der seelsorglichen Begegnung dem Unbewussten auf die Spur kommen? Dieser Herausforderung stellt sich das Buch, das Wiedemann aus der Praxis für die Praxis schreibt. Dazu werden Werkzeuge, die uns die Psychoanalyse zur Verfügung stellt, vor allem Übertragung, Gegenübertragung, gleichschwebende Aufmerksamkeit, Gefühlstransplantation und Wilfred Bions Modell vom Behälter/Gehalt, in verständlicher Sprache und anhand zahlreicher Beispiele aus Seelsorge und Psychoanalyse, aus dem alltäglichen Leben und aus der Bibel vorgestellt. Darüber hinaus weitet sich der Blick auf aktuelle Anliegen wie »Warum leiden?«, »Warum ich?«, »Hilft beten?«, »Wie mit Schuld fertig werden?«, »Seelsorge mit Frauen, Seelsorge mit Männern«, »Trauer, Trost und Sexualität«, »Der Hass des Seelsorgers«, »Depression – den Schmerz verstehen«, »Angst und Lust« und »Burnout – Brennen ohne auszubrennen«. Schließlich wird gefragt: Wie passt diese Art von Seelsorge in die herkömmliche »Seelsorgelandschaft« hinein, und wie können Seelsorge und Psychoanalyse dazu beitragen, dass wir miteinander und mit Gott in unserer Seele in Kontakt kommen? Überraschend, wie sich dabei die Mystik als Verbindungsglied zwischen Psychoanalyse und Theologie, und zwischen männlicher und weiblicher Frömmigkeit erweist. Dieses Buch ist für die Praxis gedacht, aber es ist kein »Ratgeber«. Es will die Lust am Staunen wecken und dazu ermutigen, zu vergessen, was man weiß und sich auf neue Erfahrungen mit dem Unbekannten in sich und mit dem anderen einzulassen; dazu liefert es bewährte Orientierungshilfen. Das Buch ist aus der langjährigen Tätigkeit mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen SeelsorgerInnen sowie aus eigenen Erfahrungen in Seelsorge und Psychoanalyse erwachsen und wendet sich an alle, die einen neuen, unkomplizierten, erfahrungsorientierten und spirituell fundierten Zugang zum Leben der Seele und zur Praxis der Seelsorge suchen.


Produktinformation

  • Abmessung: 208mm x 123mm x 19mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783525624074
  • ISBN-10: 3525624077
  • Best.Nr.: 25545002
Pfarrer und Diplom-Psychologe Wolfgang Wiedemann ist Klinikseelsorger und Psychologe am Städtischen Klinikum in Fürth.

Leseprobe zu "Keine Angst vor der Seelsorge"

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Leseprobe zu "Keine Angst vor der Seelsorge" von Wolfgang Wiedemann

Was ist eigentlich „Übertragung“? (Seite 13)

Was ist mit „Übertragung“ gemeint? Um die einfachste Form der Übertragung zu nehmen: „Übertragung“ ist der Name für ein Erlebnis, bei dem ich in einer Person eine andere Person aus meiner Vergangenheit (unbewusst) erlebe. Zum Beispiel: Der Angestellte wird von seinem Chef gefragt, wie weit er mit dem laufenden Projekt ist. Der Angestellte errötet, stottert und gibt dann eine patzige Antwort statt einer sachlichen Information über den Stand der Dinge. Kurz gesagt: Der Angestellte überträgt das innere Bild seines Vaters auf seinen Chef und reagiert darauf wie ein trotziges Kind. Oder: Eine Frau kommt darauf, dass ihre Beziehungen mit Männern ständig dem gleichen Muster folgen: Sie verliebt sich, tut alles, was er sagt, gibt ihre Bedürfnisse, Wünsche und sich selbst völlig auf und wird darüber so wütend, dass die Beziehung bald auseinander bricht. Wieder verkürzt gesagt: Sie überträgt unbewusst das innere Erlebnisbild von ihrer Mutter, der sie sich als Kind total unterworfen hat, um sie nicht zu verlieren, auf jeden Mann, in den sie sich verliebt. Wir kennen das Phänomen auch von machen bekannten Personen aus der Öffentlichkeit: Sie heiraten in einem fort, und immer den gleichen Typ von Frau. Wenn die Übertragung mit der Realität, also die Frau, wie sie gewünscht wird, mit der Frau, wie sie wirklich ist, nicht mehr übereinstimmt, geht die Beziehung zu Ende, und der nächste Versuch, die ersehnte „Mutter“ zu finden, beginnt. – Eine Frau (es könnte auch ein Mann sein) sagte mir, sie könne das Vaterunser nicht beten, weil sie mit ihrem Vater verheerende Erfahrungen gemacht habe. Hier „geht“ die Übertragung so: Ihr inneres Erlebnisbild von ihrem Vater wird übertragen auf den „Vater“ des Vaterunser, und das macht es ihr schwer zu beten.
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