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Der junge Hamburger Türke Ibo träumt von einer Karriere als Regisseur des ersten deutschen Kung-Fu-Films. Da wartet seine deutsche Freundin Titzi mit der Nachricht auf, ein Kind von ihm zu erwarten. Ibo, in Sachen Familie und Nachwuchs ein eher altmodischer Typ und mehr am Kiffen denn am Kinderhüte interessiert, ist wie vor den Kopf gestoßen. Zumal Titzi nicht daran denkt, wegen des Babys ihre Ausbildung als Schauspielerin aufzugeben, dafür aber Hausmann-Qualitäten von ihrem Freund verlangt. Everybody is Kung-Fu-Fighting - zumindest im Kopf von Martial-Arts-Fan Ibo (Denis Moschitto). De…mehr

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Produktbeschreibung

Der junge Hamburger Türke Ibo träumt von einer Karriere als Regisseur des ersten deutschen Kung-Fu-Films. Da wartet seine deutsche Freundin Titzi mit der Nachricht auf, ein Kind von ihm zu erwarten. Ibo, in Sachen Familie und Nachwuchs ein eher altmodischer Typ und mehr am Kiffen denn am Kinderhüten interessiert, ist wie vor den Kopf gestoßen. Zumal Titzi nicht daran denkt, wegen des Babys ihre Ausbildung als Schauspielerin aufzugeben, dafür aber Hausmann-Qualitäten von ihrem Freund verlangt.

Everybody is Kung-Fu-Fighting - zumindest im Kopf von Martial-Arts-Fan Ibo (Denis Moschitto). Der junge Türke aus dem Hamburger Schanzenviertel träumt davon, den ersten deutschen Kung-Fu-Film zu drehen. Als Vorbereitung auf den großen Kinocoup inszeniert er einen Werbespot für die Dönerbude seines Onkels.

Tatsächlich avanciert sein Kurzfilm schnell zum Kultclip, und Onkel Ahmets Imbissstube boomt. Voller Stolz sieht Ibo sich bereits als neuen Steven Spielberg, da eröffnet ihm seine Freundin Titzi (MTV-Moderatorin Nora Tschirner), dass sie schwanger ist. Windeln wechseln statt Bruce Lee?

Ibo ist ensetzt. Ein cooler Kerl wie er schiebt doch keinen Kinderwagen! Titzi sieht das anders und zeigt dem missmutigen Ibo prompt die rote Karte.

Zu allem Übel setzt ihn auch noch sein traditionsbewusster Vater vor die Tür, weil er kein Enkelkind von einer Deutschen will. Um Titzi zu besänftigen, macht Ibo widerwillig einen Crahskurs in Sachen Pampers, Brei und Krabbelgruppen.

Herrlich schräger Schnulleralarm im Hamburger Hip-Hopper-Milieu - gespickt mit Gags, so deftig wie ein guter Döner. Mit der frechen Situationskomik rund um türkisch-deutsche Missverständnisse trifft Co-Autor Fatih Akin ("Im Juli", "Gegen die Wand") den Puls der Zeit.

Der abgedrehte Spaß liegt irgendwo zwischen Komödien wie "My Big Fat Greek Wedding" und "Lammbock". Eine Feel Good-Komödie mit klasse Darstellern und guter Laune-Garantie.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Making of, Featurette, Entfallene Szenen, Trailer, Bildergalerie, Interviews
  • Produktdetails
  • EAN: 0828766759792
  • Best.Nr.: 15004763
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 31.10.2005
  • Hersteller: Universum Film
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Türkisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 91 Min.

Autorenporträt

Nora Tschirner, geboren 1981, zählt zu Deutschlands beliebtesten Schauspielerinnen. Sie war etwa in Soloalbum , Keinohrhasen , Zweiohrküken und What a Man zu sehen, und gewann den Bambi und den Deutschen Comedypreis. Als Synchronsprecherin lieh sie unter anderem der Hauptfigur in Merida Legende der Highlands ihre Stimme, sowie Lara Croft in der Videospielreihe Tomb Raider . Nora Tschirner ist als Sängerin und Gitarristin zudem Teil der Band Prag .

Rezensionen

Besprechung von 23.04.2005
"Kebab Connection", eine idyllische Filmkomödie

Die Kuttelsuppe ist nicht der einzige Spezialeffekt beim "King of Kebab" in Hamburg. Der Laden hat auch eine spirituelle Verbindung zu Bruce Lee und einen guten Geist in Ibo, dem Neffen des geizigen Besitzers. Ibo (bürgerlicher Vorname: Ibrahim) möchte Filmemacher werden. Er hat ein Drehbuch mit dem Titel "Die Todesfaust des gelben Rächers" geschrieben, dreht vorerst aber nur fernöstlich inspirierte Werbespots für "King of Kebab". Diese Martial-Arts-Miniaturen erweisen sich als sehr erfolgreich. Außerdem sind sie das Banner, hinter dem sich der Film "Kebab Connection" von Anno Saul versteckt. Denn diese Komödie borgt sich das bißchen Spannkraft, das sie hat, bei den Schwertkampfszenen, denen Ibo nacheifert. Das Leben als coole Choreographie ist das Ideal, dem einige Tatsachen nicht ganz entsprechen: Ibos Freundin Titzi (bürgerlicher Vorname: Patrizia) ist schwanger. Sie möchte das Kind bekommen, Ibo muß in diese Verantwortung erst hineinwachsen. Das ist die Geschichte von "Kebab Connection". Das multikulturelle Milieu ist der Mehrwert. Daraus erst entsteht die "Culture-Clash-Komödie".

Titzi (Nora Tschirner) stammt aus einer typisch deutschen Familie. Die Eltern sind geschieden, Titzi lebt mit einer Freundin und lernt für die Aufnahmeprüfung in eine Schauspielschule "Romeo und Julia". Aber Hamburg ist nicht Verona, und Ibo (Dennis Moschitto) ist kein Montague, sondern Türke. Er ist der "Sohn eines Esels" wie sein gutmütiger Vater Mehmet findet, der seinen Sohn zuerst verstößt, nur um Titzi wenig später persönlich die Einkaufstaschen nach Hause zu tragen.

Für die Ausbildung zu einem guten Vater gibt es Kurse, aber nur das richtige Leben bereitet Ibo auf die echten Notfälle vor. Ein Türke mit einem Kinderwagen auf offener Straße - das ist so unvorstellbar, daß Anno Saul die Szene gleich für eine Parodie auf "Panzerkreuzer Potemkin" benutzt. Ein Türke beim Windelwechseln - das endet ohne Zweifel unappetitlich. Zur Gebärgymnastik bringt Ibo, weil er inzwischen auch von Titzi verstoßen wurde, einen Freund mit. Mit allen Tricks arbeitet "Kebab Connection" an der Verbesserung des türkischen Patriarchen, der in Ibo steckt. Mit seinem unschuldigen Blick und seinem unbedarften Haarschnitt ist Dennis Moschitto aber zugleich das Gegenteil eines Machos. Diesen Widerspruch versucht Anno Saul in Heiterkeit aufzulösen.

Vier Autoren haben an "Kebab Connection" mitgeschrieben, darunter Fatih Akin, der mit "Gegen die Wand" die dramatische Seite des türkischen Lebens zwischen Hamburg und Istanbul beleuchtet hat. Die komische Seite erweist sich als wesentlich schwieriger darstellbar. Denn trotz Döner und Kung Fu, Schutzgeldmafia und Wasserpfeife steuert "Kebab Connection" von Beginn an unbeirrt auf eine Idylle zu: die deutsch-türkische Kleinfamilie, kulturell versöhnt und perfekt aufgehoben in einem Kiez mit Kebab, Souvlaki und Falafel (das griechisch-türkische Problem wird nebenbei gelöst).

Das gute Ende ist in der Konstellation des Anfangs schon so deutlich angelegt, daß offenbleibt, woher die Energien kommen sollen, aus denen sich eine Komödie gewöhnlich speist. Mit seinen Genre-Phantasien bleibt Ibo allein. Seine Freundin lebt mit Shakespeare. Die Kultur dazwischen bleibt hinter Kifferschwaden ein wenig undeutlich. "Kebab Connection" eifert deutlich internationalen Vorbildern wie "My Big Fat Greek Wedding" nach, doch seine ästhetische Norm liegt viel näher: Nach dem Happy-End könnten Ibo und Titzi sofort in die "Lindenstraße" übersiedeln.

BERT REBHANDL

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Anno Sauls ("Grüne Wüste") originelle Culture-Clash-Comedy bezieht ihren Witz vor allem aus dem Zusammenprall verschiedener Weltbilder und steht damit ganz in der Tradition von Ethno-Hits wie "Kick it like Beckham" oder "My Big Fat Greek Wedding". Mit sympathischen Identifikationsfiguren wie Denis Moschitto ("Süperseks") und Ex-MTV-Schandmaul Nora Tschirner besetzt, sollte die von Fatih Akin ("Gegen die Wand") mitgeschriebene Komödie bei jungen "Checkern" bestens ankommen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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