Beinahe jedes sechste Kind in Deutschland zwischen vier und
sechzehn Jahren ist übergewichtig. Die Behandlung ist häufig
schwierig und betroffene Familien sind oft überfordert und geben
auf. Doch das muss nicht sein!
"Obeldicks", das ganzheitliche Schulungsprogramm für
übergewichtige Kinder, sowie "OptimiX", ein
alltagstaugliches Ernährungskonzept für Kinder - beide von
Wissenschaftlern entwickelt und in der Praxis erprobt -, können
Eltern und Erziehern helfen, gemeinsam mit den Kindern falsches
Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu überwinden. Der Ratgeber
vermittelt Eltern und Erziehern übergewichtiger Kinder anhand von
zahlreichen Übungen, Tipps und Rezepten, wie sie die Ressourcen
ihrer Kinder stärken können und zu einer gesunden Lebens- und
Ernährungsweise finden.
Dieser Ratgeber vermittelt Eltern und Erziehern übergewichtiger
Kinder anhand von zahlreichen Übungen, Tipps und Rezepten wie sie
zu einer gesunden Lebens- und Ernährungsweise finden.
Beinahe jedes sechste Kind in Deutschland zwischen vier und
sechzehn Jahren ist übergewichtig. Die Behandlung ist häufig
schwierig und betroffene Fami lien sind oft überfordert und geben
auf. Doch das muss nicht sein! «Obeldicks», das ganzheitliche
Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder sowie «Optimix», ein
alltagtaugliches Ernäh rungskonzept für Kinder - beide von
Wissenschaftlern entwickelt und in der Praxis erprobt - können
Eltern und Erziehern helfen, die Ressourcen ihrer Kinder zu stärken
und zu einem gesunden Lebensstil zu finden.
Aus dem Inhalt:
- Wissenswertes zu Übergewicht im Kindes- und Jugendalter
(Wie kommt es zu Übergewicht? Werden aus übergewichtigen Kindern
übergewichtige Erwachsene? etc.)
- Wissenswertes zur Ernährung
(Welche Lebensmittel sind für mein Kind richtig? Was ist von Fast
Food und Kinderlebensmitteln zu halten? etc.)
- Wissenswertes zum (Ess-) Verhalten (Wie kann Essverhalten
verändert werden? Wie kann man «Nein» sagen lernen? etc.)
- Wissenswertes zur Bewegung
(Soll mein Kind in einen Sportverein? Wie kann man sich im Alltag
mehr bewegen? etc.)
- Sonstige Behandlungsmethoden
(Diäten und was dahinter steckt, Welche alternativen
Behandlungsmöglichkeiten gibt es?)
- Folgen von Übergewicht
(Was sind die medizinischen Folgen? Was sind die psychosozialen
Folgen?)
- Rezepte (Frühstück, Zwischenmahlzeit, Hauptmahlzeit, Abendessen)
Reinehr, Thomas, Prof. Dr. med., Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde; Chefarzt der Abteilung für Pädiatrische Ernährungsmedizin, Endokrinologie und Diabetologie der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln
Leseprobe zu "Abnehmen mit Obeldicks und Optimix"
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Leseprobe zu "Abnehmen mit Obeldicks und Optimix"
1 Wissenswertes zu Übergewicht im Kindes- und Jugendalter (S. 9-10)
1.1 Wie kommt es zu Übergewicht?
Völlig einig sind sich die Forscher, dass Übergewicht sehr viele komplexe Ur - sachen hat. Zumeist wird die Ursache jedoch zuerst in unserem Ernährungs-, Ess- und Bewegungsverhalten gesucht. Dabei wird gerne übersehen, dass sich unsere Umweltbedingungen in den letzten Jahren sehr gewandelt haben. Viele, für die Gesundheit ungünstige Verhaltensweisen sind durch äußere Lebensbedingungen verursacht, die Sie und Ihre Familie nur unter großen Anstrengungen verändern können. Als Beispiele seien die wenigen zeitlichen Freiräume genannt, die unseren Kindern noch für Bewegung zur Verfügung stehen, aber auch die allgegenwärtige Werbung der Lebensmittelindustrie und das überreiche Lebensmittelangebot.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Veranlagung zu Übergewicht. Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass viele Kinder und Erwachsene nicht übergewichtig sind, obwohl sie teilweise dasselbe verzehren wie ihre übergewichtigen Altersgenossen. Die Erklärung liegt darin, dass ungefähr die Hälfte unseres täglichen Energieverbrauchs durch Stoffwechselvorgänge bestimmt ist, die nicht willentlich steuerbar sind und vererbt werden. Dies wird aus Zwillingsstudien abgeleitet, bei denen getrennt aufgewachsene eineiige Zwillinge sich erstaunlich hinsichtlich ihres Gewichts glichen.
Gut zu wissen: Da das Körpergewicht auch von der Veranlagung bestimmt wird, sind Schuldzuweisungen bei Übergewicht meist unangebracht. Bei „günstiger“ Veranlagung tritt trotz ungesundem Ernährungs- und Bewegungsverhalten kein Übergewicht auf. Wahrscheinlich verhalten Sie und Ihr Kind sich gar nicht anders als Ihre Altersgenossen, nur Ihre Veranlagung ist möglicherweise „ungünstig“. Daher sollten Sie weder bei sich noch bei Ihrem Kind die „Schuld“ für das Übergewicht suchen.
Die Veranlagung, schnell Fettreserven anzulegen, war in der frühen Menschheitsgeschichte mit vielen Hungerkatastrophen von Vorteil, stellt aber in unserer heutigen „Überflussgesellschaft“ einen erheblichen Nachteil dar. Jedoch reicht Veranlagung alleine nicht aus, um übergewichtig zu werden. Denn Übergewicht kann erst dann auftreten, wenn die zugeführte Energie (= Nahrung) den Energiebedarf für die Bewegung und Stoffwechselprozesse übersteigt. Da die Stoffwechselprozesse nicht beeinflussbar sind, liegen die Möglichkeiten für eine Gewichtsreduktion in einer Reduktion der Energiezufuhr (also weniger energiereiches Essen und Trinken) und/oder in der Steigerung des Energieverbrauchs durch vermehrte Bewegung. Und hierin liegen die Chancen für Sie und Ihr Kind, denn:
Gut zu wissen: Bei „ungünstiger“ Veranlagung kann ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten Übergewicht verhindern bzw. verringern. Hierzu werden wir Ihnen in diesem Ratgeber viele Tipps zur Ernährung (vgl. Seite 19 ff.), zum (Ess-)Verhalten (vgl. Seite 68 ff.) und zur Bewegung (vgl. Seite 111 ff.) ge ben.
1.2 Ist mein Kind übergewichtig?
Um zu beurteilen, ob man übergewichtig ist, muss neben dem Körpergewicht auch die Körpergröße berücksichtigt werden. Aus Gewicht und Größe berechnet man hierzu den sogenannten Körpermasseindex (Body-Mass-Index = BMI), der angibt, zu welcher Gewichtskategorie man zählt:
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