Die Wette - Hely, Steve; Chandrasekaran, Vali

Steve Hely Vali Chandrasekaran 

Die Wette

Übersetzung: Jlja Braun u. Jochen Schwarzer
Gebundenes Buch
 
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Die Wette

Wie man im Eiltempo 24 Länder auf 5 Kontinenten durchquert und dabei die coolsten Geschichten erlebt, wie man das Vertrauen einer brasilianischen Graffiti-Gang gewinnt, warum man keine frittierten Seidenraupen essen und keine gegorene Stutenmilch trinken sollte, wie man ein Blind Date in Schweden übersteht oder eine Entführung in Moskau plant - das erfahren Sie in diesem Buch über das skurrile Reiseabenteuer zweier liebenswerter Chaoten.

Sie haben ein Ziel:
die Umrundung der Welt.
Der Einsatz:
eine Flasche Whisky.
Die Bedingung:
keine Flugzeuge.

Es beginnt ein wahnwitziges Wettrennen um die Welt: Bald findet sich Steve auf einem Containerschiff wieder, das, beladen mit Rinderfellen und Altbatterien, von der amerikanischen Westküste aus Schanghai anläuft. Vali heizt derweil mit dem Mietwagen nach Mexiko und begreift erst langsam, dass ihn der Start gen Osten durch die Zeitverschiebung jeden zweiten Tag eine Stunde Schlaf kosten wird. Umso eiliger hat er es, bei Juan Lozano in Cuernavaca seinen ganz persönlichen Raketenrucksack zu erstehen. Doch Augenblick mal . . . Kommt man mit einem Raketenrucksack über den Atlantik?


Produktinformation

  • Verlag: Mareverlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 413 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 139mm x 42mm
  • Gewicht: 585g
  • ISBN-13: 9783866481022
  • ISBN-10: 3866481020
  • Best.Nr.: 25622137
»Eins der lustigsten Bücher der letzten Jahre. Der Witz erschlafft an keiner Stelle.« (The Arizona Republic)<br/><br/>»Ein Mordsspaß.« (People Magazine)<br/><br/>»Liest sich wie eine 300-seitige Episode von den Simpsons.« (WIRED)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.02.2009

DAS LEICHTE FACH
In 80 Pointen um die Welt
„Die Wette” von Steve Hely und Vali Chandrasekaran
„Eine gewisse altmodische Grandeur” meint Steve Hely in der Idee zu erkennen: im Stil großer Reisender des frühen 20. Jahrhunderts will er sich mit Vali Chandrasekaran, einem Freund seit College-Tagen, ein Rennen liefern. Die beiden wollen die Welt umrunden. Und zwar um die Wette. Der eine in Ost-, der andere in West-Richtung. Einzige Regel: keine Flugzeuge. Aus dem von viel Alkohol befeuerten, in einem Cocktailclub entstandenen Einfall wurde Realität und schließlich ein Buch: „Die Wette”. In kurzen, kaum mehr als seitenlangen Abschnitten schildern die amerikanischen Mittzwanziger darin abwechselnd ihre Weltumrundung – stets so scherzhaft wie es nur geht; schließlich sind hier zwei professionelle Gagschreiber unterwegs.
So ist „Die Wette” ein Inbegriff des witzigen Reisebuchs, wie es auf dem deutschen Buchmarkt zur Zeit sehr in Mode ist: mal ironisch-realistisch wie im Fall von Helge Timmerbergs „In 80 Tagen um die Welt”, mal ironisch-fiktional wie in dem Bestseller über ein erfundenes und doch so …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Tomas Niederberghaus wünscht sich diese "Weltumrundungslektüre" für die nächsten zehn Jahre auf die Bestsellerlisten, so begeistert ist er. Zwei Mittzwanziger umrunden getrennt voneinander die Welt im Zuge einer Wette. Ohne Flugzeug, aber mit Aussicht auf eine Flasche Whisky als Preis für den Schnellsten. Die beiden, Steve Hely und Vali Chandrasekaran, sind amerikanische Drehbuchautoren für Satire- und Late-Night-Programme und haben für ihre Reise vom Verlag das Spesenkonto gefüllt bekommen, lesen wir. Das könnte man unsportlich finden, aber Niederberghaus findet diesen Vorwurf zu deutsch und zu moralisch. Er bleibt dabei, dass das Buch "lustig" und "fesselnd" ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Man kann sagen, auf eine solche Idee komme wohl nur ein amerikanisches Gehirn: die Welt zum Gegenstand einer Wette zu machen. Doch Steve Hely und Vali Chandrasekaran beschließen nicht einfach nur, völlig ohne Flugzeug die Erde zu umrunden und dabei die Geschwindigkeit zum Maß aller Dinge zu machen, nein, auch der Coolnessfaktor der Erlebnisse will berücksichtigt sein. Während Steve sich stur an die Regeln der Wette hält, die meiste Zeit auf Frachtschiffen und heruntergekommenen fernöstlichen Zügen verbringt und erst gegen Ende der Reise Luxus erlebt, legt Chaot Vali seinen Kumpel einfach rein. Er fliegt und hat deshalb die Zeit, sich mehr als Steve mit politischen und sozialen Gegebenheiten der besuchten Länder auseinanderzusetzen. Beide sind Drehbuchautoren fürs Fernsehen, u. a. für die "Late Show with David Letterman", was man dem Buch auch anmerkt: Ihr komischer Blick auf fremde Welten kommt nicht von oben herab, ständig hinterfragen die beiden ihr eigenes Verhalten. Manchmal aber ist die Welt als solche schon komisch genug, und so muss Vali nur noch berichten, was er bei einem Essen mit palästinensischen Basketballtrainern in Jericho im Schein von Leuchtbomben der …

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»Eins der lustigsten Bücher

»Wie eine 300-Seiten-lange Episode von den Simpsons.« Wired.
Steve Hely und Vali Chandrasekaran leben in Hollywood und arbeiten dort als Drehbuchautoren, u. a. für American Dad und die Late Show with David Letterman (Hely) und für die Comedy-Serie My Name is Earl (Chandrasekaran). Beide waren für die Satirezeitschrift The Harvard Lampoon tätig und für unterschiedliche Preise (u. a. den Emmy Award) nominiert.

Blick ins Buch "Die Wette"


Leseprobe zu "Die Wette" von Steve Hely; Vali Chandrasekaran

STEVE

Wie alles begann

Diese Geschichte beginnt in der Sixth Street in Los Angeles, einer Gegend, die es durchaus verdient hätte, in eine Liste der "verrücktesten Orte der Welt" aufgenommen zu werden. Dort fi nden sich die La Brea Tar Pits - mit natürlichem Teer gefüllte Gruben, in denen einst Mammuts stecken blieben und von Säbelzahntigern gefressen wurden (die anschließend selbst dort steckenblieben). Schräg gegenüber der immer noch vor sich hin blubbernden Teergruben ist der Redaktionssitz der Variety, des Fachblatts für die Unterhaltungsbranche, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, stets brühwarm zu berichten, welche Schwachköpfe es gerade wieder zum Millionär gebracht haben.

Gleich um die Ecke ist das Petersen-Auto-Museum, wo Notorious B. I. G. erschossen wurde. Die Sixth Street führt vorbei an den Grillrestaurants von Koreatown, an Antonio Banderas' Haus im Hancock-Park und schließlich hinein in die gespenstisch verwaist wirkende Innenstadt von L. A.

Sie war auch die Heimstatt des Sixth Street Dining Club & Magnifi cence Consortium, eines Klubs, den ich gegründet hatte. Die Mitglieder - Vali Chandrasekaran, unsere bezaubernde junge Kollegin Leila und ich - kamen allwöchentlich zusammen, um groteske Anzüge zu tragen, neue Cocktails zu kreieren, verschollen geglaubte Gerichte aus den zwanziger Jahren nachzukochen, Wein aus dem 99-Cent-Laden zu trinken, abgelaufene Arzneimittel zu testen und Trinksprüche aufeinander auszubringen.

Unsere Treffen fanden stets Montagabends statt, was ein Fehler war, denn die Mitglieder litten oft bis weit in den Donnerstag hinein an einem mörderischen Kater. Aber der Montagabend war Tradition.

Vali und ich wohnten beide an der Sixth Street und waren schon seit unserer Collegezeit die dicksten Freunde - spätestens, seit ich ihn einmal im Morgengrauen gegen Kaution aus dem Knast geholt hatte, nachdem er im Zuge eines missglückten Streichs ins falsche Gebäude eingebrochen war. Fünf Jahre später hatte er sich immerhin so weit in den Griff bekommen, dass er einen Job ergatterte, bei dem er Scherze schrieb, die Darsteller, die wohlmeinende Prolls spielten, anschließend im Fernsehen aufsagten. Ich arbeitete als Gag-Schreiber für einen Zeichentrick-Außerirdischen, und so großen Spaß das auch machte, fragte ich mich doch gelegentlich, ob ich nicht mal etwas Abenteuerlicheres ausprobieren sollte.

"Eines Tages wird das alles vorbei sein. Dann haben wir Frauen und Kinder und Hunde und müssen rund um die Uhr vernünftig sein."

Das sagte ich, als ich eines Montagnachts mit Vali im Whirlpool seiner Wohnanlage saß. Ich trank eine Flasche 99-Cent- Wein, in dem irgendwelche Kerne schwammen, und Vali pappte sich Schaum ins Gesicht und tat, als wäre es ein Bart.

"Ich gehe mal davon aus, dass meine Frau nichts dagegen hätte, wenn ich mir die Hucke zusaufe und mich dann in einen Whirlpool hocke", erwiderte Vali.

"Aber bisher wäre meine Biografi e eine ausgesprochen langweilige Lektüre", sagte ich.

"Ja, ich hab auch vor, meinen künftigen Biografen noch ein bisschen mehr Stoff zu liefern."

"Wir sollten ein Abenteuer erleben." Um die letzten Kerne aus der Weinfl asche herauszukriegen, legte ich den Kopf in den Nacken und hielt sie zum Sternenhimmel empor.

"Ich bin dabei", sagte Vali.

"Sollen wir als Landstreicher losziehen?"

"Hm. Zu gefährlich. Landstreicher werden doch heutzutage dauernd abgemurkst."

"Vielleicht sollten wir die Welt umrunden."

"Vielleicht sollten wir um die Wette die Welt umrunden."

"Das wär's doch. Das wäre echt ein Abenteuer. Aber wir dürften keine Flugzeuge benutzen. Sonst wäre es zu einfach."

"Keine Flugzeuge? Geht das denn überhaupt?"

Das mussten wir ja nicht sofort klären.

Als wir den Plan erst mal gefasst hatten, konnte uns nichts mehr davon abbringen.

VALI Wie alles begann: Berichtigungen und Ergänzungen Wie Steve und ich auf die Idee für dieses Buch gekommen sind, wird durch diese Zusammenfassung auch nicht im Entferntesten wahrheitsgemäß wiedergegeben. Keine Ahnung, was Steve sich dabei gedacht hat. In Wirklichkeit war es so: Eines Nachts träumte ich, ich wäre im Fitnesscenter am Gewichtheben, zusammen mit Bob Dylan. Mittendrin sagte mir mein Trainer, Abraham Lincoln, ich sollte mit meinem Freund ein Wettrennen veranstalten: einmal rund um den Globus, ohne Flugzeuge.

Am Abend darauf war ich mit Steve zum Essen verabredet.

Als ich ihm von meinem Traum erzählte, machte er große Augen und spuckte sein Mineralwasser aus. Ich wusste sofort, dass etwas Außergewöhnliches geschehen war. Vergeudung von Lebensmitteln kann Steve auf den Tod nicht ausstehen.

"Ich habe letzte Nacht genau dasselbe geträumt", sagte er.

Da wussten wir, was zu tun war.

Kundenbewertungen zu "Die Wette" von "Steve Hely; Vali Chandrasekaran"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Everett aus Barsinghausen am 13.08.2011 ***** sehr gut
Zwei US-amerikanische Autoren, sie schreiben u.a. für die Letterman-Show und eine Comedy-Serie, entschließen sich zu einer Wette, die sie rund um den Globus führt. Einer startet ostwärts, einer westwärts. Als Einschränkung gilt, dass keine Flugzeuge benutzt werden sollen. Na ja, so ganz hält sich der Eine da nicht dran und auch sein Start ist, gelinde gesagt, etwas unüberlegt. Der Leser begleitet beide Protagonisten abwechselnd bei ihrer Reise durch die verschiedenen Länder, wobei einer halt ein paar Abweichungen macht. Es gibt einige eher ernste Szenen, doch das komische, oder auch ironische und abgeklärt betrachtete, überwiegt. Ja, und auch einige ernsthafte Erkenntnisse kommen dazu.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz gehalten und lassen sich allesamt gut lesen. Diese Geschichte unterhält und verschafft einem Einsichten, wie dass man vielleicht doch nicht Pekingente übermäßig genießen sollte.
Die beiden Autoren sind von zwei verschiedenen Übersetzern ins Deutsche übertragen worden, und das erhält die Eigenheiten der zwei Autoren.
Ein schönes Buch, super Unterhaltung, mal etwas ganz anderes. Mir hat es gut gefallen und manchmal musste sich meine Familie einige Textstellen anhören

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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