Benutzername: Das_Leseding
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Bewertungen

Insgesamt 326 Bewertungen
Bewertung vom 12.03.2017
Das geheime Leben des Monsieur Pick
Foenkinos, David

Das geheime Leben des Monsieur Pick


sehr gut

Inhalt:
Eine Bibliothek für abgelehnte Manuskripte wird in einem kleinen Ort errichtet. Die Autoren müssen ihre nicht veröffentlichen Werke selber vorbeibringen, wenn diese in den heiligen Hallen beherbergt werden sollen. Jahrelang verstauben die Texte dort, bis eines Tages, die junge pariser Lektorin von der ungewöhnlichen Bibliothek erfährt und sich die Manuskripte durchliest ...

Schreibstil:
Der Stil von David Foenkinos hat Ähnlichkeit mit dem Film "Die fabelhafte Welt der Amelie". Ähnlich schnell entwickelt sich die Geschichte und die Fußnoten im Buch, welche den Text immer wieder ergänzen, wirken wie ein weiterer allwissender Erzähler. Dadurch flog die Geschichte nur so dahin und ich konnte sofort in die Welt der abgelehnten Bücher eintauchen. Doch dann passierte ein, für mich, nicht greifbarer Bruch in der Geschichte. Als die Erklärungen der Bibliothek endeten und die Geschichte um das geheime Buch des Moinseur Pick begann wollte mein Kopfkino nicht mehr so recht mitmachen. Zu viele Persönlichkeiten aus der Realität fanden Einzug in die Geschichte. Diese wirkte dann nicht mehr so reizvoll, sondern eher wie ein Buch aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht. Natürlich ist es interessant einen Roman mit Verbindungen aus der Welt zu koppeln, um ihn realistischer erscheinen zu lassen, aber mir war es zu viel. Schlimm auch, wenn man die Personen nicht kennt und zwischenzeitlich erst mal googlen muss um eine Idee zu bekommen, warum Person XY nun so wichtig für die Geschichte ist, um erwähnt zu werden.
Kurz gesagt: Das Buch hat super angefangen, meine Erwartungen waren übertroffen und dann knallte ich hart in die Realität - im wahrsten Sinne des Wortes - und ab dem Punkt wollte der Funkte nicht mehr so überspringen. Dennoch ist der Schreibstil genial, einfach anders und das mochte ich!

Charaktere:
Gerade durch die Fußnoten und den dadurch immer wieder unterbrochenen Text, hatte ich immer wieder den Amelie-Film im Kopf und konnte mich schlecht auf die Charaktere einlassen. Ich war hin und her gerissen zwischen dem Film und meinen eigenen Gedanken, sodass ich Schwierigkeiten hatte die Charaktere zu greifen.
Cover:
Das Cover wirkt wirr und unstrukturiert, zu einem Teil passt es daher zur Geschichte, da der Autor seine Fäden geschickt spinnt und das eigentliche Ende nicht erraten werden kann.

Fazit:
Ein schönes Buch, welches so ganz anders ist, als die üblichen Romane. Mir hat er gefallen, auch wenn er durch den teils krampfhaften Realitätsbezug nicht immer flüssig zu lesen war. Ich gebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

Bewertung vom 27.01.2017
Level 26 Dunkle Seele / Steve Dark Bd.1
Zuiker, Anthony E.; Swierczynski, Duane

Level 26 Dunkle Seele / Steve Dark Bd.1


schlecht

Womit fange ich an? Das mir ein Inhalt versprochen wurde, den es nicht gibt?

Im Vorwort steht: […] Wo traditionelle Erzählung endet, beginnt das Erleben, da der Leser in die Lage versetzt wird, nicht nur zu lesen, sondern zuzuschauen – die erste Digi-Novel TM der Welt ist erschaffen. […] werde ich dem Leser die Möglichkeit geben, sich auf Level26.com einzuloggen und [dort] Filme anzusehen, die die Geschichte von einem Kapitel zum anderen führen. […]

Meine Meinung:
Wenn ich mir die Zeit nehme zu lesen, dann freue ich mich, wenn mein Handy, Radio und TV aus sind, weil ich dann ruhe habe. Man wird doch den ganzen Tag zugeblödelt von den digitalen Medien, aber ich wollte mal was neues ausprobieren, daher dann doch der Griff zur Buch-Computer-Verbindung.
Wie bereits einleitend erwähnt, habe ich eine Digi-Novel erwartet, mit eigener Webseite und Codes, welche man einträgt um die entsprechenden Filmsequenzen zu sehen. Was habe ich bekommen? Eine Webseite, welche seit mindestens 2014 (lt. einer anderen Rezension) tot ist und nur noch auf den Youtube Kanal von Leven26 verweist. Dort sind die Videos in schlechter Qualität oder teilweise gar nicht mehr vorhanden, weil ebenfalls gelöscht.

Videos sind nicht alles, geht es ja hier eigentlich auch um Bücher. Also auf zur vernichtenden Buchkritik (Januar ist wohl nicht mein Monat):
Anthony E. Zuiker ist durch und durch Drehbuchautor, Kopfkino kennt er wohl nicht, denn dies lässt er nicht zu. Seine Sätze sind immer kurz und beschreiben alles so genau, dass die eigene Phantasie nur in der Ecke steht und sich langweilt. Mittlerweile bin ich auch zu dem Schluss gekommen, dass dies auch der Grund gewesen sein muss eine Digi-Novel zu erschaffen, einfach um noch genauer in den Verstand des geneigten Lesers einzugreifen und ihm noch mehr Gedankenkreativität zu nehmen.

Nachdem ich also beim Lesen meines Kopfkinos beraubt wurde und mir diesen stümperhaften Kurz-Satz-Quatsch für ein paar Kapitel angetan habe und das erste Video der Digi-Novelle nicht vorhanden war, habe ich mich für einen Abbruch entschieden. Meine Zeit ist kostbar und die verschenke ich nicht an so einen brutalen Kram, bei dem die Charaktere gestört, aber Oberflächlich gehalten sind und die eigentliche Handlung nur auf das bestialische Abschlachten von Menschen abzielt.

Fazit:
Die Geschichte ist durch die fehlenden Videos mangelhaft und hat wohl damals nur gutes Marketing genossen. Schlimm, wenn nun auch Bücher ein Verfallsdatum haben und ab einer gewissen Zeit nicht mehr zielführend genutzt werden können. Von mir gibt es nur einen Stern und selbstverständlich rate ich jedem ab sich dieses Werk zu beschaffen.

Bewertung vom 08.01.2017
Geheimnisvolle Versuchung (eBook, ePUB)
Rickloff, Alix

Geheimnisvolle Versuchung (eBook, ePUB)


schlecht

Inhalt:
Die Geschichte, um die Diebin Catriona O’Connell, spielt um 1815 in England. Sie wurde beauftragt ein geheimes Tagebuch aus dem Kilronan House zu erbeuten, doch leider wird sie vom Hausbesitzer Aidan Kilronan beim Einbruch erwischt …

Schreibstil:
Was ist da nur passiert?! Die Geschichte soll im April 1815 spielen und die Protagonistin stellt sich als „Cat“ vor?! Schlimmer ist noch, dass das Wort […] Alter […] am Satzende sehr gerne verwendet wird! Wie krass ist das denn, Alter?!

Dazu kommt auch noch, dass die Geschichte an sich sehr schleppend anläuft und von vornherein klar ist, dass das Girl den knuffigen Boy am Ende bekommen wird.

Charaktere:
Cat ist eine untypische Frau, welche im Jahr 1815 bestimmt so nicht existiert hätte. Ich könnte sie mir gut in der heutigen Zeit vorstellen.

Aidan wirkt verweichlicht und verhält sich ebenfalls untypisch für einen Mann mit Stand und Ansehen.

Die anderen Charaktere passen ebenfalls nicht ins Zeitgeschehen und hätten besser daran getan sich in die Neuzeit zu verflüchtigen. Die Handlungen sind alle vorhersehbar.

Cover:
Das Cover war für mich kaufentscheidend, weil ich mal wieder einen sinnlichen-fantasy Roman lesen wollte. Leider hält die Geschichte nicht, was mir das Cover verspricht.

Fazit:
Ohne Angabe der Jahreszahl, in dem die Geschichte spielen soll, wäre die Story ggf ganz interessant geworden. Aber so: Thema verfehlt, setzen, sechs! Auch hatte ich nicht die Hoffnung, dass sich die Handlungen der Charaktere ändert und ein Spannungsbogen aufgebaut wird. Daher habe ich mich für einen Leseabbruch entschieden und vergebe nur einen Stern.

Bewertung vom 06.01.2017
Jonny Pump - und das geheime Wissen der Pferdehufe
Mayr, Angela; Kurz, Jennifer; Mayr, Marlene

Jonny Pump - und das geheime Wissen der Pferdehufe


ausgezeichnet

Inhalt:
Die, von Jennifer Kurz, gezeichnete Figur „Jonny Pump“ führt den Leser durch die Anatomie und Funktion des Pferdehufes und zum Abschluss des Buches gibt es noch einen Exkurs zum Thema artgerechte Pferdehaltung.

Meine Meinung:
Die Idee „Jonny Pump“ den Huf erklären zu lassen ist genial! Der kleine Mann macht den Theorieteil zu einer angenehmen und witzigen Reise in den Huf. Die Zeichnungen des Hufes sind sehr detailliert und jeder, wirklich jeder! sollte nach dieser Pflichtlektüre den Aufbau sowie die Funktion des Hufes (Hufmechanismus, Hufrolle, etc.) kennen und erklären können. Natürlich gibt es Fachbücher von Hufschmieden / Huforthopäden etc, aber dieses Buch setzt eine gute Basis, um mit den Fachbüchern weiterzumachen, wenn man denn möchte. Rein informativ reicht dieses Buch schon mal aus, um die Hufe des eigenen Pferdes zu beurteilen und gewisse Dinge zu hinterfragen und oder gemeinsam mit dem Hufbearbeiter durchzusprechen.

Ebenso gefallen hat mir, dass gleich zu Beginn des Buches davon berichtet wurde, dass Pferde keinen Schmerzlaut haben. Viele Pferdebesitzer machen einfach mit allem weiter, ohne auf die Bedürfnisse ihres Tieres zu achten und deuten beißen, Kopfschlagen oä als „frech“ oder „unerzogen“. Das dies ein Ausdruck von Schmerz sein kann, ist schön hervorgehoben und lässt den potentiellen Leser noch aufmerksamer werden, was (Huf-)Krankheiten / (Huf-)Probleme angeht.

Fazit:
Nicht nur für Kinder, sondern für alle „Einsteiger“ in den Bereich Pferdehuf geeignet. Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die jeder Pferdemensch gelesen haben sollte, denn so ausführlich (es sei denn man kauft Fachliteratur) habe ich noch keine Erklärungen rund um den Huf gelesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 03.01.2017
Stresspunktmassage nach Jack Meagher
Teslau, Claus

Stresspunktmassage nach Jack Meagher


schlecht

Meine Meinung:
Ich war vor diesem Buch kein Freund der Stresspunktmassage, weil ich immer das Gefühl hatte „das tut den Pferden weh und man muss die verspannten Muskeln auch anders wieder hinbekommen“. Ich selber habe diese Therapieform nicht gelernt, kenne aber viele, welche diese Art der Massage bei Pferden gelernt haben und aktiv anwenden. Nun war ja Weihnachten und was macht man nicht alles für die Bildung – neben Seminaren kauft Frau auch mal ein paar Bücher.

Wie gesagt, war ich von Beginn an kein Freund der Stresspunktmassage, wollte ihr aber eine Chance geben (kann ja sein, dass befreundete Therapeuten etwas falsch anwenden oder was weiß ich). Der Einstieg ins Buch war trocken und langweilig. Zudem hatte ich das Gefühl, dass Claus Teslau sich zu sehr in den Mittelpunkt der Lektüre rückte und nur von sich und seiner, immer funktionierenden, Behandlung schrieb. Diese Art der Selbstverherrlichung liegt mir nicht und ich fragte mich, wann es denn nun endlich um die eigentliche Massage geht.

Dort endlich angekommen freute ich mich über die Bilder und Gliederung (1. Aufgabe 2. Lokalisation und Therapie 3. Weitere Maßnahmen 4. Dehnungen 5. Zusammenfassung) unter den aufgeführten Stresspunkten. Was ich wiederum vermisste, war die Genauigkeit (zeigt doch der Autor im ersten Teil des Buches, wie gut er doch in der Praxis arbeiten kann, scheint ihm die Theorie nicht so gut zu liegen). Bei vielen Muskeln ist nur ein Teil der ihm zugedachten Aufgaben beschrieben. Die Lokalisation ist teils ungenau. Bei weiteren Maßnahmen finde ich nur sehr selten die Anmerkung, dass das Equipment überprüft werden soll – dass falsches Reiten (zu harte / rückwärts wirkende Hand / schlechtes Training etc) ebenfalls zu Msukelstress führt, habe ich komplett vermisst. Dabei ist gerade dieser Punkt fast immer Auslöser für erschöpfte / verkürzte / brennende Muskulatur. Die Bilder der Dehnungen sind für Laien ebenfalls absolut bedenklich, können diese doch leicht falsch greifen und dabei sich und das Pferd verletzen.

Darauf folgen wieder Geschichten aus der Praxis und danach fühlte ich mich wie auf einer Kaffeefahrt. Therapiegeräte wurden, natürlich vom Autor selbst, getestet und zum Kauf empfohlen. Ein Schelm wer böses denkt: denn alle empfohlenen Geräte und Hilfszügel (!) gibt es bei der DIPO (Deutsches Institut für Pferde Osteopathie), an dem der Autor eine Dozententätigkeit hat, zu kaufen.

Kommen wir zu dem Kurzkapitel „Triggerpunkte“. Kurz deshalb, weil es gerade mal 5 Seiten umfasst inkl. Bildern – ich finde es schon fast frech damit auf dem Cover zu werben. Das DryNeedling (Nadeln der Triggerpunkte) wird ebenfalls sehr kurz abgearbeitet und sind laut Autor [… ] nur als Anregung zu sehen […] (Zitat von Claus Teslau auf amazon.de vom 14.08.2014).

Fazit:
Ein Buch, welches Fachleute nicht brauchen, weil sie andere Möglichkeiten kennen, um den Pferden „schmerzfrei“ zu helfen. Und für Laien ist dieses Buch einfach zu oberflächlich! Die abgebildeten Pferde laufen entweder nicht taktklar oder auf der Vorhand, die Pferde in der Behandlung zeigen deutliches Unwohlsein und entspannen nur teilweise (ich weiß, dass es sich um Momentaufnahmen handelt). Der Hinweis, dass die Pferde aufgrund falschen Reitens, falsches Equipments zu Verspannungen neigen, habe ich nicht oder nur unterschwellig gelesen. Also kurz: von mir gibt es keine Empfehlung und daher 1 Stern. Wer Interesse an der Stresspunktmassage hat, sollte einen Livekurs besuchen und nicht aus diesem Buch lernen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.12.2016
Drei Männer, Küche, Bad
Günak, Kristina

Drei Männer, Küche, Bad


gut

Inhalt:
Jörn und Marie trennen sich. Unterschiedlicher hätten sie auch nicht sein können. Sie ist bloggerin und er arbeitet in einer Bank. Das konnte ja nicht gut gehen. Marie möchte unbedingt in der gemeinsamen Wohnung wohnen bleiben und um auch nach Jörns Auszug die Miete stemmen zu können, müssen zahlende Mitbewohner her …

Schreibstil:
Entweder war es einfach nicht meine Zeit oder es ist das erste Buch von Kristina Günak, welches mich nicht überzeugen konnte. Ich wusste die ganze Zeit was als nächstes passieren würde und so fehlte mir die „Lesesucht“, welche sich bei ihren Büchern für gewöhnlich recht schnell einstellt. Die Geschichte selbst besitzt eine einfache Handlung und die Charaktere sind passend, aber es „passiert“ einfach nichts und das was passiert, ist – wie oben beschrieben – nicht neu sondern schon im Ansatz zu erahnen. Leider :(

Charaktere:
Marie ist ordentlich, strukturiert und wirkt in einem Moment weich und im nächsten knallhart. Dieser Charakter ist für mich nie wirklich greifbar gewesen, kommt mir aber leider sehr bekannt vor und es gibt viele Menschen, die so sind wie Marie.

Jörn, ein zugeknöpfter, ekelhafter Typ. Den hätte ich ebenfalls in den Wind geschossen.

Maries Mitbewohner runden die seichte Geschichte ab und fügen sich in sämtliche Nischen ein. Hier hätte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ggf war auch einfach alles noch zu „normal“?!

Cover:
Das Cover passt auch nicht wirklich zur Geschichte. Marie war nie so verplant, wie mir dieses Cover suggerieren möchte. Evtl. liegt mein Missfallen an der Geschichte auch daran, dass ich mir, seit ich das Cover gesehen habe, etwas ganz anderes erhofft habe?

Fazit:
Eine Geschichte für „Zwischendurch“, welche ein paar Lacher auf ihrer Seite hat, aber ansonsten nicht hervor sticht. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und eine Empfehlung für lange, kalte Abende.

Bewertung vom 31.12.2016
Akupressur für Pferde
Gösmeier, Ina

Akupressur für Pferde


sehr gut

Meine Meinung:
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich die Akupressur bei Menschen und Katzen kenne / anwende und beides hervorragend funktioniert. Beim Pferd benötigte ich, bis jetzt, weder die Akupunktur noch die Akupressur. Aber man lernt 1. nie aus und 2. nur weil man denkt etwas nicht zu brauchen, kann es für das Pferd dennoch gut sein ;)

Der Aufbau des Buches ist logisch und verständlich. Etwas zu kurz kam mir allerdings die Lehre der 5 Elemente, welche Seiten füllen könnte. Dennoch sind die Akupressurpunkte so gut beschrieben, dass man die Elementlehre bei der Punktauswahl vernachlässigen kann. Bei schwerwiegenden Problemen sollte sowie immer ein erfahrener Akupunkteur / Akupresseur zu einer Behandlung hinzugezogen werden (dies wird auch immer wieder im Buch erwähnt).

Die Einzelnen Kapitel sind mit Fallbeispielen aufgelockert, ordentlich bebildert und kurz und verständlich geschrieben. Längere Texte hätten das geschriebene nur aufgeweicht und die Fakten wären schwammig und missverständlich geworden. So wirkt die Aufmachung und der Inhalt absolut rund und ist für den Einstieg in die Akupressur auch für Laien absolut verständlich und empfehlenswert.

Vermisst habe ich ein Poster oder eine einlaminierte Karte, welche man mit ans Pferd nehmen kann. Das Buch hat keine abwaschbaren Seiten und wer sein Pferd nicht vor jedem „üben“ klinisch gereinigt hat, wird die Seiten beim umblättern / nachschlagen beschmutzen.

Fazit:
Ein super Buch für den Einstieg in die Pferdeakupressur. Trotz „Fallbeispielen“ muss der Leser sein Pferd gut kennen um die richtigen Punkte auszuwählen und auch sich selbst kritisch hinterfragen. Denn Pferde sind feinfühlig und spiegeln uns Menschen sehr genau, wenn wir nervös sind, kann es auch das Pferd werden, obwohl es gar nicht der nervöse-Typ ist – in diesem Fall wäre der falsche Akupressurpunkt ausgewählt und das ganze funktioniert nicht! Daher nur kaufen, wenn man bereit ist über den Tellerrand zu sehen und nicht um seine Probleme dem Pferd in die Hufe zu schieben oder weil man seinem Tier nicht gewachsen ist. Akupressur kann helfen, aber nur, wenn diese korrekt angewandt wird ;)

Ich vergebe 4 Sterne für „Akupressur für Pferde“ weil mir ein stalltauglicher „Punkt-Lageplan“ gefehlt hat und die Lehre der 5 Elemente zu kurz kam.

Bewertung vom 31.12.2016
Der Erwählte / Selection Bd.3
Cass, Kiera

Der Erwählte / Selection Bd.3


weniger gut

Inhalt:
Amercia ist unter den letzten 4 Mädchen im Casting. Nachdem sie sich mit dem König angelegt hat und sich immer mehr in Prinz Maxon verliebt, wird ihr eins klar: Sie will Königin werden um für Illeá zu kämpfen …

Stil:
Was soll ich noch schreiben? Friederike Wolters hat es immer noch nicht gelernt richtig zu reden und schläft bei jedem Satz fast ein. Die Betonung ist grauenhaft und die Autorin versucht durch Action die Geschichte zu bereichern…

Charaktere:
Nichts neues aus der Welt der schillernden Persönlichkeiten. Ich konnte nur den Kopf schütteln und hoffen, dass diese Reihe bald ein Ende hat.

Cover:
Dieses Cover wirkt zu lasziv um für eine Jung-Mädchen-Reihe zu stehen. Sollen die Mädels sich denn jedem an den Hals werfen?

Fazit:
Ich habe einfach genug von diesem „ich kann mich nicht entscheiden“-Zeug. Die Sprecherin gibt mir langsam den Rest und ich raste schon aus, wenn ich nur an diese Stimme denke, die den Text so vorliest als würde sie gleich einschlafen, gepaart mit einem Hauch von amerikanischem Slang *schüttel* Von mir gibt es daher nur 2 Sterne und den Rat, die Geschichte eher zu lesen als zu hören.

Bewertung vom 31.12.2016
Die Elite / Selection Bd.2
Cass, Kiera

Die Elite / Selection Bd.2


gut

Inhalt:
Natürlich hat es America geschafft unter den letzten 6 Mädchen im Casting zu bleiben – wäre ja auch blöd wegen der Handlung … – und sie ist immer noch hin und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe Aspen und dem Prinzen Maxon…

Stil:
Mittlerweile habe ich mich an den komischen Ton von Friederike Wolters Stimme gewöhnt und ihre Betonung finde ich langsam recht amüsant. Ich sehe die Geschichte daher mehr als humoristisches Werk an und erfreue mich der Klischees. Kiera Cass nutzt immer noch die Vorlagen vom „Bachelor“ und „Mädchen steht zwischen den Stühlen, während sie die Welt rettet“.

Charaktere:
Es wird einfach nicht besser. Wobei Maxon mittlerweile auftaut und sympathisch wird. Aspen hingegen katapultiert sich in meiner Achtung sehr weit ins Aus.

Cover:
Es wirkt zwar immer noch zu puppenhaft, aber nicht so „nimm mich“-mäßig wie beim ersten Band.

Fazit:
Berühren konnte mich „Selection“ immer noch nicht. Dennoch ist die Geschichte nicht langweilig und von daher gibt es 3 Sterne für einen netten Zeitvertreib.

Bewertung vom 31.12.2016
Selection Bd.1
Cass, Kiera

Selection Bd.1


gut

Inhalt:
America Singer (jung, hübsch, single) soll ins Königshaus von Illeá kommen. Der Prinz muss verheiratet werden und so wird ein Casting einberufen …

Stil:
Die Stimme und die Betonung von Friederike Wolters ist furchtbar und nach 5 Minuten platzte mir förmlich der Kopf. Dennoch höre ich beim Autofahren gerne Hörbücher und hatte nichts anders dabei. Außerdem wurde die Selection-Reihe hoch gelobt und was macht man nicht alles um „mitschreiben“ zu können ;)

Die Idee hinter Selection erinnert mich stark an „Den Bachelor“ oder andere Verkupplungs-Shows aus dem TV. Die Einteilung, der in Illeá lebenden Menschen, in „Kasten“ ist wohl Dystopie-typisch, aber was soll es. Es wirkte alles irgendwie geklaut. Ein Mädchen, welches alles mitbringt, was ein Prinz möchte: Schönheit, Eleganz, (künstlerisches) Talent, Witz, Charme und Stärke … Aber sie liebt nicht nur den Prinz, sondern auch noch einen anderen *seufz* Was also hat Kiera Cass hier noch selbst geschrieben? Es war doch alles schon mal da ?!

Charaktere:
Die ach so perfekte America ging mir sowas von auf die Nerven. Sie kann alles, sie weiß alles und sie liebt jeden. Was soll denn das? Die Jugendlichen heute haben doch eh schon alle Komplexe, hätte sie nicht einen Mangel haben können?

Maxon (Friederike Wolters spricht es: Mäksen und ich musste immer an ein Fertigessen aus dem Tiefkühlregal denken), der Prinz, scheint eine Pflaume zu sein. Butterweich und Marionette seiner Eltern hat er wohl keine Meinung und was er an America findet ist mir schleierhaft.

Aspen, Americas heimliche Liebe, mischt natürlich auch immer mit und scheint mir zumindest etwas sympathischer als der Prinz mit dem komischen Namen.

Cover:
Ich bin mir nicht sicher, ob mir dieses Topmodelcover gefällt oder mich eher abschreckt. Für junge Mädchen aber bestimmt passend.

Fazit:
Ich hätte „Selection“ definitiv abgebrochen, wenn ich ein anderes Hörbuch im Auto gehabt hätte. So aber habe ich mir die Geschichte angetan und fand sie gar nicht so schlecht. Die Idee ist nicht neu und die Umsetzung von Friederike Wolters eher eine Lachnummer, aber vielleicht hat gerade deshalb „Selection“ einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Von mir gibt es 3 Sterne, weil ich des Öfteren schmunzeln musste und mir doch tatsächlich noch einen weiteren Teil von dieser Reihe angehört habe.