Benutzername: büchernarr
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 49 Bewertungen
Bewertung vom 23.07.2017
Kleine Lügen erhalten die Familie
Weber, Katia

Kleine Lügen erhalten die Familie


gut

Eine lustige Familiengeschichte über die Familie Franzis in der lieber etwas mehr als weniger gelügt wird. Geheimnisse, Lügen und etwas verworrende Handlungstränge lassen den Roman amüsant wirken, dennoch wird manchmal mit den Lügen etwas übertrieben und ich kam oftmals mit den vielen Namen nicht so mit. Gut, jede Familie hat ihre Geheimnisse und viele Familienmitglieder benutzen Notlügen um aus so manchen kniffligen Situationen davonzukommen, dennoch war die Story an einigen Stellen etwas zu weit hergeholt. Aber andererseits war dies genau der Punkt auf den die Autorin aufmerksam machen wollte.
Franzi ist eine alleinerziehende Mutter und setzt ihre Beziehung mit ihrem Ex Mann fort, aber geheim. Ihre Mutter dagegen hat ihr immer noch nicht ihren leiblichen Vater gennant und sie hat auch ihre eigenen Geheimnisse zu hüten vor allen aus ihren jungen Jahren. Darüber hinaus haben auch die anderen Familienmitglieder vieles zu verbergen und es geht rund zu.
Amüsant für ein paar Lesestunden, jedoch kein Buch an das man sich auch nächsten Sommer erinnern wird.

Bewertung vom 21.07.2017
Manchmal musst du einfach leben
Forman, Gayle

Manchmal musst du einfach leben


gut

Manchmal musst du einfach leben ist ein Roman der mich mit gemischten Gefühlen gelassen hat. Und dies, weil ich auch selbst als arbeitstätige Mutter manchmal den Drang hatte alles "hinzuschmeissen" (mal ehrlich, welche Frau hat das nicht mal gedacht und tief Luft geholt) aber Realität und Gedankenspiel sind zwei verschiedene Paar Schuhe. 
Somit konnte ich mit Maribeth nicht unbedingt mitfühlen als sie mit Anfang vierzig einen Herzinfakt erleiden und beschliesst, da sie sich zu Hause mit dem Chaos nicht erholen kann, einfach "auszureissen". Das heisst die beiden vierjährigen Zwillinge alleine dem Vater zu überlassen und einfach mal ganz alleine ein paar Wochen ohne Schuldgefühle zu leben um wieder zu sich selbst zu finden. 
Ich bin der Meinung, dass das Buch nicht realitätsnah ist, da ich mir so eine Situation in Wahrheit nicht vorstellen kann. Jede Frau in einer extrem gestressten Situation möchte gerne eine Ausszeit, die Verantwortung jedoch ist derart gross, dass man nicht einfach den Koffer packen kann. Maribeth ist es scheinbar gelungen. Und obwohl das Buch einen sehr schönen Schreibstil hatte konnte ich mich mit der Protagonistin nicht auseinandersetzen und fand das Buch demnach nicht für mich geeignet. Drei Sterne vergebe ich dennoch für die Schreibweise.

Bewertung vom 08.07.2017
Liebe findet uns
Monninger, J. P.

Liebe findet uns


sehr gut

Heather und Jack lernen sich in einem Zug in Europa kennen. Heather ist nach dem Studium auf Europareise und möchte etwas von der Welt sehen bevor sie in New York beginnt zu arbeiten. Jack hingegen reist den Orten hinterher die sein Grossvater in seinem Tagebuch niedergeschrieben hat. Die beiden jungen Leute finden zueinander und bereisen viele Orte, gemeinsam. Doch als sie zusammen beschliessen nach New York zu reisen und dort schon Pläne für ihre gemeinsame Zukunft machen, verschwindet Jack plötzlich ohne jegliche Spur. Niedergeschlagen reist Heather allein zurück. Jedoch wird ihr Leben sie nochmal nach Europa bringen und diesmal sucht sie nach Antworten für Jacks Verschwinden damals.
Obwohl das Buch nicht eher in meinem Genre passt und ich es durch Zufall gelesen habe, fand ich es sehr schön als Jugendliteratur. Es umfasst ein heissgeliebtes Thema, die ersten Liebesgefühle die nicht immer gut ausgehen und trotzdem enthält das Buch viele Passagen die einen zum Nachdenken anregen. Also nicht nur für die jüngere Generation gedacht, ich fand es sehr romantisch und berührend.

Bewertung vom 08.07.2017
Yummy Books!
Nicoletti, Cara

Yummy Books!


gut

Die Idee Rezepte aus bekannten Büchern verschiedener Genres nachzukochen ist eine tolle Idee auf die man erstmal kommen muss. Dafür schonmal ein grosses Lob. Das Nachkochen an sich ist dann aber nicht so beeindrucksvoll verlaufen wie am Anfang beschrieben. An sich haben nicht alle Rezepte eine wirklich appettitanregende Beschreibung und ausserdem verfügt nicht jedes Rezept über eine eigene Abbildung, was für die heutigen Kochbücher einfach ein no go ist. Jedes Rezept sollte also eine Illustration haben, umso den Leser zum Nachkochen zu inspirieren. Darüber hinaus waren manche Gerichte schwierig um detailtreu nachgekocht zu werden.
Das Buch ist in verschiedenen Zeitspannen eingeteilt, die Kindheit, Jugend und das Erwachsenenalter von Cara Nicoletti. Zu den Büchern an sich kann ich sagen, dass mir manch bekannt waren und manche nicht. Die Geschichten von Cara dazwischen sind angenehm zu lesen aber ansonsten nichts so besonderes. Ich würde das Kochbuch nicht unbedingt weiterempfehlen aber das ist natürlich auch Geschmacksache.

Bewertung vom 07.07.2017
Swing Time
Smith, Zadie

Swing Time


sehr gut

Swing Time ist mit Sicherheit kein einfaches Buch das nur mit seinem Volumen beeindruckt. Es ist eine (autobiographische?) Lebensgeschichte zweier Freundinnen, die sich im Tanzunterricht kennenlernen. Und obwohl die Ich-Erzählerin den Traum zur Tänzerin hatte, reicht ihr Talent nicht aus und sie bleibt dem Rampenlicht fern. Doch auch ihr Charakter ist weniger für den großen Ruhm geeignet, da sie mehr im Hintergrund steht, hinter der begabten Freundin und später hinter der Pop Sängerin Aimee, für welche sie als Assistentin arbeitet. Als Letzere in einem Dorf in Ghana eine Mädchenschule eröffnen will findet sich die Protagonistin zwischen zwei Welten.
Tiefgründig und eindrucksvoll berichtet die Autorin neben der Lebensgeschichten über aktuelle Thematiken der Gesellschaft, wie Rassismus, Idealismus und die Suche nach dem eigenen Ich. Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen und obwohl er nicht immer leicht verständlich und einfach zu lesen ist, würde ich das Buch wärmstens jedem empfehlen der ein wenig in die Welt der zwei zum Teil farbigen Mädchen tauchen will und sich selbst vielleicht am Ende etwas näherkommen möchte.

Bewertung vom 19.06.2017
Unsere Seelen bei Nacht
Haruf, Kent

Unsere Seelen bei Nacht


sehr gut

Zwei verwitwete Menschen finden im Alter zueinander mit einer gefühlvollen und rührenden Art und Weise. Addie, 70, klopft eines Abends an der Tür ihres Nachbarn Luis und schlägt ihm vor die Nacht gemeinsam zu verbringen. Dieser Vorschlag hat nichts mit körperlichem Bedürfnis zu tun sondern ganz einfach um etwas Nähe und Geborgenheit, die man mit dem älter werden oft vermisst, falls der Partner früh verstorben ist. Dass man im Alter nicht alleine bleiben muss, erzählt diese Geschichte sehr rührend und zeigt wie wichtig der Kontakt zu anderen Menschen ist, egal ob man jung oder schon älter ist.
Doch leider bleiben diese nächtlichen Plaudereien nicht geheim, die Missgunst der Leute macht sich breit und man sieht wieder mal die Kleinlichkeit der Leute unserer Gesselschaft aber auch oftmals unserer eigenen Familie, was natürlich sehr schade ist. Deshalb regt dieses Buch auch zun Nachdenken an, denn man sollte nicht voreingenommen der älteren Generation gegenüber sein und keine voreiligen Entschlüsse ziehen über ein Verhalten in das man sich manchmal nicht hineinversetzen kann. Lesenswert!

Bewertung vom 19.06.2017
Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8
Löhnig, Inge

Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8


ausgezeichnet

Eine mehr als zwei Jahren verstorbene Frauenleiche wird vergraben durch einem Polizeistpürhund aufgefunden und Kommissar Tino Dühnfort, frisch verheiratet und sein erstes Kind erwartend, beginnt mit den Ermittlungen.
Niemand wurde als vermisst gemeldet und somit ist es schwer die Identität der Leiche ausfindig zu machen, zumal sich die Verwesung ja in einem sehr fortgeschrittenen Stadium befindet. Neben der Leiche befand sich eine kleine Figur in Form eines Affen.
Der Mordfall wird solide aufgeklärt durch einen Kommissar, der als einer unter den "Normallen" gilt und sein Privatleben wird den Leser im Laufe des Buches sehr mitnehmen. Im Buch erscheinen Gewalt und Misshandlung der Eltern an ihre Kinder im Vordergrung und es ist traurig wenn man bedenkt das dies alles andere als Fiktion ist. Der Krimi liest sich sehr flüssig und die Handlung ist meistens sehr spannend, wie auch die Vorgänger der Dühnfort Reihe.
Immer wieder gern gelesen sind die Bücher von Frau Löhnig fast schon zum Ritual für mich geworden.

Bewertung vom 19.06.2017
Teufelskälte / Kommissar Tommy Bergmann Bd.2
Sveen, Gard

Teufelskälte / Kommissar Tommy Bergmann Bd.2


ausgezeichnet

Kommissar Bergmann ermittelt wieder und zwar diesmal bei einem Mordfall, der ihm ein grossen Kopfzerbrechen bereitet. Denn das Muster weisst die gleiche Reihenfolge auf, wie ein 16 Jahre alter Mordfall in Oslo, den er damals gelöst zu glauben hatte. Der damalige Täter sitzt hinter Gittern und Bergmann ist zum ersten Mal am Zweifeln ob er damals den Richtigen gefasst hat.
Fast gleichzeitig zu seinen Zweifel beantragt der damalige Täter Anders Rask erneut die Untersuchung seines Falles, da er plötzlich auf unschuldig plädiert. Hat er damals doch den Falschen gesnappt? Oder gab es gar einen Komplizen?
Spannend bis zur letzten Seite, nicht nur weil das zweite Buch von Gard Sveen einen am Ende etwas irritiert zurücklässt, da das Buch uns auf eine weitere Reihenfolge vorbereitet. Der Schreibstil des Autors ist einfach einzigartig und für einen Kriminalroman einfach ein must read.
Bin jetzt schon auf den dritten Band gespannt und kann das Buch nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 12.06.2017
Ein Sommer in Corona del Mar
Thorpe, Rufi

Ein Sommer in Corona del Mar


ausgezeichnet

Ein sehr gefühlvoller Roman über die Freundschaft zweier Frauen im Laufe der Jahre. Wer denkt, sich mit diesem Roman eine leichte Urlaubslektüre hat zukommen lassen, der irrt sich gewaltig. Dazu muss man schon sagen, dass das Cover etwas irreführend ist, denn man zieht voreilige Schlüsse durch die sommerliche Abbildung. Deshalb glaube ich, dass das Cover nicht das geeignetste für dieses wundervolle Buch ist. Mia und Lorie Ann sind Kindergartenfreundinnen und wobei Mia sich selbst als die zweitschönste und gute fand, die in teils schwierigen Verhältnissen aufwuchs, war Lor diejenige die das heile Heim hatte und behütet aufwuchs. Um so mehr wundert es Mia als ihre einmals beste Freundin, die sie für einige Jahre aus den Augen verlor, eines Tages in Instanbul vor ihr aufkreuzt und ein totalles Wrack ist. Das Leben hat es nicht gut mit ihr gemeint und nach dem Tod ihres Vaterns und ihres Mannes hat sie mit der Behinderung ihres Sohnes zu kämpfen. Das ist alles zu viel für sie und Drogenprobleme sind eines ihrer Abgründe.
Mia macht sich Gedanken wie das Leben einem so mitspielen kann und analysiert nicht zuletzt auch ihren eigenen Weg. Das Buch ist sehr tiefgehend und zeigt dass man zwar vieles aus eigener Entscheidung her kontrollieren kann, aber so manches ist eben auch Schicksal. Sehr empfehlenswert.

Bewertung vom 12.06.2017
Mittsommerleuchten
Hellberg, Åsa

Mittsommerleuchten


sehr gut

Eine angenehme, leichte Urlaubslektüre. Das Buch ist eher ein Frauenroman und eher für die Generation ab fünfzig geeignet. Jüngere Frauen mögen sich damit vielleicht etwas gelangweilt fühlen, da die Themenwahl sie wahrscheinlich nicht ansprechen wird.
Die mitfünfzigere Operndiva Gloria Moreno soll noch einmal die Hauptrolle in der Oper Carmen übernehmen. Der Trubell lässt nicht lange mit sich warten, da bei der Verantstaltung sowohl ihre alte große Liebe, der Tenor Tenor Dominic Evans mit von der Partie sein wird, als auch Sebastian Bayard mit dem sie eine Affäre hatte.
Die ganze Stimmung frischen ihre Schwester Agnes sowie ihre Freundin Kit auf, die beide auch ihre eigenen Männerprobleme haben. Generell handelt das Buch von der Gefühlswelt der drei Frauen, ist locker geschrieben und beeinhaltet viele lustige Szenen die das lesen angenehm und entspannend machen. Eine gute Abwechslung für Zwischendurch.