Benutzername: büchernarr
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Bewertungen

Insgesamt 35 Bewertungen
Bewertung vom 02.05.2017
Die zwei Leben der Florence Grace
Rees, Tracy

Die zwei Leben der Florence Grace


ausgezeichnet

Florrie Buckley ist Waise und wächst mit ihrer Großmutter in einem Dorf in Cornwall auf. Die Verhältnisse sind ärmlich und das Alltagsleben schwierig. Umso überrascher ist Florrie als sie kurz vor dem Tod ihrer Großmutter von ihr erfährt, dass sie Nachkomme einer reichen englischen Familie sei, aus dem Stammbaum ihrer Mutter. Kurzentschlossen begibt sie sich in eine andere Welt und wird alles andere als mit offenen Armen empfangen. Von nun an heisst sie Florence Grace und muss sich mit den Anstandsdamen und dem Savoir vivre widmen. Einziger Lichtblick in ihrem neuen Leben, ihr Cousin Turlington zu dem sie auch tiefere Gefühle entwickeln wird.
Das Buch ist aus der Sicht Florences geschieben, mit einer sehr angenehmen Art die das Kopfkino einfach macht. Es handelt sich um eine gefühlvolle Liebesgeschichte und die Charaktere sowie die Schauplätze sind allesamt sehr detailiert beschrieben.
Die Liebhaber der historischen Liebesromane finden hiermit sicherlich ein neues Lieblingsbuch!

Bewertung vom 30.04.2017
Wünsche, die uns tragen
Hughes, Kathryn

Wünsche, die uns tragen


ausgezeichnet

Das Buch „Wünsche, die uns tragen“ von Kathryn Hughes ist eine gefühlvolle, traurige Familiengeschichte, die mich oftmals ans Taschentuch greifen lies. Beth und Michael haben gleich nach dem Tod von Beths Mutter einen weiteren, noch tragischeren Schicksalsschlag zu erleiden. Ihr geliebter Sohn Jake leidet an einer Nierenerkrankung und braucht dringends eine Nierenspende. Die Eltern kommen hier leider ans Spender nicht in Frage, somit ist die einzige Hoffnung, Beths Vater. Nur, dass sie ihren Vater nie kennengelernt hat und nicht einmal weiss, wer er überhaupt ist.
Anschließend gibt es einen Szene -und Jahreswechsel und wir werden ins Jahr 1976 versetzt, wo wir Stück für Stück mit der Familiengeschichte konfrontiert werden. Geheimnisse werden enthült und es entstehen einige überraschende Wendungen, die den Leser mitreissen.
Eine sehr schöne Geschichte, die sicherlich jeden sofort ans Herz wächst.

Bewertung vom 30.04.2017
Wenn das Eis bricht
Grebe, Camilla

Wenn das Eis bricht


gut

Von dem Autorenduo Camilla Grebe, Åsa Träff habe ich schon das Buch Mann ohne Herz gelesen und meine Rezension lief positiv aus. Etwas weniger gut hat mir jedoch dieses Buch gefallen, wo sich C. Grebe nun als die einzelne Schriftstellerin versucht. Da es sich hier um einen über 600 Seiten Wälzer handelt ist klar, dass es nicht immer spannungsreich zugehen und es manchmal auch zu dem einen oder anderen Tief kommen kann. Dies war für mich der Fall als etwas zu viel persönliches von den Protagonisten erzählt wurde, das man eigentlich im Sog der Ermittlungen weniger brauchte.
Überhaupt wird in dem Buch viel aus der Vergangenheit der Protagonisten aufgeknüpft wobei einiges schon zum Teil mit der Auflösung des Falles zu tun hat. Zu dem Fall selbst: ein reicher Geschäftsmann findet eine Frau enthauptet in seinem Haus vor und verschwindet spurlos. Neben dem Kriminalkommissar arbeitet die Kriminalpsychologin Hanne unterstützend. Ihre Lebenssituationen werden detailiert in der Ich-Form geschildert, doch da ist auch eine dritte Person, Emma, über die wir so einiges erfahren. Der Mord hat viele Ähnlichkeiten mit einem alten ungeklärten Fall und schnell werden hier Zusammenhänge geknüpft.
Die Auflösung ist logisch und nachvollziehbar, nur dass man vom dem Familiendrama der Ermittler etwas übermüdet ist. Fazit: kann man lesen, muss aber nicht.

Bewertung vom 11.04.2017
Lost in Fuseta / Leander Lost Bd.1
Ribeiro, Gil

Lost in Fuseta / Leander Lost Bd.1


ausgezeichnet

Ein portugiesischer Regionalkrimi vom Feinsten! Der Hamburger Kommissar Leander Lost wird durch ein Austauschprogramm nach Portugal geschickt in der Region Algavre. Dort muss er erst mit seinen neuen Kollegen warm werden, was wegen seines etwas eigenartiger Charakters anfangs nicht ganz einfach ist. Fakt ist nämlich, dass er milde Anzeichen des Asberger-Autismus vorzeigt, was die Kommunikation mit seinen Mitmenschen etwas erschwert. Doch als die übrigen Kollegen, Graciana Rosado und Carlos Estevez, nicht zuletzt mit Hilfe von Soraia, der Schwester Rosados, verstehen wie Leander tickt, ist nun alles einfacher. Gleich am ersten Tag seiner Ankunft in Algavre Findet sich Leander schon mit einem Mordfall konfrontiert und hilft wesentlich zu seiner Auflösung.
Die landschaftliche Atmosphäre des Buches ist neben dem Kriminalfall das A und O, die Beschreibungen sind einfach fantastisch und man möchte direkt den Flieger nehmen. Tolle Sommer-Vorbereitung und eine Krimiart von der ich gerne die Fortsetung lesen möchte. Und deren Fortsetzung, und die danach bestimmt auch und..

Bewertung vom 11.04.2017
Das Brombeerzimmer
Töpfer, Anne

Das Brombeerzimmer


sehr gut

Nora erleidet einen Schicksalsschlag als ihr geliebter Ehemann durch eine Herzmuskelerkrankung plötzlich stirbt. Nora leidet sehr und versucht ihre Trauer mit Marmeladenkochen zu überwinden, da dies das gemeinsame, geliebte Hobby der beiden war. Als sie beim Aufräumen einen Brief von einer Verwandten Julians findet, macht sie sich auf der Suche nach ihr. Klara wohnt in Mecklenburg Vorpommen und ist ebenfalls vernarte Marmeladenköchin.
Bevor Julian starb wollte er seine Frau mit einem Überraschungsrezept von Klara noch eine Freude machen, aber dazu kam es ja leider nicht.
Die übrige Verwandschaft ist nicht gerade froh über Noras Entscheidung, Tante Klara zu besuchen, da diese auch ein Geheimnis verbirgt. Die beiden Frauen kommen sich peau a peau näher und eine neue Freundschaft entsteht. Und das Geheimnis bleibt natürlich nich länger eins.
Eine zu beginnend traurige, gefühlvolle Story, treffend erzählt mit einem Schuss Spannung am Ende, bestens für unterhaltsame Lesestunden zu empfehlen. Die Marmeladenrezepte sind das i-Tüpfelchen des Buches und da ich selbst sehr gerne Marmeladen koche, bleiben sie sicherlich nicht unausprobiert!

Bewertung vom 07.04.2017
Mit jedem Jahr
Van Booy, Simon

Mit jedem Jahr


ausgezeichnet

Ein rührender Roman, der eine Vater-Tochter Beziehung beschreibt bsw. Onkel-Nichte Beziehung und die zeigt, das Menschen sich aus Liebe ändern können. Die kleine Harvey wird zur Weise als ihre Eltern plötzlich bei einem Autounfall ums Leben kommen. Als einziger Verwandter und Erziehungsberechtigter wird ihr Onkel Jason ausfindig gemacht, ein ehemaliger Sträfling, der anfangs alles andere als geeignet für die Vaterrolle erscheint. Dennoch entpuppt sich Jason als liebevoller und gefühlvoller Vaterersatz und die kleine Harvey findet einen würdigen Elternteil. Jason ändert sich durch Harvey auch in seinen Gewohnheiten zum Guten und erkennt Stellen an sich, die er nicht von sich kannte.
Die Geschichte springt von der Gegenwart in die Vergangenheit, da Harvey und Jason sich in der Gegenwart treffen und mithilfe einer Geschenkbox von Harvey an ihren Onkel in Erinnerungen abtauchen.
Die Geschichte ist darüber hinaus sehr treffend erzählt und die Protagonisten schliesst man sofort ans Herz, obwohl Jason einem am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag. Da die Story auch relativ kurz ist, kommt keine Langeweile auf und sie ist im Nu durchgelesen. Vier aus fünf Sterne von mir.

Bewertung vom 24.03.2017
Die Zeit der Ruhelosen
Tuil, Karine

Die Zeit der Ruhelosen


ausgezeichnet

Eine anspruchsvolle Lektüre über die überraschende Wendungen im Leben. Es wird die Geschichte dreier Männer erzählt, deren Lebensgeschichten sich im Laufe des Buches in irgendeiner Art und Weise zusammenfügen, obwohl sie anfangs wenig miteinander gemein haben. Roman Rollar kehrt nach einem Militäreinsatz mit phyhischem Trauma zurück und kann sich nur schwer im sozialen Leben wieder einfinden. Osman Diboula, ein farbiger Politiker, ist soweit erfolgreich, seiner dunklen Hautfarbe aber wegen stösst er auf gewisse Barrieren, die in Endeffekt auch seine Ehe zerstören.
Und Marion Vély, reich erzogen, ein Jude, der dies zu verleugnen versucht und erfolgreicher Unternehmer. Er verliebt sich in eine Frau, die ihn aber im Laufe des Buches verachtet, und welche eine Vergangenheit mit Roman hatte. Dies ist nur der Gipfel seines Unglücks, denn es folgen viele Weitere und seine Leben wird ruiniert, sei es durch den Tod seiner Ex-Frau oder einer Kampagne gegen ihn, die seinem Ruf unmittelbar schadet.
Gleichzeitig ist das Buch mit vielen Ereignissen bereichert, die es und die problematische Atmosphäre perfekt ergänzen, wie der Sturz der Twin Towers in New York, der Krieg in Afganistan und im Irak, sowie die Schwierigkeiten die jeder von ihnen in verschiedenen Lebensphasen gegenübertreten muss.
Als sie sich später unter bestimmten Verhältnissen in den Irak gegenübertreten, kommt es zu einem wichtigen Wendepunkt.
Ein Buch, das man nicht so leicht aus der Hand legen kann.

Bewertung vom 10.03.2017
Meer Liebe auf Sylt
Thesenfitz, Claudia

Meer Liebe auf Sylt


ausgezeichnet

Das Cover des Buches reist einem sofort mit in den Sommer und man ist schon erfreut bevor man mit dem Lesen beginnt. Und die Freude bleibt erhalten, da dass Buch witzig spritzig und mit viel Gefühl und Humor erzählt wie unterschiedliche Menschen zu Freunden werden, wie Veränderungen im Leben einen neuen Sinn geben und dass man nie nie sagen sollte.
Alles beginnt mit dem Geburtstag der 2-jährigen kleinen Emma, der auf Sylt mit ihrer Mutter und den zwei Grossmüttern gefeiert werden soll. Letztere können sich jedoch nicht ausstehen, sei doch die eine eine knallharte Karrierefrau und die andere eine vegan lebende Yogalehrerin. Als die Mutter von Emma, Alexandra, kurzentschlossen nach Amerika reist um dort ihren Mann angeblich von einem Seitensprung zu bewahren, bleiben die Omas alleine mit Emma zurück. Die Konfrontationen warten nicht lange auf sich, doch beide Frauen lernen einige ihrer neuen Seiten kennen und werden letztendlich zu Freundinnen. Jana, die Schwester von Alexandra, frisch getrennt und auf Sinnsuche, begleitet als Patentante Emmas das Ganze und kommt auch zu neuen Erkenntnissen.
Fazit: ein gute-Laune Buch, dass sich einfach liest und mir sehr angenehme Lesestunden bereitet hat. Deshalb vergebe ich für ein Buch dieses Genres 5 Sterne.

Bewertung vom 05.03.2017
Der grüne Palast
Hohmann, Peggy

Der grüne Palast


sehr gut

Der grüne Palast von Peggy Hohmann ist ein fiktiver historischer Roman. Schauplatz sind Österreich und Brasilien im Jahre 1816. Ein wichtiges Ereignis, die Heirat der Erzherzogin Leopoldine mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro, aus politischen Gründen, wird ihr Leben für immer verändern. Ihre Reise nach Brasilien, das sie von nun an als ihre neue Heimat betrachten soll, erfolgt nicht problemlos. Gräfin Lazansky begleitet die Erzherzogin bei ihrer langen Reise und dort angekommen werden die beiden Frauen mit der politischen Unsicherheit die in der neuen Heimat herrscht, konfrontiert sowie mit der ganz und gar fremden Lebensart, die der des Adels kaum vergleichbar ist. In dem Buch geht es aber auch um Liebe und Verrat, Freundschaft und Hass und das alles kombiniert mit der exotischen Kulisse Braziliens.
Was noch wichtig zu erwähnen ist: das Buch ist in Briefform geschrieben, was vielleicht nicht jedermann Sache ist. Es wird dadurch direkter und lässt einen einfacher in die Gefühlswelt des jeweiligen Erzählers hineinschlüpfen, jedoch wirkt es manchmal zu eintönig. Mir hätte der übliche Erzählstil besser gefallen, wobei ich aber auch die Geschichte so genossen habe.

Bewertung vom 02.03.2017
Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer
Defaux, Tina; Kirschbacher, Laura

Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer


gut

Das Buch kam in Ringbuchformat an, was mich weniger begeistert hat, weil es so einen etwas provisorischen Eindruck macht. Das Cover jedoch ist sehr farbenfroh und macht sofort Lust zum Nachbasteln.
Der Inhalt ist in veschiedenen Themen geteilt, über Osterzeit bis hin zu Vater-und Muttertag, den Sommer, sogar ein paar Rezepte sind enthalten. Bei jeder Idee wird auch der Aufwand, den man zur Verwicklichung der Bastelidee braucht erwähnt sowie die Materialien die man dafür benötigt. Somit weiss man schon von vornerein, ob man sich damit befassen möchte.
Die Ideen an sich sind waren dann aber weniger innovativ und besonders, sondern eher gewöhnlich und ohne das gewisse Etwas. Man kann natürlich als Bastelfan ein paar Anregungen entnehmen aber sobald man diverse Begriffe im Internet eingibt, findet man schon sofort zahlreiche Variationen.
Nicht Neues also, einfach nur nett um einen kompakten Einband zu besitzen, was man aber in Ringbuchformat auch einfach selbst drucken und "zusammenbasteln" kann.