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Ach, mein viel zu großes Herz...Robin ist ein pfiffiger Kerl mit einem treuen Kuscheltier, liebevollen Eltern, prima Großeltern, einer kleinen Schwester - und einem sehr großen Herzen. Einem viel zu großen. Gerade verliebt er sich andauernd in dieses oder jenes Mädchen, in Frau Tineke, seine Kindergärtnerin - und in Mama ist er sowieso dauerverliebt. Seine lustigen Einfälle machen den Alltag wunderbar bunt, und sein leicht berührtes Herz - ob fröhlich, ob traurig - zeigt genau, wie tief, wie wunderbar dieses Leben ist. Marije Tolman fängt in ihren Bildern die herrliche Freiheit dieser…mehr

Produktbeschreibung
Ach, mein viel zu großes Herz...Robin ist ein pfiffiger Kerl mit einem treuen Kuscheltier, liebevollen Eltern, prima Großeltern, einer kleinen Schwester - und einem sehr großen Herzen. Einem viel zu großen. Gerade verliebt er sich andauernd in dieses oder jenes Mädchen, in Frau Tineke, seine Kindergärtnerin - und in Mama ist er sowieso dauerverliebt. Seine lustigen Einfälle machen den Alltag wunderbar bunt, und sein leicht berührtes Herz - ob fröhlich, ob traurig - zeigt genau, wie tief, wie wunderbar dieses Leben ist. Marije Tolman fängt in ihren Bildern die herrliche Freiheit dieser sensiblen Kinderseele großartig ein und hat luftige Augenweiden geschaffen, die Jung und Alt zum Verweilen einladen.
Autorenporträt
Sjoerd Kuyper, geboren 1952 in Amsterdam, ist ein bekannter und vielfach prämierter niederländischer Autor, der bereits mehr als fünfzig Bücher veröffentlicht hat. Außerdem schreibt er Texte für Fernsehserien, Kinofilme und für das Theater. 2012 wurde er mit dem Theo-Thijssen-Preis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet, für die Geschichten über Robin erhielt er mehrfach den Silbernen und auch den Goldenen Griffel. www.sjoerdkuyper.com
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 20.05.2022

Eine schöner als
die andere
Sjoerd Kuyper erzählt von einem
kleinen Jungen, der alle liebt
Schon nach den ersten Zeilen dieses Buches würde man als Erwachsener gerne schrumpfen – auf Gemüt, Verstand und Weltvertrauen des kleinen Helden Robin, fünf Jahre alt. Man möchte mit ihm aufwachen, an einem Frühlingssonntagmorgen. Kuschelschweinchen Schnuff schnurcht zwar noch, aber der Tag verspricht tausend Abenteuer, in der Erzählung „Robin ist verliebt“ des Niederländers Sjoerd Kuyper. Was auf den ersten Blick wie eine naive, romantisierende Geschichte erscheint, ist etwas anderes: eine Erzählung aus der Weltsicht eines kleinen Kindes – einfühlsam übersetzt von Eva Schweikart – , eines Kindes, das in einem fürsorglichen und liebevollen Milieu aufwächst, mit Mama, Papa und Baby Suse, die Robin immer in den Bauch piksen kann, „bis sie tausend Jahre alt ist, weil ich dann nämlich schon älter als tausend bin“. Natürlich verspricht der Junge, dass er das nur ganz sachte tun wird.
Was Robins Universum bestimmt, machen Marije Tolmans Illustrationen kongenial sichtbar – voller Fantasie, Farbe und Freundlichkeit auf den Punkt gebrachte Szenen, die federleichten Karikaturen ähneln. Es wimmelt in den Bildern von Herzchen, denn Robin und die Liebe – das ist ein ganz besonderes Kapitel. Es gibt ja um ihn herum so viele liebenswerte Geschöpfe: Frau Tieneke, die Erzieherin, die Uroma, genannt „Öhmchen“, und die Kindergartenfreundin Nellie. Jedenfalls, bis sie sagt, er sei ein Blödhammel, weil verliebte Leute sich heiraten wollen und Robin doch keine alte Uroma heiraten könne. Aber da ist ja noch Sofie aus der ersten Klasse. Sie lächelt Robin immer an, bis sich seine Beine wie Schlabberjoghurt anfühlen. Und nicht zu vergessen: hundert und noch mehr Mädchen am Strand. Eines schöner als das andere! Und ja, Evi aus dem Kindergarten liebt er auch, deren Papa schon tot ist. Robins Herz ist einfach riesengroß. Und seine Neugier aufs Leben genauso.
Da die Tage nicht nur aus frühlingsfrischen Sonntagmorgen und heftigen „Verliebungen“ bestehen, wird er auch mit traurigen Seiten des Lebens konfrontiert, mit Öhmchens Tod. Aber die tröstlichen Worte und Gesten von Mama, Papa und Opa mindern den Schmerz und die Angst. Sie geben dem Kind Geborgenheit, Vertrauen und Zuversicht. Autor und Illustratorin spinnen dieses Milieu wie eine Art luftigen Kokon um den kleinen Helden herum. Nicht verniedlichend, nicht verkitscht oder pädagogisch überhöht, sondern mit unaufgeregt freundlichen und verständlichen Worten, die die Kinder erfreuen und erwachsenen Menschen zwischen den Zeilen mitteilen: So soll es sein. So kann es sein. (ab 4 Jahre)
SIGGI SEUSS
Sjoerd Kuyper: Robin ist verliebt.
Mit Illustrationen von Marije Tolman.
Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart.
Urachhaus 2022. 148 Seiten, 16 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

In "Robin ist verliebt" zeigen Sjoerd Kuyper und die Illustratorin Marije Tolman wie es sein könnte, und das ohne zu beschönigen oder zu pädagogisieren, freut sich Rezensent Siggi Seuß. Robin wächst in einem Umfeld voller Liebe, Geborgenheit und Verständnis auf - den besten Voraussetzungen also, um Neugier und Liebe zu entwickeln für seine Umwelt, aber auch, um mit Leid und Verlust umzugehen, lesen wir. Denn jedes noch so glückliche Kind wird irgendwann einmal mit Unglück konfrontiert, das wissen auch Kuyper und Tolman und das muss auch ihr  kleiner Held Robin erfahren. So gelingt dem niederländischen Duo ein wunderbares, wahrhaftiges Buch aus "der Weltsicht " eines Fünfjährigen, lobt der berührte Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH