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Senator Brian Paulson will die Bandenkriminalität in Boston stoppen. Als seine Putzfrau Jenna ein Foto von ihm und einem Gangsterboss entwendet, geraten die Dinge außer Kontrolle. Das Detektivduo Kenzie und Gennaro soll ermitteln und befindet sich plötzlich im Straßenkrieg. Das großartige, rauhe Debüt von Bestsellerautor Dennis Lehane in neuer Übersetzung.…mehr

Produktbeschreibung
Senator Brian Paulson will die Bandenkriminalität in Boston stoppen. Als seine Putzfrau Jenna ein Foto von ihm und einem Gangsterboss entwendet, geraten die Dinge außer Kontrolle. Das Detektivduo Kenzie und Gennaro soll ermitteln und befindet sich plötzlich im Straßenkrieg. Das großartige, rauhe Debüt von Bestsellerautor Dennis Lehane in neuer Übersetzung.
  • Produktdetails
  • detebe Diogenes Taschenbücher Bd.30030
  • Verlag: Diogenes
  • Originaltitel: A Drink Before the War
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 352
  • Erscheinungstermin: 24. August 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 126mm x 22mm
  • Gewicht: 331g
  • ISBN-13: 9783257300307
  • ISBN-10: 3257300301
  • Artikelnr.: 44841776
Autorenporträt
Dennis Lehane, irischer Abstammung, geboren 1965 in Dorchester, Massachusetts, schrieb für 'The Wire' und war Creative Consultant für 'Boardwalk Empire'. Seine erfolgreich verfilmten Bücher 'Mystic River' und 'Shutter Island' sind Weltbestseller. Dennis Lehane lebt in Los Angeles und Boston.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Ein Junge aus einem Arbeiterviertel in Boston wird von zwei Männern entführt und tagelang missbraucht. Hinterher trägt er das Stigma des Opfers mit sich herum, als wäre er selbst schuld an dem, was ihm widerfuhr. Auch seine beiden Freunde, die mit ansahen, wie er zu den falschen Polizisten ins Auto stieg, meiden ihn. 25 Jahre lang, bis eine neue Gewalttat die alten Wunden aufreißt. Lehane hat 2001 mit "Mystic River" einen großen amerikanischen Roman geschrieben: weit ausladend, melodramatisch, mit voller Gefühlswucht. Seine filigrane Sprache und sein feines psychologisches Gespür binden das Pathos und erden die Tragik, sodass die Geschichte kaum einmal ins Triviale kippt. Clint Eastwoods Verfilmung griff 2003 diese Stimmung in wunderbar melancholischen Bildern auf.

Ganz behutsam interpretiert auch Stefan Kaminski: Flüssig, ohne zu stocken, folgt er dem schwermütigen Rhythmus Lehanes. Ein rauer Ton legt sich dabei wie Nebel um seine klare Stimme. Zäh, als klebe ein unsichtbares Gewicht an ihnen fest, entfalten sich Worte und Sätze. Die unheilvolle Kraft des Verdrängens und Verschweigens, die Lehanes Protagonisten gefangen hält, findet darin hörbaren Ausdruck.

© BÜCHERmagazin, Stefan Volk (smv)

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 17.11.2016

Die durchsiebte
Putzfrau
Ein früher Boston-Krimi
von Dennis Lehane
Dennis Lehane ist im Bostoner Stadtteil Dorchester aufgewachsen, was nicht verwundert, da Lehane aus einer irischstämmigen Familie stammt. Dorchester, so erklärt er es in seinem Roman „Ein letzter Drink“, Dorchester ist „ein Dörfchen“, in dem ein irischstämmiger Amerikaner bleibt, „weil man sich eine bequeme, wenn auch etwas ärmliche Existenz aufgebaut hat, in der mit keinen großen Veränderungen zu rechnen ist“. In Dorchester waren alle „irisch, polnisch oder etwas, das als irisch oder polnisch durchging“.
  „Ein letzter Drink“ ist das erste Buch von Dennis Lehane, er soll es innerhalb weniger Wochen geschrieben haben. Es erschien 1994 unter dem Titel „A Drink Before the War“ in den USA, wurde im selben Jahr mit dem Shamus Award ausgezeichnet – und nun ein zweites Mal ins Deutsche übersetzt. Es ist der Auftakt zu einer kleinen Reihe, in deren Mittelpunkt der Privatdetektiv Patrick Kenzie steht, ein irischstämmiger Amerikaner aus Dorchester, Boston. Kenzies Vater war in dieser Welt, dem ärmlichen Dörfchen, ein Held: ein Feuerwehrmann, der Kindern selbstlos das Leben rettete. Und der zu Hause seine eigene Familie verprügelte. In Dorchester aber kann eine solche Realität einem Helden kaum etwas anhaben.
  Diese Welt gerät nun in Kontakt mit der großen Politik, die von Dorchester im Grunde nicht viel wissen will, nicht vom weißen Teil der Stadt – und erst recht nicht vom schwarzen, in dem Banden entscheiden, wer es nachts lebend nach Hause schafft. Drei feine Herren aus dem Bundessenat nehmen Kontakt zu Kenzie auf, er soll Dokumente zurückbringen, die eine Putzfrau aus einem Parlamentsbüro gestohlen haben soll. Es dauert nicht lange, bis diese Frau von Kugeln durchsiebt wird und der Privatermittler Patrick und seine Kollegin Angie sich fragen, ob sie in dieser Angelegenheit auf der richtigen Seite stehen.
  Der vierte Teil der Detektivreihe um Patrick und Angie ist 2007 von Ben Affleck verfilmt worden, „Gone Baby Gone“ hat diverse Preise gewonnen und ist nur eine von vielen erfolgreichen Lehane-Verfilmungen. Auf seinem gleichnamigen Roman beruht Clint Eastwoods Missbrauchsfilm „Mystic River“, für den Sean Penn und Tim Robbins beide einen Schauspieler-Oscar gewannen. In „Shutter Island“ von Martin Scorsese kommt Leonardo DiCaprio als Ermittler in ein Irrenhaus und dann nicht mehr hinaus. Auch diese beiden Geschichten spielen im Großraum Boston.
  „Ein letzter Drink“ ist verglichen mit diesen komplexen Geschichten nur ein sehr solider, aber unterhaltsamer Krimi. Erzählt wird aus der Perspektive des geprügelten Heldensohns Patrick Kenzie, der – schwer verliebt in seine Ko-Ermittlerin – dicke Knarren, Rassismus in Boston und seine düstere Kindheit verknüpft. 2010 erschien der sechste und bislang letzte Teil der Reihe.
KATHARINA RIEHL
  
Dennis Lehane: Ein letzter Drink. Aus dem Englischen von Steffen Jacobs. Diogenes Verlag, Zürich 2016. 368 Seiten, 16 Euro.
Das düstere Amerika:
Rassismus und ein
prügelnder Heldenvater
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