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Wie in seinem gefeierten Roman "Harmonia Caelestis" spielt Péter Esterházy mit der Identität und treibt sein Spiel hier auf die Spitze. Er wird zu Kornél Esti, dem charmantesten Romanhelden der Literatur aus Ungarn, einer Erfindung des großen Schriftstellers Dezsö Kosztolányi. Esterházy schlägt Haken und Kapriolen, taucht ab - bis alles, jede Begebenheit, jeder Gedanke die Form von Kornél Esti annimmt. Esti kann eine Studentin in skandalös kurzen Röcken sein, die Jungfrau Maria oder auch ein betender Karpfen. Zugleich schreibt Péter Esterházy aber auch seinen eigenen romanhaften Lebenslauf, denn "Kornél Esti - c'est moi". Ein echter Esterházy!…mehr

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Produktbeschreibung
Wie in seinem gefeierten Roman "Harmonia Caelestis" spielt Péter Esterházy mit der Identität und treibt sein Spiel hier auf die Spitze. Er wird zu Kornél Esti, dem charmantesten Romanhelden der Literatur aus Ungarn, einer Erfindung des großen Schriftstellers Dezsö Kosztolányi. Esterházy schlägt Haken und Kapriolen, taucht ab - bis alles, jede Begebenheit, jeder Gedanke die Form von Kornél Esti annimmt. Esti kann eine Studentin in skandalös kurzen Röcken sein, die Jungfrau Maria oder auch ein betender Karpfen. Zugleich schreibt Péter Esterházy aber auch seinen eigenen romanhaften Lebenslauf, denn "Kornél Esti - c'est moi". Ein echter Esterházy!

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D, L ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser Berlin
  • Seitenzahl: 352
  • Erscheinungstermin: 25.02.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783446242777
  • Artikelnr.: 37257219
Autorenporträt
Esterházy, Péter
Péter Esterházy wurde 1950 in Budapest geboren. Für Harmonia Cælestis (dt. 2001) erhielt er u. a. den Ungarischen Literaturpreis, 2004 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach Esti (2013) erschien bei Hanser Berlin zuletzt Die Mantel-und-Degen-Version (2015) und Die Markus-Version (2016). Péter Esterházy ist im Juli 2016 in Budapest gestorben.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Jede Menge Herausforderungen erkennt Ernst Osterkamp in diesem Roman von Péter Esterházy. Da ist zum einen die Identitäten wie Kleider wechselnde Titelfigur, die wahlweise ein Hund, ein Käfer oder ein Gemälde sein kann, vor allem aber Dezső Kosztolányis "Kornel Esti" in vielem nacheifert, wie Osterkamp belustigt feststellt. Es hilft sehr, meint der Rezensent, Kosztolányis Figur zu kennen, doch man muss es nicht unbedingt. Zum anderen fordert den Leser laut Osterkamp die vom Autor offenbar mit Lust betriebene Fragmentierung der Geschichte. Mitunter weiß der Rezensent nicht so genau, ob es sich dabei noch um Dichtung handelt, zumal, und hier sieht Osterkamp einen Unterschied zu Kosztolányis Figur, Esterházys Esti ungesellig, eine "einsame Kopfgeburt" ist, wenn auch von nahezu unbegrenztem narrativen Potential, das dem Rezensenten trotz aller damit verbundenen Mühen für den Leser letztlich doch als großes Geschenk erscheint.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 30.08.2013
Einer liefert den Lebensstoff, der andere schreibt ihn auf
Péter Esterházy macht Ernst: In "Esti" dichtet er seinem literarischen Alter Ego wechselnde Identitäten und alle möglichen Lebensentwürfe an

"Kornél Esti - c'est moi." Mit diesem emphatischen Bekenntnis, das Gustave Flauberts Eingeständnis seiner Identität mit derjenigen seiner Figur Emma Bovary variierend zitiert, schloss Péter Esterházy sein Nachwort zu "Ein Held seiner Zeit. Die Bekenntnisse des Kornél Esti". Nun hat Péter Esterházy in einem furiosen Spiel mit den Identitäten den Beweis für seine starke These vorgelegt: "Esti", ein Buch aus vielen Geschichten, in denen Esterházy sich Kosztolányis mit flexibler Identität ausgestattete Schelmenfigur ganz und gar zu eigen macht. So weit jedenfalls, als man sich einen "aus Worten gewobenen Mann" - so wird er in diesem Buch genannt - zu eigen machen kann.

Da Esterházys Esti nicht mehr Kosztolányis Esti ist, muss der Leser nicht unbedingt Kosztolányis Bücher "Kornél Esti" (1933) und "Die Abenteuer des Kornél Esti", erschienen 1936 im Todesjahr dieses liebenswürdig-eleganten Erneuerers der ungarischen Literatur, kennen, um Esterházys Buch lesen und lieben zu können. Nur wird es seine Freude an der Virtuosität, mit der Esterházy erzählerisch mit Lebensentwürfen und Identitäten jongliert, doch beträchtlich steigern, wenn er dessen Variationen der Themen und Zitate aus Kosztolányis Büchern mit bewunderndem Blick für die Abweichungen, Überbietungen und auch Auslöschungen identifizieren kann. Das geht hinein bis in die Struktur des Buches, das auf 77 Geschichten präludierenden Charakters (manche von ihnen nur zwei oder drei Zeilen lang) zwei Hauptteile folgen lässt, die die Titel von Kosztolányis Büchern tragen: "Kornél Esti" und "Die Abenteuer des Kornél Esti".

Deszö Kosztolányi hatte Esti als sein ungebärdiges Alter Ego erfunden, als eine Spielfigur seiner Einbildungskraft, die mit schönster Prinzipienlosigkeit lebt, während sein Autor schreibt; Esti liefert dem Autor den Lebensstoff, die Träume, Phantasien und Erlebnisse, die dieser für sein Schreiben braucht, aber er liefert sie nur in Fragmenten, die sich nicht "zu irgendeiner läppischen Geschichte", zu einer Biographie, zu einer geschlossenen Handlung oder gar zu einem Roman runden. Kosztolányis "Kornel Esti" erzählt deshalb Fragmente aus dem Leben seines Nicht-Helden oder lässt diesen selbst solche Fragmente erzählen, denn Esti ist natürlich auch ein Schriftsteller: heiter und human, aber gnadenlos, wenn es um literarische Qualität geht, wie die Geschichte zeigt, in der Esti seinen Lebensretter nur deshalb in die Donau stößt, weil dieser ihm ein schlechtes Gedicht vorgelesen hat.

Esterházy macht Ernst mit Estis von Kosztolányi übernommener literarischer Daseinsform, indem er sie ins Extrem steigert. Er stellt den "einzigen Helden dieses Buches" in dem sieben Zeilen umfassenden ersten Text vor, indem er ihn in ein Fragment verwandelt; dem einleitend zitierten Satz "Auf der dunklen Straße ging ein junger Mann mit hochgeklapptem Kragen", mit dem Kosztolányi die konventionelle Einführung von Romanhelden parodiert hatte, folgt die Versicherung von Esterházys Esti: "Ich bleibe Fragment." Das tut er mit höchster Konsequenz: Esterházy fragmentiert seinen Esti in einem großen erzählerischen Kaleidoskop aus wechselnden Identitäten und alternativen Lebensentwürfen und revidiert jede dieser Existenzformen in fragmentarischen Geschichten. Irgendwo in diesem großen Buch heißt es urromantisch: "Fragment, das heißt Dichtung." Allerdings fragt sich der Leser dieses überreichen Buchs gelegentlich doch auch, ob deshalb schon jedes Fragment Dichtung sein muss.

"Esti ist ein Name, der zwar schon besetzt ist, der aber neckisch von sich behauptet, er sei leer, zu füllen, noch (immer noch!) unbestimmt, er sagt: Sei das Unendliche. Nennt mich Kornél Esti." Das beinhaltet für Esterházy naturgemäß auch die Möglichkeit zur unendlichen Abwandlung und Neuformulierung der eigenen Biographie; schließlich nannten, wie er in seinem Kosztolányi-Nachwort berichtet, schon seine Kommilitonen auf der Universität ihn Esti: "Das ist bisher meine größte Auszeichnung." Was also, wenn er nach seiner Geburt im Krankenhaus mit Esti vertauscht worden wäre, weil Estis Name demjenigen "einer großen ungarischen Aristokratenfamilie" ähnelt? Esterházy könnte, so die Antwort, dem großen Roman seiner Familie "Harmonia Caelestis" eine neue Variante hinzufügen: "Romanplan. Harmonia-Variante. - Ich sage die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass Kornél Esti im Krankenhaus vertauscht wurde." Denn Esti ist ein Name für die Freiheit des Schriftstellers gegenüber den Ansprüchen der Wirklichkeit und den Zumutungen des eigenen Lebens.

So kann Esti in dem Geschichtenreichtum dieses Buches auch ein Hund sein, dem leider von einem Kind plötzlich Schlimmes widerfährt, oder er kann sich, wie einst Gregor Samsa, in einen Käfer (denn Esti vergisst natürlich nie, was er gelesen hat), in ein zweidimensionales Gemälde verwandeln - in eines freilich, das mit klarstem Bewusstsein auf seine Zerstörung wartet: "Warten auf die riesige Hand, die in Stücke reißen wird." Wie denn überhaupt zu sagen ist, dass es in Estis Geschichten nicht friedfertiger und harmonischer zugeht als in unserer heutigen Wirklichkeit. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen Esterházys Esti und Kosztolányis Esti, von dem ihn achtzig Jahre, ein Weltkrieg, eine lange Diktatur und komplizierte postsozialistische Entwicklungen trennen, wovon manches in diesem Buch aufscheint. Bei seinem Erfinder war Esti eine gesellige Figur von letztlich liebenswürdiger Ironie und als solche ein Produkt der Budapester Kaffeehauskultur in der Zwischenkriegszeit; viele seiner Geschichten spielen im Kaffeehaus. Bei Esterházy dagegen ist Esti entschieden ungesellig ("heutzutage gibt es keine Kaffeehäuser"), eine einsame Kopfgeburt, die alle narrativen und biographischen Potentiale in sich zu saugen vermag und gerade deshalb letztlich für sich bleiben muss.

Die Einsamkeit, Illusionslosigkeit, ja Gleichgültigkeit seiner Figur - dies auch in dem Sinne, dass Estis sämtliche Figurationen von gleicher Gültigkeit sind - bilden den Grund dafür, dass der Erzähler und Sprachkünstler Péter Esterházy seinem Esti nur wenig Handlung zumutet, was er freilich ebenfalls zum Gegenstand seiner Ironie erhebt: "Hol's der Geier, dachte Esti statt Scheiße, daraus wird schon wieder kein Heller (keine Quäntchen) Handlung. Dabei, liest er, ist die Handlung zurückgekehrt." Der große erzählerische Atem jedenfalls kann und soll sich in dem kleinteiligen Sprachgeschehen dieses Buches nicht entfalten; dafür beschenkt Esterházy seine Leser überreich mit Erfindungskraft, Sprachwitz, Anspielungsreichtum - wobei freilich der Reichtum an Anspielungen den deutschen Leser oft auch ratlos lässt. Esterházys leidenschaftliche Sprachverliebtheit hat an seine Übersetzerin Heike Flemming die größten Herausforderungen gestellt; sie hat sie bravourös bewältigt.

ERNST OSTERKAMP

Péter Esterházy: "Esti".

Aus dem Ungarischen von Heike Flemming. Verlag Hanser Berlin, Berlin 2013. 366 S., geb., 24,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Vor einigen Jahren hat Péter Esterházy den guten alten Familienroman neu erfunden. Nun sein neuer Geniestreich: eine Autobiographie, wie es noch keine gegeben hat. Schwindlig werden könnte einem vor Vergnügen über beinahe jeden Satz. ... Heike Flemming hat das Buch aus dem Ungarischen wunderbar übersetzt." Wolfgang Herles, ZDF das blaue sofa, 22.02.13

"Ein moderner Schelmenroman. ... Wer sich für sprachspielerische und geistig widerständige Literatur interessiert, für den ist Péter Esterházys 'Esti' reine literarische Kraftnahrung." Andreas Trojan, BR 2 Diwan, 30.03.13