Väter und Söhne (Edition Anaconda) - Turgenjew, Iwan S.
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Auf Kirsanows Gut herrscht dicke Luft. Nach dem Studium ist sein Sohn Arkadi heimgekehrt und bringt neben seinem Freund Basarow allerhand neumodische Ideen mit: dass alle Künste nichts als Romantik seien und man sämtliche Autoritäten und moralischen Werte ablehnen müsse. 'Nihilismus' ist das in den Augen des Alten - und Anlass zu einem heftigen Generationenkonflikt. Grau jedoch wird alle Theorie, als Basarow sich in die schöne Anna verliebt. 'Väter und Söhne' spielt zur Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland und ist Turgenjews bedeutendster Roman.…mehr

Produktbeschreibung
Auf Kirsanows Gut herrscht dicke Luft. Nach dem Studium ist sein Sohn Arkadi heimgekehrt und bringt neben seinem Freund Basarow allerhand neumodische Ideen mit: dass alle Künste nichts als Romantik seien und man sämtliche Autoritäten und moralischen Werte ablehnen müsse. 'Nihilismus' ist das in den Augen des Alten - und Anlass zu einem heftigen Generationenkonflikt. Grau jedoch wird alle Theorie, als Basarow sich in die schöne Anna verliebt. 'Väter und Söhne' spielt zur Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland und ist Turgenjews bedeutendster Roman.
  • Produktdetails
  • Edition Anaconda
  • Verlag: Anaconda
  • Artikelnr. des Verlages: .550225, 550225
  • Seitenzahl: 254
  • Erscheinungstermin: April 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 134mm x 28mm
  • Gewicht: 327g
  • ISBN-13: 9783730602256
  • ISBN-10: 373060225X
  • Artikelnr.: 41778420
Autorenporträt
Iwan S. Turgenjew, geb. 1818 in Orel, gest. 883 in Bougival bei Paris gestorben, stammt aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den großen europäischen Novellendichtern. Seine Novellistik bedeutet einen Höhepunkt der Gattung in der russischen Literatur.
Rezensionen
Besprechung von 09.10.2018
„Er ist Nihilist, Onkelchen“
Gert Westphal inszeniert Turgenjew
Das Klavier spielt, einer fragt, ob noch immer nichts zu sehen sei und gleich erklärt die freundliche Erzählerstimme, dass der rundliche, fast weißhaarige Besitzer eines kleinen Gutes im mittleren Russland auf dem Bänkchen vor der Poststation wartet. Endlich trifft ein Reisewagen von Petersburg kommend ein. Der Alte begrüßt seinen Sohn und dessen Studienfreund Basarow. Sie werden einige Zeit auf dem Lande verbringen und die freundliche Atmosphäre mit Meinungen vergiften, die in der Hauptstadt gerade Mode sind. Man kann sich keinen zuvorkommenderen Erzähler vorstellen als den in Iwan Turgenjews Roman „Väter und Söhne“. Er stellt Figuren vor, entwirft Szenerien.
Folgerichtig spielt der Erzähler im Turgenjew-Hörspiel, das der Bayerische und der Saarländische Rundfunk 1974 produzierten, eine tragende Rolle. Ihn sprach der Regisseur: Gert Westphal. Doch der Hörer hat – wie der Leser des Romans – nicht lange Gelegenheit, sich behaglich einzukuscheln. Das intellektuelle und seelische Drama des Landaufenthalts verhindert es. Die Studenten nennen sich selbst „Nihilisten“, nichts Tradiertes ist ihnen heilig, vor allem Basarow hält es mit dem Fortschritt und einer Aufklärung, die Romantik, Poesie, Liebe nach ihrer Nützlichkeit befragt – und in ihnen Störfaktoren sieht. Zwei Weltsichten prallen aufeinander, grandios inszeniert, man möchte sofort mitstreiten.
JBY
Iwan Turgenjew: Väter und Söhne. Hörspiel. Mit Gert Westphal, Siegfried Lowitz, Mechthild Großmann u.a. Regie: Gert Westphal. Der Hörverlag, München 2018. 2 CDs, 95 Minuten, 20 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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