Die Kraft des Fühlens - Sand, Ilse
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Jede(r) Fünfte ist besonders empfindsam oder, wie man mittlerweile sagt, hochsensibel. Ein vielfach bewährter Test macht es den Leserinnen und Lesern dieses Praxisbuches leicht, herauszubekommen, ob sie dazu gehören. Wie aber lässt sich die vermeintliche Schwäche in eine Stärke verwandeln? Wie werden hochsensible Menschen glücklich? Auch dazu macht die bekannte dänische Psychotherapeutin zahlreiche neue, im Alltag erprobte Vorschläge. Hochsensible Menschen haben ein besonders empfindliches Nervensystem. Es fällt ihnen schwerer als anderen, unangenehme oder belastende Eindrücke auszublenden. In…mehr

Produktbeschreibung
Jede(r) Fünfte ist besonders empfindsam oder, wie man mittlerweile sagt, hochsensibel. Ein vielfach bewährter Test macht es den Leserinnen und Lesern dieses Praxisbuches leicht, herauszubekommen, ob sie dazu gehören. Wie aber lässt sich die vermeintliche Schwäche in eine Stärke verwandeln? Wie werden hochsensible Menschen glücklich? Auch dazu macht die bekannte dänische Psychotherapeutin zahlreiche neue, im Alltag erprobte Vorschläge. Hochsensible Menschen haben ein besonders empfindliches Nervensystem. Es fällt ihnen schwerer als anderen, unangenehme oder belastende Eindrücke auszublenden. In stressigen Situationen reagieren sie stärker und werden schneller krank. Dafür nehmen sie mehr Abstufungen wahr, besitzen eine rege Fantasie und eine ausgeprägte Vorstellungskraft. Für ihr Wohlergehen benötigen sie vor allem ein verlässliches Umfeld und eine wohldosierte Reizstruktur. Dann steht ihrem Wohlbefinden wenig im Wege. Womöglich ist ihr Glücksempfinden sogar intensiver als das "gewöhnlicher" Menschen.
  • Produktdetails
  • C.H. Beck Paperback Bd.6254
  • Verlag: Beck
  • Originaltitel: Elsk dig selv - en guide for særligt sensitive og andre følsomme sjæle
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 153
  • Erscheinungstermin: 19. September 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 126mm x 17mm
  • Gewicht: 219g
  • ISBN-13: 9783406697937
  • ISBN-10: 3406697933
  • Artikelnr.: 44876889
Autorenporträt
Ilse Sand hat Theologie studiert, über C.G. Jung und Søren Kierkegaard geforscht und eine Ausbildung als Psychotherapeutin absolviert. Sie arbeitet in Dänemark als Supervisor, Coach und Therapeutin. Ihr Buch war in Dänemark und Schweden ein Bestseller.
Inhaltsangabe
Vorwort

Einleitung

1 Der hochsensible Charakter

Zwei verschiedene Typen derselben Spezies - Hochsensible nehmen mehr Reize auf und reflektieren diese intensiver - Gewissenhaft - Ein reiches Innenleben - Eine andere Strategie - Der Hochsensible, der ständig nach neuen Reizen sucht - Introvertiert oder extrovertiert - Die Vor- und Nachteile von Typeneinteilungen

2 Hohe Erwartungen an sich selbst und ein geringes Selbstwertgefühl

Persönliche Lebensregeln - Hohe Erwartungen an sich selbst - Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen - Warum es Hochsensiblen häufig an Selbstwertgefühl mangelt - Die Angst davor, verlassen zu werden - Den Schritt wagen

3 Richten Sie Ihr Leben nach Ihrem Charaktertyp aus

Geben Sie Ihrer Sensibilität Raum - Wenn Sie etwas ablehnen müssen, was Sie gerne tun würden - Ratschläge und Tipps gegen Überstimulation von außen - Ratschläge und Tipps gegen Überstimulation aus dem eigenen Inneren - Von der eigenen Sensibilität erzählen

4 Wie Sie am meisten Freude aus Ihrer Beziehungs- und Präsenzfähigkeit ziehen

Hochsensible bevorzugen qualitativ hochwertige Beziehungen - Verschaffen Sie sich Pausen - Sorgen Sie für einen Dialog anstelle eines Monologs - Finden Sie heraus, welche Resonanz Sie geben oder bekommen möchten - Wie Sie ein Gespräch vertiefen - und es auch wieder oberflächlicher werden lassen können - Vier Kontaktebenen

5 Der Umgang mit Wut - mit der eigenen und mit der anderer

Hochsensible bedienen sich einer anderen Strategie, mit Wut umzugehen - Hoffnung und Wünsche - Wenn die Wut Ohnmacht und Trauer überdeckt - Vermeiden Sie es zu moralisieren

6Schuld und Scham Reale

Schuld - Übertriebene Schuldgefühle - Konkrete Arbeit mit Schuldgefühlen - Wenn man sich für seine Sensibilität schämt

7 Lebenssituationen

Beziehungsschwierigkeiten - Hochsensible Eltern

8 Psychische Leiden

Anfälligkeit für Angstzustände und Depressionen - Angst ist ein natürliches Gefühl - Müdigkeit und Depression - Gefühle und Gedanken hängen eng zusammen - das kognitive Grundmodell - Hochsensibilität ähnelt einer Angststörung - Einem sensiblen Nervensystem können andere Ursachen zugrunde liegen

9 Entwicklung und Wachstum

Hochsensible in der Psychotherapie - Liebe dich selbst - unterstütze dich selbst - Die Freude der Selbstfindung

10 Forschung zu Hochsensibilität

Heftige Reaktion auf äußere Reize - Eine neue Bezeichnung - Erbe und Milieu - Testergebnisse

Nachwort

Ein Geschenk für Hochsensible

Ideensammlung

Beschäftigungen, die Hochsensiblen und anderen feinfühligen Personen Freude machen und zu ihrem Wohlbefinden beitragen

"Wie sensibel bin ich?" Testen Sie sich selbst

Dank

Literaturhinweise
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 18.11.2016

Mehr spüren als viele andere
Ilse Sand informiert über die neue Hochsensibilität

Wer noch nicht wusste, dass Hochsensibilität fast so etwas wie eine Krankheit sein könnte, für den ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich zu informieren. Die ersten beiden Seiten einer bekannten Internetbuchsuchmaschine werfen allein für das Jahr 2016 elf Titel zum Begriff "Hochsensibilität" aus. In diese Riege reiht sich auch das Buch von Ilse Sand ein, laut Cover ein "Bestseller aus Skandinavien". Aber schon die ersten Kapitel verdeutlichen, dass es nicht der einzige Bestseller bleiben wird, vorausgesetzt, all die vielen noch unerkannt hochsensiblen Menschen machen sich über diese ihre Eigenschaft durch Bücherlesen kundig. Denn jeder Fünfte ist besonders empfindsam oder eben hochsensibel.

Wer jetzt schon reflexartig eine neue Welle oder Mode heraufziehen argwöhnt, hat recht. Hochsensibel schickt sich an, das Zappelphilipp-Syndrom abzulösen, wahrscheinlich in einem Aufwasch mit dem Burnout. Der Versuch, aus den Beschreibungen dieses oder anderer Bücher eine griffige Beschreibung von Hochsensibilität zu extrahieren, muss scheitern, nur mittels möglichst vager Kriterien lässt sich schließlich ein Fünftel der Menschheit zu Hochsensiblen machen. Sie sind besonders einfühlsam, sie besitzen laut Sand ein "reiches Vorstellungsvermögen", spüren mehr als viele andere, sind geschickt darin, tiefgehende und intensive Beziehungen aufzubauen, und sie können Dinge "aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten". Dass solche Naturen überhaupt Probleme haben, mag man kaum glauben.

Weit gefehlt. Denn selbst wenn sie "leidenschaftlich gern" malen, so kann das auch "fast zu einer Belastung werden". Die Autorin gibt Kurse in der Volkshochschule, aber bitte mit Pausen, in denen sie sich auf sich selbst konzentrieren kann. Hochsensible haben nämlich ein "empfindliches Nervensystem", was immer man sich darunter vorstellen mag - dass ihr "Spiegelneuronensystem" heftiger reagiert, kann jedenfalls nicht der Grund dafür sein. Denn hier sitzt die Autorin dem ebenso falschen wie populärwissenschaftlich vereinfachten Irrglauben auf, mit den Spiegelneuronen nähmen wir Gefühle anderer Menschen wahr. Immerhin sind Hochsensible, glaubt man den Behauptungen der Autorin, glücklicher als andere, wenn sie sich "in ihrer persönlichen Komfortzone" aufhalten können.

Der Test am Ende und die guten Ratschläge sind, so wollen es solche Buchbausteine, insbesondere für Hochsensible nützlich. Man soll Radio hören als Hochsensibler, das Theater besuchen, über Aphorismen reflektieren, "Zeit mit einem Kind" verbringen oder Pilates und Yoga machen, etwas im eigenen Garten pflanzen. Wer einen solchen hat, könnte dort im Freien essen und sich ansonsten heiße Fußbäder und Massagen gönnen, oder Skulpturen anfertigen, sich wohlriechende Blumen kaufen, Yoga machen - da wiederholen sich die Dinge, aber was kommt einem nicht alles in den Sinn, wenn man in der Hängematte im eigenen Garten liegt, auch dies verhilft Hochsensiblen in die persönliche Komfortzone.

Wer nicht über derartige Annehmlichkeiten verfügt, keinen Chef hat, der einem genügend Pausen zum Rückzug gönnt, oder wer eigene Kinder hat, die versorgt sein wollen, statt dass man nur "Zeit mit einem Kind" verbringt, kurz: wer sich nicht dauernd in der persönlichen Komfortzone aufhalten kann, dem kann wohl auch ein noch so gut gemeintes Buch nicht helfen. Der möge es gar nicht erst lesen, sonst könnte er neidisch werden, wie rasch es zum Wohlbefinden beiträgt, wenn einer ein Pferd striegelt und es reitet. Die Jugendsprache hat ein Wort für all dies: First World Problems.

MARTINA LENZEN-SCHULTE.

Ilse Sand: "Die Kraft des Fühlens".

Hochsensibilität erkennen und positiv gestalten. Verlag C. H. Beck, München 2016. 153 S. Abb., br., 13,95 [Euro].

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"Ilse Sand [...] glückt das Kunststück, Hochsensibilität in ihrem Kern zu erfassen und Betroffenen eine wohlüberlegte Anleitung zum Umgang mit sich selbst an die Hand zu geben." Julia Bender, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2017