Eat, Pray, Love (Pink Edition)
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In dieser inspirierenden, auf einer wahren Begebenheit beruhenden Bestsellerverfilmung weckt die wachsende Überzeugung, dass das Leben aus mehr als nur Mann, Haus und Karriere besteht, neuen Lebenshunger in Liz Gilbert (Julia Roberts). Sie kehrt New York für mehrere Jahre den Rücken und reist nach Italien, Indien und Bali, um sich durch gutes Essen, Meditation und die Aussicht auf eine neue, wahre Liebe selbst zu finden.
Frauenspezifische Filmadaption der gleichnamigen Bestseller-Memoiren, in der Julia Roberts eine frisch geschiedene Amerikanerin mimt, die eine Weltreise unternimmt, um zu
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Produktbeschreibung
In dieser inspirierenden, auf einer wahren Begebenheit beruhenden Bestsellerverfilmung weckt die wachsende Überzeugung, dass das Leben aus mehr als nur Mann, Haus und Karriere besteht, neuen Lebenshunger in Liz Gilbert (Julia Roberts). Sie kehrt New York für mehrere Jahre den Rücken und reist nach Italien, Indien und Bali, um sich durch gutes Essen, Meditation und die Aussicht auf eine neue, wahre Liebe selbst zu finden.
Frauenspezifische Filmadaption der gleichnamigen Bestseller-Memoiren, in der Julia Roberts eine frisch geschiedene Amerikanerin mimt, die eine Weltreise unternimmt, um zu sich selbst zu finden.

Essen. Beten. Lieben. Die Geschichte der jungen New Yorker Schriftstellerin Elizabeth Gilbert (sie lieferte bereits die Inspiration für das Barmiezen-Spektakel "Coyote Ugly" von 2000) über ihre Seelensezierung ist in drei klare Stationen aufgeteilt. Die Notwendigkeit für ihre selbst auferlegte innere Klausur ergibt sich aus der schmerzhaften Scheidung von ihrem Mann Stephen (Billy Crudup). Da sie sich aufgrund der nagenden Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Leben von ihm trennt, wird sie von Schuldgefühlen und Depressionen befallen. Zunächst tröstet sie sich mit dem jüngeren Schauspieler David ("Spiderman"-Buddy/Bösewicht James Franco), doch auch die anfängliche romantische Euphorie dieser Beziehung mündet in die Suche nach mehr, die Suche nach ihrem eigenen Seelenkern. Den konnte sie bislang nicht finden, da sie stets von einer Beziehung zur anderen flatterte. Mit einem vagen Plan vor Augen begibt sich Liz zunächst für vier Monate nach Rom, wo sie ausgiebig kulinarischen Genüssen frönt, neue Freundschaften schließt und italienisch lernt. Weiter geht es nach Indien, wo sie vier Monate im Ashram von Davids Guru unterkommt. Sie meditiert unermüdlich, doch es sind ihre Bekanntschaften mit einem patenten Texaner und einem jungen indischen Mädchen, die sie aus ihrem Selbstmitleid reißen. Ihre Odyssee führt sie schließlich nach Indonesien, wo sie die Liebe ihres Lebens, den Brasilianer Felipe (der feurige Latin Lover Javier Bardem aus "Vicky Christina Barcelona") kennenlernt. Bevor sie sich endgültig für ihn entscheidet, wallen noch ein paar (innere) Komplikationen auf, doch dem (Frauen)Publikum wird ein Happy End mit einer romantischen Bootsfahrt in den Sonnenuntergang der ewigen Liebe nicht vorenthalten.

Aufgrund der Vorlage lässt sich eine gewisse Episodenhaftigkeit des Materials nicht vermeiden, doch Regisseur Ryan Murphy ist mit dieser Art von Struktur durch seine Arbeit an TV-Serien wie "Nip/Tuck" und "Glee" wohl bewandert. In Zusammenarbeit mit Jennifer Salt verfasste er das Drehbuch, das den Fokus fast ausschließlich auf die Protagonistin richtet. Selbstverständlich finden sich auch Szenen mit gefällig gefilmtem Lokalkolorit, die den Direktoren des Tourismusbüros des jeweiligen Landes die Herzen höher schlagen lassen wird. Doch getragen wird die Dramödie von Roberts, die sich nach wie vor als "Pretty Woman" erweist. Ihr Eintauchen in die verschiedenen Kulturen wird optisch mit passenden Kostümen und akustisch mit den den jeweiligen Regionen entstammender Musik hervorgehoben. Die Oscargewinnerin ("Erin Brockovich") hat keine Schwierigkeiten, die breit gestreute Gefühlsskala zu vermitteln und die Interaktionen sowohl mit ihren Lovern als auch ihren Freunden sind bewegend. Etwas zu überschwänglich ist hingegen die Filmlänge geraten, doch gerade etwas reifere Damen sollten sich davon nicht abschrecken lassen. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
  • Produktdetails
  • Hersteller: Sony Pictures Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 143 Min.
  • Erscheinungstermin: 06.10.2011
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 4030521725966
  • Artikelnr.: 33691572
Autorenporträt
Elizabeth Gilbert, geboren 1969, wuchs auf einer Weihnachtsbaumfarm in Connecticut auf. Nach dem Studium in New York arbeitete sie u. a. als Journalistin für die "New York Times" und begann, Bücher zu schreiben. Das "Time Magazine" wählte sie unter die hundert einflussreichsten Menschen der Welt. Elizabeth Gilbert lebt mit ihrem Mann in New Jersey.
Rezensionen
Basierend auf einem sensationell erfolgreichen Bestseller inszeniert Regisseur Ryan Murphy, der in den USA als Macher der superangesagten Serie "Glee" Triumphe feiert, aber auch schon 2007 mit "Krass" Kinoerfahrungen sammelte, die einfache wie wahre Erkenntnis, dass es mehr als nur einen Weg gibt, sein Leben zu gestalten. Julia Roberts ("Erin Brockovich"), die selbst mit Begeisterung die Memoiren von Elizabeth Gilbert las, übernahm die Hauptrolle in diesem tragikomischen Werk, das auch in den Nebenrollen hervorragend besetzt ist.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Besprechung von 23.05.2015
Das schwierigste Genre ist die Gegenwart

Ein Übergewicht an eher mittelmäßigen Produktionen aus Frankreich macht dem Filmfest von Cannes dieses Jahr zu schaffen. Am Ende hellt sich der Wettbewerb aber doch noch auf.

CANNES, 22. Mai

Mein vierunddreißigster Film in diesem Festival wurde von seinen Machern etwa so beschrieben: Um dem Bürgerkrieg in Sri Lanka zu entkommen, geben sich ein ehemaliger Soldat der tamilischen Befreiungsarmee, eine junge Frau und ein elternloses Mädchen als Familie aus. Sie enden in der Banlieue von Paris. Sie kennen einander kaum, aber sie versuchen, eine Familie zu werden.

"Dheepan" heißt der Film, gedreht hat ihn Jacques Audiard, und dieser Regisseur, der für "Un prophète" vor einigen Jahren hier den Großen Jurypreis gewonnen hat, war ein Versprechen. Denn die Franzosen, so übermächtig im diesjährigen Festival, waren zumindest im Wettbewerb (abgesehen von Stéphane Brizé mit seinem sozialkritischen "La loi du marché") bisher auch die große Enttäuschung gewesen.

Audiard war anders. Er ist immer anders, weil er sich für bestimmte kommerzielle Aspekte des Filmemachens nicht interessiert. Weil er Genrestoffe - Bandenkriege, Gefängnisdramen - mit genauem Blick auf die Körper und die physische Aktion inszeniert, was wir dann als Charakter seiner Figuren erleben. Und weil er mit einer Leidenschaft an seine Themen herangeht, die sich in der Dynamik seiner Filme spiegelt. Und er scheut sich nicht vor großen Gesten. Wenn in "Dheepan" das Schlepperschiff übers Meer schippert, sehen wir nur wippende Lichter im Dunkel, und dazu hören wir eine große Arie, und wenn dann wieder etwas Licht ins Bild kommt, erkennen wir den Titelhelden als Straßenhändler in Paris, einen Haarreif mit blinkender Schleife auf dem Kopf. Das hat Pathos in der Passage, Witz in der Auflösung und eine Beziehung zur Welt außerhalb des Kinos, was man nicht allen Filmen hier nachsagen kann.

Mit bekannten Gesichtern lässt sich so was nicht filmen. Die Titelrolle in "Dhepaan" spielt Jesuthasan Antonythasan, ein ehemaliger Kindersoldat der tamilischen Tiger, der nach Thailand fliehen konnte und politisches Asyl in Frankreich bekam. Er ist Schriftsteller, bisher hat er nur in einem Film gespielt, einem indischen. Hier gibt er den Flüchtling, der als Hausmeister in einem höllengleichen Häuserblock den Müll rausträgt und den Aufzug repariert und schließlich mit einem unwahrscheinlichen letzten Rückgriff auf seine kämpferischen Fähigkeiten seine Familie, die keine ist, in Sicherheit bringt.

Das Motiv erinnert an Western der Fünfziger, und die Sequenz gehört zu den irrsten Action-Szenen, die hier zu sehen waren, roh und überraschend und unaufgelöst. Dhepaans falsche Ehefrau spielt Kalieaswari Srinivasan (es ist ihr erster Film) , und was sich hinter dem verschlossenen, verstockten Gesicht in dieser Frau abspielt, kann man ahnen, wenn sie sich über den kurzen Ärmel ihres roten Oberteils fährt oder zum ersten Mal dem Mädchen, das sie als ihre Tochter ausgibt, die Wange küsst. Es waren gegen Ende des Wettbewerbs noch einmal starke Eindrücke. Morgen, am Sonntagabend, geht das Festival zu Ende. Niemand rechnet ernsthaft damit, dass die überragende Patricia-Highsmith-Verfilmung "Carol" von Todd Haynes, in der Cate Blanchett und Rooney Mara im New York der Fünfziger ein Paar spielen, ohne Auszeichnung irgendeiner Art nach Hause gehen wird. Alles andere ist völlig offen.

Es war das erste Festival ohne den jahrzehntelang prägenden Gilles Jacob, längst eine lebende Legende des französischen Kinos, ein Cinephiler erster Ordnung, ein Freund der Filmemacher auf der ganzen Welt. Der neue Präsident, Pierre Lescure, ist naturgemäß noch keine Legende, strebt aber natürlich an, sich von seinem überlebensgroßen Vorgänger abzusetzen. Das zeigte er gleich am Eröffnungsabend, als er das traditionelle Gala-Essen, das bisher immer ohne eine Rede auskam, gleich mit mehreren bestückte, einer eigenen und einer von Thierry Frémaux, dem Direktor und Programmleiter: Reden, deren einziger Inhalt war, sich selbst damit zu preisen, so viele Stars zusammengekehrt zu haben.

Das war kein wirklich gutes Zeichen für den neuen Stil. Einfallslos bei allem Pomp. Etwas Neues für Cannes, das müsste mehr sein als Reden vor dem Essen. Und dass der Eröffnungsfilm zum ersten Mal seit 1979 von einer Frau, nämlich Emmanuelle Bercot, gedreht wurde, ist auch kein Jubelanlass. Eher einer zum Aufschauen und Fragen, wie, tatsächlich? Dass es dann kein guter Film war und dass die Wahl rückwirkend mit den Terroranschlägen vom Januar in Verbindung gebracht wurde - auch das wirkte eher hilflos als selbstbewusst, eiernd um die Frage, die sich Cannes bisher nie gestellt hatte, was Teil seiner Größe war: was genau dieses Festival heute, in diesem Jahr, in der aktuellen politischen, gesellschaftlichen, globalen Situation eigentlich sein will. Patriotisch, schien die Antwort zu lauten, die "La tête haute" gab. Aber patriotisch für was genau? Für die französische Sozialpolitik? Sagte nicht die Regisseurin in einigen unglücklichen Interviews, den Attentätern von Paris hätte eine bessere Erziehung zugestanden? Es ergab nicht wirklich einen Sinn.

Der Wettbewerb, in Cannes bisher eigentlich niemals ein Problem, war in diesem Jahr nicht besonders gut. Unausgeglichen. Mit zu vielen uninteressanten Franzosen, deren interessantere Kollegen in den Nebenreihen, in der "Quinzaine des réalisateurs" und im "Certain regard" zu finden waren. Warum das so war, darüber wird gemurmelt, es habe eben mit Pierre Lescure zu tun und mit seinem Bestreben, eigene Seilschaften zu knüpfen und die langjährigen Favoriten von Gilles Jacob an den Rand zu schieben. Pech, wenn diese die besseren Regisseure sind. Fairerweise muss man sagen, auch Audiard wurde schon von Gilles Jacob in den Wettbewerb eingeladen. Dennoch. Es schien bisher ein Berliner Wintersport, zu fragen, wie es bestimmte Filme in einen Festivalwettbewerb geschafft hatten. In diesem Jahr konnte man ihn jeden zweiten Tag auch in Cannes ausüben. Maiwenn mit "Mon Roi", Valérie Donzelli mit "Marguerite et Julien"? Wer jetzt sagt: Frauen!, der sollte sich an Gus Van Sant mit "The Sea of Trees" erinnern, der so laut und einstimmig ausgebuht wurde wie kaum ein anderer Film der letzten Jahre.

Und dann kam, in einer Mitternachtsvorstellung kurz vor Schluss, "Love" von Gaspar Noé. Knapp zweieinhalb Stunden Pornographie in 3D, angepriesen als Bruch des letzten Tabus, das das Kino noch aufrechterhalte, nämlich Sex. Graphisch, pornographisch eben. Dabei hatte doch schon bei der Berlinale im vergangenen Jahr Lars von Trier Pornographisches in eines der großen Festivals gebracht, mit "Nymph()maniac", oder nicht? Intelligenter als Noé, muss man sagen, härter auch. In "Love" geht es - leidenschaftlich zwar, aber letztlich brav - um einen Mann und eine Frau und noch eine Frau, eine ungewollte Schwangerschaft, einen Verlust. Der Film beginnt mit einem Blick direkt auf das nackte Paar, das mit geöffneten Beinen auf dem Bett liegt, und auf diesem Bild bleibt der Blick eine ganze Weile hängen, während sich die Szene erwartbar entwickelt. Drogen, wie immer bei Noé, sind wesentlicher Bestandteil des Ganzen, aber hier ist die Hauptfigur, ein Amerikaner namens Murphy, gespielt von Karl Glusman, ein solcher Depp, dass man kaum glauben mag, der Regisseur habe ihn als sein Alter Ego in diesem Film plaziert. Seine Wehleidigkeit und Unintelligenz sind auf Dauer schwer erträglich, und als dann noch in einem Film, der bei allem angekündigten Tabubruch durch und durch heterosexuell ist, in einer einzigen Szene ein Transvestit auftaucht, der dann lächerlich gemacht wird, wäre es an der Zeit gewesen zu gehen. Aber der Saal war bis auf den letzten Platz voll, alle trugen die 3D-Brillen, und niemand stand auf.

Bevor am Sonntagabend der Abschlussfilm über die Bühne geht - muss ich erwähnen, dass er aus Frankreich kommt? -, traten noch einmal die beiden großen internationalen Stars des Landes, Isabelle Huppert und Gérard Depardieu, auf, gemeinsam in dem Film "Valley of Love" von Guillaume Nicloux. Sie heißen Isabelle und Gérard in dem Film, und ihrem Spiel ist anzumerken, dass sie sich seit vierzig Jahren kennen, wenn sie auch lange nicht mehr gemeinsam aufgetreten sind. Vierzig Jahre! Nicloux sei dieser Film verziehen, allein dafür, sie wieder zusammengebracht zu haben.

VERENA LUEKEN

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