Der Spion, der aus der Kälte kam / George Smiley Bd.3 - Le Carré, John
40,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.

Verlag / Hersteller kann z. Zt. nicht liefern
Melden Sie sich für den Produktalarm an, um über die Verfügbarkeit des Produkts informiert zu werden.

oder sofort lesen als eBook
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

Mit "Der Spion, der aus der Kälte kam" begründete John le Carré im Jahr 1963 seinen Weltruhm als "Meister des Agentenromans" (Die Zeit) Die Gesamtausgabe zum Fortsetzungspreis von 18,- Euro (D) pro Band können Sie im Buchhandel bestellen. Sammler aufgepasst: Die limitierte und handsignierte Vorzugsausgabe (Preis pro Einzelband: Euro (D) 40,- ) können Sie bei Ihrem Buchhändler bestellen. Wunschnummern sind noch frei!!!…mehr

Produktbeschreibung
Mit "Der Spion, der aus der Kälte kam" begründete John le Carré im Jahr 1963 seinen Weltruhm als "Meister des Agentenromans" (Die Zeit) Die Gesamtausgabe zum Fortsetzungspreis von 18,- Euro (D) pro Band können Sie im Buchhandel bestellen. Sammler aufgepasst: Die limitierte und handsignierte Vorzugsausgabe (Preis pro Einzelband: Euro (D) 40,- ) können Sie bei Ihrem Buchhändler bestellen. Wunschnummern sind noch frei!!!
  • Produktdetails
  • George Smiley Bd.3
  • Verlag: List
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 17. Juli 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 23mm x 143mm x 221mm
  • Gewicht: 452g
  • ISBN-13: 9783471780831
  • ISBN-10: 3471780831
  • Artikelnr.: 27676619
Autorenporträt
John le Carré, geboren 1931 in Poole, Dorset, studierte in Bern und Oxford Germanistik, bevor er in diplomatischen Diensten u. a. in Bonn und Hamburg tätig war. Er lebt mit seiner Frau in Cornwall und London. 2011 wurde John le Carré mit der "Goethe-Medaille" für sein "eindrucksvolles humanistisches Plädoyer" in seinem Lebenswerk ausgezeichnet.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Ein Bestseller, der längst Weltliteratur ist und das Genre des Spionageromans geprägt hat wie kaum ein anderes Buch. Zum Inhalt des Agententhrillers, in dem der britische Spion Alec Leamas zwischen die Fronten des Kalten Krieges gerät und vor der Kulisse der Berliner Mauer um seine Liebe kämpft, ist fast alles schon gesagt und geschrieben worden. Auch, dass der 1963 erschienene Roman aus heutiger Sicht bisweilen verstaubt, verkitscht und klischeehaft klingt. Wenn man allerdings Matthias Brandt in dem zum 50. Jubiläum veröffentlichten Hörbuch zuhört, fällt das kaum noch auf.

Brandt versucht nicht, den neu übersetzten Roman stimmlich aufzupolieren oder ihm gar seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Sondern er tut das, was sich nur ein großer Erzähler traut: Er ordnet sich dem Text unter, schlüpft in ihn hinein, nimmt ihn ernst und erweckt ihn so von innen heraus zu neuem Leben. In den Erzählpassagen klingt das bisweilen schwermütig, gedämpft. Ansatzlos passt sich Brandt in den Dialogen dann aber dem Temperament der jeweiligen Figuren an. Man spürt die Kälte geradezu durch die Zeilen wehen. Und dass man Nebel hören kann, weiß man hinterher auch.

© BÜCHERmagazin, Stefan Volk (smv)

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 21.10.2006

Band 41
Nasse Füße in London
SIR PETER JONAS
John le Carrés „Der Spion, der aus der Kälte kam”
Viele Spionage-Thriller folgen brav der Tradition von Ian Flemings Commander Bond mit seinen cartoonartigen Mätzchen, seinen technischen Spielereien undseinem endlosen Bond-Girls-Gefolge. Nicht so „Der Spion, der aus der Kälte kam”, der von 1963 an den „Thriller Noir” ebenso definierte wie unsere Sichtweise auf das unglamouröse Leben in den Schützengräben des Secret Service MI6 während des Kalten Krieges.Die Erzählung von Alec Leamas, dem alternden Chef der Berliner MI6-Sektion,ist gnadenlos pessimistisch. Leamas verliert seinen besten Agenten, sein Ersuchen um Versetzung in den Ruhestand wird daraufhin abgelehnt; stattdessen wird er auf eine letzte Mission geschickt – ein skrupelloses Schachspiel, in dem er zusammen mit einem unschuldigen Mädchen zur Rettung eines Doppelagenten geopfert werden soll.
Das Buch präsentiert uns schonungslos detailliert die graue Welt des Spionage-Spiels der sechziger Jahre in einem London, in dem man permanent nasse Füße bekommt, das immer noch von einem vom Klassendenken geprägten Vorkriegs-Establishment regiert wird, das in seiner hoffnungslosen Depressivität jedoch durchaus gleichzieht mit der Schniefnasen-Kälte Ostberlins. Der letzte Abschnitt des Romans spielt in einem heruntergekommenen Verhörzentrum in der DDR, in dem die Konfrontationder Ideologien in einem rassistisch angehauchten Machtkampf kulminiert zwischen Mundt, dem skrupellosen Ex-Hitlerjungen, Doppelagenten und DDR-Sicherheitschef, und seinem Stellvertreter, dem jüdischen Intellektuellen und überzeugten Kommunisten Fiedler.
Inspiriert von der Klarheit des Romans entstand 1966 unter der Regie von Martin Witt einer der größten Spionagethriller der Leinwandgeschichte, in dem ein finsterer Richard Burton seine beste Leistung als Antiheld lieferte und Oskar Werner die ostdeutsche Ideologie einem größeren Publikum verständlich machte. Es heißt, dass dieser Roman in den sechziger undsiebziger Jahren Pflichtlektüre im Londoner MI5 und MI6 gewesen sei. Angeblich soll er bis 1989 sogar Pflichtlektüre beim Geheimdienst der DDR geblieben sein – vielleicht mit ein Grund, warum sie dort dafür die Schrift der neuen Weltordnung auf ihren eigenen feuchten Wänden nicht lesenkonnten, die sich unaufhaltsam um sie herum ausbreitete. Le Carré zeigt, wie das Spionagespiel enden kann, wenn es Gesellschaften und Regierungen in den Abgrund moralischer Verworfenheit treibt – die darin besteht, die „andere Seite” auszutricksen, nur um sie, und die eigene Seite mit dazu, im Ungewissen zu lassen, ohne Rücksicht auf die Kosten in Form des betroffenen menschlichen Lebens. Dieses Buch ist, schlicht und ergreifend, die Mutter aller Spionagethriller und dazu mit das beste soziale Dokument über die Nutzlosigkeit des Katz-und-Maus-Spiels des Kalten Krieges.
SIR PETER JONAS
Die SZ-Kriminalbibliothek erscheint vom 25. Oktober an immer mittwochs.
John le Carré
Foto: LookatOnline
John le Carré
Foto: LookatOnline
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
…mehr
" [...] der beste Spionageroman, den Sie je gehört haben.", Dresdner Morgenpost, 12.04.2013