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Die komplette Biographie der RAF von der Vorgeschichte bis zur Auflösung! Die Geschichte der RAF will nicht vergehen. Mehr als dreißig Jahre nach dem "Deutschen Herbst" gibt es noch immer Spekulationen um die unaufgeklärten Morde, begangen von Bürgerkindern, die sich wie eine Armee bewaffneten und der Bundesrepublik den Krieg erklärten. Doch wer waren diese selbsternannten Guerillakämpfer eigentlich, was trieb sie in ihren gewalttätigen Wahn? "Ein frisch geschriebenes, informatives Buch." (DIE ZEIT) "Willi Winkler erzählt mit Liebe zu sprechenden Details." (Der Tagesspiegel)…mehr

Produktbeschreibung
Die komplette Biographie der RAF von der Vorgeschichte bis zur Auflösung!
Die Geschichte der RAF will nicht vergehen. Mehr als dreißig Jahre nach dem "Deutschen Herbst" gibt es noch immer Spekulationen um die unaufgeklärten Morde, begangen von Bürgerkindern, die sich wie eine Armee bewaffneten und der Bundesrepublik den Krieg erklärten. Doch wer waren diese selbsternannten Guerillakämpfer eigentlich, was trieb sie in ihren gewalttätigen Wahn?
"Ein frisch geschriebenes, informatives Buch." (DIE ZEIT)
"Willi Winkler erzählt mit Liebe zu sprechenden Details." (Der Tagesspiegel)
  • Produktdetails
  • rororo Taschenbücher Nr.61666
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 4. Aufl.
  • Seitenzahl: 528
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 34mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783499616662
  • ISBN-10: 3499616661
  • Artikelnr.: 23864320
Autorenporträt
Winkler, Willi
Willi Winkler, geboren 1957, war Redakteur der "Zeit", Kulturchef beim "Spiegel" und schreibt heute für die "Süddeutsche Zeitung". Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen "Die Geschichte der RAF" (2007), "Der Schattenmann" (2011), "Deutschland, eine Winterreise" (2014) und "Luther. Ein deutscher Rebell" (2016). 1998 erhielt Willi Winkler den Ben-Witter-Preis, 2010 den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus, 2013 den Michael-Althen-Preis.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.10.2007

Deutsche Bewegung
Von SZ-Autoren: Willi Winkler über die Geschichte der RAF
Kaufhausbrand, Baader-Befreiung, Buback, Schleyer, die Entführung der Landshut: Die Geschichte der politischen Freischärler, die sich den anmaßenden Namen Rote Armee Fraktion (RAF) gaben, wird gern auf diese wenigen Stichworte reduziert. Willi Winkler hat die Terroristen zum ersten Mal als Teil einer jugendbewegten, politischen Bewegung beschrieben. Von der Gloriole des revolutionären Märtyrers Che Guevara beleuchtet, meinte sie, den Krieg der vietnamesischen Befreiungsfront gegen die USA auf deutschem Boden unterstützen zu müssen. Es brauchte mehr als ein Jahrzehnt, ehe aus dem demonstrierenden Widerstand gegen die Atom-Gefahr und aus einem Schwabinger Existenzialistenkeller so weit fortgedacht war, dass einige wenige beschlossen, die Waffe in die Hand zu nehmen. Die Gewalt hatte viele Väter (und wenige Mütter), sie wurde begeistert im Munde geführt, der Pflasterstein wurde lange im Teach-in besprochen, ehe ihn jemand aufklaubte und gegen knüppelnde, auch schießende Polizisten schleuderte. Die RAF war eine beispiellose Erscheinung, ein Phänomen, das in seiner ganzen Unbegreiflichkeit nur in Deutschland möglich war. SZ
WILLI WINKLER: Die Geschichte der RAF. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2007. 528 Seiten, 22,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rezensent Arno Widmann hat mit Interesse gelesen, was Willi Winkler über die Geschichte der RAF und über ihren einstigen Rückhalt in der Bevölkerung zusammengetragen hat - auch wenn er mit einigen Thesen des Autoren gar nicht einverstanden ist. Beispielsweise findet er fragwürdig, ob die RAF wirklich eine Reaktion auf die elterliche "Tätergeneration" war - schließlich gab es vergleichbare Bewegungen in vielen "westlichen Demokratien". Es macht also in Widmanns Augen wenig Sinn, die Geschichte der RAF als "kleines Stück Geschichte der Bundesrepublik" zu erzählen. Gelungen findet Widmann aber, wie der Autor den Rückhalt unter Intellektuellen reflektiert - auch wenn man "dergleichen kaum offen diskutieren kann". Etwas störend empfindet der Rezensent, dass Winkler sich bisweilen zu sehr mit der anvisierten Leserschaft verbündet. Dass er oft impliziert, dass der Leser "auf die gleiche Art Bescheid weiß wie der Autor", kann irritieren - sollte er aber nicht, denn die Lektüre ist nach Widmanns Meinung trotz einiger inhaltlicher Differenzen durchaus lohnend.

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