Der Spion, der aus der Kälte kam / George Smiley Bd.3 - le Carré, John
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»Wenn es einen Klassiker der Spionageliteratur gibt, dann John le Carrés Der Spion, der aus der Kälte kam.« Focus
Der britische Agent Alec Leamas ist für Ostdeutschland zuständig. Undercover wechselt er die Seiten, um seine Informanten zu schützen. Zu spät erkennt er, dass er Spielball einer Intrige geworden ist. Als die Frau, die er liebt, in Gefahr gerät, kommt es zum dramatischen Showdown an der Berliner Mauer.
Der Spion, der aus der Kälte kam begründete John le Carrés Weltruhm.
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Produktbeschreibung
»Wenn es einen Klassiker der Spionageliteratur gibt, dann John le Carrés Der Spion, der aus der Kälte kam.« Focus

Der britische Agent Alec Leamas ist für Ostdeutschland zuständig. Undercover wechselt er die Seiten, um seine Informanten zu schützen. Zu spät erkennt er, dass er Spielball einer Intrige geworden ist. Als die Frau, die er liebt, in Gefahr gerät, kommt es zum dramatischen Showdown an der Berliner Mauer.

Der Spion, der aus der Kälte kam begründete John le Carrés Weltruhm.
  • Produktdetails
  • Ein George-Smiley-Roman .3
  • Verlag: Ullstein TB
  • Originaltitel: The Spy Who Came in from the Cold
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 25. Oktober 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 122mm x 27mm
  • Gewicht: 266g
  • ISBN-13: 9783548061832
  • ISBN-10: 3548061834
  • Artikelnr.: 56300308
Autorenporträt
le Carré, JohnJohn le Carré, 1931 geboren, schrieb über sechs Jahrzehnte lang Romane, die unsere Epoche ausloten. Als Sohn eines Hochstaplers verbrachte er seine Kindheit zwischen Internat und Londoner Unterwelt. Mit sechzehn ging er an die Universität Bern (Schweiz), später dann nach Oxford. Nach einer kurzen Zeit als Lehrkraft in Eton schloss er sich dem britischen Geheimdienst an. Während seiner Dienstzeit veröffentlichte er 1961 seinen Erstlingsroman Schatten von Gestern. Der Spion, der aus der Kälte kam, sein dritter Roman, brachte ihm weltweite Anerkennung ein, die sich durch den Erfolg seiner Trilogie Dame, König, As, Spion, Eine Art Held und Agent in eigener Sache festigte. Nach dem Ende des Kalten Krieges weitete le Carré sein Themenspektrum auf eine internationale Landschaft aus, die den Waffenhandel ebenso umfasste wie den Kampf gegen den Terrorismus. Seine Autobiografie Der Taubentunnel erschien 2016, Das Vermächtnis der Spione, der abschließende Roman um George Smiley, 2017. John le Carré verstarb am 12. Dezember 2020.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 21.10.2006

Band 41
Nasse Füße in London
SIR PETER JONAS
John le Carrés „Der Spion, der aus der Kälte kam”
Viele Spionage-Thriller folgen brav der Tradition von Ian Flemings Commander Bond mit seinen cartoonartigen Mätzchen, seinen technischen Spielereien undseinem endlosen Bond-Girls-Gefolge. Nicht so „Der Spion, der aus der Kälte kam”, der von 1963 an den „Thriller Noir” ebenso definierte wie unsere Sichtweise auf das unglamouröse Leben in den Schützengräben des Secret Service MI6 während des Kalten Krieges.Die Erzählung von Alec Leamas, dem alternden Chef der Berliner MI6-Sektion,ist gnadenlos pessimistisch. Leamas verliert seinen besten Agenten, sein Ersuchen um Versetzung in den Ruhestand wird daraufhin abgelehnt; stattdessen wird er auf eine letzte Mission geschickt – ein skrupelloses Schachspiel, in dem er zusammen mit einem unschuldigen Mädchen zur Rettung eines Doppelagenten geopfert werden soll.
Das Buch präsentiert uns schonungslos detailliert die graue Welt des Spionage-Spiels der sechziger Jahre in einem London, in dem man permanent nasse Füße bekommt, das immer noch von einem vom Klassendenken geprägten Vorkriegs-Establishment regiert wird, das in seiner hoffnungslosen Depressivität jedoch durchaus gleichzieht mit der Schniefnasen-Kälte Ostberlins. Der letzte Abschnitt des Romans spielt in einem heruntergekommenen Verhörzentrum in der DDR, in dem die Konfrontationder Ideologien in einem rassistisch angehauchten Machtkampf kulminiert zwischen Mundt, dem skrupellosen Ex-Hitlerjungen, Doppelagenten und DDR-Sicherheitschef, und seinem Stellvertreter, dem jüdischen Intellektuellen und überzeugten Kommunisten Fiedler.
Inspiriert von der Klarheit des Romans entstand 1966 unter der Regie von Martin Witt einer der größten Spionagethriller der Leinwandgeschichte, in dem ein finsterer Richard Burton seine beste Leistung als Antiheld lieferte und Oskar Werner die ostdeutsche Ideologie einem größeren Publikum verständlich machte. Es heißt, dass dieser Roman in den sechziger undsiebziger Jahren Pflichtlektüre im Londoner MI5 und MI6 gewesen sei. Angeblich soll er bis 1989 sogar Pflichtlektüre beim Geheimdienst der DDR geblieben sein – vielleicht mit ein Grund, warum sie dort dafür die Schrift der neuen Weltordnung auf ihren eigenen feuchten Wänden nicht lesenkonnten, die sich unaufhaltsam um sie herum ausbreitete. Le Carré zeigt, wie das Spionagespiel enden kann, wenn es Gesellschaften und Regierungen in den Abgrund moralischer Verworfenheit treibt – die darin besteht, die „andere Seite” auszutricksen, nur um sie, und die eigene Seite mit dazu, im Ungewissen zu lassen, ohne Rücksicht auf die Kosten in Form des betroffenen menschlichen Lebens. Dieses Buch ist, schlicht und ergreifend, die Mutter aller Spionagethriller und dazu mit das beste soziale Dokument über die Nutzlosigkeit des Katz-und-Maus-Spiels des Kalten Krieges.
SIR PETER JONAS
Die SZ-Kriminalbibliothek erscheint vom 25. Oktober an immer mittwochs.
John le Carré
Foto: LookatOnline
John le Carré
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