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Guido Thiemeyer zeigt am Beispiel von vier europäischen Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutsches Reich und Italien) sowie für die USA, wie sich zwischen 1865 und 1900 ein internationales Währungssystem entwickelte.
Mit dem klassischen "Konzert der Mächte" war dieses System nicht deckungsgleich. Modern denkende Außenpolitiker wie Bismarck und Napoleon III. versuchten dennoch das Währungssystem für machtpolitische Zwecke zu nutzen, wurden aber zugleich durch strukturelle Abhängigkeiten in ihrer politischen Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Internationale Politik wurde komplizierter…mehr

Produktbeschreibung
Guido Thiemeyer zeigt am Beispiel von vier europäischen Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutsches Reich und Italien) sowie für die USA, wie sich zwischen 1865 und 1900 ein internationales Währungssystem entwickelte.

Mit dem klassischen "Konzert der Mächte" war dieses System nicht deckungsgleich. Modern denkende Außenpolitiker wie Bismarck und Napoleon III. versuchten dennoch das Währungssystem für machtpolitische Zwecke zu nutzen, wurden aber zugleich durch strukturelle Abhängigkeiten in ihrer politischen Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Internationale Politik wurde komplizierter und unberechenbarer - ein wichtiger Grund für die Krise des internationalen Staatensystems vor dem Ersten Weltkrieg.
  • Produktdetails
  • Studien zur Internationalen Geschichte
  • Verlag: Oldenbourg
  • Seitenzahl: 260
  • Erscheinungstermin: 20. Oktober 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 160mm x 20mm
  • Gewicht: 515g
  • ISBN-13: 9783486584318
  • ISBN-10: 3486584316
  • Artikelnr.: 22911267
Autorenporträt
Guido Thiemeyer, geboren 1967, ist Hochschuldozent für Neuere Geschichte an der Universität Kassel.
Inhaltsangabe
1;Inhalt;6 2;I. Einführung;9 2.1;Methodisch-theoretische Prämissen: Geschichts- und Sozialwissen-schaften;12 2.2;Internationale Geschichte und ihre Quellen;19 3;II. Die Gründung der Lateinischen Münzunion;22 3.1;1. Eine De-facto-Währungsunion und ihre Probleme;22 3.2;2. Die Gründungskonferenz zwischen Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz im November/ Dezember 1865;29 3.3;3. Französische Planungen für die Ausweitung der Lateinischen Münzunion und ihr Hintergrund;37 3.4;4. Verhandlungen mit Preuflen;41 3.5;5. Die internationale Währungskonferenz im Sommer 1867;44 3.6;6. Der Beitritt Griechenlands zur Lateinischen Münzunion und die Verhandlungen mit Österreich- Ungarn und dem Heiligen Stuhl;47 3.7;7. Der Franc als Ankerwährung unter Vorbehalt: Die skandinavische Währungspolitik;53 3.8;8. Systematisierung: Die Lateinische Münzunion zwischen Ökono-mie und Politik;55 4;III. Une Révolution Monétaire Générale" in Europa: Die deutsche Währungsreform 1871-73 und ihre Konsequenzen;62 4.1;1. Die Entstehung des internationalen Goldstandards: Interpretationsmuster;62 4.2;2. Das Deutsche Reich als währungspolitisches Zentrum Europas;67 4.3;3. Der Übergang der Lateinischen Münzunion zum Goldstandard;79 4.4;4. Die Entscheidung für den Goldstandard im Deutschen Reich;83 4.5;5. Systematisierung: Eine neue These zur Entstehung des internati-onalen Goldstandards;95 5;IV. Die Währungsfrage in den Vereinigten Staaten und die internationale Währungskonferenz von 1878;101 5.1;1. Die Anfänge US-amerikanischer Währungspolitik bis zum Crime of 1873 ;102 5.2;2. Die Währungsfrage im Wahlkampf 1876;106 5.3;3. Der Bland-Allison Act von 1878 und sein innenpolitischer Hintergrund;109 5.4;4. Die Reaktionen auf die US-amerikanische Währungsinitiative;114 5.5;5. Die Amerikanische Münzkonferenz im August 1878;119 5.6;6. Systematisierung: Die Ökonomisierung der Auflenpolitik durch die Vereinigten Staaten;128 6;V. Die Weltwirtschaftskrise der 1870er Jahre und ihre währungspolitischen Konsequenzen;131 6.1;1. Die Wirtschaftskrise 1878/79 und ihre währungspolitischen Konsequenzen;132 6.2;2. Die französisch-amerikanische Initiative für eine internationale Währungskonferenz im Frühjahr 1881;136 6.3;3. Bismarcks diplomatisches Spiel mit der Währungspolitik;141 6.4;4. Die internationale Währungskonferenz von 1881;147 6.5;5. Systematisierung: Unterschiedliche Kommunikationscodes als Ursachen für das Scheitern der bimetallistischen Initiative;158 7;VI. Ökonomische Vernetzung und nationale Souveränität: Die Krise der Lateinischen Münzunion 1878 1885;163 7.1;1. Die Abschaffung des Corso Forzoso in Italien als Zwangsmaflnahme der Lateinischen Münzunion;163 7.2;2. Die Krise der französischen Hegemonialpolitik in der Lateinischen Münzunion 1882;170 7.3;3. Italien, Frankreich, die Schweiz und die Frage der Verlängerung der Lateinischen Münzunion;173 7.4;4. Belgien und das Problem der Liquidationsklausel in der Lateinischen Münzunion;181 7.5;5. Systematisierung: Ökonomische Vernetzung und nationale Souveränität;187 8;VII. Höhepunkt und Ende der Bemühungen um den internationalen Bimetallismus 1892 1897;191 8.1;1. Fortsetzung der Währungsdebatte in den USA;191 8.2;2. Der blockierte Bimetallismus in England und Deutschland;195 8.3;3. Frankreich und die Staaten der Lateinischen Münzunion;202 8.4;4. Die Währungskonferenz von 1892;207 8.5;5. Innenpolitische Kontroversen um die Währungsfrage;211 8.6;6. Die gescheiterte Währungskonferenz 1897;215 8.7;7. Währungspolitik unter dem Druck der Öffentlichkeit: Die Lateinische Münzunion und Italien 1893;220 8.8;8. Systematisierung: Gesellschaftliche Konflikte und internationale Währungspolitik;222 9;VIII. Systemische Differenzierung im Zeitalter des monetären Internationalismus;225 10;IX. Quellen und Literatur;240 10.1;1. Ungedruckte Quellen;240 10.2;2. Gedruckte Quellen;240 10.3;3. Zeitgenössische Literatur;241 10.4;4.
Rezensionen
"Thiemeyer legt mit seiner Arbeit eine interessante Studie zur Währungs- und Wirtschaftspolitik in Europa und den USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor. Es gelingt ihm dabei, plausibel die Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen währungspolitischen Debatte und Diplomatie aufzuzeigen." -- Harald Wixforth in: H-Soz-u-Kult 2009

"Die Monografie besticht durch eine sehr umfangreich angelegte und gründlich durchgeführte Auswertung der Quellen", "kann (...) wärmstens empfohlen werden. Es handelt sich um eine in sich geschlossene und elegant geschriebene Darstellung, an der (WWirtschafts-) Historiker und Politologen gleichermaßen Interesse finden werden." -- Matthias Morys, Bankhistorisches Archiv 1 (2009) 35. Jg.

"Die Monografie besticht durch eine sehr umfangreich angelegte und gründlich durchgeführte Auswertung der Quellen", "Es handelt sich um eine in sich geschlossene und elegant geschriebene Darstellung, an der (Wirtschafts-)Historiker und Politologen gleichermaßen Interesse finden werden." -- Matthias Morys, Bankhistorisches Archiv, 1/ 2009, 35. Jg., 2009

"Thiemeyer hat eine überaus anregende Studien vorgelegt, die angesichts der gegenwärtigen Währungskrise zusätzliche Aktualität erlangt." -- Werner Bührer, Historisch-Politisches Buch, 58. Jg., 2010, Heft 1