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Bewertung von unbekanntem Benutzer

Sehr schönes Buch! Ich lese Sophokles sehr gerne und habe mir dieses Buch gekauft, nachdem ich in der Schule Gefallen an "König Ödipus" fand. Gut und manchmal erheiternd …


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1 Kundenbewertung

Der blinde, von Theben ausgestoßene Ödipus findet nach den Leiden einer lebenslangen Wanderung im heiligen Bezirk der Eumeniden auf dem Hügel Kolonos Aufnahme, und im Tod dort als Heros fortlebend, bringt er dem Land Wohlfahrt und Segen.

Produktbeschreibung
Der blinde, von Theben ausgestoßene Ödipus findet nach den Leiden einer lebenslangen Wanderung im heiligen Bezirk der Eumeniden auf dem Hügel Kolonos Aufnahme, und im Tod dort als Heros fortlebend, bringt er dem Land Wohlfahrt und Segen.
  • Produktdetails
  • Insel Taschenbücher Nr.1782
  • Verlag: Insel Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 33482
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 162
  • Erscheinungstermin: 29. Januar 1996
  • Deutsch
  • Abmessung: 175mm x 108mm x 12mm
  • Gewicht: 152g
  • ISBN-13: 9783458334828
  • ISBN-10: 3458334823
  • Artikelnr.: 24397334
Autorenporträt
Sophokles gilt als der größte der antiken griechischen Tragödiendichter. Seine erhaltenen Stücke, vor allem "Antigone" oder "Ödipus", sind auf den Bühnen der ganzen Welt zu sehen.
Sophokles wurde 495 v. Chr. in Kolonos bei Athen als Sohn des reichen Sophillos geboren. Er erhielt eine umfassende Ausbildung, erlernte das Harfenspiel und führte bei der Siegesfeier von Salamis als Vorsänger den Knabenchor an. Zeit seines Lebens blieb er Athen verbunden, wo er eine Reihe staatlicher Ämter innehatte. Großen Beitrag leistete er für die Entwicklung der griechischen Komödie. Gegenüber den Dramen des Aischylos führte Sophokles einige wichtige Neuerungen in die Tragödie ein. So setzte er an die Stelle der trilogischen Form selbständige und in sich abgeschlossene Einzeldramen.
Zudem führte er einen dritten Schauspieler ein und ermöglichte damit eine komplexere Handlung. Schließlich erhöhte er die Zahl der Chormitglieder auf 15 und verwendete als erster Dramatiker Kulissen. Sophokles war bereits zu Lebzeiten berühmt. Im jahre 406 v. Chr. starb er in Kolonos.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorbemerkung

Zur Übersetzung und zu einigen wichtigen Elementen der Inszenierung von Peter Stein

Ödipus auf Kolonos

Nachwort von Bernd Seidensticker

Essay

Ödipus auf Kolonos. Drama und Rezeption von Hellmut Flashar

Literatur

Leading team und Besetzung des Ödipus auf Kolonos im Rahmen der Salzburger Festspiele vom 25. Juli bis 30. August 2010
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.06.1996

Es welkt die Kraft
Ödipus auf Kolonos, neu ediert · Von Manfred Fuhrmann

"Ödipus auf Kolonos": das Stück vom Sterben eines alten Mannes, verfaßt von einem Autor, der, neunzigjährig, selbst vor der Pforte des Todes stand - als Drama wenig tauglich, so daß es nur sehr selten aufgeführt wird, als Dichtung unvergleichlich.

Man könnte von "der Tragödie zweitem Teil" sprechen, entstanden etwa zwei Jahrzehnte nach dem berühmten "König Ödipus" als dessen Kontrapost. Das Stück spielt gleichsam auf zwei Ebenen. Die menschliche Ebene zeigt einen Asylsuchenden besonderer Art, eben Ödipus, den wegen seiner schrecklichen Taten aus Theben Vertriebenen, der endlich in Athen, auf einem "Hügel" (Kolonos), Aufnahme findet. Zur göttlichen Ebene, zur Verklärung und Entrückung dessen, der genug gebüßt hat, bemerkte Goethe: "Es gibt wohl keine höhere Katharsis als den Ödipus von Colonus, wo ein halbschuldiger Verbrecher . . . sich selbst und die Seinigen in das tiefste unherstellbarste Elend stürzt und doch zuletzt noch aussöhnend ausgesöhnt und zum Verwandten der Götter, als segnender Schutzgeist eines Landes eines eigenen Opferdienstes werth, erhoben wird."

Von Wolfgang Schadewaldt, dem bedeutenden Gräzisten und herausragenden Vermittler griechischer Dramen (1900 bis 1974), waren bislang an Übersetzungen aus dem Werk des Sophokles die Tragödien "Aias", "Antigone", "König Ödipus" und "Elektra" allgemein zugänglich; der "Ödipus auf Kolonos" hingegen führte lediglich als Bühnentext ein recht verborgenes Dasein. Er wurde jetzt von dem Schadewaldt-Schüler Hellmut Flashar, dem Münchner Gräzisten, ans Licht geholt - zu Recht. Die Übersetzung gehorcht den Prinzipien, die Schadewaldt auch sonst befolgt hat: Sie hält sich streng an das Original, sie gibt es "dokumentarisch" wieder, nicht "transponierend" (um Schadewaldts eigene Terminologie zu gebrauchen), und verzichtet statt dessen auf Genauigkeit im Metrum. Diese Technik, die sicher sein darf, daß sie unfreiwillige Anleihen bei deutschen Klassikern meidet, bringt eine Sprache hervor, die ebenso rein wie kraftvoll klingt: "Nur den Göttern / Kommt weder Alter jemals oder Tod. / Das andre alles macht zunichte / Die allgewaltige Zeit: es welkt / Des Landes, welkt des Leibes Kraft, / Die Treue stirbt, Untreue keimt herauf, / Und niemals weht der gleiche Wind / Von Freund zu Freund oder von Stadt zu Stadt."

Auch der heutzutage verhältnismäßig wenig bekannte Schwanengesang des Sophokles hat vielfältig auf die Literatur und die bildenden Künste Europas ausgestrahlt. Der Herausgeber, hierin unterstützt von dem Archäologen Martin Flashar, hat keine Mühe gescheut, die zerstreuten Reflexe zu sammeln und wohlgeordnet vorzuführen. Der Anhang gibt Rechenschaft über die Opern, Dramen und Gedichte, die Plastiken, Reliefs und Gemälde, die von dem Stück des griechischen Tragikers inspiriert sind, nicht ohne das Verzeichnis der sichtbaren Zeugnisse durch Abbildungen zu illustrieren. Unnötig zu bemerken, daß der Leser in dieser sorgfältigen Ausgabe auch über das Drama selbst, den Stoff, die Handlung und die postume Erstaufführung im Jahre 401 vor Christus hinlänglich unterrichtet wird.

Sophokles: "Ödipus auf Kolonos". Übertragen von Wolfgang Schadewaldt. Herausgegeben von Hellmut Flashar. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1996. 164 S., br., 14,80 DM.

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Die Übersetzung des Luzerner Philologen Kurt Steinmann nähert sich dem Text (...) im originalen Versmaß. Dass der schlichte Ausdruck dadurch manchmal etwas zerdehnt wird und an Prägnanz verliert, wird man angesichts der ungekünstelt fließenden Sprache gern in Kauf nehmen, die auch in den Chorpartien nie überladen wirkt. Neben Anmerkungen, die gründliche Wort- und Sacherklärungen geben, bietet ein Nachwort Informationen zum antiken Theaterwesen und Hinweise zur Interpretation dieses Alterswerks, das Hegel für die vollendetste antike Tragödie hielt. Neue Zürcher Zeitung