EUR 9,99
Portofrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Broschiertes Buch

5 Kundenbewertungen

"Ohne Zweifel das wichtigste Buch des Jahres, um es mal vorsichtig auszudrücken." taz Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzers Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive Möglichkeiten zum widerständigen und guten Leben es gibt. Die ersten Schritte sind ganz einfach: sich…mehr

Produktbeschreibung
"Ohne Zweifel das wichtigste Buch des Jahres, um es mal vorsichtig auszudrücken." taz
Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzers Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive Möglichkeiten zum widerständigen und guten Leben es gibt. Die ersten Schritte sind ganz einfach: sich endlich wieder ernst nehmen, selbst denken, selbst handeln.
"Eine gelungene Mischung aus Pamphlet, Essay und Soziologiebuch. Engagiert, leidenschaftlich und belesen." Die Zeit
" Eine beklemmende, aber auch Mut machende Lektüre." Nürnberger Nachrichten
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.19573
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 8. Aufl.
  • Seitenzahl: 336
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 336 S. 189 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 128mm x 21mm
  • Gewicht: 256g
  • ISBN-13: 9783596195732
  • ISBN-10: 359619573X
  • Best.Nr.: 39976285
Autorenporträt
Harald Welzer, geboren 1958, ist Sozialpsychologe und Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit.
Seine Bücher sind in 15 Sprachen übersetzt worden.
Rezensionen
Bei allem Zynismus bringt Welzer einen anderen Ton in die Verzichtsdebatte […] und öffnet den Blick für ein anderes, besseres Leben.
Besprechung von 10.03.2013
Was kann ich tun?

Alle sind sich einig, dass es mit der Welt so nicht weitergehen kann. Aber wie fängt Veränderung an? Harald Welzer weiß es

Dieses Buch funktioniert wie ein altmodisches Lern- und Übungsbuch für ein Fach, das es dringend geben müsste: die moralische Phantasie. Es kommt genau zur richtigen Zeit. Zwar wollen alle mündigen Erwachsenen dringend etwas ändern, aber sie bleiben in ihrem Schwung fast immer der individuellen und privaten Ebene verbunden. Doch der Wunsch nach Renovierung und Entschlackung, nach mehr Luft, Licht und Bewegung ist nicht allein die Domäne der Frauenzeitschriften, auch die Wissenschaft, Politik und Medien täten gut daran, ihn ernst zu nehmen. Doch fast im ganzen Land hat sich das merkiavellistische Denken etabliert: Fahren auf Sicht, Denkpause, keine hektischen Bewegungen. Und nie gibt es eine Alternative.

Viele fragen sich, wann sich mal was ändern soll und was sie selbst tun können. Und fällt man dann nicht gleich der nächsten Doktrin zum Opfer? Hier tritt Welzer mit seinem sehr witzigen und klugen Buch auf den Plan. Es dürfte eines der wenigen zeitkritischen und engagierten Sachbücher sein, bei denen man öfter mal lachen muss. Welzer fordert auch nicht zum totalen Ausstieg und zur sofortigen Rebellion auf, zeigt nicht denunziatorisch auf bestimmte Branchen, vielmehr bekommt man zahlreiche konkrete Ideen und auch einfach Lust, Veränderung anzugehen. So wie es hier aufgezeigt wird, kann jede und jeder damit beginnen.

Geschickt weist Welzer auf althergebrachte, aber vergessene oder wenig geschätzte Praktiken und Tugenden, um sie für den Weg in eine andere Zukunft zu empfehlen: Sparsamkeit etwa, das Reparieren und Umnutzen von Gütern, sich Zeit zu lassen bei großen Vorhaben. Und zu kritisieren. Warum sind die neuen Gebäude unserer Zeit so zuverlässig hässlich? Im Buch findet sich die Gegenüberstellung des Bonner Kanzlerbungalows von 1963 mit dem heutigen Kanzleramt, und man erschrickt. Damals war mit dem Bau eine klare humanistische Aussage verbunden, der Berliner Amtssitz ist ganz pompöse Ratlosigkeit. Und das passt auf so viele Gebiete: Zwar ist heute so wahnsinnig viel Geld im Umlauf, an Phantasie aber fehlt es ganz entschieden. Welzer bietet dagegen kurze, inspirierende Kapitel, die den ökologischen, moralischen und ökonomischen Wahnsinn beispielsweise eines Formel-1-Rennens dekonstruieren und anprangern. Alles könnte anders sein - mit diesem Satz beginnt die neue Welt.

NILS MINKMAR

Harald Welzer: "Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand". S. Fischer, 330 Seiten 19,99 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Zwischen Zustimmung und Skepsis schwankt Rezensent Oliver Pfohlmann in seiner Kritik der neuesten Überlebenstipps des populären Sozialpsychologen. Statt zu heizen empfiehlt Welzer den Wollpullover, er rät dazu, die Wirtschaft zurückzufahren, träumt von gemeinwohlorientierten Unternehmen und prophezeit, dass das Autofahren einst so verpönt sein wird wie heute das Rauchen. Dabei zögere Welzer nicht, den Leser am Rockärmel zu zupfen: "Ich spreche über Sie." Allerdings bündelten sich Welzers fromme Visionen noch nicht zu einem schlüssigen Gesellschaftsmodell. Die große Frage ist für Pfohlmann vor allem, wer diejenigen Fortschritte und Errungenschaften finanzieren soll, hinter die heutige Demokratien nicht zurückfallen wollen, etwa das Gesundheitssystem. Außerdem, so Pfohlmann, braucht Demokratie eine wirtschaftliche Perspektive - sonst ist sie in Gefahr.

© Perlentaucher Medien GmbH