Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Rumpelstilzchen
Wohnort: Berlin
Über mich:
Danksagungen: 25 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 16.07.2021
Jetzt
Baerbock, Annalena

Jetzt


ausgezeichnet

Man tut der Kanzlerinnenkandidatin der Grünen unrecht, wenn man ihr die unzähligen Plagiate auf 240 Seiten zum Vorwurf macht: vielleicht hat sie von ihrem Honorar von ca. 30.000 €, das ihr der Ullstein-Verlag zum Geschenk gemacht hat, ihrem Mietschreiber einfach zu wenig abgegeben, sodaß sich dieser aus purer Not seine Arbeit erleichtern mußte. Es sind nicht die Plagiate, die man einer Bewertung unterziehen sollte, sondern die restlichen Stellen mit mutmaßlich eigenen Denkexperimenten der benannten Autorin. Gerade rechtzeitig vor der Bundestagswahl ist diese Schrift erschienen, aus der wir ersehen können, was uns bei der zu erwarteten schwarz-grünen Koalition und einem Minister-Innenposten für Annalena Baerbock erwartet. Ich rechne es den "Grünen" deshalb hoch an, daß sie zu ihrer Spitzen-Quotenfrau stehen und wider alle böswilligen Verleumder und Plagiatsjäger an der Kandidatur festhalten.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.07.2021
Duden 01 Die deutsche Rechtschreibung - 28. Auflage Ausgabe 2020
Dudenredaktion

Duden 01 Die deutsche Rechtschreibung - 28. Auflage Ausgabe 2020


ausgezeichnet

Bei dieser Edition handelt es sich im Grunde genommen um einen Nachdruck der 11.Auflage des Neusprech-Dictionnaire von 1984, angekündigt bereits 1949 von George Orwell.

Bewertung vom 08.10.2020
Zum Abschuss freigegeben
Kunkel, Thor

Zum Abschuss freigegeben


ausgezeichnet

Es ist wieder so weit: Schriftsteller emigrieren aus Deutschland, von einer linken Meute gehetzt, verleumdet, diffamiert und ihrer Existenzgrundlage beraubt. Wie diese Machenschaften in 'schland einen vor einiger Zeit noch hochgelobten Schriftsteller auf perfide Weise medial hinrichten, schildert Thor Kunkel am eigenen Beispiel auf eindrucksvolle und erschütternde Weise. Wer denkt dabei nicht an das III. Reich und die DDR?

Bewertung vom 04.05.2020
Die Friedliche Revolution (eBook, PDF)
Richter, Michael

Die Friedliche Revolution (eBook, PDF)


schlecht

Wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird: Daß Herr Dr. Michael Richter alias IM Thomas inzwischen längst als Stasi-Spitzel enttarnt und 2010 fristlos aus dem Hannah-Arendt-Institut entlassen wurde, hat man im Autorenporträt wohl vergessen …
Diesen Aspekt sollte man berücksichtigen, bevor man ein solches E-Buch für den stolzen Preis von 120 € (an dem 31 in der Vorbemerkung namentlich benannte Personen mitgearbeitet haben) zur Hand nimmt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.04.2018
Kulturbruch '68
Weißmann, Karlheinz

Kulturbruch '68


ausgezeichnet

»Auf seine eigene Art zu denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht.« (Oscar Wilde)
Unter der Masse der zum ›Jubiläum‹ der sogenannten 68er-Bewegung erschienenen Publikationen und Dokumentationen ist Karlheinz Weißmanns brillante Anamnese und Psychopathologie wohl die scharfsinnigste und erhellendste.
Wer bisher nicht verstanden hat, wie das Gedankengut bolschewistischer Ideologie innerhalb von 50 Jahren eine halbwegs demokratische und freiheitliche Gesellschaft in eine einfältig-totalitäre Ochlokratie verwandeln, alle Bereiche des öffentlichen Lebens durchseuchen konnte, wie eine Minderheit ehemaliger Terroristen und RAF-Sympathisanten, stalinistischer und maoistischer Apologeten und sogar Pol-Pot-Anhängern die Meinungshoheit über die sogenannten Leitmedien erringen und an die Schalthebel der Macht gelangen konnte, sollte dieses Buch lesen.
Erstaunlich dabei ist, daß diese Ideologie offenbar in westdeutschen Köpfen weit mehr Unheil angerichtet hat als in der DDR, wo SED- und Stasi-Repression gewissen Anpassungsdruck erzeugen, aber bei der Mehrheit nie so recht Fuß fassen konnten.
Nun haben sich westdeutsche Linksextremisten, ostdeutsche Stasi-Mitarbeiter, unbedarfte Gutmenschen und globale Imperialisten zu einer seltsamen Einheitsfront formiert, um unserer Kultur und Zivilisation mittels Migrantenhorden endgültig den Garaus zu machen und den Boden für eine Despotie über versklavte Konsumenten zu bereiten: die von den 68ern angestrebte Zersetzung staatlicher Ordnung und Sicherheit, Bildung, Integrität, Kultur, Moral, Zivilisation usw. ist unter dem Merkel-Regime schon sehr weit fortgeschritten und kaum noch zu reparieren.
Besonders zu empfehlen sind die luziden Kapitel »Typologie« und »Eschatologisches Programm«, die eine konzise Zusammenfassung von Karlheinz Weißmanns Erkenntnissen bieten.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.01.2018
Die Kampagne
Baldacci, David

Die Kampagne


ausgezeichnet

Zehn Jahre nach Erscheinen dieses Thrillers ist diese hochspannende Geschichte aktueller denn je: David Baldacci hebt sich wohltuend von der ideologischen Verblendung und Borniertheit vieler seiner US-amerikanischen Kollegen ab, die gemäß Uncle Sams infantiler Doktrin die Welt in böse Schurkenstaaten und gute Weltpolizisten einteilt (»Wer nicht für uns ist, ist gegen uns« – die paranoide Devise, die auch das Handeln von Lenin, Mao und Stalin bestimmt hat) und sich anmaßt, diesen Planeten mit ›Demokratie‹ und ›Freiheit‹ nach seinem Verständnis zu beglücken, wobei Tausende ›Kollateralschäden‹ nicht nur unter den ›Feinden‹, sondern auch unter den eigenen Soldaten und Landsleuten (spätestens seit der Lusitania) billigend inkauf genommen werden. 2008 kommen hier bereits alle bedrohlichen Konflikte vor, die die Welt vor allem der imperialistischen US-amerikanischer Politik zu verdanken hat, nach der Erklärung des ›War against terrrorism« schlimmer denn je: Wettrüsten, Massenvernichtungswaffen, Destabiisierung, Kalter Krieg gegen Rußland, Nordkorea, Desinformation und Manipulation durch korrupte Medien usw. Die angeblich ›Guten‹, die nach dem Motto »Der Zweck heiligt die Mittel« agieren, unterscheiden sich dabei in nichts von den ›Bösen‹. Politiker (»das Internet ist Neuland« …) und Militärs sind in diesem Spiel nur Randfiguren und Marionetten, nicht einmal die Geheimdienste sind die bestimmenden Akteure: »Die im Dunkeln sieht man nicht«: die im Hintergrund die Strippen ziehen und frei von Moral, Hemmung und Gewissen die abscheulichsten Verbrechen verüben, Menschen manipulieren, Existenzen vernichten, Kriege anzetteln, um ihren unstillbaren Hunger nach Macht und Geld zu stillen, und die Welt letztendlich vernichten.
Bis auf die für US-amerikanische Literatur dieses Genres offenbar obligaten bösen und dumpfbackigen Nazis mit Hakenkreuz-Tätowierungen (zur Abwechslung hier einmal Franzosen, der Anführer nennt sich »Adolf« …) fehlen in diese Thriller die typischen klischeehaften Scherenschnitt-Figuren: Die Personen sind vielschichtig und gut gezeichnet in ihren Handlungen, Dialogen und Motiven.
In diesem Umfeld hat es der Protagonist Shaw, der zum Vollstreckerr für einen dubiosen Geheimdienst erpreßt wurde, schwer, seine moralische Integrität zu bewahren. Als ihm schließlich mit Anna Fischer auch noch die Frau genommen wird, die ihm alles bedeutet, und er selbst nur knapp dem Tode entronnen ist, sinnt er auf Rache …
Ein Buch, das man dann nicht mehr aus der Hand legen kann und eines der besten, die ich von Baldacci kenne.

Bewertung vom 11.01.2018
Hypermoral
Grau, Alexander

Hypermoral


ausgezeichnet

Ein kleines Büchlein, das dennoch viel über die Geistesverfassung der vermeintlichen Eliten in diesem Staat aussagt: Der Philosoph Alexander Grau analysiert schonungslos und nüchtern den Zustand einer Gesellschaft, in der Ideologie, ›political correctness‹, schwachsinniger Aberglaube und Hypermoralismus den Ton politischer Diskussion angeben wider alle Erkenntnis, und ›Häretiker‹, die sich der Egalisierung widersetzen, ins ›rechte‹ Abseits stellt.
Ein Buch für alle, die das Denken noch nicht verlernt haben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.01.2018
Amalthea
Stephenson, Neal

Amalthea


schlecht

»Schwachsinnig« nennt eine der typisch amerikanischen Pappfiguren im Buch das Unterfangen, nach der Explosion des Mondes und vor der Vernichtung des Lebens auf der Erde innerhalb von 2 Jahren Tausende von Menschen in Orbitalstationen zu verbringen, die dort Tausende von Jahren überleben sollen – und das mit dem heutigen Stand vergleichbarer Technik … Genauso schwachsinnig wie diese Idee ist das ganze Buch und kann nur von einem technikgläubigen Amerikaner stammen wie dem ›Cyberpunk‹ Neal Stephenson. Ein solches Märchen könnte immer noch unterhaltsam sein, wenn es denn einigermaßen spannend geschrieben wäre. Das kann der Autor aber auch nicht und verliert sich stattdessen in öde, minutiöse Beschreibungen technischer Prozeduren, die diesen getretenen Quark nur breiter, aber nicht genießbarer machen. In die blaue Tonne mit diesem Papierstapel!

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.01.2018
Die drei Sonnen / Trisolaris-Trilogie Bd.1 (Audio-CD)
Liu, Cixin

Die drei Sonnen / Trisolaris-Trilogie Bd.1 (Audio-CD)


sehr gut

Vor ein paar Jahren hat man als aufgeklärter Europäer noch über die Absurditäten der chinesischen Kulturrevolution den Kopf geschüttelt: heute, wo wieder Gleichschaltung des Geisteslebens herrscht, finsterer Aberglaube von staatlich geförderten Afterwissenschaften wie "Gender-Mainstreming" usw. Forschung und Lehre selbst in der Naturwissenschaften dominiert, wieder Ideologie vor Erkenntnis und wider besseres Wissen gestellt wird und Linke, die vor ein paar Jahren noch mit der Mao-Bibel herumgerannt sind und die RAF unterstützt haben, zum Establishment gehören und anderen vorschreiben, was sie zu denken und zu sagen haben, kommt einem das irgendwie bekannt vor …
Schon wegen dieser erschreckenden Parallelen ist dieses Werk hörenswert und aufklärend, auch wenn sich der Autor manchmal allzu breit in Diskussionen über fragwürdige kosmologische Theorien verliert: eine Kürzung würde hier guttun. Trotzdem bieten die wissenschaftlichen Theorien viel Stoff zum Nachdenken und heben sich positiv von manchen absurden Sci-Fi-Spinnereien vor allem von jenseits des Atlantiks ab.
Daß ausgerechnet Obama und Zuckerberg dieses Buch mögen, finde ich allerdings schon sehr komisch. Politkommissar Maas wird es wahrscheinlich nicht gefallen.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.