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Bewertung von Winfried Stanzick

Hans-Joachim Maaz, Die narzisstische Gesellschaft, DV 2014, ISBN 978-3-423-34821-8 Dieses Buch ernüchtert. Es lässt Hoffnungen auf eine baldige Verbesserung …


    Broschiertes Buch

1 Kundenbewertung

Pointierte Ursachenforschung Hans-Joachim Maaz zeigt, dass Gier, nach Geld oder nach anderen Lebensvorteilen, Ausdruck einer narzisstischen Störung ist. Der narzisstische Mensch ist ein um Anerkennung ringender, stark verunsicherter Mensch. Er tut alles, um die Bestätigung, die er zum Leben braucht, zu erhalten - durch Konsum, Besitz, Animation und Aktion. Besonders ausgeprägt ist diese Störung bei den Trägern gesellschaftlicher Macht: bei Politikern, Managern und Stars. "Politik ist narzissmuspflichtig", so Maaz. Der Autor plädiert dafür, dass wir uns von der Wachstumsideologie ebenso wie von der Leistungsgesellschaft verabschieden.…mehr

Produktbeschreibung
Pointierte Ursachenforschung
Hans-Joachim Maaz zeigt, dass Gier, nach Geld oder nach anderen Lebensvorteilen, Ausdruck einer narzisstischen Störung ist. Der narzisstische Mensch ist ein um Anerkennung ringender, stark verunsicherter Mensch. Er tut alles, um die Bestätigung, die er zum Leben braucht, zu erhalten - durch Konsum, Besitz, Animation und Aktion. Besonders ausgeprägt ist diese Störung bei den Trägern gesellschaftlicher Macht: bei Politikern, Managern und Stars. "Politik ist narzissmuspflichtig", so Maaz. Der Autor plädiert dafür, dass wir uns von der Wachstumsideologie ebenso wie von der Leistungsgesellschaft verabschieden.
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.34821
  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 236
  • Erscheinungstermin: 1. August 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 22mm
  • Gewicht: 232g
  • ISBN-13: 9783423348218
  • ISBN-10: 3423348216
  • Artikelnr.: 40015452
Autorenporträt
Maaz, Hans-Joachim
Hans-Joachim Maaz, seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war lange Zeit Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle
Inhaltsangabe
1 Narziss – der Mythos

2 Narzissmus – ein Begriff
Gesunder Narzissmus · Pathologischer Narzissmus

3 Die Symptome der narzisstischen Störung

4 Größenselbst und Größenklein

5 Die narzisstische Störung als Basis der narzisstischen Gesellschaft

6 Die Folgen narzisstischer Störungen
Die individuelle narzisstische Not · Die unvermeidbaren sozialen Konflikte · Die Träger gesellschaftlicher Fehlentwicklung

7 Die narzisstischen Beziehungsang ebote

8 Die Angst vor Nähe

9 "Ich halte das Gute nicht aus!"

10 Der Schatten des Narzissmus
Die narzisstische Regulationsnotwendigkeit · Die Notwendigkeit des Ersatzleides

11 Die Abwehr des narzisstischen Makels: Kompensation und Ablenkung

12 Ethik und narzisstische Abwehr

13 Männlicher und weiblicher Narzissmus

14 Narzisstische Regulationsformen in der Folge von Mütterlichkeits- und Väterlichkeitsstörungen

15 Durch Narzissmus beförderte Erkrankungen

16 Narzissmus und Pubertät

17 Die narzisstische Elternschaft

18 Die narzisstische Partnerschaft

19 Der narzisstische Sex

20 Narzissmus und Altern

21 Die Therapie der narzisstischen Störungen

22 Liebe versus Narzissmus

23 Politik ist narzissmuspflichtig

24 Bankrott der narzisstischen Gesellschaft

25 Das Leben auf der Titanic

26 Vision einer demokratischen Revolution

Epilog: Die Angst z u lieben – Fluch meines Narzissmus
Ein authentischer Lebensbericht

Anmerkungen
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Einen zwiespältigen Eindruck hat Hans-Joachim Maaz' Buch über die "narzisstische Gesellschaft" bei Joachim Güntner hinterlassen. Auf der einen Seite scheint ihm die strikt psychoanalytische Argumentation des Autors - kulturhistorische, politische, soziologische oder sozialphilosophische Analysen kommen nicht vor - doch etwas reduktionistisch, will Maaz über den Schlüsselbegriff des Narzissmus doch so gut wie alle Übel der Welt - vom Krieg bis zum Fitnesswahn - erklären. Güntner moniert hier insbesondere die Tendenz des Autors zu überspitzten und paschaulisierenden Aussagen. Andererseits kommt er nicht umhin einzuräumen, dass Maaz mit seinen Problemanalysen durchaus "wunde Punkte" trifft. Besonders hebt der Rezensent die Ausführungen über die Bedeutung der Mutter für die kindliche Entwicklung und die Entstehung der narzisstischen Störung hervor, die an Heinz Kohut, der zum Thema Narzissmus schon vor 40 Jahren alles Wesentliche gesagt hat, anknüpfen.

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