Schloss aus Glas - Walls, Jeannette
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Bewertung von Karo adores... [http://karoadores.blogspot.com] aus Berlin

In diesem autobiographischen Roman schildert Jeanette Walls ihre Kindheit in einer "unkonventionellen" Familie. Ihre Eltern sind sehr alternativ, und Jeanette wächst zusammen mit …


    Broschiertes Buch

25 Kundenbewertungen

"Ein komisches, anrührendes Buch." -- Stern
"Geschichten erzählen kann Walls. Bald will man das Buch gar nicht mehr zuklappen." -- Frankfurter Neue Presse
"Jeannette Walls berichtet mit Liebe, aber auch mit Wehmut, jedoch ohne Bitterkeit von dieser seltsamen Kindheit in einer unangepassten Familie." -- Elke Heidenreich
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln.
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Produktbeschreibung
"Ein komisches, anrührendes Buch." -- Stern

"Geschichten erzählen kann Walls. Bald will man das Buch gar nicht mehr zuklappen." -- Frankfurter Neue Presse

"Jeannette Walls berichtet mit Liebe, aber auch mit Wehmut, jedoch ohne Bitterkeit von dieser seltsamen Kindheit in einer unangepassten Familie." -- Elke Heidenreich
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
  • Produktdetails
  • Diana-Taschenbücher Nr.35135
  • Verlag: Diana
  • Originaltitel: The Glass Castle
  • Seitenzahl: 384
  • Erscheinungstermin: Juli 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 27mm
  • Gewicht: 314g
  • ISBN-13: 9783453351356
  • ISBN-10: 3453351355
  • Artikelnr.: 20762013
Autorenporträt
Walls, Jeannette
Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr Debüt Schloss aus Glas, das zum internationalen Bestseller avancierte und in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. Walls lebt in Virginia.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Frech und facettenreich, quicklebendig und flott geschrieben - mit diesen Prädikaten versieht Rezensentin Alexandra Kedves den autobiografischen Roman der New Yorker High-Society-Klatschkolumnistin Jeanette Walls, in dem es ihren Informationen zufolge um Walls "von Armut verwüstete Kindheit" geht. Die Autorin, so erfahren wir, wuchs in einem Trailerpark auf. Der Vater trank, die Mutter fraß, das Essen mussten sich die Kinder oft genug aus dem Müll zusammenklauben. Dennoch ist dieser autobiografische Roman kein bisschen wehleidig, versichert die Rezensentin. Denn Walls, soviel lässt sich der Rezension entnehmen, hat ihre Eltern geliebt. Und sie hat auch einiges von ihnen mitbekommen: "Werte wie Mut, Zähigkeit und Unabhängigkeit." Ein wenig liest sich das Buch für Kedves wie eine literarische Entsprechung zu Eminems Film "8 Mile", auch dies sein "eine Legende von Kinder-Wundern und Wunder-Kindern". Einige Figuren findet die Rezensentin zwar etwas übertrieben gezeichnet. Auch ist alles "furchtbar und wird immer furchtbarer, bis die Heranwachsenden sich langsam selbst aus der Gosse herausarbeiten". Doch am Ende beweist dieser "flott" übersetzte Roman der zufriedenen Rezensentin: Der amerikanische Traum ist nicht tot.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.03.2005

Alle Brillen außer der rosaroten sind verboten
Spaß macht, was stark macht: Mit ihrer Kindheitserinnerung gelingt Jeannette Walls eine Wiederbelebung des amerikanischen Traums

Kindheiten stehen hoch im Kurs. Mit Frank McCourt wurde mitgelitten und mitgelacht, um Kathryn Harrisons Inzestgeschichte entspann sich ein Disput, und in diesem Frühjahr sprechen amerikanische Leser über die dunklen Familiengeheimnisse von Michael Rips ("The Face of a Naked Lady: An Omaha Family Mystery") und Jeannette Walls ("The Glass Castle"). Schon steht das "Schloß aus Glas" auch in unseren Buchhandlungen.

Jeannette Walls, deren Handwerk als Klatschkolumnistin es ist, die Heimlichkeiten der Schönen und Reichen zu kolportieren, enthüllt in diesem Band ihre eigene, von Armut verwüstete Vergangenheit: den Vater, der jeden Penny vertrinkt, die Mutter, die jeden Penny verfrißt oder vermalt. Den schäbigen Wohnwagen in der Trailersiedlung, in dem Jeannette als Dreijährige schier verbrennt. Das Haus ohne Toilette, ohne Leitungswasser, voller Regenwasser. Wenn die vier Kinder essen wollen, müssen sie im Abfall wühlen, und um die Löcher in ihren Kleidern zu kaschieren, pinseln sie sich bunte Punkte auf die Haut. Trotzdem spielen sie lange Zeit mit, wenn Mom und Dad sich selbst und ihnen ein lustiges Abenteuerleben in die Tasche lügen, eine Zukunft in Saus und Braus und ein riesiges Schloß aus Glas dazu.

Dad hat schon die Pläne dafür gezeichnet, und morgen, nächste Woche, nächstes Jahr soll gebaut werden. Sobald Vater Walls mit dem bezeichnenden Vornamen Rex dem Geheimdienst ein Schnippchen geschlagen, die Gewerkschaften bloßgestellt und die Goldader gefunden hat. Und bis dahin lernen die Sprößlinge von Kleinkindesbeinen auf, wie es ist, unter dem Wüstenhimmel zu schlafen; wie man mit Waffen umgeht und der Polizei auf Verfolgungsjagden entwischt; welche Pflanzen man essen kann und welche nicht; warum manche Sterne leuchtend hell strahlen und manche Steine goldfarben glänzen - und daß eine Existenz unter dem Existenzminimum Spaß macht, stark macht, echt ist. Die Spießer wissen nicht, was sie verpassen. Der Nachwuchs soll hart im Nehmen werden, und er wird es auch: Wenn Jeannette Walls sich von Erinnerung zu Erinnerung erzählt, tut sie das ohne ein Quentchen Selbstmitleid.

Das kleine Mädchen, das Jeannette einmal war, schaut zu ihrem Vater auf wie zu dem Stern, den er ihr zu Weihnachten geschenkt hat (viel besser als jeder Plastikkrempel, weiß Daddy). Lange bevor sie merkt, daß er sich und seiner Familie systematisch alle Chancen zerstört, nimmt sie mit, was er zu geben hat: Werte wie Mut, Zähigkeit und Unabhängigkeit. Nichts ist schwarz-weiß, schon gar nicht in dieser Autobiographie - die dennoch nicht im drögen Grau allumfassenden Verständnisses versinkt. Die New Yorker (High-)Society-Journalistin, Autorin von Werken wie "Dish: The Inside Story of the World of Gossip", fabuliert frech und facettenreich von einer Kindheit, die wie ein Ausflug auf einen Abenteuerspielplatz gedacht war und zu einem Trip in psychologische und soziale Abgründe wurde.

Manchmal mag der hehre autobiographische Grundsatz der Glaubwürdigkeit ein winziges bißchen strapaziert werden: Zum Alki-Vater gesellt sich etwa eine Alki-Oma und natürlich auch ein arbeitsloser Onkel, der seine Nichten betatscht. Und Mom und Dad wollen von allem nichts sehen. Dazu paßt, daß die zwei "Jetzt-muß-ich-mich-aber-mal-um-mich-selbst-kümmern-Eltern" ihrer ältesten Tochter das dringend notwendige Brilletragen verbieten. Alles ist furchtbar und wird immer furchtbarer, bis die Heranwachsenden sich langsam selbst aus der Gosse herausarbeiten und dabei schier Unmögliches möglich machen (daß Jeannette als Schulmädchen einen schwarzen Jungen vor einem bösartigen Hund rettete und auf ihren eigenen Armen ins verachtete Schwarzenviertel trug, ist ein früher Ausdruck ihrer Charakterstärke). Ein klein wenig liest sich das wie eine literarische Entsprechung zu dem Eminem-Film "8 Mile": als eine Legende von Kinder-Wundern und Wunder-Kindern in der Hölle. Der amerikanische Traum ist nicht tot. Bei Jeannette Walls ist er sogar so quicklebendig wie ein flott geschriebener - und flott übersetzter - Roman.

Jeannette Walls: "Schloß aus Glas". Roman. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Hoffmann und Campe Verlag. Hamburg 2005. 385 S., geb., 19,95 [Euro].

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"Warmherzig geschrieben und regt immer wieder zum Nachdenken an. Über Freiheit, Koventionen und darüber, ob finanzieller Wohlstand wirklich den Wert eines Menschen definieren muss." Mira Nagar shz.de, 13.10.2015