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Vier Männer streifen durch Paris, besuchen ein elegantes Fest, beobachten die erotischen Strategien ihrer Mitmenschen. Alain entwickelt komplizierte Theorien über die Lust der jungen Mädchen, den Bauchnabel zu zeigen. Ramon würde endlich gern die Chagall-Ausstellung besuchen. Charles erläutert Stalins Witze, bei denen niemals jemand lachte. Und Caliban, der Schauspieler ohne Rollen, erfindet eine eigene Sprache, über die nur er sich kaputtlachen kann - bis das junge portugiesische Hausmädchen ihn versteht. Mit seinem ersten Roman nach vierzehn Jahren hat Milan Kundera das Porträt einer Epoche…mehr

Produktbeschreibung
Vier Männer streifen durch Paris, besuchen ein elegantes Fest, beobachten die erotischen Strategien ihrer Mitmenschen. Alain entwickelt komplizierte Theorien über die Lust der jungen Mädchen, den Bauchnabel zu zeigen. Ramon würde endlich gern die Chagall-Ausstellung besuchen. Charles erläutert Stalins Witze, bei denen niemals jemand lachte. Und Caliban, der Schauspieler ohne Rollen, erfindet eine eigene Sprache, über die nur er sich kaputtlachen kann - bis das junge portugiesische Hausmädchen ihn versteht. Mit seinem ersten Roman nach vierzehn Jahren hat Milan Kundera das Porträt einer Epoche gezeichnet, die komisch ist, weil sie ihren Humor verloren hat.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Originaltitel: La Fête de L'Insignifiance
  • Artikelnr. des Verlages: 505/24763
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 144
  • Erscheinungstermin: 23. Februar 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 128mm x 20mm
  • Gewicht: 278g
  • ISBN-13: 9783446247635
  • ISBN-10: 3446247637
  • Artikelnr.: 41863354
Autorenporträt
Kundera, MilanMilan Kundera, 1929 in Brünn geboren, lebt in Paris. Bei Hanser erschienen zuletzt Der Vorhang (2005), Die Kunst des Romans (Essay, 2007), Eine Begegnung (2011) und Das Fest der Bedeutungslosigkeit (Roman, 2015).
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Vier alte Männer streifen durch Paris: Ramon, ein emeritierter Professor, Charles, der vor allem Witze darüber erzählt, wie Stalin Witze erzählte, Caliban, ein erfolgloser Schauspieler, und Alain, dessen Gedanken in den entblößten Bauchnabeln junger Mädchen hängen bleiben. Auf einer Party tun sie, was sie immer getan haben: flirten, nunmehr ohne die Hoffnung, tatsächlich in einem fremden Bett zu landen, und Geschichten erzählen. Es geht um junge Frauen und geistige Getränke, um das Pinkeln, um das Lachen und die Liebe zur Bedeutungslosigkeit. Die Motive drehen sich im Kreis wie die bunten Bilder, die manche Nachtlichter an die Wand werfen. Spannung, Entwicklung, Konflikt? Nichts davon geschieht, selbst die Charaktere bleiben hinter ihren Ausführungen abstrakt und leblos. Jemandem, der nicht "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" geschrieben hat, würde man das nachtragen. Sebastian Koch liest bedächtig und mit Herbst in der Stimme. Das ist sehr schön und unterstreicht die Melodik von Kunderas Sprache in der Übersetzung von Uli Aumüller, aber den Text an sich macht es nicht aufregender.

© BÜCHERmagazin, Elisabeth Dietz (ed)

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Hier kommt einiges an sein Ende, berichtet Kritiker Stephan Wackwitz von seiner Lektüre dieses kleinen, als Begleitung für einen Bistro-Besuch mit Zigaretten und Alkohol bestens geeigneten Romans, der sich als solcher allerdings kaum bezeichnen lässt. Zum einen beendet Kundera sein langjähriges Schweigen, aber auch das Hoffen darauf, die bestehende Welt durch eine bessere ersetzen zu können: "Die Tragödie des 20. Jahrhunderts geht als Komödie zu Ende", schreibt der Rezensent unter Rückgriff auf umfangreich zitierte Textpassagen nach einer ihn zwar sichtlich melancholisch stimmenden, aber dennoch restlos beglückenden Lektüre. In konsequenter Artifzialität gelinge dem Autor hier eine groteske, traurig-schöne, altmeisterlich gelungene Lebensprojekt-Ermattung, die mit vollen Händen aus dem Formenfundus nicht nur der Komödie - Wackwitz erwähnt unter anderem Commedia dell'arte, Stummfilm-Slapstick und Mysterienspiel als Referenzpunkte - schöpft, um sich entspannt der Sinnnlosigkeit der Welt in ihrer Eingerichtetheit zu fügen. "Kunderas Kasperletheater in Prosa ist ein Endspiel", schreibt der Kritiker und seufzt getröstet, dass einem immerhin noch Paris bleibe.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 23.02.2015

Das Geheimnis des Bauchnabels
Ab diesem Montag auch auf Deutsch: Milan Kunderas neuer Roman „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“
Vom Konzept- und Installationskünstler Marcel Duchamp ist unter dem Namen „Inframince“ einmal ein Begriff geprägt worden, den man mit „hauchdünn“ übersetzen könnte. Dieser neue Roman von Milan Kundera wäre dann so etwas wie ein Inframince-Roman, nicht wegen der Schmalheit des Bandes, 140 Seiten, sondern wegen dem, was drin steht. Duchamp erfand seinen Begriff für Situationen, wo Gegensätze einander unendlich nahekommen, ohne miteinander zu verschmelzen, etwa beim lustbringenden Reibungsabstand der Organe beim Geschlechtsakt.
  Kunderas Roman bringt die ernstesten Dinge wie Krankheit, Tod, Gewalt fast deckungsgleich mit Situationskomik zusammen und vermeidet doch jede Verschmelzung. In einer Abfolge aus lauter Kurzkapiteln tupft der Autor diese Situationen ohne ausmalenden Erzählkitt in den Raum. Man liest den Roman so, wie man ein grobmaschiges Kleid aus feinsten Fäden tragen würde: kaum merkend, dass man etwas anhat, und doch jeden Windhauch aus der Umwelt als Reibung auf der Haut spürend.
  Eine Frau parkt das Auto am Fluss, wirft sich von der Brücke, drückt den ihr zu Hilfe Kommenden unters Wasser, bis er tot ist, und gerät dann, auf den Selbstmord verzichtend, vor dem Heimweg am Auto in Panik, weil sie nicht mehr weiß, wo sie den Schlüssel hingesteckt hat. Solche Kurzgeschichten machen das Grundmuster des Buchs aus. Den Handlungszusammenhang müssen wir mehr erraten, als dass er vor aus aufgerollt würde.
  Ganz grob: Vier Männer unterschiedlichen Alters streifen durch Paris und kommen anlässlich einer Geburtstagsparty zusammen. Auch ihre Lebensfragen sind sehr unterschiedlich gelagert. Einer fragt sich, warum nach den Schenkeln, dem Po und dem Busen bei den jungen Mädchen heute der Nabel zwischen tief sitzender Hose und kurzem T-Shirt zum erotischen Mittelpunkt geworden ist. Ein anderer hängt Anekdoten aus der Stalin-Ära nach. Wieder ein anderer bangt um die Arztdiagnose – Krebs oder nicht Krebs?
  Gemeinsam ist allen, dass der Hase des Schicksals immer wieder ganz anders im Pfeffer liegt, als unsere Mythen, Prognosen, Lebensweisheiten dies wollen. Auf der Cocktailparty führt nicht der geistvolle Salonvirtuose, sondern der immerfort nur fades Zeug von sich gebende Gast die schönste Frau ab, weil er sie vom ständigen Bedeutungszwang befreit. Ein als Partykellner jobbender Theaterschauspieler hingegen müht sich mit dem so komplizierten wie nutzlosen Unterfangen ab, durch eine frei erfundene Fremdsprache, angeblich Pakistanisch, den Ausländer zu spielen: nutzlos, weil keiner der Partygäste sich dafür interessiert – bis ein portugiesisches Dienstmädchen, das noch schlechter Französisch spricht als der angebliche Ausländer, ihn bestens versteht.
  Wiederholt fühlt man sich an Kunderas Erfolgsroman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ erinnert, als hätte da nach dreißig Jahren einer noch einmal darüber gepustet, auf dass die Staubwolken auffliegen und sich wunderbar langsam setzen. Mit dem Unterschied allerdings, dass es sich hier mehr um einen stenografierten als um einen in der Schilderung abgerundeten Roman handelt.
  Das gibt dem Erzähler die Freiheit, mit den Formen zu spielen und auch uns Leser direkt einzuspannen. „Ich wiederhole mich?“ – fragte er nach einer Stelle, die tatsächlich dreißig Seiten später den Romananfang wiederholt. Doch was könne er dafür, fährt der Erzähler fort, wenn sein Held Alain immer noch dem Thema der Mädchenbauchnabel nachhänge, wie ja auch wir manchmal jahrelang mit denselben Problemen beschäftigt seien, und mit Sicherheit viel geringfügigeren als es jenes von Alain sei. Immerhin hat dieser infolge eines frühen Schlüsselerlebnisses mit seiner Mutter gute Gründe für seine Nabelobsession.
  Kunderas seit 14 Jahren erstmals wieder als Roman ausgegebenes Buch ist zugleich ein Anlauf, die in den essayistischen Werken der letzten Jahre, vorab in „Der Vorhang“, angeschlagenen Themen fiktiv aufzunehmen. Im Mittelpunkt steht jene europäische Lebenshaltung, die aus dem Horizont des Tragischen gefallen ist, die aber hinter allem Scherz, aller Ironie und oft unfreiwilligen Komik doch eine Erinnerung daran bewahrt hat und dabei um gute Laune bemüht ist. „Ach, die gute Laune!“, entfährt es im vorliegenden Buch beim Gespräch einem der Gäste am Cocktailbüfett, an dem er eigentlich gerade nicht erscheinen wollte: „Du sagst es! Die gute Laune! Darum geht es und um nichts anderes!“
  Immer wieder ist unter den Figuren dieses Buchs von der mehr oder weniger guten Laune die Rede. Der Versuch, sie zu bewahren, so darf man den Autor Milan Kundera verstehen, ist das, was gerade heute den Aufwand weiterhin lohnt, mag das dabei herauskommende oft gepresste und gestresste Lachen meistens auch selber etwas lachhaft geraten. Mit seiner weitmaschigen Textur ist dieses Buch eine Einladung, Entscheidendes und Unerhebliches, Grundsätzliches und Anekdotisches noch enger zu schnüren und doch nie aneinander zu fesseln. Und der detailgenaue Sprachstil der Übersetzerin mit Anflügen von Steife bekommt dem großzügig skizzierten Altersroman Kunderas vorzüglich.
JOSEPH HANIMANN
Milan Kundera: Das Fest der Bedeutungslosigkeit. Roman. Aus dem Französischen von Uli Aumüller. Carl Hanser Verlag, München 2015. 140 Seiten, 16,90 Euro.
Milan Kundera.
Foto: Hanser Verlag
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.02.2015

Stirb, du Retter meines Lebens

Noch immer ist jedes neue Buch von Milan Kundera ein Ereignis. Hat sich das Warten auf "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" gelohnt?

Seinen eigenen Ruhm zu überleben ist schlimm. Milan Kundera blieb dieses Schicksal bislang erspart. Vor vier Jahren nahm ihn der Gallimard-Verlag als ersten lebenden Schriftsteller in seine Pléiade-Edition auf, und noch immer gilt er als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis. Seine Werke erzielen hohe Auflagen: Von seinem neuen Roman "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" wurden in Italien, wo das Buch zuerst erschien, hunderttausend Exemplare gedruckt, und in Frankreich liegen die Verkaufszahlen (und der Emotionspegel der hymnischen Kritiken) noch darüber. Nichts also kann die Unsterblichkeit Kunderas, der im April sechsundachtzig Jahre alt wird, gefährden. Es sei denn der Autor selbst.

"Roman". So steht es auf dem Umschlag des Buches, und so behauptet es auch der Klappentext, der dem hundertdreißig Seiten kurzen Opus nachrühmt, es sei "fasziniert von der Realität unserer Welt" und doch "fern von jedem platten Realismus". Nein: "ganz fern" sogar. In dieser Plattitüde liegt ein Stück Wahrheit. Denn Kunderas Buch ist tatsächlich sehr fern von allem, was unsere Gegenwart beherrscht, es spricht aus weiter Entfernung zu seinen Lesern. Vor allem aber ist "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" kein Roman, jedenfalls solange man nicht alles, was zwischen zwei Buchdeckel gepresst ist, für einen Roman hält.

Das "Fest" ist, freundlich gesagt, eine Folge von Szenen. Die drei schönsten handeln vom Tod, vom Stalinismus und von der Kindheit - drei Lebensthemen Milan Kunderas. In der ersten fährt eine Frau mit ihrem Auto zum Fluss, steigt auf ein Brückengeländer und stürzt sich ins Wasser. Ein junger Mann springt ihr hinterher, doch sie kämpft darum, sterben zu dürfen, bis sie ihren Retter ertränkt hat. Dann schwimmt sie ans Ufer und läuft zu ihrem Wagen. Der Schlüssel steckt noch.

In der zweiten Szene tritt Stalin persönlich auf. Er schleicht sich an die Tür der Toilette heran, in der die Mitglieder des Politbüros ihre Notdurft verrichten, und belauscht, wie Chruschtschow, sein Meisterschüler, vor den anderen über die schlechten Witze des Chefs lästert. Der Tölpel der Kompanie ist Kalinin, ein Mann, der seine Blase nicht im Griff hat, weshalb er sich bei den Politbürositzungen, in denen Stalin seine Witze erzählt, regelmäßig in die Hose macht. Deshalb hegt Stalin eine zärtliche Liebe für ihn, der er dadurch Ausdruck verleiht, dass er Königsberg, die Stadt des Philosophen Immanuel Kant, nach dem Zweiten Weltkrieg in Kaliningrad umbenennt.

Die dritte Szene zeigt einen zehnjährigen Jungen, der in durchnässter Badehose vor seiner Mutter steht. Es ist ihre letzte Begegnung, denn die Mutter wird den Jungen und seinen Vater für immer verlassen. Aber statt ihm das zu eröffnen, starrt sie auf seinen Bauchnabel. Dieser Blick fällt dem Jungen, der inzwischen ein erwachsener Mann ist, wieder ein, während er durch die Straßen von Paris läuft und die jungen Frauen in ihren bauchfreien T-Shirts betrachtet. Wie, fragt er sich, soll man die Erotik einer Epoche definieren, welche die Verlockung des Weiblichen im Nabel konzentriert sieht?

Der Mann, der als Junge von seiner Mutter verlassen wurde, heißt Alain. Und der Mann, der die Anekdote über Stalin, Kalinin und das Politbüro erzählt, heißt Charles. Es kommen noch ein paar andere Figuren in Kunderas Buch vor, ein arbeitsloser Schauspieler namens Caliban, der sich auf Partys als Pakistaner ausgibt, ein Misanthrop namens Ramon, der so tut, als sei er an Krebs erkrankt, eine schöne Frau namens La Franck, die gerade ihren Lebensgefährten verloren hat, und zwei ältere Herren namens D'Ardelo und Quaquelique, die um ihre Gunst wetteifern. Aber im Zentrum des Geschehens, das über die meiste Zeit ein Reden ist, stehen Charles und Alain, die gebildeten Freunde. Sie reden über Kant, Hegel und Schopenhauer (oder lassen Stalin darüber reden), sie plaudern über Frauen, Mütter und den Baum des Lebens seit Evas Tagen, sie räsonieren und fabulieren und sonnen sich in ihrer Abgeklärtheit.

Man kann es auch so sagen: "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" ist ein zu Papier gebrachter Film von Eric Rohmer. Nur dass, anders als bei Rohmer, nicht die jungen Frauen, sondern die alten Männer im Mittelpunkt stehen - und dass hinter ihnen, in der historischen Tiefe des Raums, ein paar noch ältere Herrschaften sichtbar werden, Leute wie Stalin und Kalinin, einst furchtbare Gestalten, jetzt Marionetten in der Hand des Erzählers, der sie nonchalant durch seine Prosa spazieren lässt, ihnen hier einen Tritt, dort eine Streicheleinheit verabreicht und zwischendurch immer wieder die Pausenglocke in Form eines Zwischentitels läutet. Am Ende jagen sie einander durch den Jardin du Luxembourg, der vierschrötige Stalin und sein pinkelnder Satrap, und schießen der Statue der Maria de' Medici die Nase ab. Sie rollt in den Kies, dann geht das neunmalkluge Geplauder weiter.

Seinen eigenen Ruhm zu überleben ist schlimm. Noch schlimmer: sein Talent zu überleben. In diesem Buch, das sich wie eine Sammlung verworfener Romanideen liest, treibt Milan Kundera witzlose Späße mit einer Form, die er in "Abschiedswalzer", "Der Scherz" oder "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" zu unerreichter Meisterschaft geführt hat. Ob man darin eine Wende zum Frohsinn oder ein Zeichen künstlerischer Ermüdung sehen will, hängt vom Betrachter ab; ein Rückschritt ist es allemal. Nur die Frau im Fluss scheint aus einer ganz anderen Geschichte zu stammen, aus einem Film von Antonioni, nicht von Rohmer. Vielleicht hat Kundera ja mit ihr noch etwas vor. Das gibt Hoffnung für sein nächstes Buch.

ANDREAS KILB

Milan Kundera: "Das Fest der Bedeutungslosigkeit".

Roman.

Aus dem Französischen von Uli Aumüller. Carl Hanser Verlag, München 2015. 144 S., geb., 16,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Das Alterswerk eines großen Autors. Über die Zufälligkeiten des Daseins: Episoden voller Witz, Tiefsinn und Ironie." Die Zeit, 12.03.15

"Sprachmusik... Ein ganz tolles Buch." Christine Lötscher, SRF Kultur Literaturclub, 03.03.15

"Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem Humor und Ernsthaftigkeit so nah beieinander waren." Nicola Steiner, SRF Kultur Literaturclub, 03.03.15

"Man fühlt sich an Kunderas Erfolgsroman 'Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins' erinnert, als hätte da nach dreißig Jahren einer noch einmal darüber gepustet, auf dass die Staubwolken auffliegen und sich wunderbar langsam setzen." Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 23.02.15

"Der 85-jährige Milan Kundera verabschiedet sich mit einem unheimlichen Meisterwerk vom 20. Jahrhundert." Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 23.02.15

"Kundera beschert uns ein filigranes Alterswerk, gespenstisch heiter - ein schönes Buch aus fast nichts, ein anmutiges 'Fest der Bedeutungslosigkeit'." Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 22.02.15

"Grandios: ein schmales Alterswerk, zum Heulen komisch und zum Lachen tragisch." Hellmuth Karasek, Die Welt 21.02.15

"Es ist verspielt und tiefsinnig, komisch und ernst. ... Meisterhaft, wie Kundera literarische Konventionen hinter sich lässt, wie er die Motive miteinander verschränkt! Er komponiert einen Kranz kleiner Erzählungen, er unterbricht sie, nimm sie wieder auf, und wir genießen dieses Wunderwerk wie ein kammermusikalisches Divertimento." Ulrich Greiner, Die Zeit, 19.02.15…mehr