16,99 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln
    Gebundenes Buch

Am Steuer seines Lebens lenkt man doch meist vergebens.Mit 15 hatte er der Neuen Deutschen Welle den Hit »Fred vom Jupiter« beschert und darauf hin beschlossen, sein Leben der Kunst zu widmen. Inzwischen kennt sich Andreas Dorau sehr gut aus im deutschen Kunstbetrieb. Mit Sven Regener als Ghostwriter erzählt er unglaubliche Geschichten aus seinem Leben.Andreas Dorau hat ziemlich viel erlebt. Er kennt den rasanten Aufstieg genauso wie das von der Fata Morgana des Werkbegriffs geleitete Durchschreiten der Ebene. Mit 15 bescherte er der Neuen Deutschen Welle ihren mutmaßlich exzentrischsten Hit:…mehr

Produktbeschreibung
Am Steuer seines Lebens lenkt man doch meist vergebens.Mit 15 hatte er der Neuen Deutschen Welle den Hit »Fred vom Jupiter« beschert und darauf hin beschlossen, sein Leben der Kunst zu widmen. Inzwischen kennt sich Andreas Dorau sehr gut aus im deutschen Kunstbetrieb. Mit Sven Regener als Ghostwriter erzählt er unglaubliche Geschichten aus seinem Leben.Andreas Dorau hat ziemlich viel erlebt. Er kennt den rasanten Aufstieg genauso wie das von der Fata Morgana des Werkbegriffs geleitete Durchschreiten der Ebene. Mit 15 bescherte er der Neuen Deutschen Welle ihren mutmaßlich exzentrischsten Hit: »Fred vom Jupiter«. Mit 30 verwirrte er die Münchener Filmhochschule mit seiner Abschlussarbeit »Schlag dein Tier« - eine fröhliche Quizshow, in der Menschen gegen ihre Haustiere antreten (und bei der natürlich immer die Tiere gewinnen). Mit seiner Oper »Die Überglücklichen« löste er einen Tumult unter Tierschützern aus, weil einige Fische zum Ensemble gehörten.Und als er mit ein paar Freunden den Hinkelstein von Rammstein aus dem Fenster seiner Plattenfirma schmiss, fand das nicht jeder lustig.Wenn Andreas Dorau erzählt, dann sprudeln die Geschichten nur so aus ihm heraus. Und man durchlebt mit ihm einen Streifzug durch die deutsche Musik- und Unterhaltungsbranche, der sich gewaschen hat. Das liest sich alles natürlich besonders scharf durch die Brille von Sven Regener.
  • Produktdetails
  • Verlag: Galiani-Berlin
  • Artikelnr. des Verlages: 4001601
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 192
  • Erscheinungstermin: 11. Mai 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 118mm x 22mm
  • Gewicht: 256g
  • ISBN-13: 9783869711089
  • ISBN-10: 3869711086
  • Artikelnr.: 41778620
Autorenporträt
Autorenporträt - Sven Regener

Nicht zuletzt durch erfolgreiche Verfilmungen bekannt geworden, haben Sven Regeners Bücher ihn gewissermaßen zum zweiten Mal zum Star gemacht. Seinem Dasein als Kultautor war bereits eine Karriere als Musiker vorausgegangen. Von 1985 an hatte er sich mit seiner Band Element of Crime ins Spitzenfeld deutschsprachiger Popbands vorgearbeitet, wurde als Sänger und Texter der Gruppe zu deren Herz und Seele.

Seinen ersten Bestseller landete Regener wesentlich später: 2001 erschien "Herr Lehmann", ein Kreuzberg-Roman, den er später zur Trilogie ausbaute. Für "Herr Lehmann" erhielt Regener den Internationalen Buchpreis "Corine", für sein Drehbuch zum gleichnamigen Film unter der Regie von Leander Haußmann den Deutschen Filmpreis in Gold. Selbst Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki überschüttete dieses Popliteraturwerk mit Lob.

Regeners Bücher spielen sämtlich im geteilten Deutschland, meist in der Mauerstadt Berlin. Sicher nicht zufällig, denn die deutsche Teilung, insbesondere in Form der Berliner Mauer, war prägend für ihn. Regener wurde 1961 in Bremen geboren, im selben Jahr, in dem die Mauer gebaut wurde. Er wuchs in Blockdiek und in der Neuen Vahr auf - in seinem Buch "Neue Vahr Süd" verarbeitet er dies - und landete nach einem in Hamburg begonnenen Musikwissenschaftsstudium 1982 in Berlin.

Hier in der Frontstadt geriet er in genau jenen schrägen und kreativen Kosmos hinein, dem er in seinen Büchern so gekonnt ein Denkmal setzt. Regener spielte in verschiedenen Bands, bis er schließlich mit Element of Crime durchstartete, während er sein Studium zugunsten eines Brotjobs als Musiker hinschmiss.

Heute gehört Regener zu den wenigen Menschen, die sich mit Fug und Recht Multitalent nennen dürfen. Es ist schwer zu sagen, ob er der bessere Musiker oder Autor ist. Die Tourneen mit Element of Crime sind genauso verlässlich ausverkauft, wie seine Bücher zu Bestsellern avancieren. Vor Kurzem ist die Verfilmung von"Magical Mysteryoder: Die Rückkehr des Karl Schmidt" in die Kinos gekommen und auch sein jüngster Wurf "Wiener Straße" ist filmreif. Auf jeden Fall scheint Regener keine kreative Pause zu benötigen.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.05.2015

Hamburg, 1981

Letztlich ist es wohl der Ton beider, von Andreas Dorau und Sven Regener oder Regener und Dorau, der das Buch "Ärger mit der Unsterblichkeit" zu einem so wunderbar mühelos komischen Streifzug durch den Musik- und Filmbetrieb macht. Der Musiker und Künstler Andreas Dorau hat Episoden aus seinem Leben erzählt. Sein Freund Sven Regener, Sänger der Band Element of Crime und Autor der "Lehmann"-Trilogie, hat sie aufgeschrieben. Oft geht es in den kurzen Kapiteln des Buchs auch einfach nur um das ganz normale Leben des Andreas Dorau, das - im eigentlichen Sinne - gar nicht normal ist. Obwohl man sich wünscht, normal wäre öfter so, so Dorau-normal.

Als 15-Jähriger schreibt er zufällig ein Lied, das ihn berühmt macht: "Fred vom Jupiter" wird zu einem der erfolgreichsten Hits der Neuen Deutschen Welle. Entstanden ist es während einer Projektwoche an der Otto-Hahn-Gesamtschule in Hamburg, die Dorau besucht.

Dorau schildert skurrile, oft ernste, zuweilen rührende und viele unglaublich lustige Momente aus den beiden Jahrzehnten, die dann folgen: Wie zum Beispiel den, als er seinen Abschlussfilm an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen präsentiert und die Prüfer am Ende wortlos das Kino verlassen und mit dem Absolventen nie ein Wort über den Film sprechen. "Schlag dein Tier", so der Titel des Werks, zeigt Quiz- und Geschicklichkeitsspiele, bei denen Tiere gegen ihre Besitzer antreten. Und übrigens meistens gewinnen. Oder - auch das ein schöner Dorau-Moment: Während der Aufführung seiner Oper "Die Überglücklichen" im Münchner "Gasteig" kommt es "zu Tumulten, als einige Leute den Bettelchor, der von lebenden, auf die Bühne geworfenen Fischen dargestellt wurde, retten wollten".

Eigentlich hatte sich der heute 51-Jährige während der Projektwoche für "Fahrradfahren durch Hamburg" eingeschrieben, wechselte dann aber zum Projekt "Wir machen einen Popsong". Denn die erste Aufgabe der Radler-Gruppe bestand darin, einen Reifen zu flicken, was "bei uns zu Hause immer meine Mutter machte". Ein Glück.

Anne Ameri-Siemens

Andreas Dorau / Sven Regener: "Ärger mit der Unsterblichkeit". Galiani Berlin, 192 Seiten, 16,99 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr
Trash-Pop vom Feinsten, über den das Duo Andreas Dorau/Sven Regener so wunderbar kokettierend erzählen kann, dass die Löcher aus dem Käse fliegen. Das Buch gehört auf den Zettel aller Popinteressierten. Oliver Jungen FAZ