Abraham trifft Ibrahîm - Lewitscharoff, Sibylle; Wali, Najem
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Eine hochdramatische Szene: Der Vater beugt sich über den wehrlosen Jungen, das Messer blitzt in seiner Hand - da befiehlt ihm im letzten Moment ein Engel, statt des eigenen Sohnes einen Widder zu opfern. Die biblische Geschichte von Abraham und Isaak ist bekannt. Dass sie dem Philosophen Kierkegaard eine schlaflose Nacht am Berliner Gendarmenmarkt bescherte, in deren Verlauf ihm eine göttliche Maus erschien, um Fragen der Barmherzigkeit zu erörtern - das weiß nur Sibylle Lewitscharoff. Was wiederum der Koran aus diesem Stoff macht, wie er Isaak auf einen der hinteren Ränge verweist und dafür…mehr

Produktbeschreibung
Eine hochdramatische Szene: Der Vater beugt sich über den wehrlosen Jungen, das Messer blitzt in seiner Hand - da befiehlt ihm im letzten Moment ein Engel, statt des eigenen Sohnes einen Widder zu opfern. Die biblische Geschichte von Abraham und Isaak ist bekannt. Dass sie dem Philosophen Kierkegaard eine schlaflose Nacht am Berliner Gendarmenmarkt bescherte, in deren Verlauf ihm eine göttliche Maus erschien, um Fragen der Barmherzigkeit zu erörtern - das weiß nur Sibylle Lewitscharoff. Was wiederum der Koran aus diesem Stoff macht, wie er Isaak auf einen der hinteren Ränge verweist und dafür Abrahams Erstgeborenen Ismail hervorhebt, davon erzählt uns Najem Wali.

Von Abraham bis Eva, von Moses bis zum Satan: Neun Figuren aus Bibel und Koran haben die sprachmächtige Religionswissenschaftlerin Sibylle Lewitscharoff und der irakisch-deutsche Autor Najem Wali, "ein Freigeist und Moralist gleichermaßen" (Deutschlandfunk), ausgewählt. Deren Geschichten gehen die beiden aus ihrer je eigenen Sicht nach, temperamentvoll, engagiert, auch augenzwinkernd. Mit dem geplagten Hiob fragen sie nach der göttlichen Gerechtigkeit, mit Jona, dem ängstlichen Wal-Reisenden, nach Mut und Toleranz und berühren mit ihrem Dialog zwischen den Weltreligionen die Krisengebiete unserer Zeit.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 309
  • Erscheinungstermin: 7. Mai 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 142mm x 27mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783518427910
  • ISBN-10: 3518427911
  • Artikelnr.: 49452938
Autorenporträt
Lewitscharoff, Sibylle
Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie, nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris, heute lebt. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Sie veröffentlichte Radiofeatures, Hörspiele und Essays. Für Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es folgten die Romane Der Höfliche Harald (1999), Montgomery (2003) und Consummatus (2006). Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2013 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Sibylle Lewitscharoff ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Berliner Akademie der Künste. 2013/14 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom, danach war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Wali, Najem
Najem Wali, geboren 1956 im irakischen Basra, flüchtete 1980, nach dem Ausbruch des Iran-Irak-Krieges, nach Deutschland. An der Universität Hamburg studierte er Germanistik, in Madrid spanische Literatur. Heute lebt er als Autor und Journalist in Berlin. Er war lange Zeit Korrespondent der arabischen Tageszeitung Al Hayat und schreibt u. a. für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel und Die Zeit.

Battermann, Christine
Christine Battermann studierte Arabisch und Türkisch in Bonn. Seit 1999 arbeitet sie als freie Literaturübersetzerin für arabische Prosa und Lyrik.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 05.09.2018

Die Weltanhörung des Gerechten wird geprüft

Eigenwillig die Auswahl, doch brillant oft die Durchführung: Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali porträtieren Figuren aus der Bibel und dem Koran.

So verbreitet die Rede von Judentum, Christentum und Islam als "abrahamitischen Religionen" ist, so blutleer kommt sie doch meistens daher. Was sollte sie eher mit Leben erfüllen als der unmittelbare Vergleich zwischen den heiligen Schriften der drei Religionen? Der wichtigste Vergleichspunkt liegt nahe, nämlich die Art und Weise, in der zentrale Personen sowohl in der Bibel als auch im Koran dargestellt werden. Deshalb ist es erfreulich, dass die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff und der aus dem Irak geflohene Autor Najem Wali sich zu einem gemeinsamen Buch zusammengefunden haben.

Schon der Titel birgt eine Überraschung: "Abraham trifft Ibrahîm". Ibrahim ist die arabische Fassung des Namens Abraham. Was ist gemeint, wenn die beiden sich "treffen" sollen? Hat der Islam Abraham in einen anderen verwandelt? Dann wäre die Rede von den "abrahamitischen" Religionen gegenstandslos. Die Flucht in den Ausdruck "monotheistische Religionen" könnte nicht weiterhelfen. Denn dass der Islam das Christentum wegen seiner Trinitätslehre nicht als monotheistische Religion anerkennt, ist allgemein bekannt.

So weit, die Unvereinbarkeit des von Judentum und Christentum gezeichneten Bildes von Abraham mit dem koranischen Bild Ibrahims zu behaupten, gehen die Autoren nicht. Unmittelbare Vergleiche sind ohnehin selten, weil die Texte zwar jeweils denselben biblischen Figuren gewidmet, aber offenbar weithin unabhängig voneinander entstanden sind. Allenfalls darin, dass die Darstellung der ausgewählten Person sich häufig auf einen bestimmten Aspekt der jeweiligen Erzählung konzentriert, kann man eine unmittelbare Verbindung zwischen den beiden Zugängen sehen. Im Fall Abrahams/Ibrahims tritt die Prüfung des Vaters durch die ihm von Gott abverlangte und im letzten Augenblick gnädig abgewandte Opferung des eigenen Sohnes ins Zentrum.

Aber diese Konzentration macht den Titel noch merkwürdiger. Denn zwei Personen, die sich treffen können, gibt es überhaupt erst in der Generation der Söhne. Auf den geretteten Isaak, den Sohn Sarahs, stützt sich nach der Auffassung der Hebräischen Bibel die Genealogie des Volkes Israel; demgegenüber tritt der Sohn Hagars, Ismael, ganz in den Schatten. Doch der Islam wertet Ismael auf; seine Nachkommen verbreiten sich in der arabischen Welt. Hier sind zwei, die sich begegnen könnten: "Isaak trifft Ismael". Doch darauf verlassen sich die Autoren nicht. Wali spricht vielmehr von der "Tyrannei dieser beiden Nachkommenschaften, sich an ständigen Kriegen zu beteiligen. Kein Friede winkt am Horizont, immer weiter zerfleischen sie einander."

Allerdings gehören die beiden Söhne Abrahams nicht zu den Figuren, denen die exemplarischen Streifzüge durch Bibel und Koran gelten. Eine solche Auswahl ist ein heikles Unterfangen. In diesem Fall beginnt sie mit Eva. Dass von dem ersten Menschenpaar nur sie ausgewählt wird, hat die unbequeme Folge, dass die Darstellung sich weithin auf das Thema des Sündenfalls konzentriert, während die grundlegende Frage nach der Stellung des Menschen in der Schöpfung ausfällt. Eine weitere Fehlanzeige schließt sich an, indem nicht von Noah die Rede ist, dem im Koran sogar eine ganze Sure gewidmet ist. Verblüffenderweise wird dagegen neben Abraham auch dessen Bruder Lot dargestellt. In einer höchst eigenwilligen Abfolge tritt Mose zwischen die beiden Brüder.

Eine der stärksten Passagen des ganzen Buchs behandelt Hiob. Das größte Problem des ganzen Vorhabens besteht natürlich darin, dass im Islam zwar viel von Propheten die Rede ist, die großen Propheten der Hebräischen Bibel aber im Koran gar nicht gewürdigt werden. Damit gewinnt eine Fabel - die Rettung Jonas im Bauch eines Wals - exemplarische Bedeutung; die ganze Schriftprophetie rückt in den Schatten dieser märchenhaften Erzählung.

Neben Jona tritt in diesem Buch der König Salomo. Ihn als Propheten zu bezeichnen ändert nichts daran, dass es sich biblisch betrachtet um einen politischen Führer und nicht um einen Propheten handelt. Im islamischen Verständnis der Prophetie wird freilich genau dieser Unterschied eingeebnet. Diese Sicht setzt sich im Aufbau des Buchs mit innerer Zwangsläufigkeit durch.

Den Abschluss bildet ein Paar ganz eigener Art, nämlich Maria und der Teufel. Die eigenwillige Wahl dieser beiden Personen verhilft Sibylle Lewitscharoff allerdings zu der Möglichkeit, ausführlich über Jesus von Nazareth zu sprechen, obwohl er in der Liste der behandelten biblischen Personen befremdlicherweise fehlt. Wali dagegen verbindet die Marienfigur in ausufernder Weise mit den Legenden über die Geburt Alexanders des Großen.

Trotz solcher Aporien und Mängel ist die Beschreibung der ausgewählten Personen bisweilen grandios. Sibylle Lewitscharoff lässt dabei ihrer Sprachmagie freien Lauf. Manche ihrer Wortprägungen setzen sich im Gedächtnis fest: Schwirrnis und Verschleichen, samenablistend und wurmisierend, umzirken und verkargen, Weisheitsgeflirr und Schuldbohrung. Die Idee, Hiob nicht eine Weltanschauung, sondern eine Weltanhörung zuzuschreiben, bleibt haften. Ebenso bezwingend sind die geistesgeschichtlichen Ausflüge, zu denen Lewitscharoff sich hinreißen lässt und die sie in Geschichten weiterspinnt, unter denen Kierkegaards Begegnung mit Gott im zartfeinen Stimmchen einer Maus am Rande des Berliner Gendarmenmarkts hervorsticht.

Verglichen mit Sibylle Lewitscharoffs kühnen Volten und überraschenden Aktualisierungen bewegen sich Najem Walis Beiträge im Bereich des Erwartbaren. Zu Beginn seiner Kapitel stellt er zunächst fest, wie oft eine der ausgewählten Personen im Koran vorkommt. Er konzentriert sich stark auf das islamische Verständnis des Propheten, dessen Geschichte von Adam bis Mohammed reicht, Jesus eingeschlossen; doch eben zu diesen dreien äußert er sich nicht. Sein Verhältnis zu biblischen Texten ist überstark durch ein veraltetes Buch von Werner Keller ("Und die Bibel hat doch recht") bestimmt. Die Art, in der dieser 1955 mit archäologischen Mitteln die Wahrheit des Alten Testaments beweisen wollte, gehört jedoch schon lange der Vergangenheit an.

Ein Juwel ist dieses Buch vor allem dank der brillanten Texte, zu denen Sibylle Lewitscharoff sich durch die vorgegebenen Figuren hat verlocken lassen. Man wünschte sich, sie würde noch mehr biblische Gestalten mit ihrer Sprachkraft und Fantasie zu neuem Leben erwecken.

WOLFGANG HUBER

Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali: "Abraham trifft Ibrahîm". Streifzüge durch Bibel und Koran.

Suhrkamp Verlag, Berlin 2018. 309 S., geb., 24,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 27.06.2018

Jesus starb nicht am Kreuz
Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali streifen durch Bibel und Koran
In erregten Zeiten freut man sich über jeden Versuch einer gebildeten Verständigung über Kulturgrenzen hinweg. Besonders zwischen den Religionen braucht es vernünftige Vermittler. Doch so willkommen jeder Dialog auch ist, fragt man sich, wer da eigentlich wie über was miteinander reden soll. Die Amtsträger über die jeweiligen metaphysischen Lehren etwa? Welche Wirkung hätte dies, und wie könnte solch ein Gespräch gelingen, wenn schon das Verständnis dessen, was Theologie überhaupt bedeuten soll, so unterschiedlich ist? Da ist es vielversprechender und interessanter, wenn zwei Schriftsteller sich der Sache annehmen. Als unbefangene „Laien“ und freie Künstler können sie das Gespräch über die heiligen Schriften auf eine andere, nämlich literarische Ebene heben. So versuchen es Sibylle Lewitscharoff und der in Berlin lebende irakische Autor Najem Wali. In korrespondierenden Essays nehmen sie sich neun Hauptfiguren aus Bibel und Koran vor: Eva – Hawwa, Abraham – Ibrahim, Moses – Musa, Lot – Lut, Hiob – Ayyub, Jona – Yunus, Salomo – Sulaiman, Maria – Maryam, Teufel – Schaitan. Schön wäre es gewesen, wenn sie Jesus – Isa ein eigenes Kapitel gegönnt hätten.
Die Zugänge der beiden sind verschieden. Als Kind hatte Wali bei seinem Großvater einen schönen, noch nicht politisierten Volksislam kennengelernt, heute steht er als Atheist allen Religionen distanziert gegenüber, bemüht sich aber um Verständigung. Lewitscharoff dagegen ist eine bewusste, also eigenwillige Protestantin. Wali schreibt für Leser, denen der Koran kaum bekannt ist, er zitiert ausführlich und bietet viele Sachinformationen. Da Lewitscharoff davon ausgeht, dass den Lesern die biblischen Geschichten noch vertraut sind (wenn sie sich da mal nicht täuscht!), nimmt sie die biblischen Texte oft nur als Ausgangspunkt für weite kunst- und literaturgeschichtliche Ausflüge. Auffällig jedoch ist, dass literarische Gestaltungsfragen bei beiden eine eher geringe Rolle spielen. Von wem wird hier erzählt und wie, welche Mittel und Formen werden gewählt, welche Leseerlebnisse ausgelöst? Man hätte mehr Interesse an der eigentlich ästhetischen Frage erwartet.
Die schöne These zum Beispiel, mit der Navid Kermani bekannt wurde, dass nämlich der Koran kein theologisches Lehrbuch, sondern ein poetisches Kunstwerk sei, wird bei Wali nicht diskutiert. Zwar zitiert er viele Suren nach der vorbildlichen Übersetzung von Harmut Bobzin, aber ein ästhetischer Zauber will sich beim Lesen nicht recht einstellen. Und Lewitscharoff geht zu schnell von den biblischen Texten fort, als dass deren ästhetischen Qualitäten sichtbar werden könnten. Dafür wird einem die notwendige Belehrung zuteil, dass Bibel und Koran viele Gemeinsamkeiten besitzen. Allerdings wäre diese noch überzeugender ausgefallen, wenn man einen jüdischen Ko-Autor zu einem Trialog hinzugenommen hätte.
Interessanter jedoch liest sich der Dialog, wenn er auf Unterschiede zu sprechen kommt. Lewitscharoff hat einen feinen Sinn für das Zwiespältige und Abgründige, die Spannungen und ungelösten Konflikte der biblischen Geschichten. Und Wali zeigt, wie all dies im Koran getilgt wird: Abrahams-Ibrahims grausiges Vorhaben, seinen Sohn Isaak zu opfern, war von Gott gar nicht so gemeint. Hiob-Ayyub ist kein an Gott Verzweifelnder und mit Gott Kämpfender, sondern ein im Leiden vorbildlich Geduldiger. Maria-Maryam hatte keinen Ehemann, sondern empfing ihren Sohn auf rein wundersame und ganz unanstößige Weise. Jesus-Isa ist gar nicht wirklich am Kreuz gestorben. Dafür scheint es einen tieferen Grund zu geben: Angesichts der ins Unendliche gesteigerten Allmacht Gottes verblassen alle menschlichen Widersprüche.
So bietet der Koran eine durchgängige, fromme Rationalisierung der biblischen Ursprungsgeschichten. Dadurch wirkt er theologisch konsequenter, aber auch religiös eindimensionaler und literarisch – bei allem Respekt – etwas langweiliger. Die Bibel erzählt zwar nicht von Individuen im heutigen Sinne, aber ihre Hauptfiguren sind allesamt Träger von oft unerträglichen Spannungen. Genau darin liegt ihre religiöse wie literarische Bedeutung. Noch eindrücklicher als Lewitscharoff hat darauf vor 35 Jahren ein anderer Autor hingewiesen, in einem der schönsten Texte, die je über die Bibel geschrieben wurden. Verfasst hat ihn der heute fast vergessene Franz Fühmann. Für ihn war die Bibel kein heiliges, sondern ein ungeheuerliches Buch: „Ich begann die Geschichten der Bibel zu lesen: Ein Riss; und der Abgrund Mensch klaffte auf.“
Indem er in ihre Erzählungen eintauchte und ihren Gestalten ganz nahe kam, erkannte er in der Bibel ein radikal ehrliches Buch über den Menschen in all seinen Widersprüchen: „Ihre Sätze waren Prankenhiebe, ihre Schläge rissen mein Frommsein auf, und in die Wunden das Salz der Fragen.“ Dabei ging Fühmann auch das Revolutionäre der Bibel auf: „Es ist ein Buch der Subversion, des Unerhörten, des Unerlaubten, des Umkehrens von Oben und Unten und des Zerschlagens der alten Tafeln, ein zersetzendes Buch, der Parteinahme für alle Mindren, das den Herrenmenschen ins Gesicht spie, ein Buch des Aufwiegelns und Unruhestiftens, das alles das infrage stellte, das sich in fraglos sicherer Gegründetheit wähnte – vor allem die eigene Existenz.“
JOHANN HINRICH CLAUSSEN
Sibylle Lewitscharoff / Najem Wali: Abraham trifft Ibrahim. Streifzüge durch Bibel und Koran. Suhrkamp Verlag, Berlin 2018. 311 Seiten, 24 Euro.
Die Hauptfiguren der
Bibel sind allesamt Träger von
oft unerträglichen Spannungen
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"Die Streifzüge durch Bibel und Koran, die Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali in ihrem Buch Abraham trifft Ibrahim unternehmen, sind hilfreich und wichtig für ein friedliches Miteinander. Denn sie zeigen, wie eng verwoben die drei Religionen eigentlich sind und dass nur das Nichtwissen darüber zu Lagerbildung und Feindseligkeit führt."
Raimund Kirch, Nürnberger Zeitung 26.06.2018