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Die Psychoanalyse begann als Traumatheorie, entwickelte sich zur Triebpsychologie und kann heute als Beziehungspsychologie verstanden werden, die (traumatisierende) Beziehungserfahrungen als Ursache schwerer psychischer Störungen sieht. Dabei dient die Internalisierung von Gewalterfahrungen eher der Bewältigung lang andauernder 'komplexer' Beziehungstraumata, akute Extremtraumatisierungen haben hingegen Dissoziationen zur Folge. Während eine psychoanalytische Therapie 'komplex' traumatisierter Patienten die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel…mehr

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Produktbeschreibung
Die Psychoanalyse begann als Traumatheorie, entwickelte sich zur Triebpsychologie und kann heute als Beziehungspsychologie verstanden werden, die (traumatisierende) Beziehungserfahrungen als Ursache schwerer psychischer Störungen sieht. Dabei dient die Internalisierung von Gewalterfahrungen eher der Bewältigung lang andauernder 'komplexer' Beziehungstraumata, akute Extremtraumatisierungen haben hingegen Dissoziationen zur Folge. Während eine psychoanalytische Therapie 'komplex' traumatisierter Patienten die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel bedient, erfordern akute Extremtraumatisierungen, die zu Posttraumatic Stress Disorder führen können, ein verhaltensmodifizierendes, auch suggestives Vorgehen. Der Begriff 'Trauma' sowie der Umgang mit Traumatisierung in der Therapie werden vorgestellt.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Seitenzahl: 138
  • Erscheinungstermin: 1. April 2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783837965520
  • Artikelnr.: 40504329
Autorenporträt
Dr. med. Mathias Hirsch ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin. Er hat eine Praxis in Düsseldorf.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort
Einleitung
Zur Geschichte psychoanalytischer Traumakonzepte
Der fru he Freud
Das ich-psychologische Traumakonzept
Der Pionier der psychoanalytischen Psychotraumatologie: Sándor Ferenczi
Der Begriff "Trauma" in der heutigen Psychoanalyse
Akuttraumatisierung im Gegensatz zu chronisch-familiären Traumata
Zerstörung der Symbolisierungsfähigkeit durch familiäre Traumatisierung
Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen
Dissoziationen
Psychoanalytische Therapie mit traumatisierten Patienten
Phasenverlauf der Therapie traumatisierter Patienten
Das Trauma in der Übertragung
Übertragung und Gegenu bertragung in der Traumatherapie
Intersubjektivität
Enactment
Sexualisierung und Liebe
Aktive Psychotherapie mit traumatisierten Patienten
Benennung der Realität der "Supervisionsaspekt" der Therapie
Schuldgefu hldifferenzierung
Metaphorische Deutungen
Psychodramatisches Mitagieren
Aggression in der Gegenu bertragung
Grenzen setzen
Traumatisierte Patienten in der analytischen Gruppenpsychotherapie
Die Gruppe als Container
Triangulierung und Zeugenschaft
Übertragungsspaltung
Kreuzidentifikation von Tätern und Opfern
Kombinierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie
Schlussbemerkung
Literatur
Rezensionen
»Der Band von Mathias Hirsch stellt einen interessanten Beitrag zur aktuellen Traumadiskussion dar. Insbesondere überzeugen die vielen Rückgriffe auf die praktischen Erfahrungen in der Therapie mit traumatisierten Patienten.« Dr. David Zimmermann, Trauma & Gewalt, Heft 1/2012 »Mathias Hirsch berichtet kenntnisreich und dem Format der Buchreihe entsprechend übersichtlich und knapp über das Traumakonzept in der Psychoanalyse und weiß sie der Genese entsprechend zu differenzieren und ihrer jeweiligen Psychotherapieform - Verhaltenstherapie bzw. Psychoanalyse - zuzuordnen.« Dr. Andreas G. Franke auf www.socialnet.de, 30. September 2011 »Hirschs Taschenbuch ist eine gute Einführung, die sich mit kleineren Abstrichen als Einstieg in dieses Themenfeld eignet.« Alexander Kluy in Psychologie heute, Mai 2012