-20%
120,00 €
Statt 150,00 €**
120,00 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Versandkostenfrei*
0 °P sammeln
-20%
120,00 €
Statt 150,00 €**
120,00 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Versandkostenfrei*

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln
Als Download kaufen
Statt 150,00 €**
-20%
120,00 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
0 °P sammeln
Jetzt verschenken
Statt 150,00 €**
-20%
120,00 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln
  • Format: PDF


Ohne eine allgemein anerkannte reichsrechtliche Grundlage unterwarf Preußen zwischen 1792 und 1798 die seinen fränkischen Provinzen benachbarten reichsritterschaftlichen Güter mit Gewalt seiner Landeshoheit. Damit erschütterte es die Reichsverfassung in ihren Grundfesten und beschleunigte das Ende des Alten Reiches. Mit Hilfe von Quellen in- und ausländischer Archive rekonstruiert diese Arbeit die Ereignisse zwischen den Jahren 1792 bis 1798 und unterzieht sie einer Neubewertung. Dabei geht sie nicht nur auf die diplomatischen, militärischen, reichsgerichtlichen und publizistischen Mittel ein,…mehr

Produktbeschreibung
Ohne eine allgemein anerkannte reichsrechtliche Grundlage unterwarf Preußen zwischen 1792 und 1798 die seinen fränkischen Provinzen benachbarten reichsritterschaftlichen Güter mit Gewalt seiner Landeshoheit. Damit erschütterte es die Reichsverfassung in ihren Grundfesten und beschleunigte das Ende des Alten Reiches. Mit Hilfe von Quellen in- und ausländischer Archive rekonstruiert diese Arbeit die Ereignisse zwischen den Jahren 1792 bis 1798 und unterzieht sie einer Neubewertung. Dabei geht sie nicht nur auf die diplomatischen, militärischen, reichsgerichtlichen und publizistischen Mittel ein, mit denen Berlin und die Reichsritterschaft um die »Reichsunmittelbarkeit« der Rittergüter rangen. Sie zeichnet auch die sozialen, politischen und reichsrechtlichen Entwicklungen nach, die die preußischen »Mediatisierungen« erst ermöglichten.

Dr. Michael Puchta ist seit 2008 Archivrat am Bayerischen Hauptstaatsarchiv.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • Seitenzahl: 813
  • Erscheinungstermin: 18.04.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783647360782
  • Artikelnr.: 37526549
Autorenporträt
Dr. Michael Puchta ist seit 2008 Archivrat am Bayerischen Hauptstaatsarchiv.

Inhaltsangabe
I. Abgrenzung des Themas, Schwerpunktsetzung und Forschungsstand
1) Die Unterwerfung der Reichsritterschaft durch Preußen im Kontext des Reichsendes von 1806 ein Desiderat der Forschung
2) Literaturbericht und Quellenlage
3) Unterwerfung, Revindikation und Mediatisierung Grenzen und Verständnis des Untersuchungsgegenstands
3.a) "Mediatisierung" als Forschungskonzept
3.b) Exkurs: Revindikation oder Mediatisierung Zur Problematik eines Forschungsbegriffs
II. Die Reichsritterschaft in der Verfassung des Alten Reiches
1) Ursprünge und Entstehung der Reichsritterschaft
2) Organisation sowie rechtliche und reichspolitische Stellung des niederen Reichsadels
2.a) Die Organisation des Corpus equestre
2.b) Die rechtliche und reichspolitische Stellung der Reichsritterschaft
3) Die reichsrechtliche Verfasstheit des territorium inclausum
III. Die preußischen Mediatisierungen in ihrem historischen, rechtlichen, ökonomischen und sozialen Kontext
1) Die Wegbereiter der preußischen Mediatisierungen
2) Die Auswirkungen von Revolution und Reichskrieg auf die reichsritterschaftliche Unmittelbarkeit: 1789 1797/99
2.a) Die Schwächung des wirtschaftlichen Fundaments der ritterschaftlichen Landesherrlichkeit und die sozialen Folgen der Ideen von 1789
2.b) Die Untergrabung der reichsadligen Rechtsstellung
IV. Die Grundlagen und Voraussetzungen der preußischen Mediatisierungen
1) Der Anfall Ansbach-Bayreuths an die zollersche Kurlinie
2) Die territorialpolitische und -rechtliche Ausgangssituation
3) Die Motive der preußischen Mediatisierungspolitik
4) Die politischen Beziehungen zwischen Reichsritterschaft und dem Haus Brandenburg im Vorfeld der Mediatisierungen
4.a) Die Rolle des Corpus equestre in der Politik Preußens bis 1790/92
4.b) Die Politik Ansbachs und Bayreuths gegenüber der Reichsritterschaft
5) Die Träger der Mediatisierungspolitik
5.a) Der Dirigierende Minister Carl August Freiherr von Hardenberg
5.b) Die "Fränkische Schule"
V. Zwischen Kompromiss und Konfrontation: Februar 1792 bis März/Juni 1793
1) Der offene Ausbruch des Konflikts
2) Das "Grundsatzprogramm" der Arrondierungspolitik: Der Hauptbericht vom 24. Februar 1792
3) Angriff oder Rückzug? Das Ringen Hardenbergs mit dem Kabinettsministerium um die Mediatisierungspolitik
4) Zwischen Eskalation und gütlicher Einigung
4.a) Die Vergleichsverhandlungen mit der Reichsritterschaft
4.b) Eingriffe in die reichsunmittelbare und landesherrliche Stellung der Reichsritter
4.c) Zwischen Rittereid, Reichspatriotismus und Dienstpflicht Der Widerstand königlicher Oberbeamter gegen die Mediatisierungspolitik
VI. Die Zuspitzung des Konflikts: Winter 1792/93 bis Frühjahr 1796
1) Die Intensivierung der preußischen Mediatisierungspolitik
2) Mit Kaiser, Reichsgericht und Kreistag: Reichsritterschaftlicher Widerstand gegen Hardenbergs Arrondierungspolitik
VII. Die Durchsetzung der preußischen Landeshoheitsansprüche: 1796-1798
1) Die Berliner Ministerialkonferenzen und die endgültige Unterwerfung der Ansbach-Bayreuth benachbarten Reichsritter
2) Zwischen Wien, Nürnberg, Rastatt und Paris: Reichsritterschaftlicher Widerstand gegen die Mediatisierung
VIII. Der publizistische Diskurs um die Rechtmäßigkeit der Mediatisierungen
1) Die "Opinion" als politischer Faktor bei der Mediatisierung
2) Die preußische Publizistik
2.a) Autoren, Rezipienten und Beschaffenheit der preußischen Veröffentlichungen
2.b) Die Argumentation der königlichen Publizistik
3) Die ritterschaftsnahe Publizistik
3.a) Autoren, Rezipienten und Beschaffenheit der ritterfreundlichen Veröffentlichungen
3.b) Die Argumentation der ritterschaftsnahen Publizistik
4) Die revolutionäre und radikal-aufklärerische Publizistik Autoren, Rezipienten und Argumentationsstrukturen
IX. Resümee und Ausblick
1) Der Untergang des gesamten Corpus equestre
2) Die Mediatisierung der Ansbach-Bayreuth benachbarten Reichsritter Versuch einer Bilanz
X. Quellen und Literatur
1) Quellenverzeichnis
1.a) Ungedruckte Quellen
1.b) Gedruckte Quellen
1.b.a) Editionen
1.b.b) Zeitgenössische Druckwerke
2) Hilfsmittel
3) Literatur
XI. Siglen
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 17.09.2012

KURZKRITIK
Bitter für Ritter
Neues aus der Wundertüte der
Historischen Kommission
Die Schriftenreihen gerade der selbstbewussteren historischen Institutionen darf man als Wundertüten bezeichnen – und das ist nicht verächtlich gemeint, sondern ganz und gar anerkennend. Bei der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum Beispiel darf man jedes Jahr gespannt sein, welche Studien sie veröffentlicht. Oft sind Arbeiten aus dem Mainstream eher entlegenen Forschungsgebieten darunter. Da sie aber aus der Feder von Autoren stammen, die auf einen lesbaren Stil achten, garantieren sie eine interessante Lektüre. Die nun publizierte Münchner Dissertation von Michael Puchta verdient jedenfalls ein breiteres Publikum, als ihr Titel wohl anspricht. „Mediatisierung ,mit Haut und Haar, Leib und Leben‘“ lautet er, und Puchta arbeitet die „Unterwerfung der Reichsritter durch Ansbach-Bayreuth (1792-1798)“ auf.
  Es geht, vereinfacht gesagt, um ein Ober-schlägt-Unter-Spiel auf Reichsebene: Modernisierer rationalisieren anachronistische Abteilungen weg und stellen sie unter ihre eigene Kuratel. Protagonist war ein gewisser Hardenberg, der sich später in Preußen als Großreformer hervortat. Gegen ihn richteten die Reichsritter wenig aus – und Kaiser Franz in Wien, bei dem sie Hilfe suchten, erwies sich als lame duck, als er sich für sie einsetzte. Puchta arbeitet den Zwist mit Quellen auf, er wertete große Verhandlungen ebenso aus wie kleine Scharmützel um umgestoßene Herrschaftstafeln. Die 813 Seiten sollten nicht abschrecken: Zieht man die Quellenverweise in den Fußnoten ab, ist der Umfang deutlich kürzer. Allein preislich stellt sich die Wundertüte als Luxusbuch dar.
RN
  
Michael Puchta: Mediatisierung „mit Haut und Haar, Leib und Leben“. Die Unterwerfung der Reichsritter durch Ansbach-Bayreuth (1792-1798). Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012. 813 Seiten, 129,95 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr